Newsblog

Corona-News vom 24. Mai: Inzidenz fällt unter 300

| Lesedauer: 25 Minuten
Forschung: Dieser Corona-Impfstoff ist für spezielle Gruppen

Forschung: Dieser Corona-Impfstoff ist für spezielle Gruppen

Ein Forschungsteam aus Tübingen arbeitet aktuell an einem Corona-Impfstoff, der unter anderem bei Krebspatienten eingesetzt werden könnte.

Beschreibung anzeigen

Das Robert Koch-Institut meldet am Mittwoch 49.141 Corona-Neuinfektionen. Die Inzidenz ist auf 281,8 gesunken. Weitere Infos im Blog.

  • Dieser Newsblog ist geschlossen. Aktuelle Nachrichten zur Corona-Pandemie lesen Sie hier
  • Gesundheitsminister Lauterbach will die 3G-Reise-Regel lockern
  • Am Dienstag meldet das RKI 49.141 Corona-Neuinfektionen – die Inzidenz sinkt unter 300
  • Österreich setzt die Maskenpflicht weitgehend aus
  • Mediziner warnen vor einer erneuten Corona-Welle im Herbst
  • Die Stiko empfiehlt Corona-Impfung für gesunde Kinder ab fünf Jahren

Berlin. Die Lage in der Corona-Pandemie entspannt sich weiter: Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Mittwochmorgen eine bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz von 281,8. Am Vortag hatte der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche noch bei 307,2 gelegen. Die Gesundheitsämter meldeten dem Institut 49.141 Neuinfektionen. Jedoch gehen Experten von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus – wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen.

Angesichts der sinkenden Zahlen will Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach die Reiseregeln über die Sommermonate lockern: "Bis Ende August setzen wir die 3G-Regel bei der Einreise aus", sagte der SPD-Politiker unserer Redaktion. Vom 1. Juni an müssen Reiserückkehrer und andere Einreisende damit nicht mehr nachweisen, dass sie geimpft, genesen oder getestet sind.

Corona-News von Mittwoch, 25. Mai – Newsblog schließt

11.21 Uhr: Dieser Newsblog ist geschlossen. Aktuelle Nachrichten zur Corona-Pandemie lesen Sie hier.

Gesundheitsministerin ärgert sich über Ständige Impfkommission

10.01 Uhr: Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens hat die Ständige Impfkommission (Stiko) scharf kritisiert. Das Verhalten der Stiko habe sie sehr geärgert, sagte die SPD-Politikerin dem Politikjournal "Rundblick" (Mittwoch). Jugendliche in den USA, in Großbritannien und anderen Ländern seien längst gegen Covid-19 geimpft worden, während die Stiko immer noch geprüft habe.

"Dann haben wir mit 33 der 50 Impfzentren vereinbart, dass Jugendliche auch ohne Stiko-Votum geimpft werden", sagte sie. Das sei trotz der Kritik von Ärzten richtig gewesen.

RKI registriert 49 141 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 281,8

7.18 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Mittwochmorgen mit 281,8 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5.00 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 307,2 gelegen (Vorwoche: 407,4, Vormonat: 790,8). Allerdings liefert die Inzidenz kein vollständiges Bild der Infektionslage.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 49.141 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 72.051 registrierte Ansteckungen) und 158 Todesfälle (Vorwoche: 174) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende immer mehr Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

US-Studie: Höheres Risiko für Atemprobleme und Lungenembolie bei Covid-Patienten

1.34 Uhr: Menschen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, haben einer US-Studie zufolge ein doppelt so hohes Risiko, später eine Lungenembolie oder Atemprobleme zu entwickeln. Die am Dienstag veröffentlichte Studie der US-Gesundheitsbehörde CDC zeigte außerdem, dass von den 18- bis 64-Jährigen, die sich mit Covid-19 angesteckt haben, jeder Fünfte nach der Infektion längerfristig an gesundheitlichen Problemen litt. Bei den über 65-Jährigen war es sogar jeder Vierte.

