Polizeisammler Niedersachsen

Mann will mit falschem Impfausweis digitales Zertifikat erhalten

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Ärger um ein Impfzertifikat erhielt ein Mann im ostfriesischen Leer.

Ärger um ein Impfzertifikat erhielt ein Mann im ostfriesischen Leer.

Foto: Oliver Dietze / dpa

Leer.  Eine Frau steigt im Wesertunnel aus dem Auto aus und löst Vollsperrung aus. In Hannover findet der Zoll Pavianzähne im Reisegepäck – der Überblick.

Um ein digitales Corona-Impfzertifikat zu bekommen, hat ein 43 Jahre alter Mann in einer Apotheke im ostfriesischen Leer einen gefälschten Impfausweis vorgelegt. Mitarbeiter der Apotheke erkannten jedoch die Fälschung und alarmierten die Polizei, wie die Beamten am Mittwoch mitteilten. Demnach wies das vorgezeigte Dokument, das in einem Impfzentrum in Nordrhein-Westfalen ausgestellt worden sein sollte, deutliche Mängel auf.

Zudem waren laut Polizei zuletzt vermehrt falsche Ausweise aus einem bestimmten Impfzentrum in NRW im Umlauf, wodurch die Angestellten der Apotheke misstrauisch wurden. Die Polizisten nahmen am Dienstag die Personalien des Mannes aus Groningen in den Niederlanden auf und stellten den Impfausweis sicher. Gegen den Mann wird ermittelt.

Frau soll Fahrt ihres Begleiters filmen und steigt im Wesertunnel aus

Eine 25-Jährige ist im Wesertunnel südlich von Bremerhaven aus einem Auto gestiegen und hat dadurch eine Vollsperrung ausgelöst. Die Fußgängerin sei am späten Dienstagabend von der Polizei aus der Unterführung hinausbegleitet worden, teilten die Beamten am Mittwoch mit. Eine halbe Stunde lang blieb der Tunnel vorsorglich gesperrt. Ihre gefährliche Aktion begründete die junge Frau damit, dass ihr 20 Jahre alter Begleiter sie darum gebeten habe aufzunehmen, wie er durch den Tunnel fährt. Sie wollte die Fahrt filmen und fotografieren, wie die Polizei berichtete. Gegen beide wurde ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Der rund 1,6 Kilometer lange Wesertunnel unterquert den Fluss und verbindet als Teil der Bundesstraße 437 die Landkreise Wesermarsch und Cuxhaven.

Waren aus Containern gestohlen – Razzia gegen Diebesbande

Bei Ermittlungen gegen eine Diebesbande hat die Polizei am Mittwoch mit über 300 Beamten in Viersen und Mönchengladbach 14 Wohnungen, Garagen und Gewerbeobjekte durchsucht. Die Aktion richtete sich gegen zehn Tatverdächtige. Ihnen werde Diebstahl von Transportgut im Wert von mehr als 500.000 Euro aus Containern sowie Hehlerei vorgeworfen, teilte die Staatsanwaltschaft Krefeld mit.

Die Bande soll gezielt Container des Eisenbahngüterverkehrs und Lastwagen-Sattelauflieger aufgebrochen haben. Erbeutet wurden Werkzeuge, Bekleidung, Computer und technisches Zubehör. Die Einbrüche seien „systematisch geplant“ gewesen, teilte die Polizei nach einjährigen Ermittlungen mit. Tatorte in NRW seien unter anderem Kaldenkirchen, Duisburg, Neuss und Köln gewesen, außerdem Hannover. Der Hauptbeschuldigte sitzt in Untersuchungshaft. Außerdem wurden Vermögensarreste angeordnet, um Entschädigungen leisten zu können.

Polizeiwagen stößt mit abbiegendem Auto zusammen – zwei Verletzte

Auf dem Weg zu einem Soforteinsatz ist ein Streifenwagen im ostfriesischen Aurich mit einem abbiegenden Auto zusammengestoßen. Dabei wurden ein 34 Jahre alter Polizist, der am Steuer saß, und eine 27-jährige Polizistin leicht verletzt. Die Beamten hätten Glück im Unglück gehabt, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. Ihr Streifenwagen sei komplett demoliert worden. Nach den bisherigen Erkenntnissen wollte der Polizist das Auto eines 66-Jährigen überholen, als dieser dabei war, links abzubiegen. Ob Blaulicht und Sirene eingesetzt waren, ist dem Sprecher zufolge noch unklar. Der 66-jährige Fahrer des anderen Wagens wurde nicht verletzt.

Zoll findet Pavianzähne in Gepäck von Flugreisendem

Zwei Eckzähne eines Bärenpavians hat der Zoll am Flughafen Hannover sichergestellt. Wie der Zoll am Dienstag mitteilte, wurden die rund zehn Zentimeter langen Zähne am Mittwoch vor einer Woche im Gepäck eines 63-Jährigen bei einer routinemäßigen Röntgenkontrolle gefunden. Der aus Cremlingen (Landkreis Wolfenbüttel) stammende Mann war bereits zuvor von Windhuk (Namibia) über Frankfurt nach Hannover gereist. Sein Gepäck hatte er sich Nachsenden lassen.

Durch das Washingtoner Artenschutzübereinkommen sind die beiden Zähne geschützt und dürfen nur mit einer entsprechenden Genehmigung eingeführt werden. Eine derartige Genehmigung besitzt der Reisende nicht. Das Bundesamt für Naturschutz beurteilt nun, ob und welche Strafe auf den Mann zukommt.

Jäger wird bei Treibjagd durch Schuss ins Bein verletzt

Bei einem Jagdunfall im Landkreis Celle ist ein Mann durch einen Schuss ins Bein verletzt worden. Den 55-Jährigen habe eine Kugel aus der Waffe eines anderen Jägers getroffen, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Die genauen Umstände des Unfalls bei einer Treibjagd am Dienstagnachmittag nahe der Ortschaft Hermannsburg sollen nun untersucht werden.

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