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Corona-News vom 16. Mai: Nordkorea registriert 50 Todesfälle

| Lesedauer: 32 Minuten
Corona-Lage in Nordkorea verschlechtert sich offenbar rapide

Corona-Lage in Nordkorea verschlechtert sich offenbar rapide

In Nordkorea hat Machthaber Kim Jong Un das Militär angewiesen, sich "sofort" um die Medikamenten-Versorgung im Land zu kümmern. Seit Bestätigung des ersten Corona-Falls vor einigen Tagen sind in dem Land laut Staatsmedien bereits 50 Menschen an dem Virus gestorben, 1,2 Millionen Einwohner sollen sich infiziert haben.

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In Nordkorea wurden seit dem Beginn des Coronavirus-Ausbruchs bereits 50 Todesfälle registriert. Mehr Informationen dazu im Newsblog.

  • Der Corona-Expertenrat fordert mehr Aufklärung über Long Covid
  • Die RKI-Zahlen liefern kein vollständiges Bild der Infektionslage
  • Bei Flügen von und nach Deutschland gilt weiterhin die Maskenpflicht
  • In Frankreich hingegen entfällt die Maskenpflicht ab sofort auch in Bussen und Bahnen
  • Die Corona-Infektionen in Nordkorea nehmen offenbar rasant zu
  • Dieses Blog schließt hier. Wir danken für Ihr Interesse. Aktuelle News zum Coronavirus finden Sie hier.

Berlin. Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) warnt vor einer Rückkehr der Delta-Variante im Herbst. "Die Pandemie ist noch nicht vorbei. Eine Omikron-Welle im Herbst ist zwar wahrscheinlich. Aber selbst die gefährlichere Delta-Variante könnte zurückkommen", sagte er der "Rheinischen Post" unter Verweis auf eine Studie aus Israel.

Am Montag meldet das Robert Koch-Institut (RKI) eine bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz von 439. Am Vortag hatte der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 452,4 gelegen. Allerdings liefert die Inzidenz kein vollständiges Bild der Infektionslage. Viele Gesundheitsämter in Deutschland melden ihre Corona-Fallzahlen nicht oder nicht mehr vollständig. So verzeichnete das RKI am Montagmorgen lediglich 2305 Neuinfektionen.

Corona-News von Montag, 16. Mai: Dieses Blog schließt hier

14.45 Uhr: Wir danken für Ihr Interesse. Aktuelle News zum Coronavirus finden Sie hier.

Expertenrat fordert mehr Aufklärung über Long Covid

13.36 Uhr: Der Corona-Expertenrat der Bundesregierung hat eine bessere Erforschung und Aufklärung über Krankheitserscheinungen lange nach einer Corona-Infektion gefordert. Long Covid werde mit hoher Wahrscheinlichkeit eine langfristige Belastung der Gesellschaft sowie des Gesundheits- und Sozialversicherungssystems darstellen, heißt es in einer am Montag veröffentlichten, einstimmigen Stellungnahme der 19 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

Sie sprechen sich deswegen dafür aus, dem Thema mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Der Rat fordert unter anderem mehr Förderung von Forschung in dem Bereich sowie die Etablierung flächendeckender Versorgungsstrukturen. In den ambulanten oder stationären Strukturen soll Fachexpertise gebündelt werden, heißt es in der Stellungnahme.

Long Covid fasst als Oberbegriff Langzeitfolgen einer Covid-19-Erkrankung zusammen. Als Symptome zählen darunter vor allem Erschöpfungszustände (Fatigue), eingeschränkte Belastbarkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, aber auch Fehlfunktionen des Nervensystems verbunden mit Kreislaufproblemen. Betroffen seien vor allem Menschen, die einen schweren Krankheitsverlauf hatten, schreibt der Expertenrat unter Berufung auf Studien zum Thema. Auch Patienten mit einem milden Covid-19-Verlauf seien aber betroffen.