Dieses Verhältnis entspricht den Ergebnissen früherer Studien, die die Zahl der ehemaligen Covid-Patienten mit Langzeitsymptomen, allgemein als Long Covid bezeichnet, auf etwa 20 bis 30 Prozent schätzten.

Für die neue Studie hatten die CDC-Forscher eine Datenbank mit Krankenakten auf insgesamt 26 Symptome untersucht, die im Zusammenhang mit Covid stehen könnten. Im Untersuchungszeitraum von März 2020 bis November 2021 verglichen die Forscher die Daten von insgesamt 350.000 Corona-Patienten mit einer Kontrollgruppe, die sich nicht angesteckt hatte.

Corona-News von Dienstag, 24. Mai – Polizei: Lauterbach lockert Corona-Einreiseregeln

22.00 Uhr: Angesichts sinkender Corona-Fallzahlen will Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach die Regeln für die Einreise nach Deutschland über die Sommermonate lockern: "Bis Ende August setzen wir die 3G-Regel bei der Einreise aus", sagte der SPD-Politiker unserer Redaktion. Vom 1. Juni an müssen Reiserückkehrer und andere Einreisende damit nicht mehr nachweisen, dass sie geimpft, genesen oder getestet sind.

Die aktuell gültige Corona-Einreiseverordnung schreibt noch bis zum 31. Mai für alle Personen über 12 Jahren einen 3G-Nachweis vor. Für Einreisende aus Virusvariantengebieten gelten noch strengere Regeln, sie müssen sich in Deutschland in eine 14-tägige Quarantäne begeben, auch wenn sie geimpft oder genesen sind. Diese Regelung soll auch in den kommenden Monaten weiter fortbestehen: "Wenn solche Gebiete definiert werden, müssen Einreisende in Quarantäne", sagte Lauterbach. "Auch bei niedrigeren Inzidenzen im Sommer müssen wir bei einer globalen Pandemie vorsichtig bleiben." Aktuell ist allerdings kein Land als Virusvariantengebiet ausgewiesen.

Die Änderung der Corona-Einreiseverordnung soll nach Informationen unserer Redaktion an diesem Mittwoch vom Bundeskabinett verabschiedet werden. Sie sieht darüber hinaus vor, dass künftig nicht nur die von der EU zugelassenen Impfstoffe, sondern alle von der WHO zugelassenen Vakzine bei einer Einreise anerkannt werden.

Maskenpflicht wird in Österreich weitgehend ausgesetzt

19.06 Uhr: In Österreich wird die Maskenpflicht zur Eindämmung der Corona-Pandemie während der Sommermonate weitgehend aufgehoben. Derzeit müssen in öffentlichen Verkehrsmitteln und Supermärkten noch FFP2-Masken getragen werden. Diese Regel werde ab 1. Juni für vorläufig drei Monate ausgesetzt, sagte Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) am Dienstag in Wien. In Krankenhäusern und Altersheimen wird die Maskenpflicht weiterhin gelten.

"Jetzt verschafft die Pandemie uns eine Atempause", sagte Rauch. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Montag nur mehr bei rund 230 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner - etwas unter dem deutschen Wert von 307. Rauch machte jedoch klar, dass die Maskenpflicht wieder eingesetzt wird, wenn die Ansteckungen im Herbst wie erwartet erneut ansteigen.

In Wien wird die Maskenpflicht teilweise beibehalten, wie Bürgermeister Michael Ludwig am Abend bekanntgab. Sie gilt dort weiterhin in öffentlichen Verkehrsmitteln, Arztpraxen und Apotheken.

