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Corona: Jens Spahn sieht Ende der Pandemie im Frühjahr

Lesedauer: 64 Minuten
Raucher erkranken seltener an Corona: Das steckt dahinter

Raucher erkranken seltener an Corona: Das steckt dahinter

Raucher erkranken seltener am Coronavirus. Japanische Forscher fanden nun in einer Studie heraus, woran das liegt.

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Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rechnet im Frühjahr hierzulande mit einer Herdenimmunität und dem Ende der Pandemie. Mehr im Blog.

  • Das RKI meldet mehr als 10.400 Corona-Neuinfektionen
  • US-Präsident Joe Biden ruft für den heutigen Mittwoch einen Online-Gipfel zur Corona-Krise ein
  • Gesundheitsminister Jens Spahn rechnet mit einem Ende der Pandemie im Frühjahr
  • Bericht: Bund und Länder planen wohl eine Testpflicht für ungeimpfte Beschäftigte
  • Die Gründer und Mitarbeiter von Biontech erhalten einen Paul Ehrlich-Preis
  • In Rheinland-Pfalz ist ein Tankstellen-Kassierer im Streit über die Maskenpflicht erschossen worden

Berlin. Deutschland befindet sich mitten in der vierten Welle der Corona-Pandemie. Dem Land könnte ein weiterer Corona-Winter bevorstehen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rechnet erst im kommenden Frühjahr mit einer Herdenimmunität gegen das Coronavirus und damit mit einem Ende der Pandemie.

Vor allem die mangelnde Impfbereitschaft vieler Menschen bereitet ihm Sorge. Eine Aktionswoche sollte zuletzt das Impftempo beschleunigen. Gesundheitsminister Spahn zog eine positive Bilanz zu der Impfwoche und brachte Impfprämien ins Spiel, mit denen Unternehmen ihre Beschäftigten zur Impfung animieren sollen.

Gegen die hochansteckende Delta-Variante sind Impfungen weiterhin der beste Schutz vor Ansteckung, Erkrankung und der Entstehung neuer Corona-Varianten. Damit eine solche Mutation nicht entstehen kann, fordern Forschende und die Weltgesundheitsorganisation eine gerechtere weltweite Verteilung von Vakzinen wie Biontech, Moderna oder Astrazeneca. Aus Sicht vieler Expertinnen und Experten sollte daher aktuell auf Booster-Impfungen in der Masse der Bevölkerung verzichtet werden.

RKI meldet neue Infektionszahlen

Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Mittwochmorgen mit 65,0 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 68,5 gelegen, vor einer Woche bei 77,9. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 10.454 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 12.455 Ansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 71 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 83 Todesfälle gewesen. Lesen Sie dazu: Corona in Deutschland: Fallzahlen und Hospitalisierungsrate

Corona-News von Mittwoch, 22. September: Biden lädt zu Corona-Gipfel

7.49 Uhr: US-Präsident Joe Biden hat für den heutigen Mittwoch einen Online-Gipfel zur Corona-Krise einberufen und will den Kampf gegen die Pandemie mit weiteren Hilfszusagen vorantreiben. Zentrales Thema bei dem Treffen ist die Verbesserung des gerechten Zugangs zu Impfstoff auf der Welt. Ziel sei es, Staats- und Regierungschefs mit Vertretern internationaler Organisationen, Nichtregierungsorganisationen und der Privatwirtschaft zusammenzubringen, um sich auf eine „gemeinsame Vision zur Bekämpfung“ von Corona zu einigen, hieß es vorab aus dem Weißen Haus. Anlass sei die parallel laufende UN-Generaldebatte in New York.

Auch Covid-19-Tests, Behandlungsmöglichkeiten und die Verfügbarkeit von Schutzausrüstung stehen bei dem Gipfel auf der Agenda. „Er wird zu einer gemeinsamen Anstrengung aufrufen, die diese Pandemie viel schneller beenden kann, als wenn wir den Dingen ihren Lauf lassen“, sagte ein hoher Regierungsbeamter über Bidens Pläne. Es gehe darum, die Welt in die Pflicht zu nehmen, um die Pandemie so schnell wie möglich zu beenden.

Brasiliens Gesundheitsminister in New York positiv getestet

6.27 Uhr: Der brasilianische Gesundheitsminister Marcelo Queiroga ist in New York positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie die brasilianische Regierung mitteilt, begleitet Queiroga Präsident Jair Bolsonaro zur Generalversammlung der Vereinten Nationen und werde sich dort nun in Quarantäne begeben. "Dem Minister geht es gut", heißt es in einer Erklärung. Die übrigen Mitglieder der Delegation seien negativ auf das Virus getestet worden.

Wenige Tage zuvor sorgte ein Bild von Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro in New York für Aufsehen. Mutmaßlich wegen seiner fehlenden Corona-Impfung hatte er am Rande der UN-Generaldebatte eine Pizza auf dem Bürgersteig gegessen.

Spahn erwartet im Frühjahr Herdenimmunität und Ende der Pandemie

05.53 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rechnet im kommenden Frühjahr mit einer Herdenimmunität gegen das Coronavirus und damit mit einem Ende der Pandemie. „Wenn keine neue Virusvariante auftaucht, gegen die eine Impfung nicht schützt, was sehr unwahrscheinlich ist, dann haben wir die Pandemie im Frühjahr überwunden und können zur Normalität zurückkehren“, sagte der CDU-Politiker der "Augsburger Allgemeinen". „Herdenimmunität wird immer erreicht. Die Frage ist ja nur wie: ob durch Impfung oder Ansteckung. Die Impfung ist definitiv der sicherere Weg dorthin“, sagte Spahn.

„Wer sich nicht impfen lässt, der wird mit einer hohen Wahrscheinlichkeit erkranken“, sagte der Minister und warnte davor, die Ansteckungsgefahren angesichts der aktuell sinkenden Infektionszahlen zu unterschätzen. Es sei noch zu früh, die Corona-Maßnahmen aufzuheben, betonte der Gesundheitsminister. „Wenn wir gar keine Schutzmaßnahmen mehr hätten, würden unsere Intensivstationen durch die noch zu große Zahl Ungeimpfter überlastet“, sagte Spahn. Für einen „Freedom Day“ wie in anderen Ländern sei in Deutschland die Impfquote noch nicht hoch genug. Gut 67 Prozent aller Einwohner in Deutschland haben bisher mindestens eine Impfung erhalten, über 63 Prozent sind vollständig mit der meist notwendigen zweiten Spritze geimpft.

Polizei-Gewerkschaft warnt vor zunehmender "Radikalisierung von Corona-Gegnern"

1.00 Uhr: Nach der Bluttat von Idar-Oberstein hat die Polizeigewerkschaft GdP eindringlich vor einer Radikalisierung der Coronaleugner-Szene gewarnt. "Das ist der erste Fall einer Tötung in Verbindung mit Corona", sagte GdP-Vize Jörg Radek unserer Redaktion. "Wir nehmen seit letztem Jahr eine Radikalisierung von Corona-Gegnern wahr. Insbesondere im Zusammenhang von Demonstrationen im Querdenken-Milieu.” Diese schwere Straftat sei jedoch bislang ein Einzelfall.

Bei Demonstrationen gebe es immer mehr Angriffe auf Medienschaffende und Übergriffe gegen Polizistinnen und Polizisten - und jetzt diese Gewalttat. "Es ist wichtig, dass die Sicherheitsbehörden radikale Kräfte in den Blick nehmen. Sei es von links, rechts oder aus der Querdenker-Szene", sagte Radek.

Corona-News von Dienstag, 21. September: Studie: Einmal-Impfstoff von Johnson & Johnson wirksamer durch Zweitimpfung

22.50 Uhr: Der Einmal-Impfstoff von Johnson & Johnson ist neuen Untersuchungen zufolge wirksamer gegen eine Corona-Infektion, wenn er zweimal verabreicht wird. Eine zweite Impfung, die rund zwei Monate nach der ersten verabreicht wurde, bot in einer weltweiten klinischen Studie einen 75-prozentigen Schutz, wie das Unternehmen am Dienstag erklärte. Der Antikörperwert stieg demnach auf das Vier- bis Sechsfache der nach der Einzeldosis beobachteten Werte.

In den USA habe die Schutzwirkung nach der zweiten Dosis sogar bei 94 Prozent gelegen. Der Grund ging aus der Pressemitteilung des Unternehmens allerdings nicht hervor. Er könnte aber mit einer geringeren Anzahl von Varianten zum Zeitpunkt der Datenerhebung in den USA zusammenhängen.

