Corona-Regeln in Niedersachsen

410 Kita-Gruppen in Niedersachsen von Schließung betroffen

| Lesedauer: 3 Minuten
Eine Mutter entnimmt bei ihrem Kind einen Lollitest-Abstrich am Eingang einer Kita.

Eine Mutter entnimmt bei ihrem Kind einen Lollitest-Abstrich am Eingang einer Kita.

Foto: Peter Kneffel / dpa

Hannover.  An Schulen gibt es bereits eine Testpflicht in Niedersachsen. In Kitas sind ab Mitte Februar drei Tests pro Woche vorgesehen.

Trotz der sich weiter ausbreitenden Omikron-Variante will Niedersachsen Schulen und Kitas grundsätzlich weiter offen halten.

„Das Schutzkonzept in den Schulen auf der Grundlage von täglichen Tests, Maske und weiteren Hygienemaßnahmen hat sich auch im neuen Jahr bewährt“, sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) im Landtag. Schule könne derzeit aber kein pandemiefreier Raum sein. Das gilt auch für Kitas. 44 Kitas waren am Mittwoch vollständig und etwa 180 Kitas teilweise geschlossen. „In diesen sind etwa 410 Gruppen von Schließung betroffen“, teilte das Kultusministerium mit. Es gebe etwa 700 Positivfälle bei Kindern im Vorschulalter. „Bezugsgröße“ sind laut Ministerium 5.700 solcher Einrichtungen in Niedersachsen.

Kita-Testpflicht

An den Kitas soll ab 15. Februar eine Testpflicht gelten. Das geht auch aus dem Entwurf zur neuen Corona-Verordnung hervor. Diese Pflicht ist dreimal wöchentlich vorgesehen für Kinder ab drei Jahren, wie ein Sprecher des Kultusministeriums mitteilte. Diese Regel solle in die Corona-Verordnung eingearbeitet werden.

Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) hatte die Kita-Testpflicht bereits in der vergangenen Woche angekündigt. Die Grünen und die Gewerkschaft Verdi hatten sich nachdrücklich für die Einführung dieser Pflicht eingesetzt. Laut Kultusministerium waren am Mittwoch von den rund 3000 niedersächsischen Schulen rund 9070 Positivfälle bei Schülerinnen und Schülern gemeldet worden, dazu 750 bei Schulpersonal. Landesweit seien zwei Grundschulen „vollständig im Distanzlernen“.An 31 Schulen befänden sich teilweise etwa 72 Klassen und Kurse sowie 4 Jahrgänge im Distanzlernen, hieß es weiter. An einem Gymnasium seien außerdem zwar alle Jahrgänge im „Distanzmodus“. Allerdings könnten sich Schülerinnen und Schüler seit vergangenem Samstag freitesten und dann wieder zur Schule kommen.

In Niedersachsen sind etwa zwei Drittel der Minderjährigen grundimmunisiert

Das Ministerium hatte bereits in der vergangenen Woche angekündigt, dass sich Schülerinnen und Schüler in Niedersachsen auch im Februar noch täglich auf Corona testen müssen. Die bisher bis Ende Januar befristete Testpflicht für diese Gruppe werde zu Beginn des neuen Schulhalbjahrs fortgeführt. „Auch im Februar wird weiter täglich getestet“, heißt es in einem aktuellen Elternbrief von Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) zum Ende des ersten Schulhalbjahres. Ebenfalls war bereits bekannt, dass die Testpflicht künftig auch für geimpfte und genesene Schüler gelten soll, sofern diese noch keine Auffrischungsimpfung erhalten haben. „Geboosterte“ sind ausgenommen.

In Niedersachsen sind nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) 63,2 Prozent der 12- bis 17-Jährigen grundimmunisiert, 22,4 Prozent haben bereits eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus erhalten.

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