Milliarden-Betrug mit Corona-Testcentern in Deutschland

16.19 Uhr: Die Betrugssumme mit gefälschten Abrechnungen in Corona-Testcentern liegt nach Einschätzung des Berliner Landeskriminalamts (LKA) in Deutschland im Milliardenbereich. Alleine in Berlin gibt es inzwischen rund 380 Ermittlungsverfahren, wie die Polizei mitteilte. Die "Süddeutsche Zeitung" hatte zuvor berichtet.

Jörg Engelhard, Leiter eines Ermittlungs-Kommissariats im LKA Berlin, sagte der Zeitung, rechne man die Berliner Zahlen auf ganz Deutschland hoch und berücksichtige eine hohe Dunkelziffer noch nicht entdeckter Fälle, müsse man von einer "erschreckenden Zahl" von mindestens einer Milliarde bis hin zu 1,5 Milliarden Euro Betrugssumme ausgehen.

Insgesamt haben die kommerziellen Betreiber der Schnelltest-Stationen bislang nach dem Bericht mehr als zehn Milliarden Euro vom Staat eingefordert.

In Berlin war im April von 335 Ermittlungsverfahren wegen erfundener Coronatests die Rede, der Schaden lag bei 24 Millionen Euro. Auf ganz Deutschland umgerechnet wären das etwa 500 Millionen Euro. Aber die Zahlen der Verdachtsfälle steigen weiter an und weil es kaum ständige gründliche Kontrollen der vielen tausend privaten Teststellen in Deutschland gab und gibt, dürften viele falsche Abrechnungen nicht auffallen.

Mediziner warnen vor Corona-Welle im Herbst

14.30 Uhr: Zum Auftakt des Deutschen Ärztetages in Bremen haben Mediziner ein konsequentes Handeln im Blick auf eine mögliche neue Corona-Welle im Herbst angemahnt. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) sagte am Dienstag, es sei notwendig, gut vorbereitet zu sein. "Die Pandemie ist leider nicht vorbei - wir werden im Herbst mit mehr Infektionen und neuen Varianten rechnen müssen", betonte der Minister bei der Eröffnung. Alles andere "wäre eine kollektive Dummheit und ein Skandal".

So werde ein neues Infektionsschutzgesetz benötigt, das sich nicht allein auf eine Maskenpflicht in Innenräumen beschränke, erläuterte Lauterbach. Sein Ministerium bereite eine neue Impf-, Test- und Behandlungsstrategie vor. Lauterbach stellte sich uneingeschränkt hinter die aktualisierte Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) zu Corona-Impfungen bei Kindern. Die Stiko empfiehlt die Impfung nun auch für Kinder ab fünf Jahren ohne Vorerkrankungen.

Lauterbach: Kein Druck auf Eltern bei Kinder-Corona-Impfungen

14.09 Uhr: Nach der erweiterten Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) für Corona-Schutzimpfungen für Kinder hat Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) die Entscheidungshoheit der Eltern betont. "Die Eltern müssen das frei entscheiden", sagte Lauterbach am Dienstag am Rande des Deutschen Ärztetages in Bremen bei einer Pressekonferenz. Er schließe sich aber der Empfehlung vollumfänglich an und hoffe, dass die Impfung gut angenommen werden. Es dürfe aber kein Druck ausgeübt werden.

Die Stiko empfiehlt in ihrer aktuellen Einschätzung nun auch gesunden Kindern zwischen fünf und elf Jahren eine Corona-Impfung. Sie sollen im Unterschied zum Impfschema bei anderen Gruppen aber zunächst nur eine mRNA-Impfstoffdosis bekommen, hieß es in einer Mitteilung des Gremiums am Dienstag. Lauterbach sprach von einem Fortschritt, der auch Kindern die Möglichkeit gebe, Krankheit und Schulausfall zu verhindern. Dies solle man nutzen.