Bericht: Bund und Länder planen Testpflicht für ungeimpfte Beschäftigte

20.51 Uhr: Bei dem Treffen der Gesundheitsminister von Bund und Ländern soll es am Mittwoch einem Bericht zufolge auch um eine Testpflicht für ungeimpfte Beschäftigte und Selbstständige in bestimmten Branchen gehen. Angesichts der Infektionslage und einer für Herbst und Winter prognostizierten vierten Welle solle die Testpflicht dort eingeführt werden, wo Beschäftigte mit "externen Personen in direkten Kontakt kommen", heißt es laut dem "Handelsblatt" in einem Beschlussentwurf für das Treffen.

Es werde "ein dringender Handlungsbedarf gesehen", da es eine Diskrepanz gebe zwischen einer rechtsverbindlichen 3G-Nachweispflicht im Publikumsverkehr einerseits und der bloßen Angebotspflicht auf Seiten der Arbeitgeber, schreibt das "Handelsblatt". "Daher sollte eine Pflicht der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, das Testangebot der Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber anzunehmen, bundeseinheitlich geregelt werden", zitiert die Zeitung aus dem Beschlussentwurf. Dies gelte vor allem wegen der Mobilität von Beschäftigten sowie ihren Kundinnen und Kunden. Auch eine Testpflicht für Selbstständige mit vergleichbaren Außenkontakten müsse geregelt werden.

Macrons Impfzertifikat zirkuliert online

18.56 Uhr: Das Corona-Impfzertifikat von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron ist in den sozialen Medien aufgetaucht. Der QR-Code mit Angabe von Namen und Geburtsdatum Macrons sowie seinen Impfinformationen sei aufgrund eines Fehlverhaltens im Netz gelandet, hieß es am Dienstag aus dem Élyséepalast in Paris. Ob der Code ausgetauscht werde, sei noch unklar. Dem Élysée zufolge haben Frankreichs Gesundheitskräfte Zugriff auf ein zentralisiertes System mit Corona-Impfzertifikaten. Aus dem Kreise dieses Personals sei Macrons QR-Code aus Versehen oder mit Absicht in Umlauf gebracht worden.

Macron hatte Frankreich im Juli strikte Regeln im Kampf gegen eine vierte Corona-Welle auferlegt. Impfungen wollte er vorantreiben. Der Besuch von Restaurants, Bars und Museen sowie Fahrten etwa mit dem Fernzug sind mittlerweile nur mit dem sogenannten Gesundheitspass erlaubt. Als Gesundheitspass zählt neben einer Corona-Impfung ein Genesungsnachweis oder ein negativer Corona-Test. Nach seiner Corona-Infektion im Dezember war Macron im Mai geimpft worden.

"Großstadtrevier": Bekannter Schauspieler stirbt an Corona - trotz Impfung

17.37 Uhr: Trauer um den bekannten Schauspieler Wilfried Dziallas: Der Darsteller aus dem "Großstadtrevier" starb an Covid-19 - trotz Impfung. Lesen Sie dazu: "Großstadtrevier": Wilfried Dziallas stirbt an Covid-19

Berichte: Ab 11. Oktober droht Aus für Lohn-Entschädigung bei Quarantäne

17.28 Uhr: Ungeimpften Beschäftigten, die wegen Corona in Quarantäne müssen, droht Berichten zufolge ab dem 11. Oktober der Verlust der staatlichen Entschädigung für entgangenen Lohn. Ein Beschlussentwurf für die Beratungen der Gesundheitsminister sieht dem "Handelsblatt" zufolge vor, dass Menschen dann keine Entschädigung mehr gewährt werden soll, die als Kontaktpersonen oder Reiserückkehrer aus einem Risikogebiet bei einer Quarantäne keinen vollständigen Impfschutz vorweisen können, obwohl für sie eine öffentliche Empfehlung vorliegt.

Ausnahmen solle es für jene geben, für die bis zu acht Wochen vor der Quarantäne-Anordnung keine Impfempfehlung vorlag. "Gleiches gilt, sofern eine medizinische Kontraindikation hinsichtlich der Covid-19-Schutzimpfung durch ärztliches Attest bestätigt wird", zitiert das "Handelsblatt" aus dem Vereinbarungsentwurf. Als solche stuft das Robert Koch-Institut (RKI) beispielsweise hohes Fieber oder bestimmte Vorerkrankungen ein. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern beraten am Mittwoch über die geplante Maßnahme.

Virologe Stöhr erwirkt Unterlassungsanspruch gegen "Spiegel"

17.20 Uhr: Wegen eines verkürzten Zitats in der Corona-Berichterstattung hat der Mediziner Klaus Stöhr einen Unterlassungsanspruch gegen das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" erwirkt. Wie die Anwälte des Epidemiologen, Virologen und Impfstoffexperten am Dienstag mitteilten, verbot das Landgericht Frankfurt dem Verlag, Stöhrs angebliches Zitat "Weil die Weltbevölkerung durchseucht werde, seien Impfstoffe nicht notwendig" zu verwenden. (Az. 2-03 O 220/21)

Das Magazin habe den Anwälten zufolge in einem Artikel unter dem Titel "Propheten auf dem Irrweg" im Februar 2021 den Eindruck erweckt, als habe Stöhr die Auffassung vertreten, dass Impfstoffe beim Umgang mit der Covid-19-Pandemie überhaupt nicht notwendig seien. Dabei habe der "Spiegel" Bezug auf eine Aussage im Magazin "Nature" vom Mai 2020 Bezug genommen. Darin habe sich Stöhr jedoch wesentlich differenzierter geäußert und darauf hingewiesen, dass das Virus in den nächsten ein, zwei Jahren einen Großteil der Bevölkerung infizieren werde. Danach werde es in der Welt ähnlich wie die bekannten relativ milden Coronaviren zirkulieren und relativ mild verlaufende Erkrankungen auslösen. Dann seien Impfstoffe nicht mehr erforderlich.

Das Landgericht habe die hohen Anforderungen betont, die an ein richtiges Zitat zu stellen seien: "Da die Verkürzung des Zitats zu einem absoluten Zeitpunkt (Impfungen sind nicht notwendig), ohne Bezugnahme eines Zeitpunkts, ab wann dies nach Ansicht des Klägers der Fall sein könnte, einen anderen, für ihn als Wissenschaftler durchaus abträglichen Aussagegehalt hat, kann er die Unterlassung verlangen", zitieren die Anwälte aus der Begründung. Das Urteil vom 26. August ist noch nicht rechtskräftig.

Berichte: Biontech-Gründer fühlen sich nach Auszeichnung glücklich und geehrt

17.06 Uhr: Die beiden Biontech-Gründer, das Ärzte-Ehepaar Özlem Türeci (54) und Uğur Şahin (56), fühlen sich nach eigenen Worten glücklich und geehrt über die Auszeichnung mit dem Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Preis. "Die Auszeichnung würdigt, dass Wissenschaft einen Unterschied für die Menschheit machen kann", teilte Sahin der Deutschen Presse-Agentur mit. "Wir sind glücklich, dass unsere Forschung, die wir vor über 20 Jahren mit einem kleinen Wissenschaftlerteam an der Universität begonnen haben, die Grundlage geschaffen hat, auf der wir mRNA für den medizinischen Einsatz weiter entwickeln konnten. Für personalisierte Krebsimmuntherapien wie auch für den Covid-19 Impfstoff."

Die gemeinsame Auszeichnung mit der Biochemikerin Katalin Karikó (66), die sich 2013 dem Unternehmen anschloss, unterstreiche, dass "unabhängige Beiträge verschiedener Forscher und Zusammenarbeit über Jahre notwendig sind, um medizinische Durchbrüche zu ermöglichen", sagte Sahin weiter. Türeci erklärte, es sei "ein besonderes Privileg, mit diesem international hochrenommierten Wissenschaftspreis ausgezeichnet zu werden".

Corona: Bald "Freedom Day"? Warum die Maßnahmen enden könnten

16.48 Uhr: In sechs Wochen soll es in Deutschland einen "Freedom Day" geben, fordern die Kassenärzte und stoßen auf heftige Kritik. Lesen Sie dazu: "Freedom Day": Ist bald Schluss mit den Corona-Maßnahmen?

Stadt Wien führt 2G-Regel für Veranstaltungen ein

16.24 Uhr: Österreichs Hauptstadt erhöht mit neuen Corona-Regeln den Druck auf Ungeimpfte. Zu Veranstaltungen mit mehr als 500 Menschen und in der Nachtgastronomie sind in Wien ab 1. Oktober nur mehr Geimpfte und von Covid-19 Genesene zugelassen, wie Bürgermeister Michael Ludwig am Dienstag bekanntgab. Laut dieser 2G-Regel reicht dann ein negatives Testergebnis nicht mehr für den Besuch aus. Die Regel diene dazu, Menschen zur Impfung zu bewegen und Engpässe in den Krankenhäusern zu verhindern, sagte Ludwig bei einer Pressekonferenz. "Wir sind jetzt schon in der Situation, dass wir Operationen verschieben müssen", sagte er.

