VW-Betriebsrat fordert Investitionen für neue Technologien

Salzgitter.  Digitalexperte Johann Jungwirth berichtet bei der Betriebsversammlung über die Zukunft der Mobilität.

Dirk Windmüller und Björn Harmening gemeinsam mit der stellvertretenden Vertrauenskörperleiterin Jessica Knierim im Namen der IG Metall Fraktion als Mitglied des Trägerkreises für den Anti-Atomtreck einen Spendenscheck in Höhe von 500 Euro an Ursula Schönberger von der AG Schacht Konrad.

Dirk Windmüller und Björn Harmening gemeinsam mit der stellvertretenden Vertrauenskörperleiterin Jessica Knierim im Namen der IG Metall Fraktion als Mitglied des Trägerkreises für den Anti-Atomtreck einen Spendenscheck in Höhe von 500 Euro an Ursula Schönberger von der AG Schacht Konrad.

Foto: VW

Björn Harmening, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender am Volkswagenstandort Salzgitter, eröffnete am Mittwoch die zweite ordentliche Betriebsversammlung der neuen Wahlperiode. Als Gast begrüßte er VW-Digitalexperten Johann Jungwirth, der der Belegschaft in Salzgitter einen Einblick in die digitale Welt bei Volkswagen verschaffte. Zudem gratulierte Harmening den Auslernern zur bestandenen Prüfung und hieß die neuen Auszubildenden willkommen, schreibt VW in einer Pressemitteilung.

Betriebsratsvorsitzender Dirk Windmüller sprach über die Auswirkungen von WLTP, ein Leichtfahrzeuge-Testverfahren, im vierten Quartal. „WLTP hinterlässt auch am Standort Salzgitter seine Spuren, auf die wir weiterhin sehr flexibel reagieren müssen“, so Windmüller, „dabei steht für uns die Beschäftigungssicherung aller Kollegen an erster Stelle.“ Er machte deutlich, dass der Betriebsrat für Salzgitter Investitionen für die neuesten Benziner- und Diesel-Technologien fordere sowie weiteres Kapital für die Weiterentwicklung der E-Mobilitätsthemen in Salzgitter. „Zur Standortsicherung müssen wir unseren Einstieg in die Rotor-Stator Fertigung weiter ausbauen und auch die Pilotlinie für die Batteriezellenfertigung ins Ziel bringen, um dann mit dem gewonnenen Know-How den nächsten Schritt umzusetzen.“

Windmüller unterbrach seine Rede, um Johann Jungwirth, Executive Vice President für Mobility Services Volkswagen Group of America, zur Frage um die Zukunft der Mobilität zu Wort kommen zu lassen. Jungwirth nahm die Belegschaft mit auf die Reise in die Zukunft des elektrischen und autonomen Fahrens. Er ist begeisterter E-Golf Fahrer und zeigte die Konzepte der I.D. Familie mit welchen Volkswagen in Kürze in die voll-elektrische Fahrzeugzukunft einsteigen wird. Zudem teilte er seine Vision vom komplett fahrerlosen Fahrzeug. „Damit ermöglichen wir individuelle Mobilität für alle, auch für Personengruppen die aufgrund von Handicaps nicht selber fahren können“, stellte er dar.

Windmüller machte deutlich, dass die Konzernkomponente auch den Standort Salzgitter stärkt. „Als Teile- und Systemlieferant ist die Komponente strategischer Partner und kann ihr Potential auch für externe Kunden nutzen, was sowohl die Beschäftigung sichert als auch die Wirtschaftlichkeit fördert.“ Die abgeschlossene Betriebsvereinbarung zur Konzernkomponente sichere zudem die Mitbestimmungsrechte, so Windmüller. „Und für unsere Kollegen bleibt alles wie gewohnt.“ Zum Schluss seiner Rede machte Windmüller deutlich, dass es bei Volkswagen keinen Platz für rechtes Gedankengut gibt. „Wir stehen für Respekt, Toleranz, Weltoffenheit und ein friedliches Miteinander und wir alle müssen uns rechtsextremen und antidemokratischen Umtrieben entgegenstellen.“

Bei der Aussprache übergaben Windmüller und Harmening gemeinsam mit der stellvertretenden Vertrauenskörperleiterin Jessica Knierim im Namen der IG Metall Fraktion als Mitglied des Trägerkreises für den Anti-Atomtreck einen Spendenscheck in Höhe von 500 Euro an Ursula Schönberger von der AG Schacht Konrad. Schönberger appellierte in ihrer Rede an die Belegschaft, sich am 20. Oktober 2018 am Anti-Atom-Treck von Lebenstedt nach Peine zu beteiligen.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder