Krippe in Vechelde aus Jugendstil-Villa und neuem Anbau

Vechelde.  Mehr als 2,1 Millionen Euro hat die Gemeinde in die Drei-Gruppen-Einrichtung nahe dem Bahnhof gesteckt. Die Leitung übernimmt Stephanie Kroll.

Freuen sich über die Krippe Hildesheimer Straße in Vechelde (vorne von links): Architekt Gers Jes Jensen, Bürgermeisterin Ralf Werner, Krippenleiterin Stephanie Kroll und Architekt Heribert  Maurer

Freuen sich über die Krippe Hildesheimer Straße in Vechelde (vorne von links): Architekt Gers Jes Jensen, Bürgermeisterin Ralf Werner, Krippenleiterin Stephanie Kroll und Architekt Heribert  Maurer

Foto: Harald Meyer

Die Eröffnung einer neuen Kindertagesstätte (Kita) – sie gehört in der Gemeinde Vechelde zum Alltag. Nun hat die Kommune aber doch Neuland betreten: An der Hildesheimer Straße in Vechelde – nahe dem Bahnhof – hat sie eine mehr als 100 Jahre alte Jugendstil-Villa zur Krippe umgebaut. „Diese Kita ist eine gute Visitenkarte für unsere Gemeinde“, war Vecheldes Bürgermeister Ralf Werner bei der Eröffnung am Mittwoch überzeugt.

Diese Drei-Gruppen-Krippe mit 45 Plätzen für unter Dreijährige ist aber vor allem untergebracht in dem neuen Anbau an die Villa: Dort befinden sich barrierefrei der Mehrzweckraum, die Gruppenräume sowie Waschräume/sanitäre Anlagen – auffällig sind große Fensterflächen, die viel Tageslicht in die Krippe hineinlassen, und Rundungen im Flur. Im Altbau – in der früheren Villa – befinden sich im Erdgeschoss die Ruheräume für die Kinder; über die Holztreppe geht es in die Personal- und Büroräume im ersten Obergeschoss. Nebengebäude wurden abgerissen.

Mit 2,15 Millionen Euro gibt Werner die Gesamtkosten für die Krippe an – in etwa so viel, wie für einen kompletten Neubau nötig gewesen wären. So aber habe die Gemeinde die alte Villa retten können, hebt der Bürgermeister hervor. Auf dem Außengelände befinden sich unter den drei alten Bäumen Spielgeräte wie das „Abenteuerschiff“ (unter anderem mit Rutsche), die Schaukel und die Hängematte. Zu den 2,15 Millionen Euro hat die Gemeinde Zuschüsse von 540.000 Euro erhalten.

Mit der Krippe „Hildesheimer Straße“ gibt es in der Gemeinde Vechelde nun mehr als 900 Kita-Plätze – davon rund 255 Krippenplätze, der Rest Kindergartenplätze. Im Oktober wird Werner zufolge die Kita „Wahle II“ im Neubaugebiet „In den Kühläckern“ eröffnet: „Damit haben wir Ende dieses Jahres in der Gemeinde mehr als 1000 Kita-Plätze.“ Im nächsten Jahr sollen laut dem Bürgermeister die Kita in Denstorf und der Kita-Anbau in Wierthe in Betrieb gehen.

Die Krippe „Hildesheimer Straße“ leitet Stephanie Kroll, die zuletzt stellvertretende Leiterin der Krippe „Niemodlinstraße I“ in Vechelde gewesen ist: Die 33-Jährige aus Braunschweig ist ausgebildete Kindheitspädagogin und hat in Stendal Leitungsmanagement studiert. Die Krippe „Hildesheimer Straße“ hat rund zwölf Mitarbeiter: Sie befindet sich auf einem 1500 Quadratmeter großen Grundstück. Für die Eltern gibt es auf dem Grundstück und an der Hildesheimer Straße je vier Parkplätze fürs Bringen/Abholen der Kinder (zwischen einem und unter drei Jahren). Gekauft hat die Gemeinde das Grundstück mit Villa und Nebengebäuden Ende 2015, um dort Flüchtlinge unterzubringen.

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