Angeln, Zelten, Grillen – Ferien am Meerdorfer Paradiessee

Meerdorf  Pünktlich zum Ferienstart lässt sich endlich auch die Sonne blicken. Wir haben Urlauber auf dem Campingplatz am Paradiessee in Meerdorf besucht.

Auf dass die Fische anbeißen: Helge und Clemens Langeheine machen einige Tage echten Männerurlaub am Paradiessee in Meerdorf.

Auf dass die Fische anbeißen: Helge und Clemens Langeheine machen einige Tage echten Männerurlaub am Paradiessee in Meerdorf.

Foto: Christiane Dase

Angeln, Campen, Baden – einfach die Natur genießen: „Das ist Männerurlaub“, sagt Helge Langeheine. Und dafür muss er mit Sohn Clemens gar nicht weit fahren: Von Blumenhagen in der Gemeinde Edemissen nach Meerdorf; an den Paradiessee.

„Wir wären auch 100 oder 200 Kilometer gefahren“, sagt Helge Langeheine. „Aber hier haben wir alles, was wir brauchen: Das Zelt steht direkt am See, hier können wir Angeln oder Baden gehen.“ Und pünktlich zu Ferienbeginn stimmt auch das Wetter. „Als Zweckoptimisten hätten wir uns aber auch in Regenklamotten zum Angeln an den See gesetzt.“

Denn was zählt, das sind vier Tage Vater-Sohn-Zeit, echter Männerurlaub – „vier Tage, in denen man sich einfach mal benehmen kann, wie man will“, sagt der 38-Jährige und Sohn Clemens (8) nickt. In einem unaufgeräumten Zelt frühmorgens in Bundeswehrschlafsäcken aufwachen gehört dazu. Nach dem Frühstück stundenlang angeln, dann schwimmen... „Aber zu Besuch kommen darf Mama dann doch“, sagt Clemens. Vielleicht gibt es zur Feier des Tages dann gegrillte Rotfeder – Fisch, den die zwei Langeheines im Paradiessee gefangen haben.

Für Hartwig Lühmann, der den Campingplatz am Paradiessee im vierten Sommer mit seiner Frau Manuela Ziebeil betreibt, sind die beiden Camper aus der Nachbargemeinde gern gesehene Gäste. „Dieses Jahr hatten wir noch kein Badewetter“, sagt Lühmann. Viele Schulgruppen hätten geplante Zeltlager in den vergangenen Wochen wegen Kälte und schlechtem Wetters abgesagt. „Wer möchte bei zwölf Grad nachts schon Zelten?“

Doch der sonnige Ferienstart lässt auch die Campingplatz-Betreiber hoffen. „Wenn richtig schönes Wetter ist, stehen hier 100 Fahrräder und die Autos bis zur Straße hoch“, sagt Lühmann. Mit bis zu 300 Tagesbadegästen rechnet er an guten Tagen, die 125 Jahresfestplätze für Wohnwagen und Wohnmobile seien derzeit komplett belegt. „Hier am Paradiessee ist es nicht so überlaufen, wie an anderen Seen in der Region.“ Ein Grund sei der Eintrittspreis, glaubt Lühmann. „Aber dadurch kommen auch weniger Chaoten zum Party machen her, die ihren Müll dann hier liegen lassen.“

Stattdessen komme vor allem Stammkundschaft – aus der Region, aber auch von weiter her, etwa aus Berlin. „80 Prozent der Gäste kennen wir, weil sie Jahr für Jahr wieder herkommen“, so Lühmann.

Für Heike Niederkleine und Tochter Ilka ist es der erste Urlaub am Paradiessee. Sie sind mit dem Wohnwagen aus dem nordrhein-westfälischen Bünde angereist. „Eigentlich fahren wir immer in den Süden, nach Frankreich, Italien oder Kroatien, weil da das Wetter schöner ist“, sagt Heike Niederkleine. „Aber diesmal haben wir auch hier mit der Sonne Glück gehabt.“

SERVICE

125 Festplätze (Blockhäuser) können rund um den Paradiessee das ganze Jahr über gemietet werden. Daneben gibt es etwa 50 kostenpflichtige Touristikplätze für Wohnmobile/-wagen und Zelte. Der Eintrittspreis für Tagesbadegäste liegt bei 1,50 Euro für Erwachsene, Kinder zahlen 1 Euro. Eine Badeaufsicht gibt es am See nicht.

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