Verbote

Italien-Urlaub: Wer diese Fehler macht, riskiert Geldstrafen

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Strafe bei Fehlverhalten: Italien-Touristen aufgepasst

Strafe bei Fehlverhalten: Italien-Touristen aufgepasst

Italien ist ein beliebtes Reiseziel für Touristen. In einigen Städten und Regionen sollten Urlauber aufpassen: Wer sich hier falsch verhält, muss mit einer Geldstrafe rechnen.

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Rom.  Am Brunnen sitzen, auf Flipflops durch den Nationalpark – Italien kassiert Geldstrafen von Touristen, die sich falsch verhalten.

  • Italien ist ein vor allem bei deutschen Touristen beliebtes Urlaubsland
  • Allerdings hat Italien Vorschriften erlassen, die den Urlaub teurer machen können
  • Wir zeigen, welche Fehler man im Italien-Urlaub lieber nicht machen sollte

Wer in den Urlaub fährt, will sich entspannen und die Urlaubstage stressfrei genießen. Doch in der Ferienzeit kann man auch bewusst oder unbewusst zum Regelbrecher werden und sich in Unannehmlichkeiten verwickeln - vor allem wenn man nicht in die Vorschriften eingeweiht ist, die an manchen Touristenorten herrschen. In diesem Sommer, in dem Italien regelrecht von sonnenhungrigen Touristen überschwemmt wird, fehlt es nicht an kuriosen Verboten.

Die süditalienische Amalfi-Küste beispielsweise will mit strengen Maßnahmen den Verkehr eindämmen. Die idyllischen Dörfer an der steilen Meeresküste sind so beliebt wie noch nie. Um ein Verkehrschaos entlang der engen Hauptstraße zu vermeiden, haben die Gemeinden neue Regeln eingeführt. So dürfen bis zum 30. September an einem Wochenende lediglich Fahrzeuge mit geraden Kennzeichen, am darauffolgenden nur jene mit ungeraden Kennzeichen fahren.

Italien-Urlaub: Strafen für Touristen bei Fehlverhalten

Lediglich Einheimische der 13 Gemeinden entlang der Küste, öffentliche Verkehrsmittel und Taxis können an allen Wochenenden zirkulieren. Auf diese Weise will man lange Schlangen und Staus entlang der steilen Küstenstraße verhindern. Auch Touristenbusse müssen sich an die neuen Vorschriften halten.

Die Einschränkungen, die nicht für Zweiräder gelten, sind wie ein rotes Tuch vor den Augen der Hoteliers, die Unannehmlichkeiten für ihre Feriengäste befürchten. So setzten sie durch, dass Touristen, die ihren Aufenthalt in den Hotels der Gegend gebucht haben, sich nicht an die Vorschriften halten müssen.

Bis zu 2500 Euro Strafe für Leute mit Badelatschen im Nationalpark

In Italien achtet man indes auch auf die Sicherheit der Touristen, die im Urlaub oft nicht passend ausgerüstet sind. Auf den Wanderwegen der ligurischen Touristenregion Cinque Terre herrscht Badeschlappen-Verbot. Jeder, der nicht mit richtigem Schuhwerk unterwegs ist, muss mit Strafen von 50 bis 2.500 Euro rechnen, warnt der Nationalpark in der ligurischen Region.

Grund sind die vielen Verletzungen durch ungeeignetes Schuhwerk. Die Betroffenen müssen oft aufwendig mit Hubschraubern aus dem Park geholt werden. Der Touristenstrom in den malerischen Dörfern an der Steilküste, die über einen Wanderweg miteinander verbunden sind, hat nach zwei Jahren Corona-Pandemie wieder stark zugenommen. Vor allem Kreuzfahrttouristen, die im nahe gelegenen Hafen von La Spezia anlegen, überfluten im Sommer die kleinen Orte in Flip-Flops oder High Heels.

In Rom sollten sich Touristen nicht einfach am Brunnen niederlassen

In den historischen Zentren von Rom und Florenz sollten sich Besucher lieber nicht überall niederlassen. So gilt in Rom ein Dekret, um die Brunnen der Stadt vor Vandalismus zu schützen. Wer sich auf den Rand des Trevi-Brunnens setzt, wird von einem Polizisten mit Trillerpfeife verscheucht. Baden im Brunnen kostet bis zu 500 Euro.

Immer wieder werden Touristen ertappt, die trotz des Verbots in das Becken steigen, das Anita Ekberg im Filmklassiker Dolce Vita verewigte. Auch auf der kürzlich renovierten Spanischen Treppe, einem Wahrzeichen Roms, darf man neuerdings nicht sitzen. Die Marmortreppen wurden kürzlich gesäubert und es herrscht absolutes Picknick-Verbot. Auch das unerlaubte Filmen der Sehenswürdigkeiten mit Drohnen ist in Rom verboten.

Sand oder Muscheln als Souvenirs mitnehmen, kann teuer werden

Sand oder Muscheln als Souvenir seines Sommeraufenthalts auf Sardinien nach Hause zu bringen, kann teuer zu stehen kommen. Sanddiebstahl ist ein Problem auf Sardinien, das für seine wunderschönen aber fragilen Strände berühmt ist. Jedes Jahr bringen Touristen kiloweise Sand, Kieselsteine und Muscheln in ihre Heimat und schaden damit der Umwelt. Den „Sandschmugglern“ drohen Strafen bis zu 3.000 Euro.

Zahlreiche Touristen füllen jedoch trotzdem jeden Sommer Sand in Flaschen oder Plastiksäcke und sind dann baff erstaunt, wenn sie bestraft werden. „Das Entwenden von Sand scheint zwar harmlos, ist aber für das fragile Küstensystem der Insel tödlich“, betonen die Behörden der Insel, die im Sommer die Kontrollen auf den bekanntesten Stränden verschärfen. Lesen Sie auch:„Baby Gangs“ randalieren in Italien: Behörden besorgt

Bitte nicht reinspringen: Badeverbot im Stadtzentrum am Comer See

Bella Italia steht für ausgedehntes Badevergnügen, doch baden darf man hier auch nicht überall. In der bei Promis beliebten Stadt Como am gleichnamigen See herrscht an den Ufern im Stadtzentrum Badeverbot. Die hohen Temperaturen dieser Tage treiben jedoch immer wieder ahnungslose Touristen dazu, ins Wasser zu springen. Der Badespaß kann aber teuer werden. Wer von der Polizei erwischt wird, muss mit 50 Euro Strafe rechnen.

Strenges Schwimmverbot gilt auch für die Kanäle Venedigs. Kanal-Schwimmen wird dort mit einer Strafe von 350 Euro geahndet. Die Unesco-Stadt kämpft seit jeher gegen Touristen, die immer mal wieder in einen der vielen Kanäle springen und so sich selbst und den Schiffsverkehr gefährden.

Dieser Text erschien zuerst auf www.morgenpost.de

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