Ortschaftsabend: Wahler Heimatpfleger berichtet von Historie

Wahle.  Bei der Veranstaltung unserer Zeitung stehen außer Hartmut Hoppenworth noch Vertreter der Vereine und der Politik Rede und Antwort.

Ein Tag der offenen Tür findet am Sonntag am Brunnenhaus (Nachbildung des Gesundbrunnens) in Wahle statt. 

Ein Tag der offenen Tür findet am Sonntag am Brunnenhaus (Nachbildung des Gesundbrunnens) in Wahle statt. 

Foto: Hartmut Hoppenworth

Mit einem Augenzwinkern bezeichnet er sich als „Ureinwohner“ von Wahle, und geschichtlich interessiert ist er ohnehin schon immer gewesen. Also hat es fast nahegelegen, dass Dr. Hartmut Hoppenworth Ortsheimatpfleger in Wahle geworden ist – zusätzlich ist der 61-Jährige auch Vecheldes Gemeindeheimatpfleger. Beim Ortschaftsabend in Wahle in der kommenden Woche berichtet Hoppenworth über die spannende Geschichte und wichtige gemeindliche Entwicklungen seines Heimatorts.

Doch zunächst zur Gegenwart: Ortsgeschichte ist durchaus ein Thema, das die Menschen fesselt – diese Erfahrung macht Hoppenworth. So hat sich in Wahle bereits eine Reihe interessierter Bürger zusammengefunden, die sich mit der Historie befasst. „Sich mit der Geschichte zu beschäftigen, bedeutet, viel Zeit zu investieren“, weiß der Ortsheimatpflege und verweist auf alte Dokumente, die es zu entschlüsseln und zu verstehen gilt. Um diese zeitaufwendige Tätigkeit bewerkstelligen zu können, ist es sinnvoll, die Arbeit auf mehrere Schultern zu verteilen – daher die Arbeitsgemeinschaft in Wahle.

Denn fast „täglich stecken mir Bewohner alte Unterlagen und Ähnliches zu“, freut sich der promovierte Jurist über das Interesse der Wahler für ihre Vergangenheit. Ein Interesse, das sich anhand der vielen Vorträge und Veranstaltungen zeigt, die Hoppenworth im Ort bereits umgesetzt hat. „Ich habe auch immer wieder Anfragen aus der Bevölkerung – beispielsweise, was die Ahnenforschung anbelangt“, ergänzt der Wahler, der in Sachsen-Anhalt im Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie gearbeitet hat. Von besonderem Interesse seien Bilder aus dem Ort im Vergleich „Damals und heute“: „Wahle hat sich rasant verändert, das interessiert die Leute.“

Sein Hauptaugenmerk der Ortsheimatpflege liegt derzeit in der systematischen Aufarbeitung der 1930er-Jahre und der Nachkriegszeit, und das aus einem ganz praktischen Grund: „Noch gibt es aus dieser Vergangenheit Zeitzeugen, die das selbst in Wahle erlebt haben und anschaulich darüber berichten können“, erklärt Hoppenworth – er ist übrigens gleich in zweierlei Hinsicht „vorbelastet“, was sein Interesse an der Historie anbelangt: Zum einen hat er sich in seinem Studium der Rechtswissenschaften und Agrarökonomie unter anderem intensiv auch mit den jeweiligen geschichtlichen Grundlagen befasst, zum anderen hat ihm sein Vater Kurt Hoppenworth – einst eine herausragende Persönlichkeit in Wahle – „eine Menge alter Unterlagen“ überlassen.

Was motiviert Hartmut Hoppenworth an seiner Arbeit als Heimatforscher? Sicherlich der Wunsch, die „Geschichte festzuhalten, um sie für die Nachwelt zu erhalten“. In diesen Zusammenhang passt der „Tag der offenen Tür“ am Wahler Brunnenhaus (Nachbildung des Gesundbrunnens) am Sonntag, 15. September, zu dem der Heimat- und Kulturverein Wahle sowie Ortsheimatpfleger Dr. Hartmut Hoppenworth die Bevölkerung ab 11 Uhr einladen. Das heilende Wasser aus diesem Gesundbrunnen von 1618 in der Aueniederung hat Wahle seinerzeit überregional bekannt gemacht.

Der Ortschaftsabend unserer Zeit am Donnerstag, 19. September, findet ab 19 Uhr statt im Dorfgemeinschaftshaus (DGH) in Wahle, Schulstraße 5. Jeder ist willkommen, jeder kann seine Meinung sagen. Der Eintritt ist frei, für Getränke sorgt der Schützenverein „Freischütz Wahle“. Außer Ortsheimatpfleger Dr. Hartmut Hoppenworth stehen dann Rede und Antwort:

• Ortsbürgermeister Jörg Hollstamm.

• Vecheldes Bürgermeister Ralf Werner

• Reiner Pape (Vorsitzender des Heimat- und Kulturvereins Wahle).

• Heinz Eggeling (stellvertretender Vorsitzender des Sportvereins TSV Sierße/Wahle).

• Heinz-Jürgen Schulz (Vorsitzender des Schützenvereins „Freischütz Wahle“).

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder