Hitze

Boris Johnson: Party statt Krisensitzung zu Hitzewelle

Hitze und Brände halten in West-und Südeuropa an

Hitze und Brände halten in West-und Südeuropa an

Hitze und Brände haben Teile von West- und Südeuropa weiter fest im Griff: In Frankreich, Spanien und Portugal kämpften die Feuerwehrleute am Wochenende weiter gegen mehrere Waldbrände.

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Berlin  Großbritannien stellt sich auf Rekordhitze ein. Eine Krisensitzung des Kabinetts schwänzte Premier Johnson. Hitzefrei - für eine Party.

Die britische Regierung ist wegen ihres Umgangs mit der drohenden Hitzewelle auf der Insel in die Kritik geraten. Eine Krisensitzung seines Kabinetts zum Thema schwänzte Premier Boris Johnson kurzerhand am Wochenende. Sein Stellvertreter Dominic Raab erklärte lapidar, "wir sollten den Sonnenschein genießen.“

Nun ist der Verband der Rettungssanitäter fassungslos. „Das ist eine ernste Hitzewelle, die zum Tod von Menschen führen könnte“, warnten die Vertreter der Rettungsdienste. Es handele sich keinesfalls „um einen schönen Tag in der Sonne, wo man Sonnencreme aufträgt und baden oder im Freien essen geht.“

Rekordhitze: Johnson gibt sich hitzefrei

Am Samstag war eine Hitze-Krisensitzung in der Downing Street angesetzt. Johnson aber zog es vor, eine Party mit Freunden im Landhaus des Premierministers in Chequers zu veranstalten.

Seinem Justizminister und Stellvertreter Raab fiel nur ein, das Land sei widerstandsfähig genug, um mit der Hitze umzugehen. Es gebe keinen Grund, Schulen zu schließen. Andere Regierungsmitglieder warnten indes vor „bedeutenden Störungen“ bei den öffentlichen Verkehrsbetrieben und rieten dazu, möglichst zu Hause zu arbeiten.

Erstmals Hitze-Alarmstufe in Großbritannien?

Für Anfang nächster Woche befürchtet die britische Wetterbehörde Met ein Überspringen der 40-Grad-Marke und rief die Hitze-Alarmstufe Rot aus – erstmals in der Geschichte. Der bisherige Temperaturrekord des Landes wurde 2019 mit 38,7 Grad erreicht.

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(fmg)

Dieser Artikel erschien zuerst auf waz.de

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