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Corona: Mallorca will Öffnung der Discos ab Mitte Juli

Lesedauer: 103 Minuten
Corona-Infektion trotz Impfung: Diese Personen sind betroffen

Corona-Infektion trotz Impfung: Diese Personen sind betroffen

Die Impfkampagne zur Eindämmung der Corona-Pandemie läuft auf Hochtouren. Jedoch haben einige Menschen trotz Impfung keinen vollen Impfschutz. Mehr dazu im Video.

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Der Hersteller Johnson & Johnson kann Lieferzusagen an Deutschland nicht einhalten – Millionen Imfpdosen fehlen. Mehr Infos im Blog.

  • Das Robert Koch-Institut hat am Sonntag erneut weniger neue Corona-Fälle und eine gesunkene Inzidenz gemeldet
  • Mehr als ein Viertel der Bevölkerung in Deutschland ist vollständig gegen das Coronavirus geimpft
  • Der deutschen Impfkampagne fehlen 6,5 Millionen Dosen des Herstellers Johnson & Johnson
  • Spiele in der Bundesliga mit Zuschauern führen laut einer Studie zu nachweislich höheren Corona-Infektionszahlen
  • Die Delta-Variante gefährdet das Lockdown-Ende in Großbritannien
  • Die generelle Reisewarnung für touristische Reisen in Risikogebiete wird ab Juli aufgehoben

Berlin. In Deutschland kehrt die Normalität langsam wieder zurück - auch beim Thema Urlaub. Die Bundesregierung hebt ab 1. Juli die generelle Reisewarnung für touristische Reisen in Corona-Risikogebiete auf. Zudem stuft das RKI zahlreiche Länder und Regionen herunter - einige gelten schon bald nicht mehr als Risikogebiete. Für Optimismus sorgt auch die steigende Impfquote. Mehr als ein Viertel der Bevölkerung in Deutschland ist vollständig gegen das Coronavirus geimpft.

Inzwischen hat auch die Fußball-Europameisterschaft begonnen, doch so richtig Stimmung will noch nicht aufkommen. In vielen Stadien darf nur ein Bruchteil der Plätze besetzt werden. Dass der Besuch von Stadien zu einer höheren Ansteckungsgefahr führt, zeigt eine aktuelle Studie. Sie beweist, dass Fußballspiele in der Ersten Bundesliga mit Zuschauern im Stadion zu nachweislich höheren Corona-Infektionszahlen geführt haben.

Beim G7-Gipfel in Großbritannien haben die führenden Industrienationen der Erde ihren Willen zur globalen Pandemiebekämpfung bekräftigt. Milliarden Impfstoff-Dosen sollen an ärmere Staaten geliefert werden. Die WHO hat ein ehrgeiziges Ziel ausgegeben – bis zum G7-Treffen im Jahr 2022 sollen 70 Prozent der Weltbevölkerung geimpft sein.

RKI meldet aktuelle Corona-Zahlen: Inzidenz sinkt weiter

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1489 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 2440 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Samstagmorgen mit bundesweit 17,3 an (Vortag: 18,3).

Deutschlandweit wurden den Angaben zufolge binnen 24 Stunden 18 neue Todesfälle verzeichnet. Lesen Sie mehr dazu: RKI meldet Corona-Fallzahlen und aktuellen Inzidenz-Wert

Corona-News von Sonntag, 13. Juni: Kubicki kündigt Corona-Untersuchungsausschuss nach Wahl an

12.17 Uhr: Der Vize-Vorsitzende der Liberalen, Wolfgang Kubicki, hat einen von der FDP beantragten Bundestagsuntersuchungsausschuss zum Corona-Management der Regierung nach der Bundestagswahl in Aussicht gestellt. „Es bedarf einer parlamentarischen Aufarbeitung dazu nach der Wahl“, sagte Kubicki am Samstag auf einem Parteitag der Thüringer FDP in Erfurt. „Das war die Ankündigung eines Untersuchungsausschusses“, erklärte der FDP-Politiker nach seiner Rede auf Anfrage.

Kubicki, der auch Vizepräsident des Bundestags ist, kritisierte unter anderem den Einkauf „untauglicher Masken“ durch das Ministerium von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Bei deren Prüfung seien zwei von acht Kriterien gestrichen worden. „Es ist eine menschliche und rechtliche Sauerei, wenn man Menschen Sicherheit vorgaukelt, die es nicht gibt.“ Auch die Teststrategie und die Behauptung, die Intensivstationen seien bundesweit wegen der Pandemie an der Belastungsgrenze gewesen, seien zu untersuchen.

Polizei räumt Diskothek wegen fehlendem Hygiene-Konzept

11.17 Uhr: In Melle im Landkreis Osnabrück ist eine Diskothek geräumt worden. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, herrschte zwar regulärer Disko-Betrieb, doch wurde das Hygiene-Konzept zur Eindämmung des Coronavirus nicht umgesetzt.

Bei der großangelegten Kontrollaktion seien vor Ort etwa 670 Menschen gezählt worden. Weil die Maßnahmen nicht beachtet worden seien, sei die Veranstaltung geräumt worden. „Das ist nicht normal abgelaufen“, sagte ein Polizeisprecher am. Demnach kam es zu Schubsereien, Beleidigungen und Fällen von leichter Körperverletzung.

Betriebsärzte bekommen zweiten Corona-Impfstoff

10.15 Uhr: Für die Corona-Impfungen über Betriebsärzte soll erstmals das Präparat von Johnson & Johnson als zweiter Impfstoff zur Verfügung stehen. In der Woche ab 21. Juni sollen 192.000 Dosen davon geliefert werden, wie es am Samstag vom Bundesgesundheitsministerium hieß.

Hinzu kommen dann 602.550 Dosen von Biontech, so dass insgesamt 794.550 Dosen zusammenkommen. Zum Start hatten die Betriebsärzte in der ersten Woche ab 7. Juni zunächst 702.000 Dosen von Biontech bekommen, in der kommenden Woche ab 14. Juni sollen es 602.550 sein.

Notar: In Corona-Pandemie mehr Verfügungen für Tod und Krankheit

09.40 Uhr: In der Corona-Pandemie haben verstärkt Menschen mit notariellen Verfügungen und Vollmachten für den Todesfall oder das Auftreten schwerer Erkrankungen vorgesorgt. „Wir spüren einen erheblichen Anstieg“, sagte der Bonner Notar Michael Uerlings, der auch Geschäftsführungsmitglied der Bundesnotarkammer in Köln ist.

„Die Menschen haben im Lockdown viel Zeit gehabt nachzudenken, und sie haben gesehen, dass es bei manchen sehr schnell gegangen ist.“ Uerlings registrierte in seiner zusammen mit einem Partner betriebenen großen Bonner Kanzlei seit Beginn der Pandemie etwa 15 Prozent mehr Verfügungen von Todes wegen.

Justizministerin: Maskenpflicht auf Verhältnismäßigkeit überprüfen

09.19 Uhr: Angesichts der abflauenden Coronavirus-Pandemie fordert Bundesjustizministerin Christine Lambrecht die Länder auf, die weitere Fortdauer der Maskenpflicht zu überprüfen.

Die Länder müssten klären, „ob und wo eine Maskenpflicht noch verhältnismäßig ist, wenn die Inzidenzzahlen niedrig sind und weiter sinken“, sagte die SPD-Politikerin der „Bild am Sonntag“. „Das gilt auch für die Schulen, denn Schülerinnen und Schüler sind von der Maskenpflicht besonders betroffen.“

Massenandrang bei Corona-Impftag in Babenhausen

09.01 Uhr: Mit diesem Massenansturm bei seinem „offenen Impftag“ hat Hausarzt Abrar Mirza nicht gerechnet: Bereits zum Start der Corona-Impfaktion am Samstagmorgen hatten sich vor der Praxis im hessischen Babenhausen rund 1500 bis 2000 Menschen eingefunden, um sich den schützenden Piks abzuholen.

Einige davon waren bereits am Vortag angereist und hatten vor der Praxis campiert. Dank einer Notfallreserve an Impfdosen habe er bis zum Abend insgesamt 1200 Menschen impfen können, darunter vorwiegend jüngere Patienten unter 40 Jahren, die wegen der Priorisierung bisher keine Chance auf eine Schutzimpfung gehabt hätten, sagte Mirza der Deutschen Presse-Agentur.

Mallorca will Öffnung der Discos ab Mitte Juli zulassen

07.33 Uhr: Auf der Party-Insel Mallorca normalisiert sich das Leben zunehmend: Diskotheken, Pubs und andere Nachtlokale sollen gegen Mitte Juli im Zuge der guten Entwicklung der Corona-Lage sowohl auf der liebsten Insel der Deutschen als auch auf den anderen Balearen wieder öffnen dürfen, wie die Zeitung „Diario de Mallorca“ am Samstag unter Berufung auf die Regionalregierung in Palma berichtete.

Die Wiedereröffnung der Vergnügungslokale solle nach den Plänen Palmas um den 17. Juli herum passieren. Die endgültige Entscheidung solle aber erst nach einem siebentägigen Pilotprojekt Anfang Juli fallen. „Diario de Mallorca“ zitierte Regionalpräsidentin Francina Armengol mit den Worten, das Nachtleben solle auf den spanischen Mittelmeer-Inseln „eher früher denn später“ reaktiviert werden.

Corona-News von Samstag, 12. Juni: Verdacht auf Impfpass-Fälschung – Ermittlungen gegen Ärztin in Berlin

21.30 Uhr: Die Berliner Polizei ermittelt wegen Betrugsverdachts gegen eine Ärztin des Impfzentrums in Treptow. Eine Mitarbeiterin des Impfzentrums soll die 43-Jährige am Mittwoch dabei beobachtet haben, wie diese mutmaßlich Blanko-Impfausweise fälschte, sagte eine Polizeisprecherin am Samstag. Die Ärztin wurde demnach in dem Zentrum in der Arena angetroffen und befragt. Das Landeskriminalamt ermittelt. Zunächst hatte die „B.Z.“ über den Fall berichtet.

Nach Angaben der Polizei hatte die Ärztin mehrere leere Impfausweise vor sich auf dem Tisch liegen. Der Mitarbeiterin sei dies komisch vorgekommen. Sie informierte die Leitung, die daraufhin die Polizei alarmierte. Bei der Durchsuchung der Verdächtigen seien etwa 1000 Euro Bargeld gefunden worden. Es werde ermittelt, ob das Geld in Zusammenhang mit dem Betrugsverdacht steht, hieß es. Darüber hinaus seien Impfpässe beschlagnahmt worden, die an einem anderen Ort im Impfzentrum gefunden worden seien.

WHO-Chef: Bis nächstes Jahr 70 Prozent der Weltbevölkerung impfen

21.05 Uhr: Der Chef der Weltgesundheitsorganisation WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, will mit Hilfe der G7-Staaten innerhalb eines Jahres mindestens 70 Prozent der Weltbevölkerung zu einer Corona-Impfung verhelfen. Dieses Ziel solle bis zum nächsten G7-Gipfel in Deutschland 2022 erreicht werden, sagte der WHO-Chef beim Treffen der führenden westlichen Wirtschaftsmächte im englischen Cornwall bei einer virtuellen Pressekonferenz am Samstag. Dazu seien jedoch weit größere Anstrengungen notwendig als bislang geplant. Er sei aber überzeugt, dass dieses Ziel erreichbar sei, so Tedros weiter. Die Produktionskapazitäten könnten bis dahin entsprechend erhöht werden.

30 Millionen Menschen in Frankreich mindestens ein Mal gegen Corona geimpft

20.49 Uhr: Frankreich hat am Samstag die symbolisch bedeutsame Schwelle von 30 Millionen Menschen mit mindestens einer Corona-Impfung überschritten. "Ziel erreicht! Danke an alle, die für die Impfungen mobil machen", erklärte Premierminister Jean Castex im Onlinedienst Twitter. Das Ziel, 30 Millionen der insgesamt rund 67 Millionen Bürger mindestens eine Corona-Impfspritze zu verabreichen, hatte sich die Regierung in Paris für Mitte Juni gesetzt.

Am Freitag hatten die französischen Gesundheitsbehörden mitgeteilt, mittlerweile hätten 56,8 Prozent der Erwachsenen mindestens eine Corona-Impfdosis erhalten. Ein Fünftel der Bevölkerung ist demnach vollständig geimpft.

Castex rief seine Mitbürger dazu auf, „die Schlacht gegen das Virus zu gewinnen“. Auch die Gesundheitsbehörden mahnten, trotz einer Entspannung der Pandemie-Lage und der schrittweisen Aufhebung von Restriktionen weiterhin wachsam zu bleiben.

Merkel: G7 will ärmeren Ländern mit 2,3 Milliarden Impfdosen helfen

20.18 Uhr: Im Kampf gegen die Corona-Pandemie wollen die G7-Staaten nach Angaben von Bundeskanzlerin Angela Merkel ärmeren Ländern bis Ende nächsten Jahres mit 2,3 Milliarden Impfdosen helfen. Die G7-Gruppe habe eine globale Verantwortung, sagte Merkel am Samstag am Rande des G7-Gipfels im südwestenglischen Carbis Bay. Ein finaler Beschluss lag aber zunächst noch nicht vor.

Gastgeber Boris Johnson hatte bereits vor Beginn des Gipfels als Ziel ausgegeben, dass die Staatengruppe sich auf eine Spende von einer Milliarde Impfdosen einigt. Ob es sich bei den von Merkel genannten 2,3 Milliarden Impfdosen nur um Spenden oder auch um Exporte oder die Finanzierung der internationalen Impfinitiative Covax handelt, blieb zunächst unklar.

Moskaus Bürgermeister ordnet wegen Corona-Pandemie arbeitsfreie Woche an

18.00 Uhr: Wegen des starken Anstiegs der Corona-Fallzahlen hat Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin eine arbeitsfreie Woche angeordnet. In der vergangenen Woche habe sich die Corona-Lage "deutlich verschlechtert", teilte Sobjanin am Samstag auf seiner Website mit. Binnen 24 Stunden verzeichneten die Behörden in der russischen Hauptstadt 6701 Neuinfektionen, das ist der höchste Stand seit Dezember.

Um den Anstieg der Fallzahlen zu bremsen und "Menschenleben zu retten", habe er daher angeordnet, dass in der kommenden Woche in Moskau nicht gearbeitet werden soll - auch nicht im Homeoffice, erklärte Sobjanin. Der kommende Montag ist in Russland wegen eines Feiertags ohnehin kein Werktag. Das Dekret betrifft alle Beschäftigten in der Zwölf-Millionen-Metropole, ausgenommen sind systemrelevante Tätigkeiten. Die Betroffenen sollen weiter ihren Lohn erhalten.