Der Schritt hin zur 2G-Regel wäre laut dem Stufenplan der konservativ-grünen Regierung österreichweit erst dann vorgesehen, wenn mehr als 300 Betten in Intensivstationen mit Covid-Kranken belegt sind. Derzeit sind es 220. Der sozialdemokratische Bürgermeister Ludwig hatte schon in den vergangenen Monaten auf striktere Maßnahmen gesetzt als der Rest des Landes. So haben in Wien etwa Testergebnisse eine kürzere Gültigkeit.

UN-Chef mahnt zu stärkerem Kampf gegen Corona

15.40 Uhr: Mit drastischen Worten hat UN-Generalsekretär António Guterres zum Auftakt der UN-Vollversammlung die internationale Gemeinschaft zu mehr gemeinsamem Engagement beim Kampf gegen die Corona-Pandemie und den Klimawandel aufgefordert. "Ich bin hier, um Alarm zu schlagen: Die Welt muss aufwachen", sagte Guterres am Dienstag zum Beginn der 76. Generaldebatte der UN-Vollversammlung in New York. "Wir stehen am Rande des Abgrunds und bewegen uns in die falsche Richtung. Unsere Welt war noch nie in größerer Gefahr und noch nie gespaltener. Wir stehen vor der größten Kaskade von Krise unserer Lebenszeit."

Die ungleiche Verteilung von Impfstoff gegen das Coronavirus beispielsweise bezeichnete Guterres als "Obszönität". "Eine Mehrheit der reicheren Welt ist geimpft. Aber mehr als 90 Prozent der Afrikaner warten immer noch auf ihre erste Dosis. Das ist eine moralische Anklage des Zustands unserer Welt", sagte Guterres. "Wir haben den Wissenschaftstest bestanden. Aber in Ethik sind wir durchgefallen."

Politikwissenschaftler: Provokation ist Merkmal der Pandemie-Leugner

14.55 Uhr: Nach der tödlichen Attacke in Idar-Oberstein wegen eines Streits um die Maskenpflicht rücken Gegner der Corona-Regeln wieder in den Fokus. "Die Maßnahmen abzulehnen ist ein sehr starkes Identifikationsmerkmal unter Pandemie-Leugnern", sagte am Dienstag der Politikwissenschaftler Josef Holnburger vom Center für Monitoring, Analyse und Strategie (CeMAS), das unter anderem Radikalisierungstendenzen in sozialen Medien beobachtet.

Vor dem tödlichen Schuss auf den 20-jährigen Tankstellen-Kassierer am Samstag hatte der 49-jährige Verdächtige provokant die Maske abgesetzt und sich damit gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie gestellt. "Eine Maske zu tragen würde als Eingeständnis gelten, dass es die Corona-Pandemie überhaupt gibt", sagte Holnburger der Deutschen Presse-Agentur. Vermehrt sei zu beobachten, dass etwa Querdenker konkret provozieren wollen - etwa indem sie die Maske absichtlich falsch tragen. Damit werde eine Eskalation herbeigewünscht, so Holnburger. "Der Fall in der Tankstelle würde sehr gut in dieses Schema hineinpassen."

Bayerns Gesundheitsminister hält nichts von Debatte über "Freedom Day"

14.15 Uhr: Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hält nichts von Überlegungen zu einem sogenannten "Freedom Day" zur Beendigung der Corona-Beschränkungen auch in Deutschland. "Wer jetzt einen 'Freedom Day' fordert, der hat den Ernst der Lage nicht begriffen", sagte er am Dienstag. Ziel müsse es weiterhin sein, möglichst viele Menschen vor Infektionen und lebensbedrohlichen Krankheitsverläufen zu schützen. "So etwas wie einen "Tag der Freiheit" kann man für sich persönlich bereits jetzt erreichen: indem man sich impfen lässt", betonte der Minister. So würden auch Mitmenschen geschützt, die sich selbst nicht impfen lassen können.

Die Diskussion um ein Ende aller Corona-Beschränkungen hatte der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, ausgelöst. Er hatte dies zum 30. Oktober gefordert.

Kabinett in Dresden beschließt neue Corona-Regeln - 2G-System greift

13.35 Uhr: Sachsen setzt in der Corona-Pandemie künftig verstärkt auf das 2G-System. Die Möglichkeit, nur noch Geimpften und Genesenen Zutritt zu gewähren, soll für die Innengastronomie, Veranstaltungen in Innenräumen, Events von bis zu 5000 Personen, Hallenbäder und Saunen sowie Diskotheken und Clubs gelten. Die Regelung ist in der am Dienstag vom Kabinett beschlossenen neuen Corona-Schutzverordnung als Optionsmodell formuliert.

Niemand sei verpflichtet, jeder könne das für sich selbst abwägen, sagte Sozialministerin Petra Köpping (SPD). Wenn die Einrichtungen 2G nutzen, fallen Beschränkungen wie Maskenpflicht und das Abstandsgebot weg, allerdings muss eine Einlasskontrolle erfolgen. Für Kinder unter 16 Jahren gilt das 2G-Modell nicht.

Hamburg lockert 2G-Modell - Maskenpflicht entfällt

13.33 Uhr: In Hamburg können Fußballstadien ab dem kommenden Wochenende unter 2G-Bedingungen wieder bis zum letzten Platz besetzt werden. Auch in den Hamburger Clubs dürfen Geimpfte und Genesene ab Samstag wieder ohne Maske und abstandslos tanzen, wie die stellvertretende Senatssprecherin Julia Offen am Dienstag sagte. Eine entsprechende Anpassung der Corona-Eindämmungsverordnung, in der die Maskenpflicht und die Kapazitätsgrenzen unter 2G-Bedingungen wegfallen, sei derzeit in Arbeit und werde rechtzeitig zum Samstag, 0.00 Uhr, in Kraft treten. Ferner habe der Senat beschlossen, dass 12- bis 17-Jährige Ungeimpfte "bis auf weiteres" an 2G-Veranstaltungen teilnehmen dürfen. Bisher galt dafür eine Übergangsfrist von sechs Wochen.

Betreiber können selbst entscheiden, ob sie nur Geimpfte und Genesene reinlassen, die dann von vielen Corona-Beschränkungen befreit sind. Unter anderem Restaurants, Kneipen, Kinos, Theater, Museen und Zoos können ihre Einrichtungen damit wieder voll nutzen. Wenn sie nur Geimpfte und Getestete einlassen, gibt es keine Kapazitätseinschränkungen mehr. Auch das Abstandsgebot und die Testpflicht in geschlossenen Räumen sind dann aufgehoben. Die Maskenpflicht blieb jedoch zunächst bestehen..

In 15 der 16 Länder mindestens 60 Prozent der Einwohner geimpft

13.07 Uhr: Bei den Corona-Impfungen in Deutschland haben jetzt in 15 der 16 Bundesländer mindestens 60 Prozent der Einwohner zumindest eine erste Impfung erhalten. Unter dieser Schwelle liegt nach Daten des Bundesgesundheitsministeriums von Dienstag nur noch Sachsen mit 57,1 Prozent. Bundesweit haben inzwischen 55,9 Millionen Menschen oder 67,3 Prozent aller Einwohner mindestens eine Impfung bekommen. Vollständig mit der meist nötigen zweiten Spritze geimpft sind nun 52,6 Millionen Menschen oder 63,3 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Am Montag wurden laut Robert Koch-Institut (RKI) bundesweit 147.145 Impfdosen verabreicht, darunter waren rund 48 500 Erstimpfungen bei zuvor noch nicht geimpften Menschen.

Studie: Biontech/Pfizer-Impfstoff "sicher" für Fünf- bis Elfjährige
Studie: Biontech/Pfizer-Impfstoff "sicher" für Fünf- bis Elfjährige

Corona: "Schöne" Darstellung des Virus wirkt weniger gefährlich

12.48 Uhr: Ob Coronavirus oder Prospekt: Bilder haben Macht. Wie gefährlich der Erreger empfunden wird, hängt auch von der Darstellung ab. Lesen Sie dazu: Warum ein "schönes" Coronavirus weniger ansteckend wirkt

Studie: Corona hat Solo-Selbstständige hart getroffen

11.43 Uhr: Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie haben einer neuen Studie zufolge Selbstständige besonders hart getroffen. Mehr als ein Drittel von ihnen habe im Verlauf der Krise Einkommen eingebüßt, berichtete das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung am Dienstag. Insbesondere Solo-Selbstständige ohne Mitarbeiter, die ohnehin oft unter prekären Bedingungen arbeiteten, habe die Krise schwer belastet.

