Warum eine alte Boeing 747 über eine Autobahn fährt

Amsterdam  Ein ausrangierter Jumbo-Jet soll in einem Hotelgarten ausgestellt werden. Dafür musste er über eine Autobahn transportiert werden.

Die Boeing 747 wurde vom nahegelegenen Flughafen Schiphol zum Hotel gebracht.

Die Boeing 747 wurde vom nahegelegenen Flughafen Schiphol zum Hotel gebracht.

Foto: Peter Dejong / dpa

Eine Boeing 747 hat in den Niederlanden eine achtspurige Autobahn überquert und damit für Aufsehen gesorgt. Über mehrere Stunden war die Autobahn wegen der Überführung des Jumbo-Jets gesperrt.

Das Ziel des ausrangierten Fliegers: ein in der Nähe des Flughafens Schiphol gelegenes Hotel.

Bei den Betreibern des Hotels sei man auf die Idee gekommen, ein Flugzeug in den Hof des Hotels zu stellen, sagte eine Sprecherin des Corendon Hotels zum Portal „Aerotelegraph“. Erst habe man an eine kleinere Boeing 737 gedacht, am Ende sei nach einem Gespräch mit einem Logistikunternehmen die Wahl auf den deutlich größeren Jumbo-Jet Boeing 747 gefallen.

Boeing 747 braucht halbe Stunde für Autobahn

Der Transport sei ohne Probleme verlaufen, teilte der Betreiber des Corendon Village Hotels und neuer Eigentümer der alten Boeing am Samstag mit.

Auf der mehrtägigen Reise musste die Boeing insgesamt 17 Kanäle, 15 Weiden und mehrere Brücken überqueren. Über eine halbe Stunde dauerte die Überquerung der Autobahn. Mit maximal fünf Kilometer die Stunde wurde das Flugzeug auf einem speziellen Fahrzeug über die Straße gesteuert.

Eine Google-Maps-Karte zeigt, wie weit der Flughafen Schiphol vom Hotel entfernt ist.

Der Transport kostete das Hotel Millionen Euro und viel Kopfzerbrechen, sagte Direktor Atilay Uslu dem niederländischen Radio. „Wir haben Bauern für die Nutzung der Weiden bezahlt, wir haben zahllose Genehmigungen eingeholt, und wir hatten die Kosten des Transports.“

Flugzeug war seit 1989 im Dienst

Nachdem das Hotel die von der Fluggesellschaft KLM ausgeflottete 747 kaufte, wurde sie umlackiert. Das Flugzeug war seit 1989 im Dienst und wird jetzt zum Museum umgebaut: In die Maschine soll es um die Luftfahrt gehen. Hinzu kommen soll „Areotelegraph“ zufolge auch ein Bereich mit Flugsimulator. (bekö/jb/dpa)

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