Johnson & Johnson liefert Deutschland 6,5 Millionen Impfdosen weniger als geplant

17.35 Uhr: Nach einer Panne in einem Impfstoff-Werk in den USA muss Deutschland auf einen Großteil der vom Hersteller Johnson & Johnson zugesagten Lieferungen vorerst verzichten. Das Pharmaunternehmen werde im zweiten Quartal nach neuestem Stand etwa 6,5 Millionen Impfdosen weniger liefern als geplant, teilte eine Sprecherin des Bundesgesundheitsministeriums am Samstag auf AFP-Anfrage mit. "Das ist bedauerlich, denn jede Impfdose zählt. Daher erwarten wir von Johnson & Johnson, dass diese Menge im Juli schnellstmöglich nachgeliefert wird."

Ursprünglich sollten im laufenden Quartal nach der Anfang Juni vom Gesundheitsministerium veröffentlichten Lieferprognose 10,1 Millionen Dosen des J&J-Impfstoffs in Deutschland eintreffen.

Eine Panne in einem Werk in Baltimore hatte aber zu erheblichen Lieferschwierigkeiten geführt. Mehrere Chargen im Umfang von jeweils mehreren Millionen Dosen seien wegen einer möglichen Kontamination unbrauchbar, teilte die Arzneimittelbehörde FDA am Freitag mit. Die "New York Times" berichtete unter Berufung auf informierte Kreise, dass 60 Millionen Impfdosen betroffen seien. Kanada kündigte einen Ausliefer-Stopp für 300.000 betroffene Impfdosen und eine Inspektion des Werks an.

Lärm und Verstöße gegen Hygiene-Auflagen ruft Berliner Polizei zu Partys in Parks – Randale

17.10 Uhr: In mehreren Berliner Parks haben große Partys in der Nacht zum Samstag die Polizei auf den Plan gerufen. Anwohner waren gegen Mitternacht vom Lärm genervt. Auch wegen Verstößen gegen die Hygieneauflagen in der Pandemie räumte die Polizei einige Grünanlagen, teilte die Behörde am Samstag mit. Dabei kam es mitunter zu Randale.

Im Mauerpark an der Grenze der Berliner Ortsteile Prenzlauer Berg und Gesundbrunnen feierten rund 1500 Menschen. Nach Beschwerden von Anwohnern über den Krach in der dicht besiedelten Gegend kam die Polizei und versuchte, die Lage zu beruhigen. Dabei seien Beamte auch von Feiernden angegriffen und mit Flaschen beworfen worden, sagte eine Sprecherin. Zwei Polizisten seien leicht verletzt worden. Es gebe nun Strafermittlungsverfahren wegen schweren Landfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung sowie tätlichen Angriffs.

Im James-Simon-Park und benachbarten Monbijoupark nahe der berühmten Museumsinsel in der Mitte Berlins feierten nach Polizeiangaben gegen 23.30 Uhr rund 2000 Menschen. Es sei an manchen Stellen zu dichtem Gedränge gekommen, hieß es. Ein Besucher soll Reizgas in die Menge gesprüht haben. Nach Angaben der Polizei gab es bei der Räumung dieser Parks aber keine Verletzen.

Im Bürgerpark Pankow trafen sich gegen 23.00 Uhr rund 200 Feierlaunige. Da es aus der Gruppe heraus auch hier zu Gewalt gekommen sei, hätten Einsatzkräfte die Grünfläche geräumt und Ermittlungsverfahren eingeleitet. Auch den Park Hasenheide im Szenebezirk Neukölln ließ die Polizei räumen, weil sich dort größere Gruppen aufhielten, laute Musik hörten und Hygieneregeln missachteten.

Afrika - einziger Kontinent mit steigenden Infektionszahlen

16:25 Uhr: Die Zahl der Corona-Infektionen in Afrika hat am Samstag die Schwelle von fünf Millionen überschritten. Bis zum frühen Nachmittag wurden laut einer auf Angaben staatlicher Stellen in 54 Ländern beruhenden Zählung der Nachrichtenagentur AFP 5.008.656 Ansteckungen registriert. Allerdings muss davon ausgegangen werden, dass dies nur ein Bruchteil der wirklichen Infektionen ist - Experten gehen in den meisten armen Ländern Afrikas von einer extrem hohen Dunkelziffer aus.

Afrika ist inzwischen der einzige Kontinent, auf dem die Corona-Pandemie noch zunimmt. Derzeit steigt die Zahl der wöchentlichen Infektionen um rund 30 Prozent. Weltweit dagegen sanken die Neuinfektionen bereits die sechste Woche in Folge.

Johnson zweifelt an kompletter Lockerung zum 21. Juni

15.29 Uhr: Der britische Premierminister Boris Johnson hat Zweifel an der für den 21. Juni geplanten Aufhebung aller restlichen Corona-Beschränkungen in England erkennen lassen. Auf die Frage, ob er nun weniger optimistisch sei als noch Ende Mai, sagte Johnson am Samstag dem Sender Sky News: "Ja, das ist sicherlich angemessen." Die Ausbreitung der zunächst in Indien entdeckten Delta-Variante des Virus sei sehr beunruhigend. Diese Variante werde leichter übertragen. Es stimme auch, dass Fallzahlen und Zahl der Krankenhausaufenthalte stiegen. Inwieweit sich das auf die Zahl der Todesopfer auswirke, lasse sich noch nicht sagen.

Sechs Fakten zur Delta-Mutation
Sechs Fakten zur Delta-Mutation

Johnson will am Montag bekanntgeben, wie sein weiterer Fahrplan aussieht. Eigentlich sollen die letzten Beschränkungen in England am 21. Juni aufgehoben werden. Dann könnten zum Beispiel auch Nachtclubs wieder öffnen und Theater ihre Säle wieder voll besetzen. Gastronomie und Geschäfte haben bereits seit Wochen wieder auf. Nach Angaben der Nachrichtenagentur PA wird damit gerechnet, dass Johnson einen Aufschub um bis zu vier Wochen verkünden wird.

Pilotprojekt "Open Air" - Wie geht Tanzen in einer Pandemie?

14.56 Uhr: Endlich wieder zusammen feiern: Mit dem Pilotprojekt "Open Air" soll an diesem Sonntag im Berliner Club Revier Südost getestet werden, wie in der Corona-Pandemie sicher unter freiem Himmel getanzt werden kann. Die Beteiligten haben mit dem Projekt Großes vor: Es solle ein Konzept entstehen, das sowohl für Behörden als auch für Clubs eine Richtlinie sein kann. Diese gebe es aktuell in Deutschland nicht, sagte Claudia Winkelmann, Professorin an der Alice Salomon Hochschule.

Das Pilotprojekt findet in der neuen Location des Technoclubs Griessmühle statt. Es ist ein gemeinsames Projekt der Alice Salomon Hochschule, der Beuth Hochschule für Technik und der Clubcommission. 300 freiwillige Tänzer dürfen teilnehmen, per Losverfahren wurden sie ausgesucht. Alle, die mittanzen wollen, müssen entweder getestet, geimpft oder genesen sein, heißt es auf der Projektseite.

Impfaktion von Hausarzt lockt bis zu 2000 Leute an - Lange Schlangen

14.28 Uhr: Mit einem "offenen Impftag" für Corona-Schutzimpfungen hat ein Hausarzt im hessischen Babenhausen einen Ansturm ausgelöst. Bereits vor dem Start der Aktion am Samstagmorgen um 8 Uhr hätten sich rund 1500 bis 2000 Menschen vor Ort eingefunden und sich in Warteschlangen eingereiht, sagte der Bürgermeister der südhessischen Stadt, Dominik Stadler (parteilos), der Deutschen Presse-Agentur. Die Leute seien teils bereits am Vortag angereist und hätten vor der Praxis campiert.

Der Bürgermeister rief dazu auf, nicht mehr anzureisen, da es im Stadtgebiet bereits zu erheblichen Verkehrseinschränkungen komme und die vorgesehenen Parkplätze voll seien. Polizei und Ordnungsamt seien vor Ort, um die Verkehrssituation unter Kontrolle zu halten.

Nach Angaben Stadlers erhielten pro Stunde etwa 90 Menschen ihre Corona-Schutzimpfungen, da ein größeres Team die Impfungen durchführte. Um den Zustrom zu lenken sei ein Parkplatz eigens mit einer Art Parcours ausgestattet worden, so der Bürgermeister. Nach Angaben eines Beobachters mussten einige Menschen nach ihrer Impfung wegen der Wärme mit Kreislaufproblemen behandelt werden.

Sonderimpfaktion in Thüringen mit Astrazeneca

13.42 Uhr: In zahlreichen Corona-Impfstellen in Thüringen ist am Samstag eine Sonderimpfaktion mit dem Wirkstoff von Astrazeneca angelaufen. Wegen der hohen Nachfrage seien zusätzlich zu den zunächst rund 6000 Impfterminen noch weitere freigeschaltet worden, sagte Jörg Mertz, Leiter des Pandemiestabs bei der Kassenärztlichen Vereinigung, am Samstag. Aus dem Terminvergabeportal www.impfen-thueringen.de ließ sich schließen, dass nicht alle dieser Angebote in Anspruch genommen wurden. In einigen Impfstellen waren noch Termine buchbar.

Verimpft werden bei der Sonderaktion Astrazeneca-Vorräte, die ursprünglich für Zweitimpfungen bei Menschen unter 60 Jahre vorgesehen waren.

Betriebsärzte bekommen Impfstoff von Johnson & Johnson

13.16 Uhr: Für die Corona-Impfungen über Betriebsärzte soll erstmals das Präparat von Johnson & Johnson als zweiter Impfstoff zur Verfügung stehen. In der Woche ab 21. Juni sollen 192 000 Dosen davon geliefert werden, wie es am Samstag vom Bundesgesundheitsministerium hieß. Hinzu kommen dann 602 550 Dosen von Biontech, so dass insgesamt 794 550 Dosen zusammenkommen. Zum Start hatten die Betriebsärzte in der ersten Woche ab 7. Juni zunächst 702 000 Dosen von Biontech bekommen, in der kommenden Woche ab 14. Juni sollen es 602 550 sein.

Die Arztpraxen sollen in der Woche vom 21. Juni rund 3,3 Millionen Impfdosen erhalten, nämlich 2,84 Millionen Dosen von Biontech und 504 000 von Astrazeneca. Die Länder sollen nach neuen Lieferdaten noch im Juni rund 700 000 Dosen mehr für die Impfzentren bekommen als zunächst geplant, wie es vom Gesundheitsministerium weiter hieß. In der kommenden Woche seien es 400 000 Dosen von Astrazeneca extra. Mehrere Länder wollten dies für Erstimpfungen verwenden.

Kubicki kündigt Corona-Untersuchungsausschuss nach Wahl an

12.49 Uhr: Der Vize-Vorsitzende der Liberalen, Wolfgang Kubicki, hat einen von der FDP beantragten Bundestagsuntersuchungsausschuss zum Corona-Management der Regierung nach der Bundestagswahl in Aussicht gestellt. "Es bedarf einer parlamentarischen Aufarbeitung dazu nach der Wahl", sagte Kubicki auf einem Parteitag der Thüringer FDP in Erfurt. "Das war die Ankündigung eines Untersuchungsausschusses", erklärte der FDP-Politiker nach seiner Rede auf Anfrage.

Kubicki, der auch Vizepräsident des Bundestags ist, kritisierte unter anderem den Einkauf "untauglicher Masken" durch das Ministerium von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Bei deren Prüfung seien zwei von acht Kriterien gestrichen worden. "Es ist eine menschliche und rechtliche Sauerei, wenn man Menschen Sicherheit vorgaukelt, die es nicht gibt." Auch die Teststrategie und die Behauptung, die Intensivstationen seien bundesweit wegen der Pandemie an der Belastungsgrenze gewesen, seien zu untersuchen.

Mehrere Fälle der Delta-Variante an Kunsthochschule in Straßburg

12.28 Uhr: An einer Kunsthochschule in Straßburg sind mehrere Fälle der besonders ansteckenden Coronavirus-Variante Delta entdeckt worden. Die regionale Gesundheitsbehörde erließ am Samstag eine Reihe von Notfallmaßnahmen, um die Lage unter Kontrolle zu halten. Demnach haben sich im Umfeld der Kunst- und Musikhochschule Haute école des arts du Rhin in der Elsass-Metropole nahe der deutschen Grenze mehrere Menschen mit der Corona-Variante infiziert, die zunächst in Indien bekannt wurde.

Um wie viele Infektionen es sich handelt, wurde zunächst nicht bekannt. Nach einem Bericht der Zeitung "Dernières Nouvelles d'Alsace" ist die Schule bereits seit Donnerstag geschlossen. Die Delta-Variante trat zuletzt auch verstärkt in der Region Nouvelle-Aquitaine im Südwesten Frankreichs auf.

Zweiter Gipfeltag: G7-Gruppe bespricht Pandemie und Außenpolitik

12.08 Uhr: Mit einer ersten Arbeitssitzung sind die G7-Staats- und Regierungschefs in den zweiten Tag ihres Gipfeltreffens in England gestartet. Am Samstag geht es unter anderem um Widerstandsfähigkeit - Resilienz - gegen Krisen wie Pandemien oder den Klimawandel. Eine Arbeitsgruppe hatte der Gruppe sieben wirtschaftsstarker Demokratien dazu Leitlinien vorgeschlagen. Dazu gehören etwa die nachhaltige Umstrukturierung der Gesellschaften und Wirtschaftssysteme, etwa durch fairere Besteuerung. Auch China ist Thema der Diskussionen, wie zu hören war.

Zuvor hatten sich die Staats- und Regierungschefs am Samstagmorgen im Badeort Carbis Bay teilweise unter vier oder sechs Augen getroffen. Kanzlerin Angela Merkel etwa sprach mit dem japanischen Ministerpräsidenten Yoshihide Suga sowie dem britischen Premierminister Boris Johnson, der sich zudem mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron traf.

Merkel zum G7-Gipfel in Cornwall eingetroffen
Merkel zum G7-Gipfel in Cornwall eingetroffen

Jeder Vierte in Deutschland vollständig geimpft

11.25 Uhr: Mehr als ein Viertel der Bevölkerung in Deutschland ist vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das Bundesgesundheitsministerium und das Robert-Koch-Institut (RKI) gaben die Impfquote am Samstag mit 25,7 Prozent an. Dabei sind alle Impfungen bis einschließlich Freitag berücksichtigt.

Vollständig geimpft seien damit 21.350.096 Menschen, hieß es weiter. Die Quote der Erstimpfungen wurde mit 48,1 Prozent der Bevölkerung angegeben. Dies betrifft nun mehr als 40 Millionen Menschen (40.003.604).

In den Bundesländern Bremen, Saarland, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen ist bereits mehr als die Hälfte der Bevölkerung mindestens einmal geimpft. Am niedrigsten ist die Quote in Sachsen mit 43 Prozent.

Illegale Party in Köln mit 1000 Leuten

10.20 Uhr: Eine Open-Air-Party in Köln mit rund 1000 Teilnehmern ist in der Nacht zu Samstag aufgelöst worden. Dabei sind zwei Polizisten und ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes durch Flaschenwürfe leicht verletzt worden, alle drei seien jedoch dienstfähig geblieben, berichtete ein Polizeisprecher. Mehr dazu lesen Sie .