Stiko empfiehlt Corona-Impfung für gesunde Kinder zwischen 5 und 11

11.16 Uhr: Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt nun auch gesunden Kindern zwischen fünf und elf Jahren eine Corona-Impfung. Sie sollen zunächst aber nur eine mRNA-Impfstoffdosis bekommen, hieß es in einer Mitteilung vom Dienstag zur Aktualisierung der Impfempfehlung. Bislang hatte das Gremium in dieser Altersgruppe nur zur Immunisierung geraten, wenn Kinder Vorerkrankungen oder Menschen mit hohem Corona-Risiko im Umfeld hatten. Nach ärztlicher Aufklärung konnte aber bereits jedes Kind in dieser Altersgruppe geimpft werden.

Maskenpflicht wird in Österreich ausgesetzt

10.43 Uhr: In Österreich wird die Maskenpflicht zur Eindämmung der Corona-Pandemie während der Sommermonate weitgehend aufgehoben. Derzeit müssen in öffentlichen Verkehrsmitteln und Supermärkten noch FFP2-Masken getragen werden. Diese Regel werde ab 1. Juni für vorläufig drei Monate ausgesetzt, sagte Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) am Dienstag in Wien. In Krankenhäusern und Altersheimen wird die Maskenpflicht weiterhin gelten.

"Jetzt verschafft die Pandemie uns eine Atempause", sagte Rauch. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Montag nur mehr bei rund 230 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner - etwas under dem deutschen Wert von 307. Rauch machte jedoch klar, dass die Maskenpflicht wieder eingesetzt wird, wenn die Ansteckungen im Herbst wie erwartet erneut ansteigen.

Bundesärztekammer hält Bestellung neuer Corona-Impfstoffe für voreilig

8.24 Uhr: Die deutsche Ärzteschaft hält es für voreilig, dass die Bundesregierung für 830 Millionen Euro neue Corona-Impfstoffe bestellt hat. "Das ist nur sinnvoll, wenn diese Impfstoffe schon an die neue Virus-Variante angepasst sind, also wirksamer sind als die bisherigen. Aber noch wissen wir nicht genau, was auf uns zukommt", sagte der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ, Dienstagausgabe).

Zudem gelte es zu klären, ob weitere Impfungen wirklich einen Vorteil brächten. Zu den Viertimpfungen gebe es widersprüchliche Studienergebnisse. "Das muss man sich genau anschauen und erst dann entscheiden, ob eine Impfstoffbeschaffung in der genannten Größenordnung erforderlich ist", sagte Reinhardt vor Beginn des Deutschen Ärztetags, der von Dienstag bis Donnerstag in Bremen stattfindet.

Kinderärzte sehen keine größeren Gefahren durch Affenpocken

5.57 Uhr: Kinderärzte haben eine "Panikmache" bei den Affenpocken beklagt. Das Affenpocken-Virus sei "weit weniger ansteckend als Corona" und werde fast ausschließlich durch "engen Körperkontakt und Körperflüssigkeiten" übertragen, sagte der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), Thomas Fischbach, der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Die registrierten Fälle seien "vorwiegend auf sexuelle Kontakte unter Männern" zurückzuführen. "Kinder gehören daher definitiv nicht zu denjenigen mit erhöhtem Ansteckungsrisiko."

Lehrerverband fordert Vorbereitungen für Unterricht im Herbst

1.13 Uhr: Nach Ansicht des Deutschen Lehrerverbands müssten mit Blick auf die Corona-Pandemie schon jetzt Vorbereitungen für den Unterricht im Herbst getroffen werden. "Die Politik macht beim Thema Pandemie und Schule schon wieder ihre Hausaufgaben nicht", sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die Weichen müssten jetzt gestellt werden. Er forderte, alles dafür zu tun, dass die Schulen im Herbst nicht wieder geschlossen werden. "Die Schulen müssen aber zugleich spätestens jetzt so ausgestattet und vorbereitet werden, dass Distanzunterricht auf jeden Fall funktioniert", sagte Meidinger dem RND.

