Polizei Niedersachsen

Spielende Kinder am Gleis bei Osnabrück: ICE stoppt Fahrt

| Lesedauer: 6 Minuten
Der Lokführer des ICE, der bei Osnabrück eine Schnellbremsung einleitete, erlitt einen Schock.

Der Lokführer des ICE, der bei Osnabrück eine Schnellbremsung einleitete, erlitt einen Schock.

Foto: Jan Woitas / dpa (Symbolfoto)

Oldenburg.  Eines der beiden Kinder täuschte einen Sprung vor den Zug an. In Hannover brach gleich zweimal in zwei Wochen eine Pythonschlange aus.

Spielende Kinder vor einem Eisenbahntunnel haben zwischen Osnabrück und Münster einen ICE zum Halten gebracht. Wie die Bundespolizei am Donnerstag mitteilte, leitete der Lokführer bei dem Vorfall am Mittwochnachmittag eine Schnellbremsung ein, weil zwei Jungen im Alter zwischen etwa neun und elf Jahren bei Lengerich am Gleis herumliefen.

Einer der beiden täuschte einen Sprung vor den Zug an. Weder die Kinder noch Fahrgäste im Zug wurden verletzt. Der Lokführer dagegen erlitt einen Schock und konnte seinen Dienst nicht fortsetzen. Die Fahrt des ICE von Hamburg nach München endete daher im Bahnhof in Münster. Eine Fahndung nach den beiden Jungen blieb erfolglos.

Ausgebüxte Bullen sorgen für Sperrung auf A 31

Drei entlaufene Jungbullen haben am Donnerstagmorgen für eine Sperrung auf der Autobahn 31 in Wietmarschen in der Grafschaft Bentheim gesorgt. Die Tiere seien aus einem Viehtransporter entflohen, der auf einem Rastplatz parkte, sagte eine Polizeisprecherin. Aufgrund eines technischen Defekts habe sich eine der Türen geöffnet. Lange konnten die Tiere ihre Freiheit allerdings nicht genießen. Zusammen mit der Polizei konnte der Fahrer des Transporters die Bullen auf einer Wiese vorläufig in Sicherheit bringen.

Da die Gefahr bestand dass sie auf die benachbarte Autobahn laufen, wurde die A 31 an der Anschlussstelle Lingen in Fahrtrichtung Norden für rund zwei Stunden gesperrt. Mit der Hilfe des Besitzers der Tiere konnten sie eingefangen und auf einen weiteren Transporter verladen werden.

Wohnhaus im Landkreis Oldenburg nach Brand unbewohnbar

In einem Wohnhaus in Hatten im Landkreis Oldenburg ist in der Nacht auf Donnerstag ein Feuer ausgebrochen. Die Flammen seien von einem angrenzenden Carport auf den Dachstuhl des Hauses übergesprungen, teilte die Polizei mit. Ein 75 Jahre alter Bewohner des Hauses hatte zuvor einen lauten Knall gehört und das Feuer entdeckt. Zusammen mit seiner 70-jährigen Frau konnte er das Haus verlassen. Beide wurden zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht.

Mehr als 100 Einsatzkräfte waren rund drei Stunden vor Ort. Neben dem Wohnhaus und dem Carport brannten auch ein Auto und ein Wohnmobil. Die Höhe des Sachschadens war nach Angaben der Polizei noch unbekannt. Das Haus sei nicht mehr bewohnbar. Die Ermittlungen laufen.

Polizei fahndet weiter nach Unfall mit schwerverletztem Kind

Nachdem ein drei Jahre altes Kind von einem Auto in Hannover angefahren und dabei schwer verletzt worden ist, sucht die Polizei weiter nach dem Fahrer oder der Fahrerin. Die Beamten ermitteln momentan in der Nachbarschaft des Tatortes, sagte eine Polizeisprecherin am Donnerstag. Der Junge sei am Mittwoch beim Spielen auf dem Gehweg plötzlich auf die Straße gelaufen und dort frontal von einem Auto angefahren worden. Er wurde von der Straße geschleudert und kam mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus.

