„Tatort“: Donald Duck huldigt der ARD-Kultkrimiserie

Berlin.  Zum 50. Geburtstag des ARD-“Tatort“ gratuliert Donald Duck, die berühmteste Ente der Welt, der Kultserie mit einem Comic-Special.

Das sind die beliebtesten Tatort-Kommissare

Seit elf Jahren ermittelt das Portal Meedia, welche Kommissare beim Publikum am besten ankommen.

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Sie sind beide Kult, begeistern seit Jahrzehnten das Publikum und machen jetzt auch noch gemeinsame Sache. Zum 50. Jubiläum der ARD-Fernsehreihe „Tatort“ verneigt sich Donald Duck vor dem Krimiklassiker – mit einem ganz besonderen „Lustigen Taschenbuch“. Die Sonderausgabe mit dem Titel „Zurück am Tatort Entenhausen“ ist seit dieser Woche im Handel erhältlich.

Das „Lustige Taschenbuch“ ist laut Verlagsangaben die erfolgreichste Taschenbuchserie Deutschlands. Jährlich gehen fünf Millionen Exemplare über die Ladentische. Generationen von Kindern sind mit den Abenteuern von Donald und Dagobert Duck, den „Panzerknackern“, Micky und Minnie Maus, Goofy und Daniel Düsentrieb aufgewachsen. Weit mehr als 500 Bände sind seit der ersten deutschen Ausgabe im Oktober 1967 erschienen.

„Tatort“: Sonderausgabe des „Lustigen Taschenbuchs“ zum Jubiläum

Schon das Titelblatt der Sonderausgabe mit einem skeptisch blickenden Augenpaar in vier verschiedenen Einstellungen ist eindeutig von dem legendären, oft parodierten „Tatort“-Vorspann inspiriert. Und die erste Geschichte „Taxi nach Entenhausen“ ist eine Hommage an den ersten Fall des Fernsehkrimis.

Der erste Tatort „Taxi nach Leipzig“ lief 1970 und begründete eine deutsche Fernsehtradition, zu der sich trotz des inzwischen riesigen Konkurrenzangebots von Netflix und & Co. jeden Sonntagabend noch immer Millionen Zuschauer vor dem Bildschirm versammeln. „Das mussten wir natürlich aufgreifen“, sagte Peter Höpfner, der das Projekt für das Verlagshaus entwickelte.

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In „Taxi nach Entenhausen“ locken Gangster alle wichtigen Ermittler der Stadt – ihre Hundegesichter haben bemerkenswerte Ähnlichkeit mit „Tatort“-Stars – zu einer falschen Geburtstagsfeier und sperren sie ein. Donald startet mit Kommissar Schimauski eine Befreiungsaktion. Schimauski trägt natürlich stilvoll eine beige Armeejacke, wie sie auch Götz George in der Rolle des Horst Schimanski immer anhatte.

Gemeinsam treten die Guten gegen das schwarze Phantom, Kater Karlo, Gundel Gaukeley und die Panzerknacker an, die sich schon gefreut hatten, endlich unbehelligt Donalds Heimat plündern zu können.

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Ein kleiner Höhepunkt am Rande: Schauspieler Claus Dieter Clausnitzer, der im Münster-„Tatort“ den Vater von Kriminalhauptkommissar Frank Thiel (Axel Prahl) mimt, lieh sein Gesicht einem Taxifahrer in Entenhausen, der mit Donald eine rasante Verfolgungsjagd zu überstehen hat. Dazu Clausnitzer: „Ich habe ja einen internationalen Führerschein und darf überall fahren, auch in Entenhausen. Das finde ich richtig toll, dass ich dabei sein darf und sozusagen eine Comic-Figur spiele. Da kann man so richtig überziehen und das mache ich sehr gern.“

Die Ausgabe Nr. 539 des Lustigen Taschenbuchs, das alle vier Wochen erscheint, ist seit Dienstag zu kaufen und kostet 6,99 Euro – die erste Ausgabe 1967 gab es übrigens für 2,50. D-Mark, wohlgemerkt. Doch diese Zeiten sind lange vorbei. (heg/dpa)

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