Meer

Ostsee: Unbekannte Substanz im Meer alarmiert die Behörden

Das von der schwedischen Küstenwache veröffentlichte Foto zeigt im Meer zwischen Schweden und Finnland eine unbekannte Substanz an der Wasseroberfläche.

Das von der schwedischen Küstenwache veröffentlichte Foto zeigt im Meer zwischen Schweden und Finnland eine unbekannte Substanz an der Wasseroberfläche.

Foto: Kustbevakningen/dpa

Berlin.  In der Ostsee wurde eine Substanz entdeckt, die sich auf 77 Quadratkilometern ausbreitet. Worum es sich dabei handelt, ist noch unklar.

  • Auf der Ostsee wurde eine Substanz im Wasser entdeckt, die sich wie ein Teppich erstreckt
  • Die Substanz hat die Größe der schwedischen Stadt Malmö
  • Um was es sich bei der Substanz handelt, ist unklar. Die Behörden sind alarmiert

Es hat die Größe einer Stadt und erstreckt sich wie ein Teppich über das Meer: In der Ostsee wurde eine Substanz an der Wasseroberfläche entdeckt. Die schwedische Küstenwache teilte mit, dass sich die Substanz auf einer Fläche von 77 Quadratkilometern ausgebreitet hat – das entspricht in etwa den Maßen der südschwedischen Großstadt Malmö. Demnach ist noch unklar, um was es sich handelt. Mineralöl sei es aber nicht, stellte die Behörde fest. Es bestehe derzeit keine akute Gefahr, dass der Stoff an Land gelange.

Größe: 412.500 km² (mit Kattegat), 390.000 km² (ohne Kattegat)
Durchschnittliche Tiefe: ca. 52 Meter
Klima: Gemäßigt (maritim) bis kontinental
Anrainer: Deutschland, Dänemark, Schweden, Finnland, Russland, Estland, Lettland, Litauen, Polen

Unbekannte Substanz in Ostsee: Voruntersuchungen eingeleitet

Entdeckt wurde der Stoff am Mittwoch auf Höhe zwischen Söderhamn und Härnosand im Bottnischen Meerbusen, dem nördlichen Teil der Ostsee. Auf Fotos ist ein langgezogener Teppich auf offener See zu erkennen. Der Küstenwache zufolge erstreckt sich die Substanz sowohl in die schwedische als auch in die finnische Wirtschaftszone hinein.

Es wurden bereits Voruntersuchungen wegen Umweltverbrechen eingeleitet. Unter anderem wird nun untersucht, welche Schiffe sich zuletzt in dem Gebiet befunden haben und welche Ladung sie an Bord hatten.

(csr/dpa)

Dieser Artikel ist zuerst auf morgenpost.de erschienen.

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