Nach Bombenfund in Beddingen: Sprengung erfolgreich

Beddingen.  In Beddingen bei Salzgitter sind sechs Fliegerbomben gefunden und gesprengt worden. Die Straßensperrungen sind wieder aufgehoben.

Bombensprengung bei Beddingen

Im Salzgitteraner Stadtteil Beddingen sind am Freitagnachmittag sechs amerikanische Fliegerbomben aus dem 2. Weltkrieg gefunden und kontrolliert gesprengt worden. Zunächst gab es dabei eine technische Störung. Video: Friederike Noske
Bombensprengung bei Beddingen

Insgesamt sechs amerikanische Fliegerbomben aus dem 2. Weltkrieg sind am Freitagnachmittag im Salzgitteraner Stadtteil Beddingen gefunden und gegen 17.50 Uhr kontrolliert gesprengt worden. Der Fundort befindet sich in der Rüdekenstraße in einem Gewerbegebiet.

Die ersten zwei Sprengversuche gegen 17.20 und 17.30 Uhr waren aufgrund einer Funkstörung fehlgeschlagen. Ursprünglich war die Sprengung für 17 Uhr angesetzt.

Die Autobahn 39 war wegen der Sprengung zwischen Salzgitter-Thiede und Lebenstedt zwischenzeitlich in beiden Richtungen voll gesperrt worden. Ebenfalls dicht war die Landesstraße 615 in Richtung Hafenstraße in Beddingen. Dadurch geriet der Feierabendverkehr zeitweise erheblich ins Stocken.Gegen 18 Uhr wurde die Sperrung dann wieder aufgehoben.

Kein Zufallsfund

Die zwischen 30 und 40 Zentimeter großen Weltkriegsbomben seien in der Folge einer bundesweiten Suchaktion nach Kampfmitteln auf dem Feld nahe der Rüdeckenstraße bei Beddingen gefunden worden. Die Stadt Salzgitter hatte die Suche in Auftrag gegeben, da die Fläche in naher Zukunft bebaut werden soll. Damit eine kontrollierte Sprengung stattfinden kann, musste die Munition um 350 Meter in die Mitte des Feldes transportiert werden. Ein Transport auf der Straße hätte laut der Experten der Kampfmittelbeseitigung Niedersachsen aus Sicherheitsgründen nicht durchgeführt werden können. Auch eine Entschärfung der Bomben sei nicht in Frage gekommen, da sich die Zünder nicht herausdrehen ließen.

Umliegende Gebäude hätten nicht evakuiert werden müssen, heißt es. Einzig einige Angler, die sich auf der anderen Seite der A39 an einem Teich befanden, mussten das Sperrgebiet verlassen.

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder