Justiz

Insolvenzverfahren: Boris Becker schuldig gesprochen

Boris Becker muss ins Gefängnis

Boris Becker drohen sieben Jahre Haft

Ex-Tennisstar Boris Becker muss in London für zwei Jahre und sechs Monate in Haft. Ihm wurde vorgeworfen, Vermögenswerte in Millionenhöhe verschwiegen zu haben.

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Berlin.  Die Geschworenen im Londoner Insolvenzverfahren gegen Boris Becker haben den Ex-Tennisprofi schuldig gesprochen. Was ihm jetzt droht.

Ex-Tennisprofi Boris Becker ist nach Ansicht der Geschworenen in vier von 24 Anklagepunkten schuldig. Der 54-Jährige habe seinem Insolvenzverwalter Teile seines Vermögens vorenthalten, urteilte die Jury am Freitag in London. In den übrigen 20 Anklagepunkten wurde Becker freigesprochen.

Die elf Geschworenen hatten sich am Freitagvormittag den dritten Tag in Folge am Southwark Crown Court zurückgezogen, um darüber zu entscheiden, ob sie den Ex-Tennisprofi für schuldig befinden oder freisprechen. Becker wurde im Prozess vorgeworfen, Vermögen wie Immobilien, Konten und wichtige Trophäen im Insolvenzverfahren gegen ihn verschleiert zu haben.

Das Strafmaß soll am 29. April verkündet werden. Im Falle eines Schuldspruchs in allen 24 Anklagepunkten hätte dem dreifachen Wimbledon-Sieger eine Haftstrafe von bis zu sieben Jahren gedroht.

Boris Becker erscheint mit Freundin und Sohn vor Gericht

Becker musste sich während der Beratungen im Gerichtsgebäude bereithalten, weil jederzeit die Entscheidung verkündet werden konnte. Am Freitag erschien er erneut mit seiner Freundin und seinem Sohn Noah vor Gericht. Lesen Sie mehr: Boris Becker als Unternehmer – wie er in die Pleite rutschte

Die Staatsanwaltschaft ist der Ansicht, Becker schiebe die Schuld seinen Beratern zu, die sich nach seinen Angaben um alle finanziellen Fragen kümmerten. Beckers Verteidiger betonte hingegen, sein Mandant sei zwar naiv und habe sich nicht um seine Finanzen gekümmert - er sei aber unschuldig. Es sei kein Verbrechen, sich auf Berater zu verlassen.

Becker kann gegen das Urteil noch Berufung einlegen.

(fmg/dpa)

Dieser Artikel erschien zuerst bei morgenpost.de.

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