Experte warnt vor Fake-E-Mails vom Gesundheitsministerium

Karlsruhe.  Betrüger nutzen die Verunsicherung durch die Corona-Krise. Eine Fake-Mail des Gesundheitsministeriums kann schlimmen Schaden anrichten.

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In der Coronavirus-Pandemie wollen Netzbetrüger offenbar verunsicherte Bürger erpressen. Durch Deutschland schwappt derzeit eine gefährliche Welle mit Spam-E-Mails, die vermeintlich vom Bundesgesundheitsministerium von CDU-Politiker Jens Spahn stammen.

In den E-Mails werden die Empfänger aufgefordert, sich ein geändertes Antragsformular für „Familien- und Krankenurlaub“ anzuschauen, das der Mail als Word-Dokument in der Anlage beigefügt wurde. Der Computerviren-Experte Christoph Fischer warnt davor, diesen Anhang zu öffnen: „Die Datei ist aber infiziert und lädt den Trojaner Trickbot nach.“

Das Trojaner-Programm helfe den Betrügern dabei, den Rechner ihrer Opfer zu verschlüsseln – um abschließend ein Lösegeld zu erpressen.

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Coronavirus-Krise: Experte warnt vor Spam-E-Mails des Gesundheitsministeriums

Die gefälschte E-Mail sehe auf den ersten Blick authentisch aus, warnte Fischer. „Hoffentlich löst das nach Ostern keine große Infektionswelle aus, wenn die Leute im Homeoffice dann diese gefährliche Spam-Mail vorfinden.“

Anfang des Monats hatte bereits das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vor gefährlichen Spam-Mails mit angeblichem Corona-Bezug im Dateianhang gewarnt, die Schadprogramme verbreiten. Nach einer erfolgreichen Infektion könnten die Angreifer in das Online-Banking der Nutzer eingreifen oder Zugriff auf Unternehmensnetzwerke erlangen, um sensible Informationen auszuspähen oder Daten zu verschlüsseln und dann die Opfer zu erpressen.

Mit Online-Shops machten sich Betrüger zudem die derzeit erhöhte Nachfrage nach Schutzbekleidung oder Atemmasken zunutze. Diese Waren würden nach Bestellung und Bezahlung nicht geliefert oder seien von schlechter Qualität.

(dpa/phb)

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