Städtetag für langfristigen Betrieb von Impfzentren

9.45 Uhr: Die Corona-Impfzentren sollten aus Sicht des Deutschen Städtetags längerfristig weiter betrieben werden. "Bei dem zu erwartenden Andrang sind die Impfzentren mit ihren großen Kapazitäten, etwa in Messehallen, zu wichtig, um sie einfach abzuwickeln", sagte Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy der "Passauer Neuen Presse" mit Blick auf steigende Impfstofflieferungen. "Außerdem starten aus den Impfzentren die mobilen Impfteams in Pflegeeinrichtungen und soziale Brennpunkte. Wir brauchen leistungsstarke Strukturen. Die Pandemie ist noch nicht vorbei."

Der Chef des Hausärzteverbandes Ulrich Weigeldt argumentierte hingegen mit zu hohen Kosten. Es sei "mehr als fraglich, Strukturen aufrechtzuerhalten, von denen man immer wieder hört, dass die Kosten pro Impfung etwa zehnmal so teuer sind wie in den Praxen", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Anstatt die Impfzentren künstlich am Leben zu erhalten, sollte die Politik ihre Energie lieber in eine sinnvolle Planung der Impfstoffbereitstellung für die Auffrischungsimpfungen stecken."

Studie: Hohe Impfquote mindert Corona-Risiko für junge Ungeimpfte

9.21 Uhr: Eine hohe Impfquote im Land kann offenbar das Risiko für ungeimpfte Jugendliche vermindern, sich mit Corona anzustecken. Das zeigen Gesundheitsdaten aus Israel, die im Fachjournal "Nature Medicine" vorgestellt werden. Mit zunehmender Zahl geimpfter Erwachsener wurden demnach immer weniger unter 16-Jährige positiv auf Corona getestet - im Mittel halbierte sich der Anteil positiv Getesteter in der noch ungeimpften Bevölkerung mit jedem Anstieg um 20 Prozentpunkte beim Anteil Geimpfter.

Die Daten stützen die Hoffnung, dass die Kinder in Deutschland im Herbst vor größeren Ansteckungswellen geschützt sein könnten, wenn bis dahin ein Großteil der Erwachsenen den vollen Impfschutz hat. Die Forscher merken allerdings an, dass bei den Ergebnissen die Möglichkeit einer natürlich erworbenen Immunität gegen Corona - also durch überstandene Infektion - bei den unter 16-Jährigen nicht berücksichtigt wurde. Zudem habe es zeitweise Lockdown-Maßnahmen gegeben, deren Einfluss auf das Infektionsgeschehen in der Auswertung nicht berücksichtigt sei.

Fluggesellschaften erwarten Zunahme des Reiseverkehrs

9.05 Uhr: Der Hamburger Flughafen erwartet für den Sommer 60 bis 70 Prozent des Reiseverkehrs im Vergleich zu 2019. Die Fluggesellschaften reagierten sehr kurzfristig auf das Buchungsverhalten, sagte eine Sprecherin des Helmut-Schmidt-Flughafens. Als zu Ostern Mallorca wieder Tourismus erlaubt habe, hätten die Menschen sofort Flüge gebucht. "Die Norddeutschen sitzen auf gepackten Koffern." Die Hamburger Sommerferien beginnen am 24. Juni.

Zurzeit gebe es aber noch Reisehemmnisse aufgrund der Pandemie. Zudem bestehe Unsicherheit über mögliche neue Beschränkungen in anderen Ländern. Im Moment liege das Passagieraufkommen bei 15 bis 20 Prozent des Niveaus von Juni 2019. Die Starts und Landungen insgesamt machten 20 bis 35 Prozent der Zahlen vor der Pandemie aus. 83 Prozent der Flughafen-Mitarbeiter seien noch in Kurzarbeit, sagte die Sprecherin.

Mehr Infektionen durch Bundesliga-Spiele mit Zuschauern

8.32 Uhr: Fußballspiele in der Ersten Bundesliga mit Zuschauern im Stadion haben laut einer Studie zu nachweislich höheren Corona-Infektionszahlen geführt. Nach den ersten beiden Spieltagen der Saison im September und Oktober 2020 seien die Ansteckungszahlen statistisch signifikant angestiegen, zitiert die "Rheinische Post" aus einer Studie des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung. Die Forscher stellten demnach ebenfalls signifikante Unterschiede im Zusammenhang mit den Vorschriften zum Tragen einer Schutzmaske fest.

Im Durchschnitt seien die Infektionen in Städten und Landkreisen mit Erstligaspielen um 0,6 Infektionen pro 100.000 Einwohner und Tag stärker gestiegen als in Städten ohne Fußballspiele, schreibt die "Rheinische Post". Dies entspreche etwa einem Anstieg der Infektionsraten um sieben bis acht Prozent. Den Angaben zufolge hatten Spiele, bei denen eine strenge Maskenpflicht galt, allerdings nicht zu höheren Infektionszahlen geführt.

"Gute Hygienekonzepte im Stadion scheinen Infektionen wirksam einzudämmen, zumindest bei Spielen mit begrenzter Zuschauerzahl", sagte Studienautor Philipp Breidenbach laut "RP". Den Veranstaltern künftiger Fußballspiele raten die Experten daher, auch bei den mittlerweile bestehenden Möglichkeiten zu umfassenden Corona-Schnelltests eine strenge Maskenpflicht während des gesamten Stadionbesuchs zu verhängen.

AfD-Chef Meuthen gegen Covid-19 geimpft

8.17 Uhr: Der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen hat sich gegen Covid-19 impfen lassen. Eine Empfehlung an Parteifreunde, dies ebenso zu tun, will der 59-Jährige aber nicht aussprechen. Er habe sich "nach reiflicher Abwägung" entschlossen, sich mit dem Vakzin von AstraZeneca impfen zu lassen, sagte er der Nachrichtenagentur dpa. Seine erste Impfung liege noch nicht lange zurück.

Pandemie: Entwicklungsminister Müller warnt vor weltweit wachsender Kinderarbeit

7.51 Uhr: Zum Internationalen Tag gegen Kinderarbeit hat Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) vor einem weltweiten Anstieg der Ausbeutung von Kindern gewarnt. "Die steigenden Zahlen bei der Kinderarbeit sind alarmierend. Wir können es nicht einfach so hinnehmen, dass 160 Millionen Mädchen und Jungen weltweit arbeiten müssen", sagte der Minister unserer Redaktion.

Die Corona-Pandemie werde die Situation für die Kinder weiter verschlechtert. In Afrika sei die Lage am schlimmsten, hob Müller hervor. "Dort muss beinahe jedes fünfte Kind arbeiten. Viele von ihnen schuften auch für unseren täglichen Konsum: auf Kaffee- oder Kakaoplantagen oder in Coltan-Minen für unsere Handys."

Kunden warten auf Handwerker – Materialmangel wegen Corona

5.45 Uhr: Nach den Worten von Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer müssen die Kunden zurzeit länger als zwei Monate auf einen Handwerker warten. "Im Bau und Ausbau sind es durchschnittlich 8,8 Wochen", sagte er unserer Redaktion. Als einen Grund nannte er die Unterbrechung der Lieferketten in der Pandemie. "Baumaterialien sind knapp und die Materialpreise haben sich exorbitant erhöht", sagte Wollseifer. "Es fehlt an Holz, Metall, Kunststoff, Chips - praktisch an allem, was man für den Hausbau braucht."

Beim Holz spiele auch eine Rolle, dass die USA und China "einen wahnsinnigen Bedarf haben und die europäischen Märkte leerkaufen", erklärte der Handwerkspräsident. "Hinzu kommen massive Schäden durch den Borkenkäfer, kalte Winter oder Brände wegen Dürre." Aber bei den meisten anderen Materialien seien es Corona-Folgen.

Corona-News von Freitag, 11. Juni: Heil wirft Teilen der Union im Maskenstreit Ablenkungsmanöver vor

21.58 Uhr: Im Koalitionsstreit um möglicherweise minderwertige Corona-Schutzmasken hat Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) Teilen der Union ein Ablenkungsmanöver vorgeworfen. "Man muss aufpassen, dass eine Sachdebatte nicht vernebelt wird. Und ich erlebe schon, dass einige auf Unionsseite versuchen, das Ganze zu einer rein parteipolitischen Auseinandersetzung zu erklären, um nicht über die Sache sprechen zu müssen", sagte Heil dem "Spiegel". "Und es gibt den Versuch, über technische Fragen die Öffentlichkeit so zu verwirren, dass die Leute nicht mehr verstehen, worum es wirklich geht."

Hintergrund der Debatte, die die schwarz-rote Koalition belastet, ist ein "Spiegel"-Bericht über den Umgang mit angeblich minderwertigen, in China bestellten Corona-Masken. Demnach sollten nach Plänen des Gesundheitsministeriums Masken, die nicht nach hohen Standards getestet worden seien, an Einrichtungen für Menschen mit Behinderung oder für Obdachlose gehen. Nach einer Intervention des SPD-geführten Arbeitsministeriums sei davon Abstand genommen worden. Spahn hatte die Vorwürfe zurückgewiesen, aus der SPD-Spitze kamen Rücktrittsforderungen.

Masken-Affäre: Druck auf Spahn steigt
Masken-Affäre: Druck auf Spahn steigt

UN-Generalsekretär begrüßt G7-Impfspenden – "Aber wir brauchen mehr"

20.25 Uhr: UN-Generalsekretär Antonio Guterres hat die Ankündigung von Impfspenden der G7 begrüßt, aber deutlich mehr Einsatz angemahnt. Die Gruppe sieben wirtschaftsstarker Demokratien hatte angekündigt, mindestens eine Milliarde Dosen zu spenden. "Eine Milliarde ist sehr willkommen. Aber offensichtlich benötigen wir mehr als das", sagte Guterres am Freitag am Rande des G7-Gipfels vor Journalisten.

Die Impfungen seien bisher sehr ungleich und unfair verteilt gewesen, rügte Guterres. Dabei sollten Impfstoffe öffentliche Güter sein. Gerade in Entwicklungsländern breite sich das Coronavirus wie ein Flächenbrand aus. Es gelte, schnell zu handeln und so viele Menschen weltweit wie möglich zu schützen, bevor das Virus immun gegen Impfstoffe werde, sagte Guterres. "Wir sind im Krieg mit dem Virus."

Nötig sei ein globaler Impfplan, sagte Guterres. Regierungen, globale Organisationen und Finanzinstitutionen müssten sich mit der Pharmaindustrie zusammenschließen, um die Produktion von Impfstoffen zu verdoppeln, so der UN-Generalsekretär. Er mahnte Regelungen an, mit denen sowohl der Profit der Impfstoffproduzenten gewahrt werde, aber zugleich eine flächendeckende Produktion garantiere und die Herstellungskapazitäten verdoppele.

FDA gibt Impfstoff aus umstrittener US-Fabrik nur teilweise frei

20.06 Uhr: Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat den in einer umstrittenen Produktionsstätte in Baltimore hergestellten Coronavirus-Impfstoff des US-Unternehmens Johnson & Johnson zunächst nur teilweise freigegeben. Zwei Ladungen könnten mit angepassten Regelungen in den USA zum Einsatz kommen oder exportiert werden, teilte die FDA am Freitag mit. "Mehrere andere Ladungen" seien dagegen unter anderem wegen möglicher Verunreinigung nicht mehr benutzbar, weitere Ladungen würden noch untersucht.

Um wie viele Ladungen es sich dabei insgesamt genau handelt und wie viele Impfdosen jede Ladung enthält, teilte die FDA zunächst nicht mit. US-Medien berichteten, dass rund zehn Millionen Impfdosen freigegeben wurden und rund 60 Millionen entsorgt werden müssten.

Moskaus Bürgermeister in Sorge: "Ziemlich viele Moskauer auf den Intensivstationen"

19.25 Uhr: Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin hat sich wegen der vielen Corona-Infektionsfälle in seiner Stadt besorgt gezeigt. "Ziemlich viele Moskauer befinden sich auf Intensivstationen und werden künstlich beatmet", sagte Sobjanin am Freitag in einer vom Fernsehen übertragenen Rede. "Die Gefahr ist real", betonte er.

Die Behörden hätten erwartet, dass sich das Infektionsgeschehen in den Monaten April und Mai abmildern würde, wie es im vergangenen Jahr der Fall gewesen sei, sagte Sobjanin. "Aber jetzt sehen wir, dass sich dies in Richtung Juni, Juli verschiebt." Zugleich werde sichtbar, "wie aggressiv Covid ist", betonte Sobjanin. Es werde immer schwieriger, die Virus-Erkrankung zu behandeln.

Die Gesundheitsbehörden in der russischen Hauptstadt meldeten am Freitag 5853 neue Infektionsfälle - der höchste Wert seit Mitte Januar. Insgesamt wurden in Russland seit Pandemie-Beginn mehr als fünf Millionen Corona-Infektionen nachgewiesen. Nach offiziellen Angaben starben in dem Land mehr als 125.000 Menschen an den Folgen einer Corona-Infektionen. Experten gehen jedoch von einer hohen Dunkelziffer aus.

EU-Vertreter betonen zu G7-Auftakt Einsatz für Impfstoffversorgung

18.53 Uhr: EU-Vertreter haben zum Auftakt des G7-Gipfels betont, dass sich die Europäer im Gegensatz zu anderen G7-Staaten bereits seit Monaten stark für Corona-Impfstofflieferungen in ärmere Länder engagieren. Die EU sei die "Apotheke der Welt" und werde bis Jahresende mindestens 100 Millionen Impfstoff-Dosen spenden, hieß es am Freitagnachmittag nach einem Koordinierungstreffen der europäischen Gipfelteilnehmer von Diplomaten. Der Impfinitiative Covax stelle man 3,2 Milliarden Euro zur Verfügung.

Die EU war nach eigenen Angaben zudem lange Zeit die einzige demokratische Region, die im großen Maßstab Corona-Impfstoff exportierte. Bislang seien rund 350 Millionen Dosen ausgeführt worden, was in etwa der Hälfte der Gesamtproduktionsmenge entspreche, hieß es am Freitag. Zum Beispiel die USA behielten dort produzierten Impfstoff hingegen lange vorrangig selbst. So hatte US-Präsident Joe Biden noch Ende April gesagt, bevor die USA ein "Arsenal" für andere Länder würden, werde jeder Amerikaner Zugang zu vollständigem Impfschutz haben.

Biden: Impfstoffspende an arme Länder auch im Interesse der USA
Biden: Impfstoffspende an arme Länder auch im Interesse der USA

Italien lockert Corona-Regeln - Astrazeneca nur an Menschen über 60

18.30 Uhr: Italien lockert in vielen Landesteilen weiter die Corona-Beschränkungen. Ab kommender Woche sollen weitere Regionen in die sogenannte Weiße Zone mit den lockersten Corona-Regeln fallen, wie Gesundheitsminister Roberto Speranza am Freitag in Rom sagte. Dazu gehören ihm zufolge unter anderem die norditalienischen Regionen Emilia-Romagna und Piemont, die Lombardei mit der Metropole Mailand, die Autonome Provinz Trient, Latium mit der Hauptstadt Rom und Apulien.