Während sich an der Einkommensverteilung bei den Arbeitnehmern wenig verändert habe, sei bei den Selbstständigen eine klare Verschiebung nach unten festzustellen, heißt es in der Studie. Der Anteil derjenigen mit weniger als 1500 Euro netto im Monat habe sich verdoppelt. Am stärksten betroffen seien solo-selbstständige Frauen, von denen aktuell 33 Prozent weniger als 1500 Euro verdienten. Von den solo-selbstständigen Männern fielen 18 Prozent in diese Kategorie. Lesen Sie dazu: Corona-Krise: Bürokratie kostet Wirtschaft Milliarden

Querdenker wähnen sich im Weltkrieg

11.20 Uhr: In Live-Sitzungen des "Corona-Ausschuss", einem selbst ernannten Gremium, verbreiten Querdenker skurrile Verschwörungstheorien. Zuletzt äußerte sich selbst ein ehemaliger Bundespolizist zur aktuellen Lage und sprach dabei von einem "Staatsstreich". Die Rede war von einem gewalttätigen Umsturz durch die Regierung vor, wobei die Polizei für diesen "Staatsstreich" missbraucht werde. Zuerst berichtete "Tagesschau".

In den Sitzungen, die im Anschluss als Videos im Netz verbreitet werden, wurde die Corona-Impfkampagne zuvor bereits als "organisierte Massentötung" bezeichnet. Publizistin Karolin Schwarz, die sich seit Jahren mit dem Radikalisierungsprozess in sozialen Medien beschäftigt, warnt auch in diesem Fall eindeutig vor einer Radikalisierung: "Viele 'Querdenken'-Influencer sprechen immer wieder von einem 'Dritten Weltkrieg'", so Schwarz.

Baerbock und Ziemiak beklagen Radikalisierung von Maskengegnern

11.17 Uhr: Die Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock hat erschüttert auf den tödlichen Angriff reagiert, der durch einen Streit um die Maskenpflicht ausgelöst wurde. "Die Radikalisierung des Querdenkermilieus bereitet mir große Sorgen", schrieb Baerbock am Dienstag im Kurznachrichtendienst Twitter. "Wir sind alle gefordert, uns gegen den zunehmenden Hass zu stellen."

Im rheinland-pfälzischen Idar-Oberstein war am Wochenende ein Tankstellen-Kassierer nach einem Streit mit einem Kunden um die Maskenpflicht erschossen worden. Ähnlich wie Baerbock reagierte CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak. "Ein junger Mensch wird nahezu hingerichtet, weil er auf die Maskenpflicht hinweist", schrieb Ziemiak auf Twitter und sprach von einem "unfassbaren Maß an Radikalisierung".

Risiko einer Ansteckung mit Coronavirus nicht nur in Gesundheitsberufen erhöht

11.08 Uhr: Das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus ist nicht nur in Gesundheitsberufen erhöht. Wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit hervorgeht, ist die Ansteckungsgefahr in den medizinischen und nichtmedizinischen Gesundheitsberufen um 35 Prozent höher. Aber auch in Reinigungsberufen besteht eine um 18 Prozent erhöhte Infektionsgefahr, in Sicherheitsberufen liegt das Risiko knapp acht Prozent höher.

Bei den Reinigungsberufen spielt der Studie zufolge vor allem der Kontakt mit infizierten Oberflächen und Gegenständen eine entscheidende Rolle und bei den Sicherheitsberufen der Umgang mit infizierten Menschen. Aber auch in den sozialen und kulturellen Dienstleistungsberufen, zu denen Lehrer und Erzieher gehören, sowie den Handelsberufen besteht durch den Umgang mit Menschen eine um rund fünf Prozent beziehungsweise knapp drei Prozent erhöhte Ansteckungsgefahr.

Unter den fünf Berufsgruppen mit dem insgesamt höchsten Ansteckungsrisiko liegt die Human- und Zahnmedizin mit 69 Prozent vorn, gefolgt von Arzt- und Praxishilfen mit 66 Prozent, Gesundheits- und Krankenpflege, Rettungsdienst und Geburtshilfe mit 63 Prozent sowie Berufen in medizinischen Laboren mit 57 Prozent. An fünfter Stelle der Berufsgruppen mit dem höchsten Risiko liegt das Bestattungswesen mit 45 Prozent.

Tödlicher Angriff wegen Maskenstreits: Täter zuvor unauffällig

10.26 Uhr: Die Ermittlungen nach dem tödlichen Angriff auf einen Tankstellen-Kassierer im Streit um die Maskenpflicht werden laut Staatsanwaltschaft noch einige Wochen dauern. "Wir müssen uns jetzt erstmal selbst ein klares Bild machen", sagte Oberstaatsanwalt Kai Fuhrmann am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. In dieser Zeit wolle die Behörde keine "Wasserstandsmeldungen" über den Ermittlungsstand abgeben. "Die Feinarbeit der Ermittlungen geht jetzt erst so richtig los."

Mehr Klarheit erhoffen sich die Ermittler vor allem von der Auswertung der sichergestellten elektronischen Geräte des 49 Jahre alten Mannes. Zu dessen Lebenssituation wollte Fuhrmann während der laufenden Ermittlungen noch keine Angaben machen. Der Mann sei noch nie irgendwo bei der Polizei aufgefallen, auch nicht als Teilnehmer einer Demonstration. "Die Waffen hat er nicht legal besessen." Woher sie stammten, sei noch völlig unklar. Der 49-Jährige sitzt wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft. Es gebe keine Hinweise darauf, dass sich Täter und Opfer gekannt hätten.

Paul Ehrlich-Preis für Gründer und Mitarbeiter von Biontech

10.22 Uhr: Die Menschen hinter dem Corona-Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech werden mit dem den Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Preis 2022 geehrt. Die drei Preisträger erhalten die Auszeichnung "für ihre Erforschung und Entwicklung von messenger-RNA zu präventiven und therapeutischen Zwecken", wie der Stiftungsrat am Dienstag in Frankfurt am Main bekanntgab. Das Preisgeld in Höhe von 120 000 Euro teilen sich die Biontech-Gründer, das Ärzte-Ehepaar Özlem Türeci (54) und Uğur Şahin (56), und die Biochemikerin Katalin Karikó (66), die sich 2013 dem Unternehmen anschloss. Die Auszeichnung gilt als eine der bedeutendsten Ehrungen in der medizinischen Grundlagenforschung.

Die Ehrung würdigt mehr als die Entwicklung des Corona-Impfstoffs. Die Preisträger hätten eine Technologie etabliert, "die in Teilbereichen der Medizin einen Paradigmenwechsel einleiten dürfte", begründete der Stiftungsrat seine Wahl. Die Möglichkeiten reichten von der Gabe von Impfantigenen oder therapeutisch wirksamen Proteinen hin zur internen Produktion in den Körperzellen der Patienten. Die "spektakulär schnelle" Entwicklung eines hochwirksamen Impfstoffes gegen Covid-19 würdigte die Jury als "herausragenden Erfolg".

Fast ein Fünftel weniger Fahrgäste in Bussen und Bahnen wegen Corona

10.21 Uhr: Die Corona-Pandemie sorgt weiter für ein Minus bei den Fahrgastzahlen von Bussen und Bahnen. Im ersten Halbjahr 2021 wurden fast 3,5 Milliarden Fahrten registriert und damit 18 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Im Eisenbahn-Fernverkehr lag das Minus bei 34 Prozent, im Fernbusverkehr sogar bei 92 Prozent. Der öffentliche Personennahverkehr mit Bussen und Straßenbahnen, der 99 Prozent des Linienverkehrs ausmacht, lag 17 Prozent unter dem Vorjahreswert, es handele sich hier aber um vorläufige Ergebnisse. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019, dem Jahr vor Ausbruch des Coronavirus, beträgt der Rückgang insgesamt 42 Prozent.

US-Hilfslehrerin protestiert mit verpöntem Blackfacing gegen Corona-Impfpflicht

10.16 Uhr: Um gegen die Corona-Impfpflicht zu protestieren, ist eine Hilfslehrerin in den USA mit schwarz angemaltem Gesicht zur Arbeit erschienen. Wie die Zeitung "Newberg Graphic" im US-Bundesstaat Oregon am Montag berichtete, sagte Lauren Pefferle, sie stelle damit die afroamerikanische Bürgerrechtlerin Rosa Parks dar, um ihrer Kritik an der Corona-Impfpflicht an Schulen Ausdruck zu verleihen. Für das Schwärzen ihres Gesichts habe sie Jod benutzt.

Die umstrittene Protestaktion an der Mabel-Rush-Schule nahe Portland blieb für Pefferle nicht folgenlos. Die betreffende Mitarbeiterin sei "von der Örtlichkeit entfernt"und suspendiert worden, teilte der Schulbezirk Newberg mit, ohne die Mitarbeiterin namentlich zu nennen. Die vielerorts geltende Corona-Impfpflicht an Schulen trifft bei der Mehrheit der US-Bürger auf Zustimmung. Eine kleine, aber laute Minderheit prangert die Impfpflicht wie auch andere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie jedoch als Einschränkung der persönlichen Freiheiten an.