Er monierte, dass es den Bundesländern an einer rechtlichen Grundlage für eine Maskenpflicht an Schulen fehle. Seiner Meinung nach könnten in einer möglichen Corona-Herbstwelle Masken "ein entscheidender Faktor" sein, um Schulen geöffnet zu halten. "Der Bund muss deshalb das Infektionsschutzgesetz schnell noch einmal anpassen", forderte Meidinger.

Corona-News von Montag, 23. Mai: Bericht: Ermittler vermuten Milliardenschaden durch Betrug bei Corona-Tests

  • Die Ausmaße des Betrugs bei der Abrechnung von Corona-Schnelltests könnten einem Medienbericht zufolge deutlich größer sein als vermutet.
  • Der Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer ist laut am Montag vorgelegten Studiendaten hochwirksam bei Kleinkindern in der Altersgruppe zwischen sechs Monaten und fünf Jahren, wenn er in drei Impfdosen verabreicht wird.
  • Der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation, Tedros Adhanom Ghebreyesus, hat vor einem Nachlassen im Kampf gegen Covid-19 gewarnt. Die Pandemie sei noch lange nicht vorbei, betonte Tedros bei der Weltgesundheitsversammlung am Montag in Genf.
  • Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen hat am Montag vor einer möglicherweise steigenden Zahl an Corona-Infektionen im Herbst gewarnt.
  • Die Behörden von Henan haben die fast 100 Millionen Einwohner der chinesischen Provinz aufgefordert, sich alle zwei Tage auf das Coronavirus testen zu lassen.
  • Um den Risiken einer drohenden Corona-Welle nach dem Sommer wirkungsvoll begegnen zu können, muss nach Auffassung von Ärztepräsident Klaus Reinhardt sofort gehandelt werden.
  • Auch an diesem Montagmorgen gehen die Corona-Zahlen in Deutschland weiter zurück. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete 1245 Neuinfektionen binnen 24 Stunden.

Corona-News von Sonntag, 22. Mai: DGB-Chefin Fahimi fordert Homeoffice-Anspruch

  • DGB-Chefin Yasmin Fahimi pocht auf ein Recht auf Homeoffice. "Ob wir im Herbst wieder eine Homeoffice-Pflicht brauchen, lässt sich derzeit schwer beurteilen. Aber die Etablierung eines Homeoffice-Anspruchs – unabhängig von der Pandemie – wäre sinnvoll", sagte sie unserer Redaktion.
  • Trotz staatlicher Hilfen, Kurzarbeitergeld und treuer Kunden haben Tanzschulen laut Verband mit Einbußen in der Corona-Krise zu kämpfen – in Sachsen-Anhalt ebenso wie in Sachsen und Thüringen.
  • Ärztepräsident Klaus Reinhardt fordert von Bund und Ländern rechtzeitige Planungen für die Corona-Strategie im Herbst mit besonderem Augenmerk auf Kinder und Jugendliche. "Die Zeit drängt", sagte der Chef der Bundesärztekammer der Deutschen Presse-Agentur. "Spätestens die nächste Ministerpräsidentenkonferenz am 2. Juni muss die Weichen für einen sicheren Betrieb von Schulen und Kitas stellen."
  • In Berlin sind bereits mehr als 185.000 Impfdosen vernichtet worden, weil sie das Verfallsdatum überschritten hatten. Das betrifft zum allergrößten Teil das laufende Jahr, wie die Senatsverwaltung für Gesundheit auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Nach einer Übersicht der Gesundheitsverwaltung wurden 110.500 Dosen Moderna sowie 55.000 Dosen des Kinder-Impfstoffs von Biontech und 21.000 Dosen des gleichen Impfstoffs für Erwachsene vernichtet. In Hamburg wurden mehr als 100.000 Impfdosen nach Ablauf des Verfallsdatums vernichtet.
  • Gesundheitsminister Karl Lauterbach hat sich zum Einsatz des Medikaments Paxlovid geäußert. "Gute Nachricht: Paxlovid, davon haben wir sehr viel für den Herbst gekauft, senkt die Sterblichkeit von Covid im Praxiseinsatz deutlich", schriebt der SPD-Politiker auf Twitter. Die optimale Verwendung müsse allerdings noch besser vorbereitet werden.
  • In Shanghai haben nach fast zwei Monaten harten Corona-Lockdowns die öffentlichen Verkehrsmittel teilweise wieder ihren Betrieb aufgenommen. Vier der 20 U-Bahnlinien sowie einige Buslinien der chinesischen Metropole sollten ab Sonntag wieder fahren, wie die Behörden mitteilten. Fahrgäste benötigen demnach einen negativen Corona-Test und müssen eine "normale" Körpertemperatur haben.

