Schwarzstörche im Harz gerettet und nach Leiferde gebracht

Leiferde.  Bei Herzberg hat ein Experte des Naturschutzbundes zwei junge Schwarzstörche geborgen. Die entkräfteten Tiere kommen nun ins Artenschutzzentrum.

Herzberg: Zwei stark geschwächte Schwarzstorch-Jungvögel sitzen auf ihrem Horst. Ein Revierförster hatte auf dem Nest nur noch zwei von ursprünglich vier Jungvögeln gesehen und einen Schwarzstorch Experten gerufen, der zwei Tiere rettete.

Herzberg: Zwei stark geschwächte Schwarzstorch-Jungvögel sitzen auf ihrem Horst. Ein Revierförster hatte auf dem Nest nur noch zwei von ursprünglich vier Jungvögeln gesehen und einen Schwarzstorch Experten gerufen, der zwei Tiere rettete.

Foto: Joachim Neumann / Niedersächsische Landesforsten / dpa

Zwei junge Schwarzstörche sind im Harz gerettet worden. Ein Revierförster hatte auf dem Nest bei Herzberg zwei von ursprünglich vier Jungvögeln gesehen, wie die Landesforsten am Freitag berichteten.

Ein Experte des Naturschutzbundes Nabu sei auf den Baum geklettert und habe die beiden überlebenden Jungstörche am Mittwoch geborgen. Die beiden völlig entkräfteten Tiere wurden anschließend mit einer zuckerhaltigen Infusionslösung für den Transport ins Artenschutzzentrum Leiferde im Kreis Gifhorn gestärkt.

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„Wahrscheinlich ist mindestens einer der Altvögel gestorben und der verbliebene konnte die vier Jungen nicht mehr allein versorgen“, sagte Johannes Thiery, Schwarzstorch-Betreuer der Landesforsten. Der Naturhorst an der alten Brutstätte in einer mächtigen Buche war bei einem Sturm abgebrochen. Daraufhin wurde 2018 ein Kunsthorst als Ersatz angebracht. Mehrere Bruten wurden dort nach Angabe der Landesforsten groß gezogen.

Schwarzstörche unter strengem Schutz

Insgesamt habe sich der Bestand an Brutvorkommen der streng geschützten Schwarzstörche seit Anfang der 1990er Jahre deutlich erhöht, sagte der Sprecher. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts habe es in Niedersachsen fast keine mehr gegeben. Zur Erholung hätten strenge Schutzmaßnahmen, der Bau von Kunsthorsten, die Renaturierung von Nahrungsbiotopen und die Verbreitung aus dem Osten beigetragen.

„Von 15 Brutpaaren im Jahr 1971 wuchs der Bestand auf 50 Brutpaare im Jahr 2008 an“, sagte der Sprecher. Diese Entwicklung stagniere jedoch. Derzeit gingen die Brutzahlen für Niedersachsen sogar leicht zurück, vor allem im Flachland. Wetterextreme und die zunehmende Ausbreitung von Beutegreifern wie Uhu, Seeadler und Waschbär wirkten sich vermutlich negativ aus.

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