Neuseeland kündigt höhere Corona-Strafen an

9.53 Uhr: Neuseeland will mit höheren Geld- und Haftstrafen gegen Personen vorgehen, die gegen Corona-Regeln verstoßen. "Unser Erfolg basiert auf der Tatsache, dass die Menschen im Großen und Ganzen konform waren", sagte Ministerpräsidentin Jacinda Ardern. "Es gab jedoch die eine oder andere Person, die die Regeln gebrochen und andere in Gefahr gebracht hat."

Jemand, der vorsätzlich eine Corona-Verordnung nicht befolgt, beispielsweise ohne Erlaubnis reist, begeht eine strafbare Handlung und muss im Falle einer Verurteilung nun mit einer Geldstrafe von bis zu 12.000 Neuseeland Dollar (gut 7200 Euro) oder sechs Monaten Haft rechnen. Die Geldstrafe ist das dreifache von dem, was bislang fällig war.

Corona führt zu mehr E-Bike-Käufen

9.13 Uhr: Der E-Bike-Boom in Deutschland hat in der Corona-Krise weiter Fahrt aufgenommen. Etwa 7,1 Millionen Elektrofahrräder standen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes zu Jahresbeginn 2021 in den privaten Haushalten. Das waren 1,2 Millionen oder 20 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie die Wiesbadener Behörde mitteilte.

Die E-Räder verteilen sich auf knapp 5,1 Millionen Haushalte, so dass rechnerisch rund jeder achte Privathaushalt (13 Prozent) in Deutschland mindestens ein Elektrofahrrad besitzt. Anfang 2020 war es noch jeder neunte Haushalt (11 Prozent).

Sozialverband gegen Streichung der Lohnfortzahlung für Ungeimpfte

8.37 Uhr: Der Sozialverband VdK hat die Pläne mehrerer Bundesländer, Ungeimpften in Corona-Quarantäne keinen Lohnersatz mehr zu zahlen, abgelehnt. "Der Verdienstausfall muss bei einer Quarantäne unabhängig vom Impfstatus gezahlt werden", sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele.

Sie appelliere an die Gesundheitsminister der Länder, bei ihren Beratungen am Mittwoch eine einheitliche Regelung zu finden. Es gebe zurecht keine allgemeine Impfpflicht. Dann dürfe es aber auch keine existenzgefährdenden Folgen haben, wenn sich ein Mensch mit angeschlagener Gesundheit aufgrund einer chronischen Erkrankung gegen eine Impfung entscheide. "Wenn wegen einer Quarantäne ein halber Monatsverdienst wegfällt, werden gerade ärmere Menschen unverhältnismäßig stark darunter leiden", sagte Bentele.

Gesundheitsausschuss rechnet mit Ende der Corona-Beschränkungen im März 2022

8.04 Uhr: Der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses des Bundestags, Erwin Rüddel (CDU), erwartet ein Ende der Corona-Beschränkungen ab dem kommenden Frühjahr. "Ich rechne mit vollständiger Normalität ab März 2022", sagte Rüddel den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND). "Bis dahin müssen die Ungeimpften abwägen, was ihnen wichtig ist", betonte er.

USA: Geimpfte Ausländer dürfen ab November wieder einreisen

6.40 Uhr: Ab November können Ausländer mit einer Corona-Impfung wieder in die USA einreisen. Das kündigte der Coronavirus-Koordinator des Weißen Hauses, Jeffrey Zients, an. Die Reisebranche und die Wirtschaft dürften damit aufatmen, aber auch viele Privatleute, die über Monate von Familienmitgliedern und Freunden getrennt waren. Der Ankündigung zufolge müssen Erwachsene nachweisen, dass sie vollständig geimpft sind, bevor sie ins Flugzeug nach Amerika einsteigen können.

Studien: Mehr US-Bürger an Corona gestorben als durch die Spanische Grippe

2.45 Uhr: Infolge der Corona-Pandemie sind mittlerweile mehr US-Bürger gestorben als durch die Spanische Grippe. Laut einer am Montag veröffentlichten Zählung der Johns-Hopkins-Universität starben in den USA mehr als 675.700 in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Die Spanische Grippe, die zwischen 1918 und 1919 wütete, kostete laut US-Gesundheitsbehörde CDC 675.000 Menschen in den USA das Leben.

Damit hat die Spanische Grippe, zumindest in absoluten Zahlen, am Montag ihren Titel als schwerste Pandemie der jüngeren US-Geschichte verloren. Weltweit starben durch die Spanische Grippe laut Historikern mindestens 50 Millionen Menschen.

Anders als das Coronavirus endete die Spanische Grippe besonders für junge Leute häufig tödlich - insbesondere Menschen unter fünf Jahren oder zwischen 20 und 40 Jahren waren häufig betroffen.

Kritik an "Freedom Day" reißt nicht ab

1.16 Uhr: Der Vorschlag eines "Freedom Days" am 30. Oktober, bei dem alle Corona-Beschränkungen fallen sollen, stößt weiter auf Kritik. "Ich finde es nicht kollegial, solche zusätzlichen Belastungen einfach zu ignorieren, weil man das Maskentragen leid ist", sagte die Vorsitzende des Marburger Bunds, Susanne Johna, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Die Impfquote ist viel zu niedrig, um beispielsweise Maßnahmen wie die Maskenpflicht in Innenräumen aufzuheben."

Der CDU-Gesundheitspolitiker Erwin Rüddel ergänzte gegenüber dem RND: "Ich halte den Vorschlag für nicht hilfreich in der aktuellen Situation, kurz vor einer möglichen vierten Welle." Er rechne allerdings mit vollständiger Normalität ab März 2022.Kassenärztechef Andreas Gassen hatte den Vorschlag kürzlich gemacht - und war dafür bereits deutlich kritisiert worden.

Beauftragter Westerfellhaus gegen Impfpflicht für Pflegekräfte

0.02 Uhr: Der Pflegebeauftragte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, hat sich gegen eine Corona-Impfpflicht für Pflegekräfte ausgesprochen. Die Diskussion darüber halte er zum jetzigen Zeitpunkt "weder für sinnvoll noch für nötig“", sagte er dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland". Es solle weiter auf Information und einen leichten Zugang zu den Impfungen gesetzt werden. Es wäre allerdings richtig, dass Arbeitgeber fragen dürften, ob jemand geimpft sei, damit ungeimpftes Personal keinen direkten Kontakt mehr zu Pflegebedürftigen hätte, betonte Westerfellhaus.

Derzeit sei die Corona-Situation auf den Pflegestationen beherrschbar, sagte der Beauftragte. Dennoch blickten Pflegekräfte mit Sorge auf den Herbst: "Die meisten Pflegenden haben wenig Verständnis dafür, dass Deutschland keine ausreichende Durchimpfung in der Bevölkerung hat." Er appelliere daher an alle, sich zeitnah impfen zu lassen, sagte Westerfellhaus.

Montag, 20. September: Nach Wirbel um #Nichtselbstverständlich: Pflegerin trifft Minister

22 Uhr: Die durch die Aktion #Nichtselbstverständlich bekanntgewordene Krankenpflegerin Meike Ista spürt bisher wenig von den Anstrengungen der Bundesregierung in der Pflege. In einer TV-Runde mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ging Ista unter anderem auf dessen Argument ein, er habe als erster Minister Personal-Untergrenzen eingeführt. Spahn: "Auf eine bestimmte Zahl von Patienten muss mindestens eine bestimmte Zahl von Pflegekräften kommen." Ista erwiderte darauf am Montagabend in der ProSieben-Sendung "Zervakis & Opdenhövel. Live": "Das ist definitiv nicht die Realität. Die Personal-Untergrenzen werden nicht eingehalten, werden unterschritten. Woran auch immer das liegen mag - ich weiß nicht, ob das genauer kontrolliert werden muss. Das ist nicht die Realität. Wir haben nicht genug Personal. Es fehlen trotz dieser Personal-Untergrenze Leute."

Auf die Frage von Moderatorin Linda Zervakis, ob manche Kliniken mauschelten und Stellen aufspalteten, sagte Ista: "Ich bin sicher, dass es diese Grauzonen irgendwo gibt und irgendwo dafür gesorgt wird, dass es so ein bisschen umgangen werden kann." Der CDU-Politiker Spahn sprach bei der Begegnung immer wieder von einem "Henne-Ei-Problem".

Die positiven Errungenschaften müssten stärker kommuniziert werden, um den nötigen Nachwuchs zu gewinnen. "Der Weg ist noch nicht zu Ende gegangen, aber ist schon begonnen." Es brauche Vertrauen, so Spahn. "Dieses Vertrauen kann ich nicht allein aufbauen. Dies geht nur gemeinsam mit den Pflegekräften." Bisher könnten die Stellen nicht so schnell besetzt wie geschaffen werden.