Dort entfallen unter anderem die nächtliche Ausgangssperre und die Beschränkungen in der Außengastronomie. Damit gelten für den überwiegenden Teil der Menschen in Italien die lockersten Corona-Regeln. Italien will Speranza zufolge außerdem in der Covid-19-Impfkampagne das Vakzin von Astrazeneca nur noch an Menschen über 60 Jahre verabreichen. Für jüngere Leute sollen die mRNA-Impfstoffe bereit stehen.

Ein Viertel der vom Bund gelieferten Corona-Masken fällt in Hessen durch Test

17.20 Uhr: Rund ein Viertel der 20,75 Millionen vom Bund gelieferten Corona-Masken ist durch die Qualitätsprüfung in Hessen gefallen. Das teilte das Innenministerium in Wiesbaden am Freitag auf Anfrage mit. Das entspricht rund 5 Millionen Masken. Knapp 8,9 Millionen Masken hätten den Test bestanden, rund 7 Millionen Masken seien noch ungeprüft. Die Zahlen umfassen sowohl Mund-Nasen-Schutzmasken als auch medizinische Atemschutzmasken.

Zuvor hatte der NDR berichtet, dass Hessen verschiedene Mängel bei rund einer Million Masken festgestellt habe, die das Land vom Bund bekommen hatte. Dem Innenministerium zufolge bezieht sich diese Angabe auf Atemschutzmasken wie FFP2-Masken mit Stand vom März. Mittlerweile hätten rund 2,3 Millionen dieser Atemschutzmasken den Ansprüchen nicht entsprochen.

Die eigens beschafften sowie die vom Bund gelieferten Produkte seien in Hessen einem mehrstufigen Qualitätssicherungsprozess unterzogen worden, erläuterte das Ministerium. Ein Teil der Masken habe sowohl technische als auch qualitative Mängel gehabt.

Internationale Handelskammer: G7-Impfstoffpläne reichen nicht aus

16.29 Uhr: Die Internationale Handelskammer (ICC) hat die bisherigen Impstoffspendenpläne der G7-Länder als unzureichend kritisiert und vor Folgen für die Weltwirtschaft gewarnt. Wenn die G7 bei den Impfstoffspenden nicht deutlich zulegten, setzten sie ihre eigenen Bürger Gefahren aus, etwa, weil sich neue, gefährlichere Virusvarianten entwickeln und neue Corona-Ausbrüche die Lieferketten unterbrechen könnten, teilte der Verband mit Sitz in Paris am Freitag mit. Er vertritt 45 Millionen Unternehmen weltweit.

Der britische Premierminister Boris Johnson hat sich dafür stark gemacht, dass die G7 - USA, Deutschland, Kanada, Großbritannien, Frankreich, Italien und Japan - bei ihrem derzeitigen Gipfel in Südwestengland zusammen eine Milliarde Impfdosen zur Verfügung zu stellen. Zugesagt waren bis Freitag aber erst 600 Millionen, überwiegend von den USA. "Rund 600 Millionen Impfdosen sind ein Tropfen auf den heißen Stein angesichts der geplanten weltweiten Produktion von zwölf Milliarden Impfdosen allein in diesem Jahr". sagte ICC-Generalsekretär John Denton.

Krankenhäuser: Zahl der Intensivbetten nicht manipuliert

16.23 Uhr: Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat den Vorwurf zurückgewiesen, die Zahl der freien Intensivbetten sei während der Corona-Pandemie falsch angegeben worden. "Krankenhäuser haben die Zahl der Intensivbetten nicht manipuliert, diesen Verdacht äußert auch der Bundesrechnungshof nicht. Intensivbettenzahlen zu manipulieren ist auch gar nicht möglich, da die Ausgleichszahlungen an Bedingungen geknüpft sind, die die Krankenhäuser nicht beeinflussen können", sagte der Vorstandsvorsitzende der DKG, Gerald Gaß, der "Rheinischen Post"(Samstag).

G7-Auftakt: Johnson fordert Lehren aus der Corona-Pandemie

16.15 Uhr: Zum Auftakt des G7-Gipfels hat der britische Premierminister Boris Johnson die Bedeutung der Zusammenkunft unterstrichen. "Dieses Treffen muss unbedingt stattfinden", sagte Johnson vor Beginn der ersten Arbeitsgespräche im südwestenglischen Badeort Carbis Bay. Die Staats- und Regierungschefs müssten sicherstellen, dass sie die Lektionen aus der Corona-Pandemie gelernt haben und dass die Volkswirtschaften wieder ansprängen, sagte der Regierungschef. Es sei entscheidend, dass die Welt gemeinsam auf die Krise reagiere.

Johnson ist in diesem Jahr Gastgeber des Treffens finanzstarker Demokratien, da Großbritannien den Vorsitz inne hat. Es ist die erste Zusammenkunft in diesem Format seit Beginn der Pandemie. "Es ist wirklich wunderbar, alle persönlich zu sehen", sagte Johnson. Dies bedeute einen deutlichen Unterschied zu Online-Formaten wie Videokonferenzen. Johnson sagte, er sehe große Chancen für einen Wiederaufbau. Die G7 seien vereint in ihrer Vision einer ambitionierteren, grüneren Welt, die Lösungen für den Klimawandel findet. In grünen Technologien liege zudem die Chance zum Aufbau zahlreicher Jobs

Bundestag verlängert epidemische Notlage bis 30. September

15.55 Uhr: Der Bundestag hat die wegen der Corona-Pandemie verhängte epidemische Notlage um weitere drei Monate bis zum 30. September verlängert. Die erstmals im März 2020 vom Bundestag festgestellte "epidemische Notlage von nationaler Tragweite" ermöglicht es dem Bundesgesundheitsministerium und anderen Regierungsstellen, weitreichende Verordnungen gegen die Pandemie zu erlassen. Die derzeitige Regelung wäre ohne Verlängerung am 30. Juni ausgelaufen. Für die Verlängerung votierten in namentlicher Abstimmung 375 Abgeordnete, 218 stimmten mit Nein, es gab sechs Enthaltungen. Die Fraktionen von FDP und AfD hatten vorab angekündigt, gegen die Vorlage zu stimmen.

Derzeit hängen rund 20 Verordnungen direkt von der festgestellten Notlage ab - etwa Regelungen zu Testangeboten und zur Unterstützung von Eltern im Falle pandemiebedingter Kita- und Schulschließungen. Der Wunsch, diese Verordnungen zunächst beizubehalten, war nach Koalitionsangaben einer der Gründe für die Verlängerung der Notlage. Während die epidemische Notlage verlängert wird, soll die im April eingeführte so genannte Bundesnotbremse am 30. Juni auslaufen.

Bei der epidemischen Notlage und der Bundesnotbremse handelt es sich um zwei unterschiedliche gesetzliche Instrumente im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Die erst im April eingeführte Bundesnotbremse sieht vor, dass der Bund einheitliche Corona-Schutzmaßnahmen in Gebieten mit hohen Inzidenzwerten durchsetzen kann. Derart hohe Inzidenzen werden derzeit allerdings nicht mehr verzeichnet.

Verbände: Koalition wirbt für Verlängerung der Pandemie-Notlage

15.17 Uhr: Abgeordnete der Koalition haben für eine Verlängerung der Pandemie-Notlage nationaler Tragweite in Deutschland geworben. Abgeordneten von FDP und AfD sowie der Linke wandten sich am Freitag im Bundestag gegen eine Verlängerung. Die Grünen wollten trotz Kritik zustimmen. Die Abgeordneten stimmten am Nachmittag namentlich ab.

Die festgestellte Lage gibt dem Bund das Recht, direkt ohne Zustimmung des Bundesrates Verordnungen zu erlassen, etwa zu Tests, Impfungen, zum Arbeitsschutz oder zur Einreise. Der Bundestag hatte die "epidemische Lage" erstmals am 25. März 2020 festgestellt. Ohne Verlängerung würde die epidemische Notlage nationaler Tragweite Ende Juni auslaufen. Nun soll sie maximal für drei Monate verlängert werden.

Ab Sommer stehen wieder viele Ziele auf dem Flugplan

15.09 Uhr: Wer trotz Corona-Krise seinen Urlaub in diesem Sommer außerhalb Deutschlands verbringen will, hat ab Juli wieder viel Auswahl. Allein in Europa werden dann wieder 217 Orte in 38 Ländern angeflogen, wie der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) am Freitag mitteilte. Das sind demnach fast so viele Ziele wie vor der Pandemie im Jahr 2019. Damals standen von Deutschland aus 226 Destinationen auf dem Flugplan.

"Die Welt ist wieder deutlich erreichbarer als in den letzten 15 Monaten", sagte BDL-Hauptgeschäftsführer Matthias von Randow in Berlin. Für manche Länder übersteige das Angebot sogar das Niveau von 2019, etwa für Griechenland oder die Türkei. Auch außerhalb Europas wird der Luftverkehr wieder ausgeweitet.

Start der EU-Corona-Hilfen - EU-Kommissar: Kontrolle wird klappen

14.57 Uhr: Kurz vor Beginn der ersten Auszahlungen des Corona-Wiederaufbaufonds der EU ist EU-Haushaltskommissar Johannes Hahn zuversichtlich, dass die verfügbaren 800 Milliarden Euro zielgerichtet ausgegeben werden. Die EU-Kommission habe eine eigene Experten-Gruppe zusammengestellt, um die Umsetzung der zwingend auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Projekte in den nächsten Jahren zu begleiten und zu überprüfen, sagte Hahn am Freitag bei der Tagung "Medienmittelpunkt" im österreichischen Bad Aussee.

23 der 27 EU-Staaten hätten teils äußerst umfangreiche Projektbeschreibungen eingereicht. "Griechenland hat Projekte auf etwa 2000 Seiten, Deutschland auf rund 1000 Seiten, Österreich auf 600 Seiten aufgelistet." Die Mittel, die teils als Kredite, teils als Zuschüsse ausgezahlt werden, sind an nachhaltige Investitionen zum Beispiel in Digitalisierung, in eine umweltfreundliche Energiepolitik oder in den Klimaschutz sowie an Reformen gebunden.

EU-Staaten lockern Grenzwerte für Corona-Reisebeschränkungen

14.50 Uhr: Die EU-Staaten haben sich kurz vor dem Beginn der Sommerurlaubszeit auf eine Lockerung der Grenzwerte für Corona-Reisebeschränkungen verständigt. Ein am Freitag angenommener Beschluss sieht vor, Regionen künftig erst bei deutlich höheren Inzidenzzahlen als Risikogebiet einzustufen. Dies soll dazu führen, dass weniger Menschen unter strenge Test- und Quarantäneauflagen fallen und innerhalb der EU wieder mehr gereist werden kann. Geimpfte und Genesene sollen zudem in der Regel gar keine Reisebeschränkungen zu befürchten haben. Nach der Einigung werden Gebiete zum Beispiel nur noch dann als "rotes" Corona-Risikogebiet ausgewiesen, die in den 14 Tagen zuvor zwischen 200 und 500 neue Fälle pro 100.000 Einwohner gemeldet haben - oder zwischen 75 und 200 bei einem Anteil positiver Corona-Tests von über 4 Prozent.

Bundestag beschließt 100 Euro "Kinderfreizeitbonus"

14.38 Uhr: Familien mit geringem Einkommen bekommen ab August eine Extra-Zahlung von 100 Euro pro Kind vom Staat. Das hat der Bundestag am Freitag beschlossen. Der sogenannte Freizeitbonus ist Teil des "Corona-Aufholprogramms", mit dem Bund und Länder die Langzeitfolgen der langen Einschränkungen im Bildungs- und Freizeitbereich für Kinder und Jugendliche abmildern wollen. Das Programm umfasst zwei Milliarden Euro. Gefördert werden darüber auch Nachhilfeunterricht, Schulsozialarbeit, Ferienfreizeiten oder mehr Stellen im Freiwilligen Sozialen Jahr.

Die 100 Euro können für Ferien-, Sport- oder Freizeitaktivitäten ausgegeben werden - "je nach Lust und Laune", hatte Familienministerin Christine Lambrecht (SPD) gesagt. Die Zahlung geht an Familien, die auf Hartz IV angewiesen sind, Anspruch auf Wohngeld oder den Kinderzuschlag haben oder Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz beziehen. Im Gesetzentwurf wird von rund 2,7 Millionen Kindern ausgegangen. Ausgezahlt werden sollen die 100 Euro laut Familienministerium "ab August". Die meisten Familien müssen dafür keinen gesonderten Antrag stellen.

Spanische EM-Profis nach Busquets-Infektion gegen Corona geimpft

14.15 Uhr: Spieler der spanischen Fußball-Nationalmannschaft sind drei Tage vor ihrem ersten EM-Spiel am Montagabend gegen Schweden gegen das Coronavirus geimpft worden. Die nach zwei positiven Befunden kurzfristig beschlossene Aktion fand am Freitag im Trainingszentrum der "La Roja" in Las Rozas bei Madrid statt, wie der Verband mitteilte. Es wurde den Profis freigestellt, welchen Impfstoff sie nehmen. "Wir hatten das Privileg und das Glück, dass die Regierung entschieden hat, dass wir geimpft werden sollen", sagte der frühere Bayern-Profi Thiago. Ob alle Profis, die bisher noch gar kein Vakzin bekommen hatten oder auch keine Corona-Infektionen hatten, tatsächlich geimpft wurden, wurde nicht mitgeteilt.

Bundesregierung hebt Reisewarnung für Corona-Risikogebiete auf

13.54 Uhr: Nach mehr als einem Jahr hebt die Bundesregierung die generelle Reisewarnung für touristische Reisen in Corona-Risikogebiete ab 1. Juli auf. "Nach langen Monaten des Lockdowns dürfen wir uns auf mehr Normalität freuen, das gilt auch für das Reisen", sagte Bundesaußenminister Heiko Maas am Freitag zu diesem Schritt.

Tipps für den Sommerurlaub in Pandemie-Zeiten
Tipps für den Sommerurlaub in Pandemie-Zeiten

Digitaler Impfpass auch in der Luca-App

13.41 Uhr: Der neue digitale Corona-Impfnachweis wird vom kommenden Mittwoch an auch in der Luca-App angezeigt werden können. Das teilten die Betreiber der App in Berlin mit. Damit stehen mit der App CovPass, der Corona-Warn-App des Bundes und der Luca-App nun drei unterschiedliche Lösungen zur Verfügung, um einen Impfnachweis auf dem Smartphone präsentieren zu können. Der digitale Nachweis ist eine freiwillige Ergänzung des weiter gültigen gelben Impfheftes aus Papier. Deutschland setzt damit ein Vorhaben der Europäischen Union um. Dafür wurden einheitliche Details eines Zertifikats vereinbart, mit dem man Impfungen, Tests und überstandene Covid-19-Erkrankungen nachweisen kann.