Corona-News von Samstag, 21. Mai: FDP für Wegfall der 3-Regel bei Einreise nach Deutschland

  • Die FDP im Bundestag fordert einen Wegfall der 3G-Regel bei der Einreise nach Deutschland: "Die Beschränkungen bei der Einreise nach Deutschland gehören auf den Prüfstand", sagte FDP-Fraktionschef Christian Dürr unserer Redaktion.
  • Nach dann rund zweieinhalb Jahren wird die Osterinsel am 1. August ihre Grenzen für Touristen wieder öffnen.
  • In Peking sind tausende Menschen trotz negativer Corona-Tests in Quarantäne-Zentren gebracht worden. Mehr als 13.000 Anwohner der Siedlung Nanxinyuan im Südosten der chinesischen Hauptstadt mussten in der Nacht zum Samstag ihre Wohnungen verlassen.
  • Nach der Bestätigung eines Corona-Ausbruchs durch Nordkorea sind die USA laut Präsident Joe Biden zu schnellen Hilfslieferungen von Impfstoffen für das Land bereit.
  • Eine pandemiebedingte Regelung zur Beschränkung der Einwanderung von Mexiko in die USA bleibt vorerst bestehen.

Corona-News von Freitag, 20. Mai: Regeln für Reiserückkehrer laufen Ende Mai aus

  • Die Corona-Regeln für Reiserückkehrer laufen Ende Mai aus. Welche Regeln ab Juni gelten könnten, lesen Sie hier.
  • Nach Frankreich hebt auch Belgien die Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln auf.
  • Mit einem Pakt zur Bekämpfung von Pandemien wollen die sieben führenden demokratischen Industriestaaten Ausbrüche künftig schneller erkennen und effektiver darauf reagieren.
  • Die Kreuzfahrtreederei Aida Cruises folgt dem Konkurrenten Tui Cruises und lässt noch im Mai die Maskenpflicht auf ihren Schiffen fallen.
  • Entgegen vieler Prognosen hat das Ritual Handschlag die Pandemie überlebt und kommt vielerorts schon wieder eifrig zum Einsatz.
  • Mit zwei Konzerten in Leipzig meldet sich die international gefeierte Berliner Band Rammstein zurück auf deutschen Tourbühnen.

Corona-News von Donnerstag, 19. Mai: RKI: Omikron-Untervariante BA.5 nimmt auf sehr niedrigem Niveau zu

