Schweine dürfen an Sonn- und Feiertagen geschlachtet werden

Hannover.  Das Landwirtschaftsministerium ermöglichte am Freitag die Ausnahmegenehmigungen, damit die Schlachthöfe ihre Schweine-Staus abarbeiten können.

Im Schlachthof des Lebensmittelkonzerns Vion in Emstek (Landkeis Cloppenburg) wurden im September zahlreiche Mitarbeiter positiv auf Corona getestet, sodass die Leistung stark zurückgefahren werden musste. Andere Schlachthöfe mussten sogar komplett geschlossen werden. Zum Ausgleich dürfen Schlachthöfe jetzt auch an Sonn- und Feiertagen ihren Betrieb fortsetzen.

Im Schlachthof des Lebensmittelkonzerns Vion in Emstek (Landkeis Cloppenburg) wurden im September zahlreiche Mitarbeiter positiv auf Corona getestet, sodass die Leistung stark zurückgefahren werden musste. Andere Schlachthöfe mussten sogar komplett geschlossen werden. Zum Ausgleich dürfen Schlachthöfe jetzt auch an Sonn- und Feiertagen ihren Betrieb fortsetzen.

Foto: Hauke-Christian Dittrich / dpa (Archivfoto)

Weil die Kapazitäten der Schlachthöfe aufgrund von Corona stark eingeschränkt werden mussten, dürfen Schweine in Niedersachsen ab sofort auch an Sonn- und Feiertagen geschlachtet werden. Eine entsprechende Ausnahmegenehmigung brachte das Landwirtschaftsministerium in Hannover auf den Weg.

Ziel sei es nach Angaben des Ministeriums, den „Schweine-Stau“ in den Schlachthöfen aufzulösen, berichtete die „Nordwest-Zeitung“ am Freitag. Mehrfach mussten Schlachthöfe geschlossen werden, weil Mitarbeiter sich mit dem Corona-Virus infiziert hatten. In den niedersächsischen Mastbetrieben hat sich ein Überhang von 30 000 bis 40 000 Schweinen pro Woche aufgebaut.

Ausnahmegenehmigung muss einzeln beantragt werden

Im Agrarausschuss hatte Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) am Mittwoch ein Bündel an Maßnahmen angekündigt, um der im Agrarland Niedersachsen wichtigen Schweinebranche zu helfen. Die Möglichkeit, ausnahmsweise an Sonn- und Feiertagen zu schlachten, ist eine davon. Wie eine Sprecherin des Sozialministeriums am Freitag erklärte, müssen die Schlachthöfe die Ausnahmegenehmigung aber jeweils separat und mit Begründung beim Ministerium beantragen.

Züchter müssen sich auf länger andauernden Engpass bei Schlachthöfen einstellen

Die Ministerin hatte auch auf ein Reduzieren der Schweinezucht gepocht. Schweinehalter müssten jetzt sofort ihre Produktion auf den vermutlich länger anhaltenden Engpass bei Schlachtung, Zerlegung und Vermarktung anpassen, hatte Otte-Kinast im Ausschuss gefordert.

Jedes dritte deutsche Schwein stammt aus Niedersachsen: Etwa 5300 Betriebe halten rund 8,3 Millionen Schweine.

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