Die App soll als Beleg bei gelockerten Corona-Beschränkungen eingesetzt werden können und zur Sommerferienzeit Reisen in Europa erleichtern. Der für den digitalen Nachweis erforderliche QR-Code wird in der Regel mit dem zweiten Impfgang ausgehändigt. Bereits vollständig Geimpfte bekommen das Schreiben mit der Klötzchengrafik entweder per Post zugesendet oder können sich die Bescheinigung bei ausgewählten Ärzten und Apotheken ausstellen lassen. Die Luca-App ist vor allem dafür gedacht, die Zettelwirtschaft beim Einchecken in Restaurants, Geschäften und Events abzulösen. Aktuelle sind laut einem Sprecher der Culture4Life GmbH 313 Gesundheitsämter an das Luca-System angebunden. 230.000 Betriebe und 15 Millionen Menschen nutzten bereits die App.

Herausforderungen in der Pandemie: US-Präsident Biden empfängt Merkel

13.11 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird am 15. Juli von US-Präsident Joe Biden im Weißen Haus empfangen. Der Besuch der Kanzlerin werde "die engen bilateralen Verbindungen" zwischen Deutschland und den USA stärken, teilte das Weiße Haus am Freitag mit. Themen des Treffens seien unter anderem die Herausforderungen der Corona-Pandemie, der Klimawandel sowie die Unterstützung von wirtschaftlichem Wohlstand und internationaler Sicherheit "auf der Basis unserer gemeinsamen demokratischen Werte".

Stiko: Empfehlung zu Kinderimpfung kann sich jederzeit ändern

13.08 Uhr: Die Ständige Impfkommission behält sich vor, ihre Empfehlung vom Donnerstag zur Corona-Impfung für Jugendliche jederzeit anzupassen. "Stiko-Empfehlungen sind ja nicht in Stein geschlagen", sagte Stiko-Mitglied Fred Zepp, ehemaliger Direktor des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin der Universitätsmedizin Mainz, am Freitag bei einer virtuellen Pressekonferenz des Science Media Centers. "Wenn wir in ein oder zwei Monaten erweiterte Erkenntnis haben, dann haben wir immer noch großen Spielraum bis zum Schulbeginn, darüber erneut zu beraten und das eventuell anzupassen."

Berichte: Länder schickten Millionen Masken wegen Mängeln zurück

12.41 Uhr: Die Bundesländer haben Medienberichten zufolge Millionen minderwertige Masken aus dem Verkehr gezogen, die ihnen der Bund im vergangenen Jahr zur Verfügung gestellt hatte. Der NDR berichtete am Freitag nach einer Umfrage in den Ländern, dass zum Beispiel allein Schleswig-Holstein vier Millionen Schutzmasken zurückgeschickt habe, die der Bund von Mai bis August 2020 geliefert habe. Sie hätten die FFP2-Norm nicht erfüllt, habe das Sozialministerium in Kiel auf Anfrage des Senders mitgeteilt.

Niedersachsen will dem Bericht zufolge jetzt ebenfalls vier Millionen Masken an den Bund zurückgeben. Denn im Rahmen einer Überprüfung hätten Zweifel an deren Verkehrsfähigkeit nicht abschließend ausgeräumt werden können, habe das dortige Gesundheitsministerium erklärt. In Rheinland-Pfalz lagern laut dem zuständigen Landesamt "mehr als eine Million nicht verkehrsfähige FFP2 und FFP2-analoge Masken des Bundes", wie der NDR berichtet. Auch andere Bundesländer waren demnach betroffen.

Behörde: Delta-Variante wohl 60 Prozent ansteckender als Alpha-Typ

12.37 Uhr: Die zunächst in Indien entdeckte Corona-Variante Delta ist Analysen zufolge wesentlich ansteckender als der in Großbritannien entdeckte Alpha-Typ. Das Risiko, die Menschen im eigenen Haushalt anzustecken, sei bei Delta schätzungsweise 60 Prozent höher als bei Alpha, teilte die englische Gesundheitsbehörde Public Health England am Freitag mit. Außerdem soll sich Delta stärker als andere Varianten der Schutzwirkung der Impfstoffe entziehen können - das gelte vor allem nach nur einer Impfdosis. Vollständig Geimpfte seien jedoch sehr gut vor der Delta-Variante - auch B.1.617.2 genannt - geschützt.

Ganz Österreich ab Sonntag kein Corona-Risikogebiet mehr

12.26 Uhr: Wegen sinkender Corona-Infektionszahlen streicht die Bundesregierung am Sonntag ganz Österreich sowie Teile Griechenlands, Kroatiens und der Schweiz von der Liste der Risikogebiete. Das teilte das Robert Koch-Institut am Freitag mit. Wer aus diesen Gebieten auf dem Landweg nach Deutschland kommt, muss künftig keinerlei Einreisebeschränkungen wegen Corona mehr beachten.

Wegen Corona: Orban will jede Art von Migration für zwei Jahre verbieten

12.20 Uhr: Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban will jede Art von Migration für zwei Jahre verbieten. "Migranten-Armeen trommeln an alle Türen Europas", sagte der rechtsnationale Politiker am Freitag im staatlichen Rundfunk. Die Migration sei aber in Zeiten der Corona-Pandemie besonders gefährlich, weswegen er vorschlage, "dass man zwei Jahre lang keinerlei Migration erlaubt", fügte er hinzu. Orban ging nicht näher darauf ein, wie ein zweijähriges "Migrationsverbot" gesetzlich zu regeln sei.

Corona trifft auch Russland: Mostowoi verlässt das Team

12.08 Uhr: Auch die russische Fußball-Nationalmannschaft beklagt unmittelbar vor ihrem Start in die EM einen Coronafall. Mittelfeldspieler Andrej Mostowoi (23) von Zenit St. Petersburg sei positiv getestet worden, teilten die Russen am Freitag mit, einen Tag vor dem Duell mit Belgien am Samstag. Mostowoi wird das Turnier somit verpassen, er wurde umgehend aus dem Kader gestrichen. Nationaltrainer Stanislaw Tschertschessow, früher Bundesliga-Torhüter bei Dynamo Dresden, nominierte Abwehrspieler Roman Jewgenijew (22) von Dinamo Moskau nach. Inwiefern der Coronafall Mostowoi weitere Auswirkungen hat, war zunächst nicht bekannt.

Impfstoff für ärmere Länder: Covax hofft auf konkrete Zusagen der G7

12.03 Uhr: Die Co-Vorsitzende des Covax-Programms, mit dem ärmeren Ländern Zugang zu Corona-Impfstoffen ermöglicht werden soll, hat sich hoffnungsvoll zu den Gesprächen beim G7-Gipfel in Cornwall geäußert. Insgesamt hatten sich die Staats- und Regierungschefs der sieben führenden westlichen Wirtschaftsmächte für den von Freitag bis Samstag andauernden Gipfel zum Ziel gesetzt, Zusagen von einer Milliarde Dosen zu machen.

Jane Halton begrüßte die Ankündigung des britischen Premierministers Boris Johnson, bis zum kommenden Jahr 100 Millionen Corona-Impfdosen zu spenden. US-Präsident Joe Biden hatte gar 500 Millionen Dosen für Länder mit niedrigen und mittleren Einkommensniveaus versprochen. Sie sei "erfreut und aufgeregt" sagte Halton dem britischen Radiosender "Times Radio" am Freitag und fügte hinzu: "Lassen Sie uns annehmen, wir kommen auf eine Milliarde bis zum Schluss, das wäre außerordentlich willkommen." Insgesamt seien jedoch 11 bis 12 Milliarden Dosen notwendig, um die gesamte Weltbevölkerung zu schützen, mahnte Halton. Bislang seien weltweit etwa 2,2 Milliarden verabreicht worden und das zu mehr als drei Vierteln in nur zehn Ländern.

Merkel will 30 Millionen Corona-Impfdosen an arme Länder geben
Merkel will 30 Millionen Corona-Impfdosen an arme Länder geben

Hotel-Mitarbeiter aus Italien illegal geimpft?

11.53 Uhr: In München ist ein Fall von Impftourismus bekannt geworden. Ein Luxusresort aus Sardinien ließ seine Mitarbeiter am Münchner Flughafen gegen Corona impfen. Was bekannt ist, lesen Sie hier: Hotel fliegt Angestellte zur Corona-Impfung nach München

Corona-Impfung für rund zehn Prozent der Jugendlichen empfohlen

11.33 Uhr: Rund eine halbe Million Jugendliche sollten sich wegen besonderer Risiken gegen das Coronavirus impfen lassen. Das geht aus Berechnungen des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung in der Bundesrepublik Deutschland hervor. Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt eine Impfung bei 12- bis 17-Jährigen nur bei besonderen Vorerkrankungen. Die Liste umfasst zwölf Krankheiten, darunter Adipositas, Diabetes, Herzfehler, chronische Lungenerkrankungen und Trisomie 21.

Eine Auswertung des Zentralinstituts zeigt, dass etwa elf Prozent aller Jugendlichen in Deutschland in der fraglichen Altersgruppe mindestens eines dieser Risikomerkmale aufweisen. "Bei gesetzlich Versicherten ergeben sich bundesweit etwa 402.000 Impflinge", teilte das Institut am Freitag in Berlin mit. "Unter Berücksichtigung der Privatversicherten sind bundesweit etwa 452.000 potenzielle Impflinge betroffen." Knapp die Hälfte davon leidet unter Asthma.

Fast jeder Vierte vollständig gegen Corona geimpft

11.15 Uhr: In Deutschland ist nahezu jeder vierte Mensch vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Freitag (Stand: 10.10 Uhr) sind 24,8 Prozent der Gesamtbevölkerung (20,6 Millionen Menschen) bereits vollständig geimpft, 47,5 Prozent (39,5 Millionen Menschen) haben mindestens eine Impfung erhalten. Insgesamt wurden laut RKI bislang 59 Millionen Impfdosen verabreicht. Am Donnerstag wurden demnach 1.096.521 Impfdosen gespritzt. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) schrieb bei Twitter, damit habe es zum zweiten Mal in dieser Woche mehr als eine Millionen Erst- und Zweitimpfungen an einem Tag gegeben. Je nach Bundesland variiert laut RKI die Impfquote. Die höchste Quote an Menschen, die mindestens einmal geimpft sind, verzeichnet Bremen mit 52,1 Prozent.

Umfrage: 38 Prozent der Start-ups bekamen Corona-Hilfen

11 Uhr: In der Corona-Pandemie haben einer Umfrage zufolge 38 Prozent der Technologie-Start-ups in Deutschland Hilfen erhalten. Weitere 4 Prozent warten noch auf beantragte finanzielle Unterstützung, bei noch einmal 4 Prozent wurden die Anträge abgelehnt, wie der Digitalverband Bitkom am Freitag berichtete. Dabei habe gut jedes fünfte Start-up keine Hilfen benötigt. Knapp jedes Dritte hatte den Angaben nach keine beantragt, da es die Voraussetzungen dafür nicht erfüllt hätten. Zugleich sind der Umfrage zufolge nur 5 Prozent der Start-ups zufrieden mit den staatlichen Hilfsangeboten. Neun von zehn Gründern kritisierten, dass sich die Maßnahmen zu sehr an den Bedürfnissen der Konzerne und Mittelständler orientierten.

Studie: Biontech/Pfizer-Impfstoff schützt auch vor Varianten

10.25 Uhr: Der Impfstoff des deutschen Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer schützt einer neuen Studie zufolge auch vor der zuerst in Indien aufgetretenen Corona-Variante Delta (B.1.617.2). Auch vor mehreren anderen Varianten wie beispielsweise der zuerst in Nigeria aufgetretenen Mutante B.1.525 schütze der Impfstoff, schreiben die Wissenschaftler um Pei Yong Shi von der University of Texas in Galveston im Fachjournal "Nature".

Für die Studie untersuchten die Forscher 20 Blutproben von 15 Menschen, die jeweils zwei Dosen des Impfstoffes von Biontech/Pfizer erhalten hatten, und testeten die Reaktion auf die verschiedenen Corona-Varianten. Die Wirksamkeit der Antikörper sei bei den Varianten zwar niedriger ausgefallen als bei einem im Januar 2020 isolierten Coronavirus-Typ, sie sei jedoch immer noch "robust", hieß es. Vorherige Studien und Datenerfassungen hatten ähnliche Ergebnisse erbracht.

Merkel sieht Corona-Impfwettlauf mit Delta-Variante
Merkel sieht Corona-Impfwettlauf mit Delta-Variante

G7: Nach Corona-Ausbruch ein deutscher Sicherheitsmann in Quarantäne

9.44 Uhr: Nach dem Corona-Ausbruch in einem Hotel beim G7-Gipfel in Cornwall hat sich ein Sicherheitsmann der deutschen Vorausdelegation von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) vorsorglich in Quarantäne begeben. Das teilte ein Regierungssprecher am Freitag in Berlin mit. Dies habe keine Auswirkungen auf die Reise der Kanzlerin und ihrer Delegation zu dem Gipfel in Carbis Bay, erklärte er weiter. Merkel wollte gegen Freitagmittag im englischen Cornwall eintreffen.

In Berlin war am Donnerstagabend die Rede davon, dass zwei Mitglieder des Sicherheits-Vorauskommandos der Kanzlerin in dem betroffenen Hotel in St. Ives untergebracht waren. Ein Sprecher des britischen Premierministers Boris Johnson hatte auf Anfrage von Journalisten bestätigt, dass Merkel weiterhin am Gipfel teilnehmen werde.

Merkel mahnt zur Vorsicht – wie es mit Großveranstaltungen weitergeht

9.40 Uhr: Bund und Länder berieten über Großveranstaltungen in der Corona-Pandemie. Die Kanzlerin mahnte – zeigte sich aber optimistisch. Lesen Sie dazu: Corona-Pandemie: Trotz Erfolgen – Kanzlerin Merkel in Sorge

"Fusion"-Macher wollen im Spätsommer 30.000 Gäste nach Lärz locken

8.51 Uhr: Nach der zweiten coronabedingten Absage des "Fusion"-Festivals in Lärz (Mecklenburgische Seenplatte) wollen die Veranstalter nun im Spätsommer rund 30.000 Gäste auf das ehemalige Flugplatzgelände locken. Unter dem Motto "Plan:et C" will der Verein Kulturkosmos (Berlin) ab 20. August an drei Wochenenden je 10.000 Besucher zusammenbringen, wie der Verein auf seiner Internetseite mitteilte. Der Vorverkauf sei gerade gestartet. Das exakte Programm stehe aber noch nicht fest.

Es soll zwei Bühnen mit Musik, dazu Theater und Kinoaufführungen geben. Pro Karte sollen 100 Euro gezahlt werden, wozu ein Corona-PCR-Test bei Anreise gehöre. Bezahlte Tickets könnten nicht storniert werden. Angesichts der aktuellen Entwicklung und mit Test- und Hygienekonzept sei man sicher, "Covid-safe feiern zu können." Zur Not wolle man sich die Genehmigung vor Gericht erstreiten.

Woidke: Tests sollen nicht verschwinden

8.50 Uhr: Trotz der deutlich sinkenden Inzidenzen in Brandenburg bleiben Schnelltests aus Sicht von Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) weiterhin ein wichtiges Instrument gegen die Pandemie. "Es wäre jetzt fatal, die Tests flächendeckend mehr oder weniger abzuschaffen", sagte Woidke am Freitagmorgen im RBB-Inforadio. "Wir haben mit den Tests ein deutlich besseres Handwerkszeug als noch vor einem Jahr." Vor allem in der Gastronomie als auch in der Hotellerie solle deshalb "bei bestimmten Inzidenzzahlen" weiter getestet werden.

Corona: EU kämpft gegen Betrug bei Pandemie-Hilfen

8.48 Uhr: Die EU-Antibetrugsbehörde OLAF kämpft gegen Corona-Betrüger – und steht vor einer großen Herausforderung. Lesen Sie dazu: Betrug bei Corona-Hilfen: Das sind die schlimmsten Fälle

Baerbock fordert von Merkel mehr Impfstoff-Hilfe für arme Länder

8.20 Uhr: Vor dem G7-Gipfel in Großbritannien wirft Grünen-Chefin Annalena Baerbock Kanzlerin Angela Merkel (CDU) vor, zu wenig für die Versorgung armer Länder mit Corona-Impfstoffen zu tun. "Es ist Aufgabe der Bundesrepublik Deutschland, weltweit mehr Solidarität zu zeigen, vor allen Dingen für die Schwächsten dieser Welt, die bisher noch gar kein Impfangebot bekommen haben", sagte sie in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur. "Es muss alles dafür getan werden, die Produktionskapazitäten zu steigern, die Angebote vor Ort auszubauen und alle Lieferketten sicherzustellen."

Die G7-Gruppe westlicher Wirtschaftsmächte will am Freitag im südwestenglischen Carbis Bay über die Bereitstellung von einer Milliarde Impfdosen für arme Länder beraten. Wie viel Deutschland dazu beitragen wird, ist noch unklar. Merkel steht international unter Druck, weil sie eine Aussetzung des Patentschutzes für Impfstoffe ablehnt, die von den USA und anderen Ländern gefordert wird.

Auch die Grünen wollen nicht beim Patentschutz ansetzen, sondern Impfstoffhersteller gegen Entschädigung zur Lizenzierung der Impfstoffproduktion in ärmeren Ländern verpflichten. "Monopole auf geistiges Eigentum zur Bekämpfung von Krankheiten dürfen jedenfalls den Zugang zu überlebenswichtigen Schutzmaterialien, Impfstoffen und Arzneimitteln nicht versperren", sagte Baerbock, die am Samstag von ihrer Partei zur Kanzlerkandidatin für die Bundestagswahl gekürt werden soll. "Die Bundesregierung und die Bundeskanzlerin sagen einfach nein. Und das geht nicht. Man muss konkrete Vorschläge machen."

Trotz Corona-Fällen bei Teams: DfB-Direktpr "zuversichtlich" für EM

8.15 Uhr: Trotz der Corona-Fälle bei Spanien und Schweden vor Turnierbeginn rechnet DFB-Direktor Oliver Bierhoff mit einer regulären Fußball-EM. "Wenn man die Nachrichten aus Spanien oder Schweden hört, dann hat man natürlich immer Sorgen. Das führt natürlich auch bei uns immer wieder dazu, dass wir unsere Hygienemaßnahmen ganz strikt einhalten und durchziehen", sagte der 53-Jährige in den ARD-"Tagesthemen" auf die Frage zur Sorge, ob die EM bis zum 11. Juli wie geplant beendet werden kann. "Ein bisschen ist die Sorge immer da, auf der anderen Seite ist aber auch die Hoffnung und das Vertrauen da, dass andere Veranstaltungen wie die Champions League am Ende erfolgreich durchgeführt werden konnten."

Spahn plant Curevac-Impfstoff nicht mehr für laufende Impfkampagne ein

7.40 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) plant laut eines Medienberichts den Corona-Impfstoff des Tübinger Herstellers Curevac nicht mehr für die laufende Impfkampagne ein. Das habe Spahn den Gesundheitsministern der Länder während der vergangenen Ministerkonferenz gesagt, berichtete der "Mannheimer Morgen" unter Verweis auf Regierungskreise. Demnach sprach Spahn von einer "der größeren Enttäuschungen".

Curevac hat wie das Mainzer Unternehmen Biontech einen modernen mRNA-Impfstoff entwickelt. Das Mittel der Tübinger galt lange als höchst vielversprechend. Noch im April hatte das Unternehmen angegeben, auf eine Zulassung durch die Europäische Arzneimittelagentur EMA im Mai zu hoffen. Die Bundesregierung plante daraufhin bereits für das zweite Quartal 2021 die ersten Impfungen mit dem Curevac-Vakzin ein.

Zwei Corona-Fälle auf erster Kreuzfahrt von Nordamerika seit Pandemie-Beginn

7.30 Uhr: Auf dem ersten Kreuzfahrtschiff, das seit Beginn der Corona-Pandemie von Nordamerika aus in See gestochen ist, hat es zwei Ansteckungen mit dem Coronavirus gegeben. "Zwei Gäste, die sich eine Kabine an Bord der Celebrity Millennium teilten, wurden positiv auf COVID-19 getestet", erklärte der Veranstalter Royal Caribbean am Donnerstag. Beide Infizierten zeigen demnach keine Krankheitssymptome und befinden sich in Quarantäne.

Den Angaben zufolge hatten alle 600 Passagiere und 650 Besatzungsmitglieder der "Celebrity Millenium" vor Beginn der Reise sowohl einen Nachweis über eine Corona-Impfung als auch ein negatives Testergebnis vorgewiesen. Das Schiff war am Samstag vom niederländischen Teil der Karibik-Insel St. Martin aus in See gestochen und sollte auf Barbados, Aruba und Curaçao anlegen. Laut Royal Caribbean wurden die Corona-Infektionen bei vorgeschriebenen Tests zum Ende der Kreuzfahrt festgestellt.

Linke kritisiert Ministerpräsidentenkonferenz als "Bremsklotz auf dem Weg in die Normalität"

4.54 Uhr: Der Chef der Linksfraktion im Bundestag, Dietmar Bartsch, hat die Ergebnisse der Ministerpräsidentenkonferenz kritisiert: "Die Runde heute war eher ein Bremsklotz auf dem Weg in die Normalität", sagte er dieser Redaktion. "Für die Veranstaltungsbranche zum Beispiel ist es eine große Enttäuschung. Die Menschen brauchen Fahrplan und Perspektive über den Sommer hinaus." Wenn alle ein Impfangebot bekommen hätten, müsse es auch wieder die komplette Öffnungsmöglichkeit geben. Auch müssten zum Abschluss der Impfkampagne die Grundrechte wieder "komplett" hergestellt sein. Lesen Sie hier: Corona-Pandemie: Trotz Erfolgen – Kanzlerin Merkel in Sorge

Landkreistag dämpft Hoffnungen auf baldige Großveranstaltungen

3.27 Uhr: Der Präsident des deutschen Landkreistages hat Erwartungen an baldige Großveranstaltungen gedämpft: In der jetzigen Situation Musikfestivals wie Rock am Ring, Southside oder Rock im Park mit jeweils über 60.000 Besuchern zu ermöglichen, "können wir uns jedenfalls in nächster Zeit nicht vorstellen", sagte Reinhard Sager dieser Redaktion. Verantwortbare Öffnungen dagegen seien weiter voranzutreiben. "Veranstaltungen gerade an der frischen Luft sind in zahlenmäßigen Grenzen da gut möglich", so Sager. Das gelte auch für Veranstaltungen in Innenräumen mit Hygienekonzept und Abstandsregeln.

Corona-News von Donnerstag, 10. Juni: Stiko empfiehlt Impfung nur für Kinder mit Vorerkrankungen

  • Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt hat vor einem verlorenen Sommer für die Corona-Bekämpfung gewarnt. Die Pandemie sei "noch nicht vorbei", sagte sie dieser Redaktion."Für die Verantwortlichen in Bund und Ländern ist deshalb jetzt die Zeit, den Herbst vorzubereiten.
  • Nach Betrugsfällen in Testzentren sollen die Kontrollen verschärft und die staatliche Kostenerstattung verringert werden: Private Betreiber von Teststellen sollen vom 1. Juli an nicht mehr 18 Euro sondern nur noch bis zu 12,50 Euro pro Schnelltest abrechnen können.
  • Die Ständige Impfkommission (Stiko) geht davon aus, dass etliche Menschen trotz vollständiger Impfung keinen wirksamen Immunschutz aufgebaut haben: Es gebe mehrere Studien, die zeigten, dass die Impfung gegen Covid-19 bei Menschen, deren Immunsystem medikamentös gebremst wird, nicht so gut wirke wie bei anderen, sagte der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens unserer Redaktion.
  • Antigen-Selbsttest für zu Hause sind zum Ladenhüter geworden - und werden nun zum Schnäppchenpreis verramscht. Die dm-Drogeriemarktkette markiert laut "Lebensmittelzeitung” mit 0,95 Euro pro Laientest einen neuen Tiefstpreis.
  • Die USA wollen eine halbe Milliarde Impfdosen an Dutzende arme Länder der Welt verteilen. Nach Angaben des Weißen Hauses sollen die Dosen des Impfstoffs von Pfizer/Biontech an 92 Länder mit niedrigem und niedrigem mittleren Einkommen sowie an die Afrikanische Union gespendet werden.
  • Im April 2020 war der bayerische Landkreis Tirschenreuth mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 571 noch der Corona-Hotspot Deutschlands. Mehr als ein Jahr später nun die Kehrtwende: Die Inzidenz in Tirschenreuth liegt aktuell bei 0.
  • In Leipzig ist in dieser Woche ein Mann an den Folgen einer Hirnvenenthrombose gestorben. Wie eine Sprecherin des des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) bestätigte, könnte der Fall aufgrund der zeitlichen Nähe mit einer Astrazeneca-Impfung zusammenhängen.
  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat Einzelheiten zur Einführung des digitalen Impfnachweises "CovPass" vorgestellt. Nachdem die Feldtests erfolgreich verlaufen seien, könne man in dieser Woche mit dem Rollout des Systems beginnen, sagte der sichtlich zufriedene Spahn.
  • Das Robert Koch-Institut (RKI) hat trotz "erfreulichen Entwicklungen" beim Rückgang der Corona-Zahlen auf weiter bestehende Risiken hingewiesen. "Das Virus ergreift jede noch so kleine Chance – die sollten wir ihm nicht geben", sagte RKI-Präsident Lothar Wieler in Berlin.
  • Die Menschen in Deutschland sind wieder so mobil wie vor der Corona-Krise. Darauf deutet eine Sonderauswertung experimenteller Daten des Statistischen Bundesamts hin.
  • Der Streit unter den Bundesländern über den Umgang mit Großveranstaltungen in der Corona-Lage ist zunächst vertagt. Die Ministerpräsidenten einigten sich darauf, dass sich eine Arbeitsgruppe über die Frage des Umgangs mit Großveranstaltungen verständigen solle.
  • Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat in der Pandemie keine generelle Impfempfehlung für gesunde Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren ausgesprochen. Sie empfiehlt Impfungen gegen das Coronavirus aber für 12- bis 17-Jährige mit bestimmten Vorerkrankungen.
  • Der US-Hersteller Moderna hat nun auch in Amerika eine Notfallzulassung seines Corona-Impfstoffes für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren beantragt.
  • Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat vor der Gefahr der Delta-Variante des Coronavirus gewarnt. "Das, was uns Sorge macht ist die sogenannte Delta-Variante, die sich in Großbritannien wieder sehr stark ausbreitet."
  • Der britische Premierminister Boris Johnson hat die G7-Staaten unmittelbar vor deren Gipfeltreffen zur Spende von einer Milliarde Corona-Impfdosen an Entwicklungsländer aufgefordert.

Corona-News von Mittwoch, 9. Juni: Illegales Corona-Impfzentrum in Panama aufgeflogen