  • Der Anteil der Omikron-Subvariante BA.5 in Deutschland wächst, aber bisher auf sehr niedrigem Niveau. Er lag nach den jüngsten verfügbaren Daten, einer Stichprobe von vorletzter Woche, bei 1,4 Prozent.
  • Für ihren Einsatz während der Corona-Pandemie erhalten mehr als 1,5 Millionen Pflegekräfte einen Bonus von bis zu 2500 Euro. Der Bundestag verabschiedete am Donnerstagabend mit großer Mehrheit ein entsprechendes Gesetz.
  • Der Bundestag hat eine Verlängerung und Ausweitung von Steuererleichterungen wegen der Corona-Pandemie beschlossen. Mit dem Beschluss vom Donnerstag sollen Corona-Boni für Beschäftigte in der Pflege, in Krankenhäusern und Praxen bis zu einem Betrag von 4500 Euro steuerfrei bleiben.
  • Nordkorea hat eine Woche nach der erstmaligen Bestätigung eines Corona-Ausbruchs im Land fast zwei Millionen Fieberpatienten registriert.
  • Die Londoner Polizei hat die Ermittlungen zu illegalen Lockdown-Partys im Regierungssitz Downing Street und weiteren Regierungsgebäuden abgeschlossen. Insgesamt seien dabei wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln 126 Strafbefehle verhängt worden, teilte die Metropolitan Police am Donnerstag mit.
  • Das Landgericht Traunstein hat einen falschen Impfarzt am Donnerstag zu einer Haftstrafe von drei Jahren und zehn Monaten verurteilt.
  • Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach sieht sich durch die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Corona-Impfpflicht für das Pflege- und Gesundheitspersonal bestätigt.
  • Das Bundesverfassungsgericht hat die einrichtungsbezogene Impfpflicht bestätigt. Das höchste deutsche Gericht wies eine Verfassungsbeschwerde gegen entsprechende Teile des Infektionsschutzgesetzes nach Angaben vom Donnerstag zurück.
  • Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) weist den Vorwurf zurück, er schüre Hysterie in der Corona-Pandemie.
  • Das Landgericht Hamburg befasst sich am Freitag mit dem Streit zwischen dem Berliner Virologen Christian Drosten und dem Hamburger Physiker und Nanowissenschaftler Roland Wiesendanger über den Ursprung des Coronavirus.
  • Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstagmorgen mit 383,2 angegeben.
  • Inmitten der wiederaufkommenden Diskussion um eine allgemeine Corona-Impfpflicht verkündet das Bundesverfassungsgericht am Donnerstag (9.30 Uhr) eine wichtige Entscheidung zum umstrittenen Infektionsschutzgesetz. Es geht um die Corona-Impfpflicht für das Pflege- und Gesundheitspersonal.

Corona-News von Mittwoch, 18. Mai: Griechenland hebt Maskenpflicht über Sommermonate größtenteils auf

  • Griechenland wird über die Sommermonate die Corona-Maskenpflicht größtenteils aufheben. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes werde ab dem 1. Juni in den meisten Bereichen, einschließlich in Flugzeugen und im Fernverkehr, nicht mehr vorgeschrieben, erklärte Gesundheitsminister Thanos Plevris am Mittwoch.
  • Die EU-Arzneimittelbehörde EMA prüft die Zulassung einer Booster-Impfung für Kinder von fünf bis elf Jahren mit dem Corona-Impfstoff der Hersteller Pfizer und Biontech.
  • Die Bundesregierung will allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern bis zum Herbst eine vierte Corona-Impfung ermöglichen und schafft dafür in großem Maßstab neuen Impfstoff an. Für 830 Millionen Euro will sie beim Hersteller Moderna einen neu zugeschnittenen Impfstoff bestellen, der sowohl gegen herkömmliche Virusvarianten als auch gegen die Omikron-Variante wirksam sein soll.
  • Die Welt ist zweieinhalb Jahre nach dem Beginn der Corona-Pandemie nach Ansicht von Expertinnen kaum besser auf globale Gesundheitsbedrohungen eingestellt.
  • Vor dem Hintergrund des Corona-Ausbruchs im Land hat Nordkorea erneut Hunderttausende Fieberpatienten gemeldet. Am Dienstag seien mehr als 232.000 Menschen mit Symptomen von Fieber registriert worden, berichteten die Staatsmedien am Mittwoch unter Berufung auf die staatliche Notfallzentrale zur Epidemie-Prävention.
  • In Sachsen droht laut einem Medienbericht die Entsorgung mehrerer Zehntausend Impfdosen gegen das Coronavirus. Grund ist die nach wie vor verhaltene Impfbereitschaft.
  • Die Bundesregierung bereitet die Impfstrategie für den Herbst vor.
  • Thüringen hat derzeit die niedrigste registrierte Corona-Inzidenz in Deutschland. Das Robert Koch-Institut gab die Zahl der Neuinfektionen pro Woche und 100.000 Einwohner am Mittwoch mit 171 an (Vortag: 183,8).
  • Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) will bald ein Konzept zur Bekämpfung von Corona im Herbst vorstellen.
  • Der nordkoreanische Staatschef Kim Jong Un hat angesichts des sich verschlimmernden Corona-Ausbruchs seine Beamten scharf kritisiert.