Krankenkasse verzeichnet mehr Burnout-Fälle bei Berufstätigen

11.48 Uhr: Vor allem seit der Corona-Krise sind Berufstätige einer Erhebung der Kaufmännische Krankenkasse (KKH) zufolge öfter und immer länger wegen eines Burnouts krankgeschrieben. Die durchschnittliche Krankheitsdauer unter den Versicherten sei seit 2017 Jahr für Jahr stetig gestiegen, teilte die KKH am Montag in Hannover mit. Den größten Sprung verzeichnete die Krankenkasse von 2019 auf das erste Corona-Jahr 2020 um 12,4 Prozent auf 31,5 Tage.

"Das deutet darauf hin, dass es seit der Pandemie zunehmend schwerere Fälle von Burnout bei Berufstätigen gibt", sagt KKH-Wirtschaftspsychologin Antje Judick. Bisher habe sich die Lage auch noch nicht wieder entspannt: Im vergangenen Jahr seien Arbeitnehmer durchschnittlich 31,7 Tage wegen einer entsprechenden Arztdiagnose arbeitsunfähig gemeldet gewesen. Die Zahl der Krankheitsfälle sei von 2020 auf 2021 um 6,4 Prozent gestiegen. In den beiden Jahren zuvor habe es Rückgänge gegeben. Betroffen sind der Erhebung zufolge vor allem Krankenpflegende, Erzieher, Verkäuferinnen und Bürofachkräfte.

Keine Maskenpflicht mehr in Frankreich in Bussen und Bahnen

10.47 Uhr: In Frankreich gilt seit Montag keine Corona-Maskenpflicht mehr in Bussen und Bahnen. Schutzmasken müssen damit nur noch in Krankenhäusern und Altenheimen getragen werden. Dort muss auch weiterhin ein Gesundheitspass vorgelegt werden – das heißt, Besucher müssen geimpft, genesen oder negativ getestet sein.

Die Inzidenz in Frankreich liegt derzeit bei weniger als 400 Fällen auf 100.000 Einwohner pro Woche. Am Montag befanden sich landesweit noch etwa 1200 Covid-Patienten auf der Intensivstation. "Das entspricht unserer Strategie, die Einschränkungen weiter abzubauen", hatte Gesundheitsminister Olivier Véran im Vorfeld die weitere Lockerung der Maskenpflicht begründet. "Die Lage verbessert sich, auch wenn wir die fünfte Welle noch nicht ganz hinter uns haben." Am Dienstag beginnt in Cannes das Internationale Filmfestival - ebenfalls ohne Maskenpflicht.

Nordkorea registriert nach Corona-Ausbruch 50 Todesfälle

8.18 Uhr: Wenige Tage nach der Bestätigung der ersten Corona-Infektionen in Nordkorea ist die Zahl fieberbedingter Todesfälle im Land nach offiziellen Angaben auf 50 gestiegen. Bis zum Sonntagabend (Ortszeit) sei zudem die Zahl der Patienten mit Fiebersymptomen auf mehr als 1,2 Millionen geklettert, berichteten die Staatsmedien am Montag unter Berufung auf das Notfallzentrum zur Epidemie-Prävention. Mehr als die Hälfte von ihnen sei wieder genesen. Weiter vermied es das abgeschottete und autoritär regierte Land, die Krankheit direkt beim Namen zu nennen. Stattdessen war weiter von der "Ausbreitung der Epidemie" die Rede.

Bei einer neuen Dringlichkeitssitzung des Politbüros der herrschenden Arbeiterpartei ordnete Machthaber Kim Jong Un den Berichten zufolge an, das Militär solle bei der Verteilung von Medikamenten helfen. Der Einsatz soll demnach jedoch zunächst auf die Hauptstadt Pjöngjang beschränkt sein

Weiter Maskenpflicht in Flugzeugen von und nach Deutschland

8.00 Uhr: Bei Flügen von und nach Deutschland gilt auch mit Inkrafttreten gelockerter EU-Empfehlungen ab Montag weiterhin die Maskenpflicht zum Schutz vor Corona-Ansteckungen. Dies betrifft nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums alle Maschinen, die in Deutschland starten oder landen. Beim Ein- und Ausstieg und während des gesamten Fluges sind FFP2- oder medizinische Masken zu tragen. Abnehmen kann man sie nur beim Essen und Trinken. Ausgenommen von der Pflicht sind Kinder unter sechs Jahren. Die Maskenpflicht entspreche auch den neuen EU-Empfehlungen, hatte das Ministerium erläutert.