"Luxusdinner in New York": Ungeimpfter Bolsonaro isst Pizza auf dem Bürgersteig

21.03 Uhr: Mutmaßlich wegen seiner fehlenden Corona-Impfung hat Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro am Rande der UN-Generaldebatte in New York eine Pizza auf dem Bürgersteig gegessen. "Luxusdinner in New York" schrieb ein Mitglied der brasilianischen Delegation am Montag im Onlinedienst Twitter unter einem Foto, das Bolsonaro mit einem Stück Pizza im Freien zeigte. Die Restaurants in der US-Metropole dürfen in den Innenräumen nur Gäste bedienen, die mindestens eine Corona-Impfdosis erhalten haben.

Bolsonaro, der wegen seines Umgangs mit der Corona-Pandemie in Brasilien stark kritisiert wird, gibt selbst an, bisher keine Corona-Impfung erhalten zu haben. Er wolle als "letzter Brasilianer^ geimpft werden. Sein Hotel in New York musste er nach brasilianischen Medienberichten am Sonntag durch die Hintertür betreten, um Demonstranten auszuweichen, die vor dem Gebäude "Bolsonaro raus" riefen.

Corona-Spürhunde im Einsatz: Hochschule zieht positives Zwischenfazit

19.20 Uhr: Nach dem ersten Praxiseinsatz von Corona-Spürhunden bei einem Konzert hat die Tierärztliche Hochschule Hannover ein positives Zwischenfazit gezogen. Die Hunde hätten alle eingebauten Schweißproben erkannt, teilte die Hochschule am Montag mit. Um wie viele Proben es sich dabei handelte, war zunächst nicht bekannt. Bei dem Konzert wurden demnach inaktivierte positive Proben platziert. Damit sollte kontrolliert werden, ob die Tiere in der Lage sind, mit dem Coronavirus infizierte Menschen zu erkennen.

Die Spürhunde waren am Sonntag beim Konzert der Band Fury in the Slaughterhouse in Hannover im Einsatz. Zugelassen waren 500 Besucher, alle mussten vorher einen Antigen-Schnelltest und einen PCR-Test machen und eine Schweißprobe für die Hunde abgeben. Fünf bis sechs Hunde sollten im Einsatz sein, dabei sollten die Tiere nicht durch die Menschenmenge laufen, sondern davon abgesondert die Proben beschnüffeln.

Tankstellen-Kassierer wegen Corona-Maske erschossen

18.10 Uhr: Im Streit um das Tragen einer Corona-Maske soll ein 49-Jähriger einen Tankstellen-Kassierer in Idar-Oberstein (Rheinland-Pfalz) erschossen haben. Der Mann habe sich geärgert, weil der Mitarbeiter ihm kein Bier verkaufen wollte, da er keinen Mund-Nasen-Schutz getragen habe, sagte Oberstaatsanwalt Kai Fuhrmann am Montag in Idar-Oberstein.

Gegen den deutschen Tatverdächtigen aus dem Kreis Birkenfeld erging Haftbefehl wegen Mordes vor dem Amtsgericht Bad Kreuznach. Der mutmaßliche Täter habe gestanden, den 20 Jahre alten Studenten mit einem gezielten Schuss in den Kopf getötet zu haben, sagte Fuhrmann.

Zum Motiv habe er angegeben, dass ihn die Situation der Corona-Pandemie stark belaste. Er habe sich in die Ecke gedrängt gefühlt und "keinen anderen Ausweg gesehen", als ein Zeichen zu setzen. Das Opfer schien ihm dabei "verantwortlich für die Gesamtsituation, da es die Regeln durchgesetzt habe", sagte Fuhrmann.

Lesen Sie die ganze Geschichte hier: Tankstellen-Kassierer (20) weist auf Maske hin - Kopfschuss

Teilnehmer an Impfstofftests in Großbritannien ohne Reisefreiheit

17.22 Uhr: In Großbritannien können Tausende freiwillige Teilnehmer an Corona-Impfstofftests des Herstellers Novavax ihren Impfstatus nicht nachweisen. Sie genießen daher keine Freiheiten etwa bei Reisen. Aktivisten forderten in einer Petition nun Gesundheitsminister Sajid Javid zur Unterstützung auf.

Die etwa 15.000 britischen Freiwilligen an Versuchen mit dem Wirkstoff seien erheblich benachteiligt, schreibt die Novavax UK Concerned Participants Group dort, wie die Nachrichtenagentur PA am Montag meldete. Das Vakzin des US-Konzerns ist bisher noch nicht zugelassen. Vor einem halben Jahr hatte das Unternehmen von positiven Studienergebnissen berichtet.

Die Freiwillige Gill Ince sagte: "Ich wollte meinen Beitrag zum Kampf gegen Corona leisten, aber ich fühle mich vom System völlig betrogen und hocke nun ohne Impfstatus in der Falle." Ihr sei versichert worden, dass ihr wegen ihrer Teilnahme keine Nachteile entstünden. "Es ist unglaublich stressig, und ich fühle mich wie eine Gefangene", so Ince.

USA wollen Grenzen für geimpfte EU-Bürger und Briten öffnen

16.13 Uhr: Die USA wollen das wegen der Corona-Pandemie verhängte Einreiseverbot für Europäer lockern. Geimpfte EU-Bürger und Briten sollen ab November wieder in die USA einreisen dürfen. Das gab die US-Regierung am Montag bekannt. Zuvor hatten der US-Nachrichtensender CNN und die "Financial Times" berichtet. Das Einreiseverbot war im März 2020 verhängt worden und auch in den USA zuletzt zunehmend umstritten.

Zutritt zum Vatikan nur noch mit Corona-Pass

16.09 Uhr: Der Vatikan ist vom 1. Oktober an nur noch für Menschen offen, die einen gültigen Corona-Pass haben. Wie der Heilige Stuhl mitteilte, müssen alle Bewohnerinnen und Bewohner, Beschäftigte sowie Besucherinnen und Besucher des Kirchenstaats damit eine Impfung gegen Covid-19, eine Genesung oder einen negativen Test nachweisen. Der Vatikan kündigte Einlasskontrollen durch das eigene Gendarmeriekorps an.

Eine Ausnahme von den neuen Regeln gilt nur für jene Zeiten, in denen Gläubige im Vatikan Messen und liturgische Feiern besuchen. Die Päpstliche Kommission für den Staat der Vatikanstadt folgte mit ihrer Verordnung einer Anweisung von Papst Franziskus, für die Sicherheit und Gesundheit der Menschen im Kirchenstaat zu sorgen.

Regierung vorerst gegen festes Datum für Ende von Corona-Auflagen

14.07 Uhr: Die Bundesregierung hat Forderungen nach einem festen Datum für ein Ende aller Corona-Auflagen vorerst eine Absage erteilt. Über die Entwicklung des Infektionsgeschehens in den vergangenen Tagen könne man durchaus froh sein, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. "Aber es gibt aus heutiger Sicht nicht die Grundlage, um zu sagen, der Tag X ist der Tag, an dem alle Beschränkungen fallen." Vielmehr gebe es guten Grund, grundsätzliche Maßnahmen wie Abstand und Maskenpflicht weiter gelten zu lassen.

Seibert sprach etwa mit Blick auf die Corona-Infektionszahlen und die Belegung der Krankenhäuser von einer "ganz guten Entwicklung", die zeige, dass ergriffene Maßnahmen wirkten. Die 3G-Regel - also Zugang zu bestimmten Innenräumen nur für Geimpfte, Genesene und negativ Getestete - habe zu diesem Erfolg beigetragen. Dies sei aber keine Entwicklung, von der aus man sagen könne, jetzt sei es sicher, dass Herbst und Winter gut würden. Der Regierungssprecher verwies unter anderem auf noch "deutlich zu viele" Ungeimpfte und große regionale Unterschiede bei der Impfquote in den Bundesländern. Zudem hätten Genesene, Geimpfte und Getestete schon jetzt vielfältige Möglichkeiten, wieder am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

Impfung für Kinder ab 5 Jahren – Biontech legt positive Studienergebnisse vor

12.58 Uhr: Der Impfstoffhersteller Biontech/Pfizer hat die Daten seiner klinischen Studie für einen Covid-19-Impfstoff für Kinder unter 12 Jahren herausgegeben. Die Impfung sei bei den Probanden zwischen fünf und elf Jahren sicher und gut verträglich gewesen, hieß es in einer Mitteilung, die dem "Spiegel" vorliegt. Sie habe außerdem zu einer robusten Immunantwort geführt.

Der Impfstoff von Biontech/Pfizer ist bisher erst ab 12 Jahren zugelassen. Man werde in den kommenden Wochen den Behörden weltweit die Studienergebnisse zu dieser Altersgruppe vorlegen und die Zulassung beantragen, sagte die Biontech-Chefmedizinerin Özlem Türeci laut der Bericht. Biontech ist weltweit der erste Hersteller, der eine Zulassung für unter 12-Jährige offiziell beantragt.

Über 100 Millionen Impfdosen nicht mehr lange haltbar

12.56 Uhr: Ende des Jahres läuft die Haltbarkeit von mehr als 100 Millionen Corona-Impfdosen weltweit ab. Wenn sie nicht dringend umverteilt würden, werde der Impfstoff vergeudet, warnte das Datenanalyse-Unternehmen Airfinity. Mehr als 40 Prozent dieser Impfdosen seien in der EU, wie Airfinity berichtete. Bedenke man, dass die meisten Empfängerländer mindestens zwei Monate Haltbarkeit ab Einfuhr brauchen, um die Impfkampagnen durchzuführen, drohten 241 Millionen Impfdosen ungenutzt abzulaufen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf dringt seit Monaten auf eine fairere Verteilung der Impfstoffe. Je länger das Virus in Ländern mit niedriger Impfquote zirkuliere, desto größer sei die Gefahr neuer Varianten, gegen die die Impfstoffe weniger oder nicht wirkten.

Österreich plant 3G in Seilbahnen

11.52 Uhr: Österreich wird in der kommenden Wintersaison für die Benutzung von Seilbahnen die 3G-Regel gelten. Kontrolliert werden soll das bereits am Ticketschalter, sagte Tourismusministerin Elisabeth Köstinger. Zudem müsse man in Gondeln eine FFP2-Maske tragen. Kapazitätsbeschränkungen wie im vergangenen Winter soll es nicht geben und auch auf die Abstandsregelung wird verzichtet. Après-Ski wird ebenfalls unter strengen Bedingungen, ähnlich wie für die Nachtgastronomie, möglich sein. "Wer einen sicheren, unbeschwerten Winterurlaub in Österreich genießen will, soll sich auf jeden Fall impfen lassen", sagte Köstinger.

63,1 Prozent aller Menschen in Deutschland vollständig geimpft

11.14 Uhr: Bei den Corona-Impfungen in Deutschland sind nun 63,1 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft. Die dafür meist nötige zweite Spritze erhielten 52,5 Millionen Menschen, wie aus Daten des Bundesgesundheitsministeriums von Montag hervorgeht. Mindestens eine erste Impfung bekommen haben fast 55,9 Millionen Menschen oder 67,2 Prozent aller Einwohner.

Minister Jens Spahn (CDU) hob hervor, dass damit nun 78 Prozent der Erwachsenen in Deutschland mindestens einmal geimpft sind - voll geimpft sind laut Robert Koch-Institut (RKI) 73,8 Prozent der über 18-Jährigen. Unter den Kindern zwischen 12 und 17 Jahren sind demnach mittlerweile 39 Prozent mindestens einmal geimpft und 29,1 Prozent vollständig geimpft. "Jede einzelne Impfung hilft allen für einen sicheren Winter", schrieb Spahn auf Twitter.

"Die Ärzte" sagen Tour für 2021 ab

10.38 Uhr: Die Berliner Punkrock-Band "Die Ärzte" hat die noch in diesem Jahr geplanten Konzerte der "In The Ä Tonight Tour" komplett abgesagt. "Heute ist ein schwarzer Tag", hieß es dazu auf der Homepage der Band von Bela B (58), Farin Urlaub (57) und Rodrigo Gonzalez (53). Die Tour war bereits coronabedingt verschoben worden. Der Auftakt für die ausverkauften Konzerte war zuletzt für den 30. Oktober in Berlin vorgesehen. Bei der Konzertreise durch 15 Städte waren 26 Auftritte in Deutschland, der Schweiz und Österreich geplant.

"Seit Monaten haben unser Tourveranstalter KKT und unser Management gemeinsam mit anderen Mitgliedern der Veranstalterbranche hinter den Kulissen versucht, eine bundesweit einheitliche Regelung für Konzerte zu verhandeln", schrieb die Band zur Absage. "Das hat (so kurz vor den Wahlen) nicht funktioniert." Je nach Bundesland seien Konzerte ohne Abstand unterschiedlich geregelt. Eine "so große Tour wie die von uns geplante mit derart viel Unsicherheit der Genehmigungslage" sei so nicht möglich.

Corona: Kritik an "Freedom Day"-Idee

10.29 Uhr: Der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen hat dem Vorschlag von Kassenärzteschef Andreas Gassen, alle Corona-Beschränkungen in Deutschland zeitnah aufzuheben, widersprochen: "Jetzt so zu tun, als sei die Pandemie ein Privatvergnügen und Ungeimpfte letztlich selbst dran Schuld und wir könnten uns jetzt von allen Schutzmaßnahmen verabschieden, das halte ich für zynisch", sagte Dahmen dem Sender NDR Info.

Gastgewerbe mit Umsatzsprung im Juli

10.19 Uhr: Der Umsatz im Gastgewerbe ist angesichts der zunehmenden Lockerung der Corona-Beschränkungen im Juli weiter gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, legte der Umsatz gegenüber dem Vormonat Juni kalender- und saisonbereinigt um 20,8 Prozent zu. Damit lag der Umsatz in der Gastronomie- und Beherbergungsbranche aber noch 23,5 Prozent unter dem Niveau des Februars 2020, dem Monat vor Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland.

Corona: Mehr Buchungen bei Lufthansa

9.40 Uhr: Die Lufthansa spürt auch dank der Impffortschritte mehr Nachfrage und setzt operativ auf Gewinn im Sommer. Im Ende September zu Ende gehenden Quartal dürfte das bereinigte Betriebsergebnis (Ebit) ohne Restrukturierungsaufwendungen positiv ausfallen, sagte Finanzchef Remco Steenbergen in einer Telefonkonferenz mit Investoren. Im Gesamtjahr 2021 werde der operative Verlust geringer ausfallen als das Minus von 5,5 Milliarden Euro im Corona-Krisenjahr 2020.

Konzernchef Carsten Spohr bekräftigte die Prognose, dass man dieses Jahr im Schnitt 40 Prozent der Vorkrisenkapazität erreiche, allein im Schlussquartal sollen es dank anziehender Nachfrage bereits 60 Prozent sein. Die Lufthansa hatte am Sonntagabend den Start einer 2,14 Milliarden Euro schweren Kapitalerhöhung noch vor der Bundestagswahl angekündigt. Mit dem Geld will sie den Staat als Miteigentümer bis Ende des Jahres weitgehend loswerden.

Corona-Folge - Deutlich weniger Verkehrsunfälle mit Kindern

8.44 Uhr: Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Verkehrsunfälle mit Kindern stark gesunken. Auf den Straßen seien so wenige Mädchen und Jungen verunglückt wie noch nie seit der deutschen Vereinigung im Jahr 1990, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit.

Rund 22.500 Kinder seien bei Unfällen im Straßenverkehr zu Schaden gekommen, fast 20 Prozent weniger als 2019. Auch die Zahl der getöteten Kinder sank: von 55 im Jahr 2019 auf 48 im vergangenen Jahr. Ein Grund für den Tiefstand dürfte laut Bundesamt die zeitweilige Schließung der Schulen sowie vieler Freizeiteinrichtungen sein.

Britischer Ex-Premier Brown wird WHO-Botschafter

7.33 Uhr: Der frühere britische Premierminister Gordon Brown (70) wird Botschafter der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für die weltweite Gesundheitsfinanzierung. "Als langjähriger Freund von Gordon weiß ich, dass er einen scharfen Intellekt, entschlossenes Engagement und einen tiefen Gerechtigkeitssinn für seinen Botschafterposten mitbringt", erklärte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Brown freue sich laut einer Medienmitteilung auf seine Aufgabe und wolle dabei helfen, dass alle Menschen Zugang zu einem Gesundheitssystem hätten.

Die dringendste Aufgabe sei es, die Finanzierung für die Durchimpfung der ganzen Welt gegen das Corona-Virus zu ermöglichen. Die ärmsten Länder müssten vor den "furchtbaren Auswirkungen von Covid-19 und anderen Krankheiten" beschützt werden, erklärte Brown.

Spahn fordert bundesweit einheitliche Regeln für Veranstalter

3.11 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn fordert bundesweit einheitliche Regeln für Veranstalter: Er fände es richtig, dass einige Bundesländer bereits eine 2G-Regel als Option und Ergänzung zum 3G-Modell eingeführt hätten. "Aber es ist für die Bürger mal wieder sehr verwirrend, dass jedes Bundesland seinen eigenen Weg geht", sagte Spahn dieser Redaktion.