  • In Panama ist ein unerlaubtes Corona-Impfzentrum entdeckt worden. In einem Büro- und Wohngebäude in Panama-Stadt wurden angeblich die Impfstoffe von Pfizer und Biontech sowie von Astrazeneca verabreicht, wie der Gesundheitsminister des mittelamerikanischen Landes, Luis Sucre, am Mittwoch im TV-Sender Telemetro sagte.
  • Frankreichs Premierminister Jean Castex muss in Corona-Isolation. Seine Frau war zuvor positiv auf das Virus getestet worden, wie die französische Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch mit Verweis auf sein Amt berichtete. Castex wird sich demnach eine Woche lang isolieren.
  • Die US-Regierung hat einen milliardenschweren Vorvertrag mit dem US-Pharmakonzern Merck & Co. (MSD) zum Kauf eines experimentellen Corona-Medikaments abgeschlossen. Sollte die von MSD gegen Covid-19-Erkrankungen entwickelte Pille Molnupiravir eine notfallmäßige oder vollständige Zulassung durch die US-Behörden erhalten, würden die USA 1,7 Millionen Behandlungseinheiten des Medikaments bestellen, verkündete das Gesundheitsministerium.
  • Während viele Eltern bereits geimpft sind, haben ihre Kinder noch keinen Impfschutz. Müssen die Kleinen bei Reisen getestet werden? Das Auswärtige Amt weist daraufhin, dass die Regelungen sehr unterschiedlich sind und sich nach dem aktuellen Inzidenzwert der jeweiligen Region richten.
  • Die in Indien entdeckte Coronavirus-Variante Delta bleibt in Deutschland weiter relativ selten. Ihr Anteil an den untersuchten Proben betrage nun 2,5 Prozent, geht aus einem Bericht des Robert Koch-Instituts (RKI) zu den als besorgniserregend eingestuften Mutanten hervor. Die Angabe bezieht sich auf Proben aus der Woche vom 24. bis 30. Mai.
  • Das traditionsreiche Volksfest auf dem Cannstatter Wasen in Stuttgart wird auch in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Anstelle des Festes im Herbst werden sich Schausteller und Marktkaufleute von Juli bis September mit Ständen und Fahrgeschäften in der Stuttgarter Innenstadt präsentieren, teilte die Stadtverwaltung mit.
  • Die zunächst in Indien entdeckte Delta-Variante des Coronavirus ist einem britischen Epidemiologen zufolge um rund 60 Prozent ansteckender als die zuvor in Großbritannien vorherrschende Alpha-Variante. Dabei handele es sich um die "wahrscheinlich beste Schätzung", sagt der Experte Neil Ferguson vom Londoner Imperial College.
  • Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht immer deutlichere Zeichen der Entspannung in der Corona-Krise. Die CDU-Politikerin sagte, die Zahl der Arbeitslosen sinke, ebenso wie die Zahl der Kurzarbeiter.
  • Vollständig geimpfte Menschen sollen in Kürze ihre Immunisierung mit einem digitalen Impfzertifikat über das Handy nachweisen können: Die Einführung dieses Digital-Passes in Deutschland starte bereits am Donnerstag, sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums.
  • Forscher der Berliner Charité haben eine Erklärung dafür gefunden, warum es trotz zweifacher Impfungen immer noch Corona-Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen gibt. Das Immunsystem von alten Menschen reagiere weniger effizient auf die Impfung als das von jüngeren, teilte die Charité am Mittwoch nach zwei im Fachblatt "Emerging Infectious Diseases" veröffentlichten Studien mit.
  • Angesichts steigender Infektionszahlen verschärfen die Behörden in Russlands Hauptstadt Moskau die Kontrolle von Corona-Beschränkungen. Außerdem würden in den kommenden Tagen zusätzliche Krankenhäuser für Corona-Patienten geöffnet, sagte Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin am Mittwoch der Agentur Interfax zufolge.
  • Das Pharmaunternehmen Curevac hofft auf genügend Daten für eine Zulassung seines Corona-Impfstoffs bis Ende Juni. Das berichtete die "Augsburger Allgemeine" am Mittwoch unter Berufung auf eine Firmensprecherin. Demnach verzögert sich der Zeitpunkt, weil sich im Rahmen der entscheidenden klinischen Zulassungsstudie bisher noch nicht genügend Teilnehmer mit dem Coronavirus infizierten.
  • Die Bundesregierung verlängert staatliche Hilfen für besonders belastete Firmen in der Corona-Krise. Wie Finanz- und Wirtschaftsministerium am Mittwoch in Berlin mitteilten, wird die Überbrückungshilfe III für Unternehmen und Soloselbstständige bis zum 30. September 2021 als "Überbrückungshilfe III Plus" fortgeführt.
  • Kneipen, Kinos, Fitnessstudios: Belgien hat dank abnehmender Infektionszahlen am Mittwoch die Corona-Regeln deutlich gelockert. So sind in dem von der Pandemie zeitweise hart getroffenen Land ab sofort neben Terrassen auch die Innenräume von Restaurants geöffnet, aber nur an Vierertischen und mit Hygieneauflagen. Zuhause darf man ebenfalls vier Personen empfangen.
  • Der Bonner Virologe Hendrik Streeck warnt vor einer heftigen vierten Welle der Corona-Pandemie in Deutschland. "Im Herbst werden die Infektionszahlen steigen", sagte Streeck im Videocast "19 - die Chefvisite". Niemand könne vorhersagen, wie sehr, aber: "Wir sollten uns auf einen starken Anstieg vorbereiten."
  • Olympia-Gastgeber Japan will die Zahl der Teilnehmer keine zwei Monate vor dem Beginn der Spiele weiter reduzieren. Das sagte Ministerpräsident Yoshihide Suga am Mittwoch im Parlament und bekräftigte seinen Entschluss, die Spiele trotz breiter Ablehnung in der eigenen Bevölkerung wie geplant durchzuziehen.
  • Die Niederlande nehmen die Einstufung Deutschlands als Corona-Hochrisikogebiet zurück. Damit entfällt von Donnerstag (10. Juni) an für Einreisende aus Deutschland mit einem Aufenthalt von mehr als zwölf Stunden die Pflicht eines negativen PCR-Testes. Das teilte das NRW-Europaministerium am Mittwoch mit.
  • Vietnam möchte die für Ende des Jahres geplanten Südostasienspiele in der Hauptstadt Hanoi wegen der angespannten Corona-Lage im Land auf Mitte 2022 verschieben. Das Olympische Komitee des Landes habe einen entsprechenden Brief an die Teilnehmerländer geschrieben, berichtete die Nachrichtenseite Phap Luat Online am Mittwoch.
  • Wegen der stark sinkenden Corona-Infektionszahlen fordert Bayerns Kultusminister Michael Piazolo Lockerungen bei der Maskenpflicht an Schulen. "Die Maskenpflicht ist ein großer Eingriff in die Freiheit und wir müssen immer wieder kritisch hinterfragen, ob sie noch verhältnismäßig ist", sagte der Freie-Wähler-Politiker am Mittwoch auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in München.
  • Die Grünen im Bundestag fordern im Fall möglicherweise minderwertiger Schutzmasken aus China ein Recht für die Fraktionen des Bundestags, die entsprechenden Akten der Regierung einzusehen. Berichte aus den Ländern über fehlerhafte Masken aus Beständen des Bundes legten nahe, "dass mit diesen Masken etwas nicht stimmt", sagte die Grünen-Fraktionsvize Maria Klein-Schmeink am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.
  • Der europäische Markt für illegale Drogen hat sich als widerstandsfähig gegen Störungen durch die Corona-Pandemie erwiesen. Die Risiken für die öffentliche Gesundheit nahmen sogar eher noch zu, da mehr Stoffe mit teils sehr hoher Wirksamkeit und Reinheit registriert wurden, wie die EU-Drogenbeobachtungsstelle (EMCDDA) in ihrem am Mittwoch in Lissabon vorgestellten Europäischen Drogenbericht 2021 betonte.
  • Ryanair hat vor dem EU-Gericht einen Erfolg gegen staatliche Corona-Hilfen für die deutsche Condor erzielt. Die Richter kippten am Mittwoch den Beschluss der EU-Kommission zur Genehmigung der Beihilfe. Die Entscheidung der Brüsseler Behörde sei nicht ausreichend begründet, erklärte das Gericht in Luxemburg.
  • Der britische Komponist Andrew Lloyd Webber hat seine Regierung davor gewarnt, die geplante Aufhebung aller Corona-Maßnahmen aufzuschieben. "Wir werden sagen: "Kommt zum Theater und nehmt uns fest", sagte der 73-Jährige dem "Telegraph" auf die Frage, was er tun werde, wenn die Lockerungen verschoben würden und er seine Theater nicht wieder bei voller Auslastung öffnen dürfe.
  • Im Streit um die geplante Verteilung angeblich minderwertiger Corona-Schutzmasken an obdachlose und behinderte Menschen hat der CDU-Wirtschaftspolitiker Friedrich Merz an Vizekanzler Olaf Scholz und Arbeitsminister Hubertus Heil (beide SPD) appelliert, sich bei Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zu entschuldigen.
  • Aufruhr um Impfkampagne der Bundesregierung. In einem Video tritt Arzt auf, der auf Facebook israelfeindliche Posts teilt. Lesen Sie dazu: Arzt unterstützt Hamas: Regierung löscht sein Impf-Video
  • Für Unternehmen, die in der Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind, wird der vereinfachte Zugang zu Kurzarbeit erneut verlängert. Das Bundeskabinett beschloss am Mittwoch eine entsprechende Verordnung von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD).
  • Die Zulassung des Corona-Impfstoffs der Tübinger Firma Curevac dauert länger als geplant. Der baden-württembergische Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) bestätigte am Dienstag in Stuttgart, dass sich das Verfahren weiter verzögere. Zuletzt hatte es geheißen, man rechne mit einer Zulassung im Juni.
  • Der geplante digitale Impfnachweis in Deutschland kann künftig auch in der offiziellen Corona-Warn-App des Robert Koch-Instituts angezeigt werden. Die Macher der Tracing-App veröffentlichten in der Nacht zum Mittwoch die aktuelle Version 2.3.2 in den App-Stores von Apple und Google.
  • Das Covid-19-Zertifikat für einfacheres Reisen in der EU rückt näher. Die Abgeordneten des Europaparlaments billigten die Details für das EU-weite Zertifikat, wie das Parlamentspräsidium am Mittwoch in Straßburg mitteilte.
  • Im Nordwesten Englands ist gegen die weitere Ausbreitung der in Indien entdeckten Delta-Variante des Coronavirus eine Offensive mit Massentests und Impfungen gestartet worden.
  • Weil er hunderte Corona-Impfdosen des Herstellers Moderna zerstört hatte, ist ein Apotheker in den USA zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Wie das US-Justizministerium am Dienstag mitteilte, muss der Mann zudem Schadenersatz in Höhe von umgerechnet rund 69.000 Euro an das Krankenhaus im Bundesstaat Wisconsin bezahlen, in dem er arbeitete.
  • Nach zwei Corona-Fällen in der unmittelbaren Vorbereitung verschärft Schweden die Maßnahmen um die Nationalmannschaft mit RB Leipzigs Mittelfeldstar Emil Forsberg. Täglich sollen Schnelltests bei den Spielern durchgeführt und die Anzahl von PCR-Tests soll erhöht werden.
  • Bundesfamilienministerin Christine Lambrecht (SPD) hat vor einer Doppelbelastung vieler Frauen im Homeoffice gewarnt. "Das ist in den Familien ganz deutlich zu spüren gewesen, dass die Frauen viel mehr die Verantwortung übernommen haben für Homeschooling, wenn die Kinder zu Hause waren", sagte sie am Mittwoch im ARD-Morgenmagazin.
  • Im Streit um die Verteilung von angeblich weniger geprüften Corona-Schutzmasken zwischen Union und SPD hat Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) sein Handeln verteidigt und Aufklärung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gefordert.
  • Welche Auswirkungen hatten die Corona-Maßnahmen auf Bewohner von Altenheimen? Wissenschaftler der Charité haben Heimleiter befragt. Lesen Sie dazu: Report: So haben Heimbewohner in der Pandemie gelitten
  • Die wegen der Corona-Pandemie vereinfachten Zugangsregeln zur Kurzarbeit sollen über Ende Juni hinaus um weitere drei Monate verlängert werden. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) legt dazu an diesem Mittwoch dem Bundeskabinett eine entsprechende Verordnung vor.
  • Auf mehr als 400 Nerzfarmen in Ländern der Europäischen Union sind nach Angaben von Tierschützern Corona-Ausbrüche bekannt geworden. Nach Angaben des Deutschen Tierschutzbundes in Bonn waren dabei bis Mitte Mai in zehn EU-Staaten Millionen von Tieren betroffen.
  • In Dörfern rund um den Mount Everest sind während der heftigen zweiten Welle 167 Corona-Fälle gemeldet worden. Dort leben hauptsächlich Menschen des Sherpa-Volksstamms. Viele von ihnen führen ausländische Bergsteiger auf den Everest oder andere Berge, tragen deren Gepäck oder kochen für sie während der Expedition.
  • Nach Kapitän Sergio Busquets ist in der spanischen Fußball-Nationalmannschaft auch Diego Llorente positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie der Verband in der Nacht zum Mittwoch mitteilte, werde der 27-Jährige von Leeds United das EM-Quartier des dreimaligen Europameisters in Las Rozas de Madrid verlassen.
  • In Texas wehren sich rund hundert Angestellte eines der größten Krankenhäuser des US-Bundesstaates gegen eine faktische Impfpflicht an ihrem Arbeitsplatz. Die Mitarbeiter des Houston Methodist Hospital in der texanischen Hauptstadt organisierten am Dienstagabend eine Protestveranstaltung an einem der Standorte des Krankenhauses.
  • Nach einem deutlichen Absinken der Corona-Infektionszahlen in Frankreich lockert das Land seine Auflagen am Mittwoch weiter: Erstmals seit sieben Monaten dürfen Cafés und Restaurants ihre Innenbereiche wieder öffnen. Ein negativer Corona-Test wird von den Gästen nicht verlangt. Ähnliches gilt ab Mittwoch auch in Belgien.
  • Das Gericht der EU (EuG) in Luxemburg entscheidet heute über eine Klage von Ryanair wegen Corona-Beihilfen Deutschlands für die Charterfluggesellschaft Condor. Ryanair klagt konkret gegen die Entscheidung der EU-Kommission, ein Darlehen von 550 Millionen Euro zu erlauben.
  • Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, drängt die Bundesregierung, für mehr Impfstoff gegen das Coronavirus zu sorgen. "Der Bedarf übersteigt die zur Verfügung stehenden Kapazitäten deutlich. Wenn wir Termine verschieben müssen, weil Lieferungen ausbleiben, führt das zu Frust bei den Patienten. Und diesen Frust bekommt als erstes das Praxispersonal zu spüren.
  • Die USA haben ihre Corona-bedingten Reisewarnungen für zahlreiche Länder gelockert. Unter anderem für Deutschland gilt die höchste Warnstufe nicht mehr, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Auflistung des US-Außenministeriums hervorgeht. Auch die Reiseempfehlungen für Frankreich, Griechenland, Mexiko, Kanada und das Olympia-Gastgeberland Japan wurden angepasst.

