Energiekrise

Ein Grad runter: Erste Bäder im Norden senken Wassertemperatur

| Lesedauer: 2 Minuten
10 Tipps zum Sparen von Heizkosten

10 Tipps zum Sparen von Heizkosten

Die Energiepreise steigen so stark wie lange nicht mehr. Nach dem Winter drohen hohe Nachzahlungen. Hier sind Tipps.

Beschreibung anzeigen

Braunschweig/Wolfenbüttel.  Das Heizen von Schwimmbecken verbraucht viel Energie. Im Stadtbad Wolfenbüttel ist das Wasser nun kälter. Und auch in Braunschweig gibt es Maßnahmen.

Angesichts hoher Energiepreise senken nun doch erste Schwimmbäder im Norden ihre Wassertemperatur. Eine Sprecherin der Stadt Oldenburg sagte, in allen Hallenbädern sowie in den Freibädern sei bereits die Badewassertemperatur um ein Grad Celsius reduziert worden.

Dies gelte aber nicht für die Lern- und Therapiebecken und auch nicht für das Kinderbecken sowie das Erlebnisbecken im Olantis Huntebad. Dafür werde in der dortigen Saunaanlage die Temperatur um bis zu zwei Grad Celsius gesenkt, sagte die Sprecherin.

Stadtbad Okeraue in Wolfenbüttel senkt Temperaturen

Vor vier Wochen hatte der Sprecher der Bäderbetriebsgesellschaft Oldenburg, Dennis Ströh, gesagt, an den Wassertemperaturen werde derzeit nichts geändert. Wegen der dynamischen Entwicklung hatte er dies für die Zukunft aber nicht ausgeschlossen.

Auch im Stadtbad Okeraue in Wolfenbüttel ist das Wasser wegen der gestiegenen Energiepreise etwas kälter: Anfang April ist das Wasser im Sportbecken ein Grad kühler als sonst, im Ganzjahresaußenbereich sogar drei Grad. „Wenn die Sonne drauf scheint, kommen wir dort trotzdem auf 28,5 Grad“, sagte Betriebsleiter Clemens Ciecior. Im Familienbereich des Bades habe sich nichts verändert.

Das könnte Sie auch interessieren:

Freibäder in Braunschweig öffnen später

In Bremerhaven wird die Wassertemperatur in allen Hallen- und Freibädern um ein Grad Celsius gesenkt. „Die sprunghaft gestiegenen Energiekosten wollen wir nicht auf unsere Badegäste übertragen“, sagte der Geschäftsführer der Bädergesellschaft, Robert Haase. Der minimale Temperaturunterschied sei für die Badegäste kaum merkbar, habe aber einen spürbaren Effekt auf den Energieverbrauch. Die Sprecherin der Stadt Oldenburg, Kim Vredenberg-Fastje, fürchtet dagegen „massive Auswirkungen auf die Besucherzahlen“ durch die kälteren Wassertemperaturen.

In Hannover, Osnabrück und Braunschweig sind dagegen weiterhin keine Veränderungen bei den Wassertemperaturen geplant. Dafür werden Freibäder vielerorts später geöffnet als sonst, so wie etwa die in Braunschweig. So könne das Wasser auch von der wärmeren Außentemperatur mitaufgeheizt werden, sagte Fabian Neubert von der Stadtbad Braunschweig GmbH.

Fragen zum Artikel? Mailen Sie uns: redaktion.online-bzv@funkemedien.de

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder