Chefposten

Rennen um CDU-Vorsitz: Merz kündigt seine Kandidatur an

Friedrich Merz will noch einmal versuchen, CDU-Chef zu werden.

Friedrich Merz will noch einmal versuchen, CDU-Chef zu werden.

Foto: Bernd Thissen / dpa

Berlin.  Friedrich Merz will CDU-Chef werden. Der 66-Jährige hat am Samstag seine Kandidatur angekündigt. Die Nominierung steht noch aus.

Jetzt ist es offiziell: Friedrich Merz startet einen dritten Versuch, um Vorsitzender der CDU zu werden. Der Kreisvorstand der CDU im Hochsauerlandkreis wird den 66-Jährigen am Montagabend nominieren. Das bestätigte der Kreisvorsitzende Matthias Kerkhoff der "Westfalenpost". Merz ist damit der dritte Kandidat für den Chefposten der Partei.

Am Freitag hatten Kanzleramtschef Helge Braun (49) und der Außenpolitik-Experte und ehemalige Bundesumweltminister Norbert Röttgen (56) ihre Kandidaturen bekannt gegeben. Die „Bild“-Zeitung hatte zuvor berichtet, der CDU-Kreisvorstand Hochsauerland sei eingeladen worden, um Merz an diesem Montagabend als Vorsitzenden-Kandidaten zu nominieren. Lesen Sie dazu auch: 400.000 CDU-Mitglieder dürfen neuen Parteichef küren

CDU-Vorsitz: Brinkhaus und Spahn verzichten

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus, der ebenfalls als möglicher Kandidat für die Nachfolge des bei der Bundestagswahl als Kanzlerkandidat gescheiterten CDU-Vorsitzenden Armin Laschet galt, verzichtete nach einem Bericht der „Neuen Westfälischen“ auf eine Kandidatur. Während einer Sitzung seines Kreisverbandes Gütersloh am Freitagabend habe Brinkhaus nicht um einen Vorschlag seines Heimatverbandes gebeten. „Ralph Brinkhaus war der Sitzung zugeschaltet und hat nach intensiver Abwägung seinen Hut nicht in den Ring geworfen“, sagte Kreisverbandschef Raphael Tigges der Zeitung.

Röttgen und Braun hatten eine inhaltliche Neupositionierung der Partei nach ihrem Debakel bei der Bundestagswahl gefordert. Sie mahnten zu Geschlossenheit, auch mit der Schwesterpartei CSU. Zudem kündigten sie an, die Parteizentrale zu modernisieren. Der geschäftsführende Gesundheitsminister Jens Spahn hatte angekündigt, er werde auf eine erneute Kandidatur verzichten. (fmg)

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