Corona-News von Dienstag, 17. Mai: Ampel-Koalition uneinig über Coronapolitik im Herbst

  • In der Ampel-Koalition herrscht Uneinigkeit mit Blick auf die Bekämpfung der Corona-Pandemie im Herbst: "Das Infektionsschutzgesetz muss spätestens bis zum 23. September so reformiert werden, dass Bund und Länder für den Ernstfall ausreichende Maßnahmen zur Verfügung haben", sagte der gesundheitspolitische Sprecher der Grünen, Janosch Dahmen, unserer Redaktion.
  • Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat für Kinder zwischen fünf und elf Jahren eine Booster-Impfung gegen das Coronavirus zugelassen.
  • Das Bundesverfassungsgericht verkündet am Donnerstag seine endgültige Entscheidung zur Corona-Impfpflicht für das Pflege- und Gesundheitspersonal.
  • Kreuzfahrtgäste der Reederei TUI Cruises können ab Ende Mai die Coronamasken an Bord der "Mein Schiff"-Flotte ablegen. "Für alle Reisen der Sommersaison ab dem 29. Mai 2022 wird die Maskenpflicht an Bord aufgehoben", teilte TUI Cruises am Dienstag in Hamburg mit.
  • Nach mehr als zwei Jahren Corona-Einreisesperre will Japan erstmals wieder kleine Reisegruppen ins Land lassen. Zunächst soll es um organisierte Reisegruppen aus den USA, Australien, Thailand und Singapur gehen, wie die japanische Tourismusbehörde am Dienstag erklärte.
  • Erstmals seit Wochen hat die chinesische Wirtschaftsmetropole Shanghai am Dienstag nach eigenen Angaben den "Null-Covid"-Zustand erreicht.
  • Das deutsche Gastgewerbe erholt sich weiter von den Folgen der Pandemie: Im März konnten die Unternehmen ihren Umsatz verglichen mit dem Vorjahr mehr als verdoppeln (plus 114,8 Prozent), wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte.
  • Für die bundesweite Versorgung von Menschen mit länger anhaltenden Beschwerden nach Corona-Infektionen sind aus Sicht von Patientenschützern zusätzliche Steuermittel nötig.
  • In Argentinien hat nach Angaben von Gesundheitsministerin Carla Vizzotti die "vierte Welle" des Coronavirus begonnen.
  • Nordkorea hat während des Corona-Ausbruchs in dem international isolierten Land sechs weitere Todesfälle durch "Fieber" vermeldet.

Corona-News von Montag, 16. Mai: Gesundheitsminister wollen sich für Coronawelle ab Herbst rüsten

  • Bund und Länder wollen sich möglichst schnell für eine mögliche neue Coronawelle ab Herbst rüsten. Das vereinbarten die Gesundheitsminister am Montag bei einer gemeinsamen Videoschalte.
  • Die in China tätigen europäischen Unternehmen leiden stark unter den seit Wochen anhaltenden Beschränkungen durch die strikte chinesische Null-Covid-Strategie.

Hier startet ein neuer Corona-Blog. Alle bisherigen Corona-News finden Sie hier.

(fmg/dpa/afp/epd)

Dieser Artikel ist zuerst bei morgenpost.de erschienen.

Fragen zum Artikel? Mailen Sie uns: redaktion.online-bzv@funkemedien.de

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder