Bundestagswahl

Linke: Diese Politiker könnten nach der Wahl Minister werden

| Lesedauer: 2 Minuten
Janine Wissler: "Bundesregierung gefährdet Menschenleben"

Janine Wissler: "Bundesregierung gefährdet Menschenleben"

FUNKE trifft die Spitzenkandidatin der Linken, Janine Wissler, zum exklusiven Interview. Wissler kritisiert das Vorgehen der Bundesregierung in Afghanistan. Sie spricht auch über die Forderungen der Linken und nennt die Ziele ihrer Partei.

Beschreibung anzeigen

Berlin  Von der Oppositionsbank an den Kabinettstisch: Dietmar Bartsch und andere könnten bei einem Mitte-Links-Bündnis Bundesminister werden.

In den Ländern regiert die Linke längst, im Bund war sie noch nie Teil einer Koalition. Doch in diesem Jahr ist die Partei bei der Bundestagswahl einer Regierungsbeteiligung im Bund näher als jemals zuvor, und damit auch Ministerämtern. Wer dann als Ressortchef oder -chefin in Frage kommt – eine Auswahl.

Bundestagswahl: Wer wird Minister unter Rot-Grün-Rot?

Dietmar Bartsch (63): Für den Co-Chef der Linksfraktion würde mit einem Mitte-Links-Bündnis ein lang gehegter Plan in Erfüllung gehen. Wenn die Linke Teil einer Regierung werden sollte, wie der Reformer sich das schon lange wünscht, hätte er auch gute Chancen ins Kabinett zu kommen. Dietmar Bartsch gilt als inhaltlich pragmatisch und politisch kampferprobt – und würde den chronisch unterrepräsentierten Osten im Kabinett vertreten.

Katja Kipping (43): Auch wenn sie nicht mehr an der Spitze der Partei steht, hat die Linke mit Katja Kipping immer noch eine profilierte und erfahrene Spitzenpolitikerin in ihren Reihen. Die Dresdnerin wirbt seit längerem für ein rot-rot-grünes Bündnis, in ihrer Partei und außerhalb. Der Traumjob für die Sozialpolitikerin wäre das Ressort Arbeit und Soziales – ein klassisches SPD-Ministerium.

Janine Wissler (40): Als Parteichefin und Spitzenkandidatin hätte auch Janine Wissler großen Einfluss bei der Frage, wer für die Linke Ministersessel besetzen darf, und könnte wohl auch selbst zugreifen. Ob sie das will, ist allerdings unklar. Wisslers politische Heimat sind außerparlamentarische Bewegungen, die Bindung ihrer Partei zu diesen will sie stärken. Das verträgt sich nur bedingt mit Exekutivgewalt. Bislang führt sie die Linksfraktion im hessischen Landtag. Lesen Sie hier das Interview mit der Spitzenkandidatin: Linke-Chefin Wissler sagt, wen sie alles enteignen will

Wer könnte noch Teil der nächsten Bundesregierung sein?

(tma)

Fragen zum Artikel? Mailen Sie uns: redaktion.online-bzv@funkemedien.de

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder