Vortrag in Peine: Schwindel kann auf Anämie hindeuten

Peine  Der Mediziner Dr. Peter Tarillion stellt im Klinikum die verschiedenen Formen dieser Krankheit vor und ihre Ursachen.

Die Veranstalter der Reihe „Rat und Tat“ mit dem Referenten (von links): Dr. Peter Tarillion, Kathinka Plett (Familienzentrum Sankt Elisabeth), Dr. Nicole Laskowski (Familienzentrum Martin-Luther) sowie Christian Steins und Eva Marie Trapp vom Klinikum Peine.

Die Veranstalter der Reihe „Rat und Tat“ mit dem Referenten (von links): Dr. Peter Tarillion, Kathinka Plett (Familienzentrum Sankt Elisabeth), Dr. Nicole Laskowski (Familienzentrum Martin-Luther) sowie Christian Steins und Eva Marie Trapp vom Klinikum Peine.

Foto: Nicole Laskowski

. Anämien – darüber hat Dr. Peter Tarillion, Chefarzt für Gastroenterologie und allgemeine Innere Medizin des Peiner Klinikums, in der Reihe „Rat und Tat“ des Klinikums sowie der Peiner Familienzentren Martin-Luther und Sankt Elisabeth informiert. In diesem Zusammenhang ging es auch darum zu erfahren, warum Anämien entstehen, welche Krankheiten ihnen oft zugrunde liegen und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.

„Anämie – das heißt vom Wortsinn her blutarm, wenig Blut“, klärt der Mediziner auf: „Die Beschwerden sind vielfältig und meist unspezifisch – sie reichen von Müdigkeit über Schwindel und Blässe bis hin zu Herzrasen, um nur einige zu nennen.“ Der Arzt müsse genau nachforschen und prüfen, denn der Anämie lägen meist andere Erkrankungen zugrunde, aus denen sich dann auch die Behandlung ergebe. Anämien sind Tarillion zufolge eine recht häufige Erkrankung: Rund ein Viertel der Weltbevölkerung leide darunter. In Deutschland sind es etwa zehn Prozent, bei den über 65-Jährigen elf Prozent und bei den über 85-Jährigen rund 26 Prozent.

Der Referent erklärt die vielfältigen Aufgaben des Blutes im Körper: „Ein gesunder Mensch hat zwischen vier und sechs Liter Blut.“ Bei Störungen in der Blutbildung, großen Blutverlusten oder auch bei angeborenen Defekten wie die Kugel- oder Sichelzellenanämie müsse entsprechend gehandelt werden. „Dafür ist es wichtig, die Ursache zu kennen. Bei einer Magenschleimhautentzündung mit leichten Blutverlusten muss man anders handeln als bei Dickdarmkrebs“, legt Tarillion dar und zeigt Bilder von erkrankten Organen.

Besonders geht er auf die Eisenmangel-Anämie ein, die mit 80 Prozent der Fälle die häufigste Form der Anämien darstelle: „Ursachen sind unter anderen mangelnde Zufuhr oder Aufnahme von Eisen, erhöhter Bedarf zum Beispiel bei Schwangerschaften oder Verluste durch Blutungen, Operationen, Traumata oder Ähnliches.“

Die nächste und zugleich letzte Veranstaltung vor der Sommerpause der Reihe „Rat und Tat“ findet statt am Mittwoch, 5. Juni, ab 18.30 Uhr in der Cafeteria des Klinikums in Peine, Virchowstraße 8h: Dann referiert der leitende Oberarzt Dr. Peter-Maximilian Müller-Marhenke zum Thema „Schatten auf der Lunge – Was tun?“. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Der Eintritt ist frei.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder