Azubis gehen im Projekt „Zukunft Bilden“ auf Entdeckungstour

Braunschweig.  30 Auszubildende vom Marienstift gestalten im Projekt „Zukunft Bilden“ eine Multimedia-Reportage und gewähren einen Einblick hinter die Kulissen.

Die 30 Marienstift-Azubis haben sich  in diesem Projektjahr an eine der anspruchsvollsten journalistischen Formen gewagt – die Multimedia-Reportage.

Die 30 Marienstift-Azubis haben sich in diesem Projektjahr an eine der anspruchsvollsten journalistischen Formen gewagt – die Multimedia-Reportage.

Foto: Privat

Was sind eigentlich Fake-News, und wie kann ich mich davor schützen? Worauf kommt es bei einem guten Bild an? Was ist eine Umfrage? Wie bekomme ich in einem Interview spannende Antworten? Und wie kann ich für den Leser eine Nachricht interessant aufbereiten? All diesen Fragen sind 30 Auszubildende des Braunschweiger Marienstifts auf den Grund gegangen. Die Jugendlichen sind Teilnehmer der Bildungsinitiative „Zukunft Bilden“ unserer Zeitung. Für ein Jahr erhalten sie von ihrem Ausbildungsbetrieb nicht nur ein Zeitungsabonnement, sie können auch aus einem vielseitigen Mitmachprogramm wählen. In dem Projekt sollen die Azubis ihre Allgemeinbildung und ihre Medienkompetenz trainieren.

Die Multimedia-Reportage finden Sie hier.

Seit nunmehr neun Jahren gibt es das Projekt „Zukunft Bilden“ unserer Zeitung. Jedes Jahr nehmen mehrere hundert Auszubildende aus der Region teil. Sie kommen aus den verschiedensten Bereichen; sind angehende Fachinformatiker, Immobilien- oder Bankkaufleute, Fachkräfte für Logistik, Schüler für Gesundheits-, Kranken- oder Altenpflege. Sie schauen über den Tellerrand der Ausbildung, engagieren sich sozial, beschäftigen sich mit der Zeitung und probieren sich auch selbst in medialer Vermittlung aus.

Eine medial abwechslungsreiche Reise hinter die Kulissen des Marienstifts ist entstanden

Die 30 Marienstift-Azubis haben sich in diesem Projektjahr an eine der anspruchsvollsten journalistischen Formen gewagt – die Multimedia-Reportage. In einer mehrtägigen Medienwerkstatt, verteilt über das gesamte Projektjahr, haben die Auszubildenden sich nicht nur intensiv damit beschäftigt, wie Journalisten arbeiten, sondern konnten das neue Wissen auch direkt praktisch umsetzen.

Unter dem Arbeitstitel: „Wir gehen auf Entdeckungstour – 150 Jahre Marienstift“, haben sie unter Anleitung der Projekt- und Onlineredaktion des BZV Medienhauses ein Drehbuch entwickelt. In kleinen Gruppen ging es dann ans Recherchieren, Fotografieren, Filmen und Schreiben, um in einem späteren Teil der Werkstatt alle Ergebnisse zu besprechen.

Fake-News haben bei den Azubis jetzt keine Chance mehr

„Das, was bei allen Azubis immer hängen bleibt, ist der Satz: Alle Fotos und Videos im Querformat“, berichtet Lehrerin Katja Watzl. Eine der wichtigsten Vorgaben, damit die Reportage am Ende auch gut aussieht. Gleichzeitig freut sich Watzl aber auch über das neue Wissen, welches die angehenden Gesundheits- und Krankenpfleger vom Marienstift in Braunschweig aus der Werkstatt mitnehmen: „Die Azubis haben viel darüber gelernt, wie die Recherche im Netz funktioniert und, wie sie sich richtig informieren. Da haben Fake News keine Chance mehr – das ist auf jeden Fall ein Riesenerfolg.“

Ein Riesenerfolg auch deshalb, weil ein Teil der Projekttage der Corona-Krise zum Opfer gefallen sind und ausfallen mussten. „Das war auch für die Azubis eine schwierige Situation“, sagt Watzl und ergänzt: „Keine Absprachen mehr in der Gruppe treffen zu können, weil die Dienstpläne auch noch sehr unterschiedlich aussehen, erschwert die gemeinsame Arbeit an dem Projekt.“ Doch per Mail und am Telefon konnte der letzte Feinschliff besprochen und die Multimedia-Reportage dann auch final zusammengesetzt werden. Herausgekommen ist eine medial abwechslungsreiche Reise hinter die Kulissen des Marienstifts. Nicht nur historische Ereignisse werden aufgezeigt, auch ein virtueller Rundgang über das Gelände ist möglich. Die jungen Azubis gewähren dabei einen Einblick in ihre tägliche Arbeit und erklären, was sie in der Ausbildung motiviert und, warum sie sich für den Beruf entschieden haben.

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