Die Luftsicherheitsagentur EASA und die EU-Gesundheitsbehörde ECDC empfehlen ab Montag nicht mehr generell verpflichtendes Maskentragen in Flughäfen und Flugzeugen. Wenn am Abflug- oder Zielort eine Maskenpflicht im Verkehr besteht, sollte dies aber weiter auch in Maschinen gelten. In Deutschland ist die bundesweite Maskenpflicht in Flugzeugen und Fernzügen im Infektionsschutzgesetz vorerst bis 23. September festgelegt. Auch im Nahverkehr mit Bussen und Bahnen gilt Maskenpflicht, die jeweils die Länder anordnen.

Arbeitslosigkeit in China steigt stark an

6.28 Uhr: Vor dem Hintergrund der jüngsten Corona-Welle in China ist die Arbeitslosigkeit in dem Land im vergangenen Monat steil angestiegen und hat fast einen Rekordwert erreicht. Die Arbeitslosenquote lag im April bei 6,1 Prozent, wie die Nationale Statistikbehörde in Peking am Montag mitteilte. Dieser Wert liegt nur knapp unter dem historischen Rekordwert von 6,2 Prozent aus dem Februar 2020 während des Beginns der Corona-Pandemie.

Die hohen Arbeitslosenzahlen gehen einher mit der jüngsten Corona-Welle in China, die zu drastischen Lockdowns wie in Shanghai geführt hat. Erst am Wochenende hatten die Behörden der Wirtschaftsmetropole bekannt gegeben, dass Geschäfte in Shanghai ab Montag wieder schrittweise öffnen dürfen. Offen blieb jedoch, wann Millionen Einwohner im Lockdown ihre Wohnungen wieder verlassen dürfen.

China erlebt seit Wochen den schlimmsten Corona-Ausbruch seit Beginn der Pandemie. Das Land hatte von Beginn der Pandemie an auf rigorose Restriktionen gesetzt und die Infektionszahlen damit über lange Zeit hinweg auf im internationalen Vergleich relativ niedrigem Stand halten können. China setzt auch weiterhin auf eine strikte Null-Covid-Strategie und unterscheidet sich damit von vielen anderen Ländern.

NRW: Wahlforscher sieht Grund für schlechtes FDP-Abschneiden in deren Corona-Politik

4.16 Uhr: Wahlforscher Jürgen Falter hat die Corona-Politik der Liberalen für das schlechte Abschneiden der FDP bei der Wahl in Nordrhein-Westfalen verantwortlich gemacht. "Ein entscheidender Faktor ist, dass die FDP aus Sicht vieler ihrer älteren Anhänger in der Pandemie-Bekämpfung keine glückliche Figur gemacht hat", sagte der Mainzer Politikprofessor der "Augsburger Allgemeinen" (Montagausgabe). "In Corona-Zeiten Freiheit den Vorzug vor Sicherheit zu geben, kommt bei älteren Menschen nicht gut an", betonte Falter.

"Gefährdete Bevölkerungsgruppen entscheiden sich lieber für die Sicherheit einer Maske, statt für die Freiheit sie wegzulassen", fügte der Wahlforscher hinzu. Die FDP hat laut ersten Wahlanalysen bei der Landtagswahl am Sonntag in Nordrhein-Westfalen vor allem in der Wählergruppe der Älteren stark an Stimmen eingebüßt, insgesamt rutschten die Liberalen deutlich ab, schafften aber noch den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde.

Corona-News von Sonntag, 15. Mai: Geschäfte in Shanghai dürfen allmählich wieder öffnen

14.17 Uhr: Die Stadt Shanghai hat eine Lockerung ihrer Corona-Beschränkungen angekündigt. Laut Vize-Bürgermeister Cheng Tong sollen ab Montag Geschäfte schrittweise wieder öffnen können. Offen bleibt indes, wann Millionen Einwohner im Lockdown ihre Wohnungen in der chinesischen Wirtschaftsmetropole wieder verlassen dürfen.