Der Fahrer oder die Fahrerin kümmerte sich nicht um das Kind und setzte die Fahrt fort. Die Polizei ermittelt nun wegen fahrlässiger Körperverletzung und dem unerlaubten Entfernen vom Unfallort. Bei dem Unfallwagen soll es sich nach Angaben der Polizei um einen weißen Pkw gehandelt haben. Man suche nun in der Umgebung nach Autos, die an der rechten Vorderseite beschädigt seien.

300 Reifen an Autos von Pfadfindern in Celle zerstochen

Nach der Zerstörung von rund 300 Autoreifen in Celle haben die Teilnehmer eines Pfadfinderlagers viel Solidarität und Hilfe bekommen. „Eine örtliche Werkstatt und die Feuerwehr haben ihre Hilfe angeboten“, sagte der Sprecher der Christlichen Pfadfinderschaft Deutschlands (CPD), Felix Langer, am Donnerstag. Von der Attacke durch unbekannte Täter waren in der Nacht zum Mittwoch 92 Autos betroffen, wie die Polizei mitteilte. Der Schaden werde grob auf etwa 50.000 Euro geschätzt, sagte ein Polizeisprecher. Die Ermittler erhoffen sich Hinweise durch Zeugen.

Für einen Großteil der rund 1400 Teilnehmer müssen bis zur geplanten Abreise am Sonntag Ersatzräder beschafft werden, wie Lagersprecher Langer sagte. Neben Feuerwehr und Werkstatt hätten viele weitere Menschen ihre Hilfe angeboten. In den Sozialen Medien gebe es einen Spendenaufruf zu Gunsten der Betroffenen. Seit Ende Juli sind die zumeist jugendlichen Pfadfinder für ihr Bundeslager in Celle.

Doppelter Ausbruch einer Pythonschlange – Veterinäramt ermittelt

Nach dem doppelten Ausbruch einer Pythonschlange in Hannover ermittelt das Veterinäramt gegen die 21-jährige Halterin. Die Behörde überprüfe die Haltung und die Umstände der Fluchtversuche, sagte eine Polizeisprecherin am Donnerstag. Die Tierrettung der Feuerwehr war zuletzt innerhalb von gut zwei Wochen zweimal ausgerückt, um die gelbgemusterte Schlange im Stadtteil Stöcken einzufangen. Über das Ermittlungsergebnis hatte zunächst die „Hannoversche Allgemeinen Zeitung“ berichtet.

Lesen Sie weitere Nachrichten aus Niedersachsen:

„Die Schlange befindet sich derzeit in einer Auffangstation für Reptilien und wird derzeit nicht der Halterin ausgehändigt“, sagte die Polizeisprecherin. Die Experten im Tierheim hatten zuvor bestätigt, dass es sich bei dem ungiftigen Python um ein und dasselbe Tier handelte. Überprüft werde nun, wie es zu der Rückgabe kam, und wie sich das Tier anschließend erneut wegschlängeln konnte.

Mann aus Pflegeheim im Kreis Hildesheim vermisst

Aus einem Pflegeheim in Freden (Landkreis Hildesheim) wird seit Dienstagabend ein 74-jähriger Mann vermisst. Erste Suchaktionen – unter anderem mit einem Hubschrauber und einem Suchhund – blieben erfolglos, wie die Polizei Hildesheim am Donnerstag mitteilte. Der Mann sei an Demenz erkrankt. Er soll etwa 1,75 Meter groß sein, längeres graues Haar haben und leicht humpeln. Vermutlich trage er zudem ein rot kariertes Oberteil. Die Polizei bittet Menschen, die den 74-Jährigen gesehen haben könnten, sich zu melden.

Fragen zum Artikel? Mailen Sie uns: redaktion.online-bzv@funkemedien.de

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder
Leserkommentare (4)