Die Durchfahrt in Vechelde wird für eine Woche voll gesperrt

Vechelde.  Was in Vechelde gebaut wird. Wie die Busse während der Vollsperrung fahren. Was die neue Ortsmitte kostet.

Nächste Woche wird die Fahrbahn der Hildesheimer Straße in Vechelde von der Kreuzung Ortsmitte in Richtung Bahnhof bis „Am Schützenplatz“ erneuert.

Nächste Woche wird die Fahrbahn der Hildesheimer Straße in Vechelde von der Kreuzung Ortsmitte in Richtung Bahnhof bis „Am Schützenplatz“ erneuert.

Foto: Thomas Stechert

Auf weitere Verkehrsbehinderungen und Umwege müssen sich die Menschen in Vechelde einstellen. Im Zuge des laufenden Kreuzungsumbaus in der Ortsmitte – Hildesheimer Straße/Köchinger Straße (Landesstraße 475)/Peiner Straße – wird ab nächsten Montag, 16. November, bis voraussichtlich Freitag, 20. November, die komplette Kreuzung für den Fahrzeugverkehr voll gesperrt. Darauf weist die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr , Geschäftsbereich Wolfenbüttel, hin.

Grund dafür sind Asphaltierungsarbeiten. In der nächsten Woche lässt die Gemeinde Vechelde die Fahrbahn der „Hildesheimer“ im Abschnitt zwischen den Einmündungen „Dornberg“ und „Am Schützenplatz“ erneuern. Heiko Lange, Fachbereichsleiter Bau in der Straßenbaubehörde, erläutert: „Dabei werden die Zufahrten zur Straße ,Am Schützenplatz’ und dem Parkplatz jederzeit möglich sein. Die Geschäfte sind fußläufig erreichbar.“

Während der Vollsperrung kann die Hildesheimer Straße auf der bestehenden, ausgeschilderten Umleitung auf der Bundesstraße 1 (Ortsumgehung) umfahren werden.

Wie berichtet, ist die Köchinger Straße ist seit Mitte Juli für den Durchgangsverkehr gesperrt – für eine Erneuerung der Fahrbahndecke von der Kreuzung mit der „Hildesheimer“ bis zum Ortsausgang Richtung Köchingen und im Rahmen des Kreuzungsumbaus für eine Verschwenkung der „Köchinger“ nach Westen, um einen direkten Anschluss zur Peiner Straße zu erreichen.

„Die Leistungsfähigkeit der Kreuzung wird erhöht“

Damit soll der Verkehrsfluss erleichtert, die Leistungsfähigkeit der Kreuzung erhöht werden. Michael Peuke, Leiter der Straßenbaubehörde: „Beim Durchfahren der Kreuzung in Süd-Nord-Richtung müssen Auto- und Radfahrer künftig eine kürzere Strecke bewältigen, in den Grün-Ampelphasen können also mehr Autofahrer die Kreuzung passieren – die Staus, insbesondere auf der Köchinger Straße, werden kürzer.“

Ursprünglich war der Abschluss sämtlicher Bauarbeiten bis Mitte Oktober terminiert, nun visiert das das Straßenbauamt Ende November an.

Die Gesamtbaukosten betragen nach Angaben des Straßenbauamtes annähernd eine Million Euro, rund 965.0000 Euro. Davon trägt das Land Niedersachsen rund 550.000 Euro trägt. Den Rest in Höhe von 415.000 Euro übernehmen die Gemeinde Vechelde und der Wasserverband Peine etwa zu gleichen Teilen. So wurden auch neue Kanalrohre sowie Strom- und Gasleitungen verlegt.

Für die Gemeinde Vechelde kommen noch einmal rund 45.000 Euro Baukosten für die Fahrbahnerneuerung zwischen „Dornberg“ und „Am Schützenplatz“ hinzu.

Wegen der „unvermeidlichen Behinderungen“ bittet die Landesstraßenbaubehörde alle betroffenen Verkehrsteilnehmer und insbesondere die Anwohner weiterhin um Verständnis.

So fahren die Busse während der Vollsperrung in Vechelde

Die Peiner Verkehrsgesellschaft (PVG) ändert ab Montag, 16. November, bis voraussichtlich Freitag, 20. November, aufgrund der Straßenbauarbeiten in Vechelde die Führung der Linien 511 und 513 (PVG) sowie die Linie 566 (KVM; Kraftverkehr Mundstock ). Die Haltestellen Realschule, Alte Post Bürgerzentrum und Taubenstraße können während der Bauarbeiten nicht bedient werden. Ersatzweise werden die Fahrgäste auf die Haltestellen Hauptschule oder Wahler Weg verweisen. Weitere Auskunft erteilt die PVG unter (05171) 506997 .

Strittig in Vechelde: Kreuzung oder Kreisverkehr?

Das Millionen-Bauvorhaben in der „aufblühenden Kleinstadt Vechelde“ (so ein Anwohner) ist nicht unumstritten. Im Vorfeld teilten sich auch in der Vechelder Bürgerschaft die Lager, wie die „neue Ortsmitte“ aussehen sollte, was verkehrstechnisch wohl am sinnvollsten wäre.

Die einen plädierten für einen Kreisverkehr. So kommentierte ein Kommentator auf der Internetseite unserer Zeitung launig: „Ganz Deutschland baut Verkehrskreisel. Nein! Ein von unbeugsamen Vecheldern bevölkertes Dorf hört nicht auf, diesem Trend Widerstand zu leisten.“

Für die anderen hingegen war von Anfang an eine ampelgeregelte Kreuzung „alternativlos“ . Das Argument: „Wer nur den motorisierten Verkehr betrachtet, übersieht die Gefährdung Behinderter und Fußgänger. Sehbehinderte benötigen stehenden Verkehr, um sicher und selbstständig über die Straße zu gelangen. Gehbehinderte, Rollstuhlfahrer, Mütter mit Kinderwagen, Kinder mit Fahrrad brauchen klare Verkehrssituationen.“

Und in der Vechelder Ortsmitte seien nun einmal sehr viele dieser „schwachen Verkehrsteilnehmer“ unterwegs – denn im Umfeld sind Ärzte, Apotheke, Banken, Bäcker, Gastronomie, Kirche und Rathaus ansässig.

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