Das sind die größten Corona-Hotspots in Deutschland

Berlin.  Corona: Immer mehr Regionen in Deutschland werden als Risikogebiete eingestuft. Das sind die größten Hotspots im Bundesgebiet.

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  • Die Corona-Lage spitzt sich zu: Immer mehr Kreise und Städte melden eine Überschreitung des kritischen Inzidenz-Wertes
  • In einigen Kreisen ist die Situation besonders angespannt
  • Die Sieben-Tage-Inzidenzzahl des Robert-Koch-Instituts für die jeweiligen Landkreise ist nicht immer aktuell, wie mehrere Fälle in Deutschland zeigen
  • Wir zeigen die zehn aktuell größten Hotspots innerhalb Deutschlands

Weil die Infektionszahlen in Deutschland rasant ansteigen, werden immer mehr Städte und Landkreise zu Corona-Hotspots. Mehr als 250 Regionen haben inzwischen die Obergrenze von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen überschritten und gelten somit als innerdeutsche Risikogebiete.

Zu den besonders stark betroffenen Bundesländern zählen Nordrhein-Westfalen, Bayern, Baden-Württemberg und Berlin.

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Corona-Risikogebiete in Deutschland – die zehn größten Hotspots

Stadt/Landkreis Bundesland 7-Tage-Inzidenz
1. Rottal-In Bayern 260,08
2. Berchtesgadener Land Bayern 236,95
3. Delmenhorst Niedersachsen 217,9
4. Bezirk Neukölln Berlin 210,51
5. Bezirk Mitte Berlin 207,34
6. Weiden i.d. OPf. Bayern 205,88
7. Solingen Nordrhein-Westfalen 200,32
8. Frankfurt am Main Hessen 199,77
9. Erzgebirgskreis Sachsen 195,25
10. Cloppenburg Niedersachsen 195,1

Corona: Ab wann ist eine Region ein Risikogebiet?

Einen ersten Richtwert für die Einstufung als Risikogebiet bietet die Zahl der Neuinfektionen.

  • Übersteigt sie den Wert von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen, folgt eine Bewertung der Lage durch die einzelnen Bundesländer. Diese „Neuerkrankungsrate“ wird auch Inzidenz genannt.
  • Diese entscheiden selbstständig, welche Gebiete in anderen Bundesländern sie zu Risikogebieten erklären.
  • Eine landesweit einheitliche Liste wie bei den internationalen Risikogebieten gibt es nicht. Das Bundesland Bayern hat eine eigene Liste angekündigt, die sich aber nicht nur nach dem Inzidenzwert richten soll.

7-Tage-Inzidenzzahl: Darum gibt es Unterschiede bei RKI und Gesundheitsämtern

Die Sieben-Tage-Inzidenzzahl des RKI für die jeweiligen Landkreise ist nicht immer aktuell, wie mehrere Fälle in Deutschland zeigen. So gab es zuletzt Unterschiede in den Fallzahlen, die die Städte Dortmund, Duisburg und der Landkreis Wesel selbst vermeldet hatten im Vergleich zu denen des RKI.

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Das liegt aus zweierlei Gründen am deutschen Meldesystem für Infektionskrankheiten. Dieses sieht vor, dass die Labore ihre bestätigten Corona-Fälle zunächst an das örtliche Gesundheitsamt melden. Diese wiederum übermitteln die Zahlen an die Landesgesundheitsbehören, die sie dann an das RKI weiterleiten.

Dieses System ist noch nicht vollständig digitalisiert. Aufgrund des daraus resultierenden Aufwandes bei der Datenerfassung und Übermittlung kommen die Zahlen nicht immer tagesaktuell beim RKI an. Zudem kommt es auch manchmal zu Übertragungsfehlern, wie in Wesel, Duisburg oder zuvor im bayrischen Landshut. Dann liegen dem RKI gar keine Daten vor, was wiederum die Berechnung der Inzidenzzahl zumindest zeitweise verfälscht.

Alle deutschen Risikogebiete auf einer Karte

Alle innerdeutschen Risikogebiete finden Sie mitsamt der Sieben-Tage-Inzidenz in einer Tabelle in unserem interaktiven Coronavirus-Monitor auf einer Karte.. Scrollen Sie dafür unter die Karte mit den Infektionszahlen.

(fmg/dpa/afp)

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