Es gebe für Konzerte oder Veranstaltungen aktuell 16 unterschiedliche Regeln. "Wir sollten hier zu einer gemeinsamen Linie kommen", forderte der CDU-Politiker. "Ideal wäre, wenn sich alle Länder auf das 2G-Modell als Option einigen." Die Veranstalter könnten dann bundesweit selbst entscheiden, ob sie nur Geimpfte und Genesene einlassen, um im Gegenzug von anderen Schutzauflagen befreit zu werden, so Spahn.

Corona-Impfungen für Kinder: Spahn dämpft Erwartungen an schnelle Zulassung

2.33 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat Erwartungen an eine schnelle Zulassung eines Corona-Impfstoffs für Kinder unter 12 Jahren gedämpft: "Ich gehe davon aus, dass die Zulassung für einen Impfstoff für Kinder unter 12 Jahren im ersten Quartal 2022 kommt", sagte der CDU-Politiker dieser Redaktion. "Dann könnten wir auch die Jüngeren noch besser schützen". Zwischen der formalen Zulassung und einer konkreten Impf-Empfehlung durch die Stiko könne nach Spahns Worten noch einmal Zeit vergehen: "Eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission wird auch in diesem Fall zeitlich etwas später kommen", so Spahn.

Der Impfstoffhersteller Biontech hatte vor einigen Tagen angekündigt, bereits in den kommenden Wochen die Zulassung seines Corona-Impfstoffs für Kinder im Alter zwischen fünf und elf Jahren beantragen zu wollen.

Sonntag, 19. September: Tourismus-Beauftragter für Skurlaub trotz Corona

  • Der Tourismus-Beauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, hat sich offen für den Vorstoß des österreichischen Bundeskanzlers Sebastian Kurz gezeigt, Skiurlaub mit Einschränkungen zu ermöglichen und Après-Ski-Lokale nur für Geimpfte zu öffnen. Bei einem Anstieg des Infektionsgeschehens dürfe es keine Schließungen mehr geben, gleichzeitig müssten Gäste und Gastgeber geschützt werden. "In dem Fall bleibt zu prüfen, ob ein Antigen-Schnelltest noch ausreichend ist", so Bareiß. "Die Impfung bleibt das A und O."
  • Forschende aus Hiroshima haben ein Corona-Rätsel gelöst. Bislang war aus verschiedenen Studien bekannt, dass Raucherinnen und Raucher ein geringeres Risiko für eine Covid-19-Erkrankung haben. Die Wissenschaftler aus Japan fanden nun heraus, dass offenbar die Inhaltstoffe im Zigarettenrauch verantwortlich sind. Bevor Sie jetzt aber zum Glimmstengel greifen – die Stoffe sind hochgiftig.
  • Der US-amerikanische Immunologe Anthony Fauci sieht in der Experten-Entscheidung gegen allgemeine Corona-Auffrischungsimpfungen in den USA keinen Rückschlag für US-Präsident Joe Biden.
  • Komiker Chris Rock hat sich eigenen Worten zufolge mit dem Coronavirus angesteckt. "Hey Leute, ich habe gerade rausgefunden, dass ich Covid habe, vertraut mir, das wollt Ihr nicht. Lasst Euch impfen", schrieb der 56-Jährige am Sonntag auf Twitter. Im vergangenen Jahr hatte er noch zusammen mit dem New Yorker Gouverneur Andrew Cuomo für das Tragen von Masken geworben.
  • SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat mit Befremden auf Äußerungen des österreichischen Bundeskanzlers Sebastian Kurz reagiert, der eine sichere Wintersaison versprochen und Après-Ski nur für Geimpfte in Aussicht gestellt hatte.
  • Die Corona-Pandemie hat weiter einen hohen Einfluss auf das Reiseverhalten der Deutschen. Lesen Sie auch: Umfrage: Jeder Dritte plant nächsten Urlaub in Deutschland

Corona-News von Samstag, 18. September: Spahn zieht positive Bilanz der Impfwoche

  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat eine positive Bilanz der bundesweiten Impfwoche gezogen. Besorgt zeigte sich Spahn über die nach wie vor große Gruppe Ungeimpfter in der älteren Bevölkerung: "Von den 24 Millionen Menschen im Alter über 60 Jahren sind knapp vier Millionen noch ungeimpft, das ist fast jeder sechste in dieser Risikogruppe", warnte der Minister. "Würde sich mit der sehr ansteckenden Delta-Variante ein Großteil dieser Gruppe innerhalb weniger Wochen infizieren, dann würden unsere Intensivstationen sehr unter Stress kommen."
  • Anstelle der Wiesnwirte sind am Samstag bei strahlendem Sonnenschein Klimaschützer in Tracht auf der Theresienwiese eingezogen.
  • SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat die Forderung von Kassenärztechef Andreas Gassen nach einem "Freedom Day" zurückgewiesen. In der "Neuen Osnabrücker Zeitung" führte Lauterbach aus: "Bei einer Quote von 85 Prozent würde die Gefahr des exponentiellen Wachstums gebannt." Alles unterhalb der 85 Prozent wäre wegen der hoch ansteckenden Delta-Variante im Winter "riskant und nicht durchhaltbar".
  • Kassenärztechef Andreas Gassen hat die Aufhebung aller Corona-Beschränkungen zum 30. Oktober gefordert.

Corona-News von Freitag, 17. September: US-Präsident Biden veranstaltet virtuellen Corona-Gipfel

Corona-News von Donnerstag, 16. September: Salzburg wird in Österreich zum Höchstrisikogebiet

Corona-News von Mittwoch, 15. September: Papst kritisiert Impfverweigerer unter Kardinälen

  • Papst Franziskus hat sich erneut für Corona-Impfungen stark gemacht und Impfgegner unter den Kardinälen kritisiert
  • In Frankreich gilt nun eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen, etwa im Pflegebereich, bei der Feuerwehr oder im Zivilschutz. Betroffen sind rund 2,7 Millionen Beschäftigte.
  • Christian Drosten sieht einige Länder auf der Schwelle vom Übergang der Corona-Pandemie in eine Corona-Endemie, unter anderem Großbritannien. Wegen der niedrigeren Impfquote werde Corona in Deutschland wohl erst später in die endemische Phase treten, schätzt der Virologe.
  • Das RKI hat die wichtige Hospitalisierungsrate offenbar bislang deutlich zu niedrig angegeben, haben verschiedene Medien recherchiert
  • Am New Yorker Broadway sind nach 18 Monaten Corona-Pause mehrere Musicals in das Theaterviertel zurückgekehrt
  • Die WHO hat mehr Gerechtigkeit bei der Verteilung von Impfstoffen angemahnt und dabei auf Versorgungslücken in Afrika hingewiesen. Lesen Sie auch: Sterilisation in Afrika? Frank Thelen bittet um Entschuldigung
  • Die Witwe eines an Covid-19 Verstorbenen verklagt im Ischgl-Prozess die Bundesrepublik Österreich auf 100.000 Euro Schadenersatz
  • Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi kritisiert das Vorhaben vieler Bundesländer, die Lohnfortzahlung für Ungeimpfte im Quarantänefall zu beenden, als Versuch, eine "Impfpflicht durch die Hintertür einzuführen"

Corona-News von Dienstag, 14. September: Verband: Maskenproduktion in Deutschland steht weitgehend still

  • Die deutschen Hersteller von Corona-Schutzmasken haben ihre Produktion fast vollständig eingestellt
  • Die Virologin Sandra Ciesek hat im NDR-Podcast "Das Coronavirus-Update" Dänemark als Vorbild für Deutschland ausgelobt. Im Nachbarland sind seit kurzem so gut wie alle Corona-Beschränkungen aufgehoben. Die Lockerungen der dänischen Regierung sind dank einer außergewöhnlich hohen Impfquote von zirka 86 Prozent möglich
  • In Frankreich gilt ab Mittwoch eine Corona-Impfpflicht für alle Mitarbeiter von Krankenhäusern, Alten- oder Pflegeheimen, Pflegediensten sowie für Mitarbeiter von Rettungsdiensten und Feuerwehr.
  • Nach rund 18 Monaten schaffen die Niederlande den Sicherheitsabstand von 1,5 Meter ab dem 25. September ab
  • Die von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ausgerufene Impfaktionswoche ist nur schwach angelaufen. Wie das Robert Koch-Instituts (RKI) berichtet, wurden am Montag in ganz Deutschland nur 118.048 Dosen Impfstoff verabreicht
  • Die Zahl der bekanntgewordenen Corona-Infektionen unter den Besuchern der "2G"-Clubparty in Münster ist auf 72 gestiegen
  • Eine Booster-Impfung kann Leben schützen – doch offenbar braucht gar nicht jedes Leben Schutz durch eine Auffrischung der Corona-Impfung. Lesen Sie dazu: Studie: Booster-Impfung nur für bestimmte Gruppen sinnvoll

(fmg/dpa/afp/epd)

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