Dienstag, 8. Juni: Ab Montag gibt es den digitalen Impfpass in Apotheken

  • Der Start für den digitalen Corona-Impfpass in Deutschland rückt näher. Ab dem kommenden Montag soll man sich in vielen Apotheken den digitalen Nachweis einer vollständigen Impfung nachträglich ausstellen lassen können. Das teilte die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) in Berlin mit.
  • Das US-Pharmaunternehmen Pfizer weitet die Tests seines Corona-Impfstoffs mit dem Unternehmen Biontech auf Kinder unter zwölf Jahren aus.
  • In der neuen Folge des NDR-Podcasts hat der Berliner Virologe Christian Drosten seine Vermutungen über die Herkunft des Coronavirus erläutert und bekräftigt. Drosten hält es für wahrscheinlich, dass Maderhunde oder andere Felltiere, die in China für die Pelzindustrie gezüchtet werden, als Zwischenwirte bei der Übertragung von Sars-CoV-2 dienten. Lesen Sie hier den Hintergrundbericht: Drosten fordert weitere Untersuchungen zur Corona-Herkunft
  • Nach einem deutlichen Absinken der Corona-Infektionszahlen in Frankreich lockert das Land seine Auflagen am Mittwoch weiter: Erstmals seit sieben Monaten dürfen Cafés und Restaurants ihre Innenbereiche wieder öffnen. Ein negativer Corona-Test wird von den Gästen nicht verlangt. Ähnliches gilt ab Mittwoch auch in Belgien.
  • Die Zulassung des Corona-Impfstoffs der Tübinger Firma Curevac dauert länger als geplant. Der baden-württembergische Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) bestätigte am Dienstag in Stuttgart, dass sich das Verfahren weiter verzögere.
  • Mit einem Auftritt der Foo Fighters am 20. Juni ist in New York erstmals seit Beginn der Corona-Einschränkungen im März 2020 wieder ein Hallenkonzert ohne Kapazitätseinschränkungen angesetzt. "Die Foo Fighters bringen den Rock & Roll zurück in den (Madison Square) Garden", schrieben die Veranstalter am Dienstag per Kurznachrichtendienst Twitter.
  • Die Biontech-Mitgründer Ugur Sahin und Özlem Türeci arbeiten an einem Buch über die Entwicklung ihres Corona-Impfstoffs mit. Ihr mit dem "Financial Times"-Journalisten Joe Miller verfasstes Buch "The Vaccine" (Der Impfstoff) soll am 2. November in englischer Sprache erscheinen. Das kündigte der Verlag St. Martin's Publishing Group an.
  • Kanzlerin Angela Merkel und CDU-Chef Armin Laschet haben Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) im Streit um die Verteilung von angeblich weniger geprüften Corona-Schutzmasken gegen scharfe Attacken des Koalitionspartners SPD verteidigt.
  • Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt die Corona-Impfung laut einem vorläufigen Entwurf nur Kindern und Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren mit bestimmten Vorerkrankungen. Das Gremium nennt laut dem als vertraulich gekennzeichneten Papier, das der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag vorlag, rund ein Dutzend Krankheitsbilder, die mit anzunehmendem erhöhtem Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf einhergingen. Lesen Sie auch: Darf man nach einer Corona-Impfung noch Blut spenden?
  • Die Zulassung des Corona-Impfstoffs der Tübinger Firma Curevac dauert länger als geplant. Der baden-württembergische Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) bestätigte am Dienstag in Stuttgart, dass sich das Verfahren weiter verzögern wird.
  • Sachsen lockert mit seiner Corona-Schutzverordnung die Testpflicht. Bei einer stabilen Inzidenz von unter 35 sei in fast allen Bereichen kein Test mehr nötig, sagte Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts in Dresden.
  • In der Debatte um die Verteilung von angeblich weniger geprüften Corona-Schutzmasken denkt SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich nicht an eine Entschuldigung an den Gesundheitsminister. "Herr Spahn sollte nicht nach einer Entschuldigung rufen, sondern an der Aufklärung mitwirken, was wir jetzt auch in den Ausschüssen tun werden", sagte Mützenich am Dienstag in Berlin.
  • Mecklenburg-Vorpommerns Schüler müssen keine Masken mehr im Unterricht tragen. Das teilte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Dienstag in Schwerin nach einer Kabinettssitzung mit. Mecklenburg-Vorpommern hat die niedrigste Corona-Sieben-Tage-Inzidenz aller Bundesländer, sie lag zu Wochenbeginn bei 8,7.
  • Die Lockerung der Corona-Beschränkungen macht sich auf Deutschlands Autobahnen gleich bemerkbar: Am vergangenen langen Wochenende gab es zum Ende der Pfingstferien nach Schätzung des ADAC sogar mehr Staus als vor der Krise 2019.
  • Das Bundesland Bremen hat nach Angaben des Senats als erstes Bundesland mehr als die Hälfte seiner Bevölkerung gegen Corona geimpft. Mit den Impfungen am Dienstag sei die Marke von 50 Prozent überschritten worden, teilte das Gesundheitsressort mit.
  • Die niedersächsischen Landkreise Friesland und Goslar kommen derzeit bundesweit am besten durch die Corona-Pandemie: Die Sieben-Tage-Inzidenz in den beiden Landkreisen ist nach den Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag auf Null gesunken.
  • Psychische Probleme haben in der Corona-Krise in vielen Industrieländern massiv zugenommen. Das geht aus einer Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hervor, die am Dienstag in Paris veröffentlicht wurde.
  • China hat als erstes Land Corona-Impfungen für kleine Kinder zugelassen. Der chinesische Hersteller Sinovac bestätigte am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP, dass sein Corona-Impfstoff eine Notfallzulassung für Kinder ab drei Jahren erhalten habe.
  • Vor dem G7-Gipfel in Großbritannien haben Unicef-Botschafter und andere Prominente die reichen Länder aufgefordert, verfügbare Impfdosen an ärmere Staaten zu spenden. Es müsse eine gerechtere Impfstoffversorgung für Länder mit niedrigeren und mittleren Einkommen sichergestellt werden, hieß es am Dienstag in einem offenen Brief, der in der "Financial Times" veröffentlicht wurde.
  • Die Ständige Impfkommission (Stiko) wird einem Bericht zufolge definitiv keine generelle Corona-Impfempfehlung für alle Kinder aussprechen. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" am Dienstag unter Berufung auf die ihr vorliegende interne Beschlussvorlage des unabhängigen Expertengremiums berichtete, hält die Stiko lediglich eine Impfung für Kinder und Jugendliche mit bestimmten schweren Vorerkrankungen für medizinisch angebracht.
  • Die Corona-Pandemie hat im deutschen Amateurfußball zu einem Rückgang von Mitgliederzahlen, Vereinen und Mannschaften im Spielbetrieb geführt. Dies zeigt die am Dienstag veröffentlichte Mitgliederstatistik des Deutschen Fußball-Bundes. Allerdings seien die negativen Folgen in einigen Bereichen weniger gravierend ausgefallen als zum Teil befürchtet, hieß es.
  • Etwa 27.000 britische Urlauber haben Portugal am Wochenende und am Montag angesichts einer neuen zehntägigen Pflicht zur Corona-Quarantäne in der Heimat verlassen. Das berichtete die Zeitung "Público" am Dienstag unter Berufung auf den Präsidenten des Tourismusverbandes der Region Algarve im Süden des Landes. Viele hätten geklagt, dass sie ihre Ferien abkürzen und teure Ersatzflüge buchen mussten, berichtete die BBC.
  • Mehr als eine Million Bürger in der Europäischen Union verfügen bereits über ein digitales EU-Impfzertifikat. Dies sagte EU-Justizkommissar Didier Reynders während der Plenarsitzung des Europäischen Parlaments am Dienstag. Der Impfpass werde "es den EU-Bürgern leichter machen, ihr Grundrecht auf Freizügigkeit wahrzunehmen" und sei ein "praktisches Instrument", um sicheres Reisen im Sommer zu ermöglichen.
  • Die Eurozone ist im Herbst und Winter zwar in die Rezession gerutscht, doch fiel der Rückschlag nicht ganz so schlimm aus wie zunächst befürchtet. Im ersten Quartal des laufenden Jahres sei die Wirtschaftsleistung im Vergleich zum Vorquartal um 0,3 Prozent geschrumpft, teilte das Statistikamt Eurostat am Dienstag in Luxemburg mit.
  • In Deutschland sind inzwischen 46 Prozent der Menschen mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft worden. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) schrieb am Dienstag bei Twitter, bei den Über-60-Jährigen seien über 80 Prozent und bei den 18- bis 59-Jährigen 40 Prozent mindestens einmal geimpft.
  • Der gesundheitspolitische Sprecher der EVP-Fraktion im EU-Parlament Peter Liese (CDU) zeigt sich selbstkritisch hinsichtlich des Umgangs Deutschlands mit der Corona-Pandemie. Im phoenix-Interview sagt Liese: "Wir haben sicherlich viele Lehren aus der Krise zu ziehen. Eine Lehre ist auch, dass es mit der Digitalisierung im Gesundheitswesen und insgesamt schneller und besser werden muss."
  • Erstmals seit mehr als zwei Monaten (63 Tage) sind in Indien weniger als 100.000 Tagesneuinfektionen mit dem Coronavirus erfasst worden. Konkret wurden in den vergangenen 24 Stunden mehr als 86.000 Fälle registriert, wie Zahlen aus dem indischen Gesundheitsministerium am Dienstag zeigten.
  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat nach der Aufhebung der Impfpriorisierung um Geduld gebeten. Es sei unmöglich, "alle sofort zu impfen", sagte Spahn am Dienstag im ARD-"Morgenmagazin". "Wir können auch in dieser Phase nur um Geduld bitten." Noch im Laufe des Juli sollten nach Angaben des Gesundheitsministers jedoch alle Impfwilligen zumindest eine Erstimpfung erhalten haben. Dies gelte, "wenn die Impfungen kommen, wie sie sollen", sagte Spahn weiter.
  • Die deutsche Impfkampagne erhält prominente Unterstützung. Im Rahmen der Aktion #ÄrmelHoch haben schon einige bekannte Gesichter zum Impfen aufgerufen. Neuerdings spricht sich auch US-Megastar David Hasselhoff für die Corona-Schutzimpfungen aus. Der Schauspieler kooperiert mit dem Bundesgesundheitsministerium und legt Zuschauern in zwei Videos nahe, sich impfen zu lassen. Lesen Sie dazu: Corona: David Hasselhoff unterstützt deutsche Impfkampagne
  • Im Streit um die Verteilung von angeblich weniger geprüften Corona-Schutzmasken zwischen Union und SPD hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) den Koalitionspartner erneut kritisiert. "Das ist unter Partnern jedenfalls - und das sind ja Koalitionspartner - schon ein schwieriger Umgang", sagte Spahn am Dienstag im ARD-"Morgenmagazin".
  • Fast die gesamte EM-Delegation der Portugiesen um Superstar Cristiano Ronaldo ist gegen das Coronavirus geimpft. Dies teilte der nationale Fußball-Verband FPF mit. Die Aktion sei in enger Abstimmung mit der Task Force zur Impfung gegen Covid-19 durchgeführt worden. Wer genau geimpft wurde, wurde nicht mitgeteilt.
  • Japans Olympia-Ministerin Tamayo Marukawa hält eine nochmalige Verschiebung der Sommerspiele in Tokio für schwierig.
  • Führende Krankenhaushygieniker haben die sofortige Vernichtung der von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bestellten umstrittenen Import-Masken gefordert. "Die schnell geprüften FFP2-Masken sollten schnellstmöglich entsorgt werden. Sie gehören auch nicht in die Notfallreserve des Bundes", sagte Peter Walger, Vorstandssprecher der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH), der "Neuen Osnabrücker Zeitung".
  • Die deutschen Unternehmen erholen sich nach Angaben des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) nur langsam von den Folgen der Corona-Pandemie.
  • Vor dem G7-Gipfel in Großbritannien haben regierungsunabhängige Organisationen die reichen Industrieländer aufgefordert, im Kampf gegen die Pandemie die Patente für Impfstoffe freizugeben. Auch müsse Technologie in ärmere Länder transferiert werden, um dort eine Produktion aufzubauen.
  • Der US-Technologiekonzern Apple stößt mit seinen Plänen für eine schrittweise Rückkehr der Mitarbeiter in die Büros offenbar auf Widerstand innerhalb der Belegschaft. Mindestens 80 Angestellte verlangten in einem Brief an die Konzernführung mehr Flexibilität, wie das US-Technikportal "The Verge" berichtete.
  • In der Debatte um die Verteilung von angeblich minderwertigen Corona-Schutzmasken fordert die FDP den Einsatz eines Sonderermittlers. FDP-Bundestagsfraktionsvize Michael Theurer sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland: "Die Faktenlage deutet auf eine lange Fehlerkette von Minister Spahn hin. Wir haben den Eindruck, bei den jetzt bekanntgewordenen Vorgängen um die Bestellung der Masken handelt es sich nur um die Spitze des Eisbergs."

Montag, 7. Juni: New York plant Riesenkonzert zur "Feier der Wiedergeburt"

  • Die Stadt New York plant nach der Corona-Krise einen Großkonzert im Central Park. Das Event soll Teil einer einwöchigen "Feier zur Wiedergeburt New York Citys" sein, sagte Bürgermeister Bill De Blasio am Montag bei der Ankündigung des Projekts.
  • Ab dem 21. Juni können wieder Touristen aus allen EU-Staaten und Serbien die tschechischen Grenzen passieren. Das kündigte Gesundheitsminister Adam Vojtech am Montag an
  • Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat bei niedrigen Infektionszahlen eine Lockerung der Testpflicht in zahlreichen Bereichen in Aussicht gestellt. Bei einer Inzidenz unter 35 sei die Testpflicht zum Großteil nicht mehr notwendig.
  • Erneut hat die Weltgesundheitsorganisation WHO die reichen Länder aufgerufen, umgehend dringend benötigte Impfstoffdosen in ärmere Teile der Welt zu schicken. Die G7-Staaten hätten bei ihrem Treffen im englischen St. Ives die Macht, zusätzliche 100 Millionen Dosen allein im Juni und Juli zur Verfügung zu stellen, um die weltweiten Impfziele zu erreichen, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus wenige Tage vor dem Beginn des G7-Gipfels.
  • Nach mehr als einem Jahr Corona-Pause ist das Europaparlament zurück in Straßburg: Seit Montag findet das Juniplenum in der Elsassmetropole statt – und wird nicht wie zuletzt vom Sitz in Brüssel aus gehalten.
  • Als zweites EU-Land nach Ungarn verimpft die Slowakei seit Montag den russischen Corona-Impfstoff Sputnik V. Das Präparat wird zunächst nur in der Hauptstadt Bratislava und in der Stadt Zilina im Norden des Landes verabreicht. Bisher haben sich allerdings erst 5000 Impfwillige für eine Sputnik V-Spritze angemeldet. Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hat Sputnik V bisher noch nicht zugelassen.
  • Zum ersten Mal seit mehr als zehn Monaten hat Malta am Montag keinen einzigen neuen Corona-Fall registriert. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums gibt es in dem Inselstaat im Mittelmeer derzeit insgesamt auch nur 72 Infizierte.
  • Der Berlin-Marathon könnte am 26. September als Pilotprojekt mit bis zu 35.000 Läuferinnen und Läufern starten. Entsprechende Planungen in Abstimmung mit dem Berliner Senat stellte Veranstalter SCC-Events am Montag bei einer Pressekonferenz in Berlin vor.
  • Im Rahmen der Impfkampagne im vom Coronavirus gebeutelten Indien ist die vermutlich älteste Frau der Welt entdeckt worden. Rehtee Begum soll 124 Jahre alt und somit sogar die älteste Frau der gesamten Menschheitsgeschichte sein.
  • Angesichts des Streits in der Bundesregierung um den Umgang mit angeblich weniger geprüften Corona-Schutzmasken hat die Linke eine Aktuelle Stunde im Bundestag beantragt. "Statt in der Krise Sicherheit zu geben, veranstaltet die Koalition ein unwürdiges Theater und schiebt die Verantwortung hin und her", sagte Linke-Fraktionsgeschäftsführer Jan Korte am Montag der Deutschen Presse-Agentur.
  • Nach dem Tod eines an Covid-19 erkrankten jungen Indien-Rückkehrers sind noch 18 Bewohner eines Hochhauses in Dresden unter Quarantäne. Ob sich einige der Bewohner mit der sogenannten Delta-Variante angesteckt hätten, sei weiter unklar, sagte eine Stadtsprecherin am Montag auf Anfrage.
  • Der US-Pharmakonzern Moderna hat eine Zulassung seines Corona-Impfstoffs für Jugendliche in der EU beantragt. Das gab das Unternehmen am Montag bekannt. Bei einem positiven Votum der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) wäre der Moderna-Impfstoff das zweite für Jugendliche in der EU zugelassene Vakzin nach dem von Biontech/Pfizer.
  • Kanzlerin Angela Merkel und CDU-Chef Armin Laschet haben Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gegen Vorwürfe um die Verteilung von angeblich minderwertigen Corona-Masken an Menschen mit Behinderung und Obdachlose verteidigt.

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(fmg/dpa/afp)

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