Konflikte

Nach Drohnenangriff der USA: Proteste in Afghanistan

Die Aufnahme aus dem Jahr 1998 zeigt Aiman al-Sawahiri von der Terrororganisation Al-Kaida. Der Anführer des Terrornetzwerks   ist bei einem Drohnen-Einsatz der USA am vergangenen Wochenende in Afghanistan getötet worden.

Die Aufnahme aus dem Jahr 1998 zeigt Aiman al-Sawahiri von der Terrororganisation Al-Kaida. Der Anführer des Terrornetzwerks ist bei einem Drohnen-Einsatz der USA am vergangenen Wochenende in Afghanistan getötet worden.

Foto: Mazhar Ali Khan/AP/dpa

In Afghanistan ist es nach einem Drohnenangriff der USA in mehreren Provinzen zu Protesten gekommen. Das meldeten die Taliban am Freitag. Bilder der militanten Islamisten auf sozialen Medien zeigen, wie Protestler unter anderem auf Schildern den US-amerikanischen Präsidenten Joe Biden als Lügner bezeichnen oder «Nieder mit Amerika» fordern.

Die USA hatten nach eigenen Angaben am Wochenende den Anführer der Terrororganisation Al-Kaida, Aiman al-Sawahiri, durch einen Drohnenschlag mitten in Kabul getötet. Der Ägypter sei in der afghanischen Hauptstadt aufgespürt worden, nachdem sein Aufenthaltsort jahrelang unbekannt gewesen sein soll.

Auch international gab es Kritik an dem Drohnenangriff. Dass der Al-Kaida-Anführer ausgerechnet in Kabul gewesen sein soll, werten die USA ihrerseits jedoch als Bruch des Friedensabkommens mit den Taliban. Dort wurde der Rückzug aller internationalen Truppen aus Afghanistan vereinbart. Als Gegenleistung sollten die Taliban Al-Kaida keinen Rückzugsort in dem Land bieten. Proteste gegen ihre Regierungsform haben die militanten Islamisten nach ihrer Machtübernahme im August 2021 immer wieder gewaltsam aufgelöst.

© dpa-infocom, dpa:220805-99-287456/2 (dpa)

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