Die Zahl der Neuansteckungen mit dem Coronavirus in der Stadt war am Sonntag laut offiziellen Zahlen auf 1369 gesunken, Ende April hatte sie noch bei über 25.000 gelegen.

Anfang April hatten die Behörden aufgrund eines Ausbruchs der Omikron-Variante des Coronavirus drastische Einschränkungen in Shanghai verhängt, die die Versorgung der rund 25 Millionen Einwohner mit frischen Lebensmitteln massiv erschwerten und sich auf globale Lieferketten auswirkten. Aufgrund der Restriktionen war großer Unmut in der Bevölkerung laut geworden, den Bürger unter anderem in Online-Videos äußerten.

Bericht: Häusliche Gewalt auch im zweiten Corona-Jahr gestiegen

9.18 Uhr: Auch im zweiten Corona-Jahr hat die häusliche Gewalt in Deutschland laut einem Bericht zugenommen. 2021 hätten die Behörden 161.000 Opfer von Gewalt durch Partner oder Ex-Partner registriert, berichtete die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf Innenministerien und Kriminalämter der Bundesländer. Dies entspreche einem Anstieg von 1,3 Prozent im Vergleich zu 2020. Zugleich verwies der Bericht darauf, dass die Dunkelziffer hoch sei, weil sich viele Opfer nicht trauten, Anzeige zu erstatten. Zwei Drittel der erfassten Opfer seien Frauen.

Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne) sagte der Zeitung, die Regierung wolle "den Zugang zu Schutz und Beratung bundesgesetzlich regeln, einen einheitlichen Rechtsrahmen für die verlässliche finanzielle Absicherung des Hilfesystems schaffen und es bedarfsgerecht ausbauen." Das Hilfsangebot sei mit rund 350 Frauenhäusern, 100 Schutzwohnungen und mehr als 600 Beratungsstellen unzureichend. "Deshalb bauen wir Frauenhäuser und Beratungsstellen gemeinsam mit den Ländern weiter aus und stellen dafür 120 Millionen Euro aus Bundesmitteln bis 2024 zur Verfügung."

Umfrage: Fast zwei Drittel für längere Corona-Bürgertests

6.01 Uhr: Trotz der entspannteren Corona-Lage sind fast zwei Drittel der Bundesbürger einer Umfrage zufolge für eine weitere Verlängerung des Angebots von Gratis-Schnelltests. Dass es auch über Ende Juni hinaus kostenlose Bürgertests geben sollte, befürworten 65 Prozent, wie die Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur ergab. Nicht mehr nötig finden es dagegen 24 Prozent, elf Prozent machten keine Angaben oder wussten es nach eigenem Bekunden nicht.

Im Osten Deutschlands lag die Zustimmung zu längeren Bürgertests mit 69 Prozent noch etwas höher als im Westen mit 64 Prozent. Für die Umfrage wurden vom 6. bis 10. Mai 2054 Menschen ab 18 Jahre befragt. Das Bundesgesundheitsministerium hatte die Verordnung, die auch die Bürgertests regelt, vorerst bis einschließlich 29. Juni verlängert. Damit haben alle auch ohne Symptome Anspruch auf mindestens einen Schnelltest pro Woche an Teststellen durch geschultes Personal und mit Bescheinigung. Medizinerverbände hatten sich für ein Ende der Bürgertests ausgesprochen.

Nordkorea meldet 15 weitere Todesfälle wegen "Fiebers"

3.07 Uhr: In Nordkorea wächst offenbar die Sorge wegen der zunehmenden Zahl an Corona-Fällen. Das Land meldete am Sonntag 15 weitere Todesfälle wegen "Fiebers". Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA stieg die Zahl der Todesfälle auf insgesamt 42 – bei 820.620 Krankheitsfällen und mindestens 324.550 mit medizinischer Behandlung.

Nordkorea hatte erst kürzlich seine ersten Corona-Fälle offiziell gemeldet. Machthaber Kim Jong Un sagte, der Ausbruch habe "große Unruhe" im Land verursacht. Laut KCNA wurde für alle Provinzen und Städte ein "völliger Lockdown" angeordnet. Trotz drastischer Maßnahmen meldet Nordkorea täglich hohe Zahlen neuer Fälle in der ungeimpften Bevölkerung.

Corona-News von Samstag, 14. Mai:

Corona-Inzidenz in Sachsen leicht gesunken

17.45 Uhr: In Sachsen ist die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Ansteckungen nach offiziellen Daten leicht gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab sie mit 260,7 an - nach 274,4 am Vortag. Der Wert gibt die Zahl der erfassten Corona-Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen an. Bundesweit lag der Wert laut RKI am Samstag bei 477 (Vortag 485,7).

Neuseelands Premierministerin Ardern mit Coronavirus infiziert

14.03 Uhr: Die neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Sie habe sich nach einer Infektion ihres Partners Clarke Gayford seit dem 8. Mai in Isolation befunden, am Samstag sei dann ein Schnelltest "klar positiv" ausgefallen, hieß es in einer Mitteilung der Regierung.

Die 41-Jährige zeigt demzufolge seit Freitag Symptome und hatte bereits am Freitagabend ein schwach positives Schnelltestergebnis. Nach den neuseeländischen Covid-19-Regeln muss sie sich nun bis zum 21. Mai zu Hause isolieren. Eine für Ende Mai geplante Reise in die USA wurde zunächst nicht abgesagt.

Grünen-Chef Nouripour sagt wegen Corona Auftritt in Sachsen ab

12.37 Uhr: Grünen-Chef Omid Nouripour hat wegen einer Corona-Erkrankung seinen Auftritt beim Parteitag der sächsischen Grünen abgesagt. Er sei zutiefst betrübt, nicht auf der Delegiertenversammlung sein zu können, sagte der 46-Jährige in einer Videobotschaft, die auf einer Leinwand gezeigt wurde. Seit seiner Infektion vor zwei Wochen bessere sich sein Zustand "nicht wirklich" und er solle auf ärztlichen Rat jeden Tag nutzen, um sich zu erholen. Die Grünen trafen sich in Neukieritzsch im Landkreis Leipzig zum Parteitag. Am Samstag standen Vorstandswahlen an. 105 Delegierte waren nach Parteiangaben anwesend.

Nordkorea meldet nach Corona-Ausbruch 21 neue Todesfälle

10.33 Uhr: Vor dem Hintergrund des Corona-Ausbruchs im Land hat Nordkorea 21 neue Todesfälle gemeldet. Die Opfer hätten sich unter den bisher mehr als 520.000 Menschen befunden, die seit Ende April Fieber bekommen hätten. Am Freitag sei die Zahl der fieberbedingten Todesfälle auf 27 gestiegen, berichteten die staatlich kontrollierten Medien am Samstag. Wie viele von ihnen tatsächlich auf eine Corona-Erkrankung zurückzuführen sind, blieb aber unklar. Das weithin isolierte und autoritär geführte Land hatte am Donnerstag zum ersten Mal seit Ausbruch der Corona-Pandemie offiziell Infektionen mit dem Krankheitserreger bestätigt.

Machthaber Kim Jong Un bezeichnete den Berichten zufolge bei einer Sitzung des Politbüros der herrschenden Arbeiterpartei die Ausbreitung der "bösartigen Krankheit" einen großen Umbruch in der Geschichte des Landes. Die öffentliche Gesundheitskrise sei auf Inkompetenz und Unverantwortlichkeit zurückzuführen. Zugleich äußerte sich Kim zuversichtlich, dass der Ausbruch kontrollierbar sei. Er habe die Parteiorganisationen auf allen Ebenen dazu aufgerufen, "die Stoßbrigade und kugelsichere Mauer im gegenwärtigen intensiven Kampf gegen die Epidemie" zu sein, hieß es.

Zehntausende Corona-Impfstoffdosen in Niedersachsen vernichtet

8.40 Uhr: Zehntausende Corona-Impfstoffdosen sind in Niedersachsen wegen abgelaufener Haltbarkeit vernichtet worden. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur, die rund 30 Kommunen in Niedersachsen beantwortet haben. Nur wenige Kommunen gaben an, dass sie bislang keinen Impfstoff wegwerfen mussten. Mehrere Kommunen teilten mit, dass sie keine Übersicht über vernichtete Präparate führen - etwa die einwohnerstarke Region Hannover.

Allein der nahe bei Hamburg gelegene Landkreis Harburg gab an, bislang mehr als 15.000 Impfdosen weggeworfen zu haben. Der Großteil musste demnach ab Februar vernichtet werden, nachdem die Nachfrage deutlich abgenommen habe. Teilweise seien die Impfstoffe nur sehr kurz haltbar gewesen.

In Braunschweig wurden mehr als 3000 Impfdosen verworfen. Die Impfdosen sind in der Regel in Vials, kleinen Fläschchen enthalten, in denen sich mehrere Dosen befinden. Es werde nicht festgehalten, ob aus einem Vial auch alle Impfdosen verabreicht werden. Es würde nur erfasst, wenn ein Vial gar nicht erst angebrochen wird.

RKI registriert 61 859 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 477,0

5.03 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Samstagmorgen mit 477,0 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 485,7 gelegen (Vorwoche: 544,0; Vormonat: 1015,7). Allerdings liefert die Inzidenz kein vollständiges Bild der Infektionslage. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur diese zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 61.859 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 72.252 registrierte Ansteckungen) und 144 Todesfälle (Vorwoche: 184) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende immer mehr Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

Lauterbach warnt vor Rückkehr der Delta-Variante im Herbst

3.35 Uhr: Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat vor einer Rückkehr der Delta-Variante des Coronavirus gewarnt und die Beschaffung unterschiedlicher Impfstoffe angekündigt. "Die Pandemie ist noch nicht vorbei. Eine Omikron-Welle im Herbst ist zwar wahrscheinlich. Aber selbst die gefährlichere Delta-Variante könnte zurückkommen", sagte Lauterbach der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Samstagsausgabe) unter Verweis auf eine entsprechende Studie aus Israel.

Deutschland müsse sich auf beide Szenarien einstellen, sagte er. "Wir brauchen Impfstoff gegen beide Varianten. Das wird sehr teuer. Aber ein weiterer verpasster Herbst wäre für die Wirtschaft unbezahlbar." Die Bundesregierung rechnet im September mit einem Impfstoff gegen die Omikron-Variante.

Lauterbach machte der Union in diesem Zusammenhang schwere Vorwürfe. "Die Impfpflicht hätte alles einfacher gemacht. Die Union trägt die Schuld, wenn die Impflücke zu vermeidbaren Toten und Beschränkungen führt", sagte er. "Ohne ihre parteitaktische Blockade wäre die Impfpflicht gekommen."

Corona-News von Freitag, 13. Mai: Städte- und Gemeindebund fordert Vorbereitungen auf neue Corona-Welle

  • Die Kommunen haben Bund und Länder dazu aufgerufen, Vorbereitungen für eine neue Corona-Welle zu treffen.
  • Im Kampf gegen die Corona-Pandemie will die G7-Gruppe führender Industriestaaten die Produktion und die Verteilung von Impfstoffen weiter ausweiten
  • Vor dem Ende der grundsätzlichen Maskenpflicht im Flugzeug in der EU hat die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) eine rasche einheitliche Umsetzung gefordert.
  • Ein Bundesprogramm zur Unterstützung von Kindern und Jugendlichen nach der Corona-Pandemie soll nach Ansicht der Länder über das Jahr 2022 hinaus fortgesetzt werden.
  • In Sachsen wurden bislang mehr als 23.000 Verstöße gegen die einrichtungsbezogene Corona-Impfpflicht erfasst.
  • Die Zahl der Schwerkranken, die auf Intensivstationen in Deutschland mit Covid-19 behandelt werden, ist auf unter 1000 gesunken.
  • Südkorea will dem abgeschotteten Nachbarn Nordkorea bei den Bemühungen helfen, den ersten offiziellen Corona-Ausbruch in den Griff zu bekommen.
  • Nordkorea hat einen ersten Todesfall im Land nach einer Infektion mit dem Coronavirus gemeldet.
  • Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) bekommt für seinen Vorstoß für ein Ende der Corona-Maskenpflicht in Bussen, Bahnen und Flugzeugen Widerspruch vom grünen Koalitionspartner.
  • Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, hält die Corona-Pandemie für überwunden.

Corona-News von Donnerstag, 12. Mai: RKI meldet sinkendes Corona-Infektionsgeschehen, aber mehr Influenza-Fälle

  • Zeitgleich zum rückläufigen Corona-Infektionsgeschehen sieht das Robert Koch-Institut eine Zunahme von Influenza-Infektionen.
  • Das Ärzte-Ehepaar Özlem Türeci und Uğur Şahin vom Mainzer Unternehmen Biontech hat die Ehrendoktorwürde der Philipps-Universität in Marburg bekommen.
  • In den 53 Ländern der WHO-Region Europa sind mittlerweile mehr als zwei Millionen Menschen nachweislich im Zuge einer Covid-19-Erkrankung gestorben.
  • Im Kampf gegen die Corona-Pandemie sind nach Angaben des Weißen Hauses neue finanzielle Zusagen in Milliardenhöhe zusammengekommen.
  • Gerüchte über einen Corona-Lockdown in Peking haben in der chinesischen Hauptstadt einen Ansturm auf Supermärkte ausgelöst.
  • Bundesverkehrsminister Volker Wissing hat sich für ein Ende der Corona-Maskenpflicht in öffentlichen Transportmitteln ausgesprochen.
  • Die USA haben als erstes Land der Welt die Schwelle von einer Million Corona-Toten überschritten. US-Präsident Joe Biden gab den "tragischen Meilenstein" am Donnerstag in einer Erklärung bekannt.
  • Wegen der "Partygate"-Affäre um Lockdown-Feiern im britischen Regierungssitz hat die Londoner Polizei mittlerweile mehr als 100 Strafbescheide gegen Teilnehmerinnen und Teilnehmer erlassen.
  • Das international isolierte Nordkorea hat den ersten Corona-Ausbruch seit Beginn der Pandemie vor mehr als zwei Jahren bestätigt.
  • Deutschland, die USA und weitere Länder tragen am Donnerstag (ab 15.00 Uhr MESZ) einen zweiten virtuellen Gipfel zur Corona-Pandemie aus.

Corona-News von Mittwoch, 11. Mai: EU-Behörden lockern Empfehlung zum Tragen von Masken im Flugzeug

  • Die zuständigen EU-Behörden haben damit begonnen, Leitlinien zum Corona-Schutz im Luftverkehr zu lockern.
  • Rund fünf Monate nach seiner Einrichtung wird der Corona-Krisenstab im Bundeskanzleramt zur Koordinierung der bundesweiten Impfungen gegen das Virus aufgelöst.
  • Die Weltgesundheitsorganisation WHO prüft einen möglichen Zusammenhang zwischen dem Coronavirus und rätselhaften Hepatitis-Fällen bei Kindern.
  • Covid-19-Schutzimpfungen wirken bei Krebserkrankten unterschiedlich.
  • Auf den Intensivstationen sind laut dem Infektiologen Bernd Salzberger inzwischen "sehr viel weniger Menschen mit Corona in Behandlung".
  • Die Zahl der Notrufe wegen Vergiftungen mit dem vermeintlichen Corona-Heilmittel Chlordioxid hat seit Pandemie-Beginn stark zugenommen.
  • Eine vollständige Aufhebung der Null-Covid-Strategie in China würde nach Schätzungen chinesischer Wissenschaftler eine "Tsunami"-Welle von Infektionen mit 1,55 Millionen Toten auslösen.
  • Neuseeland öffnet am 31. Juli seine Grenzen erstmals wieder für Reisende aus aller Welt – zwei Monate früher als zunächst geplant.
  • Microsoft-Gründer Bill Gates hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Er habe milde Symptome und bleibe in Isolation, bis er wieder gesund sei, teilte der 66-Jährige am Dienstag (Ortszeit) auf Twitter mit.

Corona-News von Dienstag, 10. Mai: WHO kritisiert Chinas Null-Covid-Strategie als "unhaltbar"

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