Schüler sammeln in Salzgitter für Kriegsgräber

Salzgitter.  Bei ihrer Sammel-Aktion stießen die Schüler überwiegend auf positive Resonanz.

Die Jugendlichen sammelten 3.344 Euro für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge.

Die Jugendlichen sammelten 3.344 Euro für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge.

Foto: Nina Schacht

Wenn sich junge Menschen für die Völkerverständigung einsetzen und eine Erinnerungskultur aufrechterhalten, dann kommen sie dabei in eine Kommunikation mit den Generationen. Das erlebten Schüler, als sie für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge sammelten.

Schüler der IGS Salzgitter, der Gottfried-Linke-Realschule, der Realschule Gebhardshagen und Salzgitter-Bad sowie des Gymnasiums Salzgitter-Bad sammelten auf der Straße und an den Haustüren einen Betrag von 3344 Euro. Oberbürgermeister Frank Klingebiel bedankte sich bei den Schülern für ihr Engagement und betonte, wie wichtig die Aktion für die Kriegsgräberfürsorge sei, gerade weil auch „alle gemeinsam aus der Vergangenheit lernen können“.

In der Zeit zwischen Oktober und November fand die Haus- und Straßensammlung der Kriegsgräberfürsorge statt. „Wir haben viele gute Erfahrungen bei der Sammlung gemacht“, berichtet Lenny, Schüler am Gymnasium in Salzgitter-Bad. Vor allem, dass sich gerade junge Menschen für den Volksbund engagieren, sei vielen Menschen positiv aufgefallen.

Auch Svenja von der IGS Salzgitter kann sich an die Aktion gut erinnern: „Wir haben mit vielen älteren Menschen an den Haustüren über den Krieg gesprochen.“ Von einigen hätten sie zwar keine Geldspende bekommen, doch die meisten Salzgitteraner hätten sich beteiligt. „Wir haben oft erklärt, wofür wir sammeln“, sagt Mitschülerin Chantal.

Ein Teil der Spenden wird vom Bezirksverband zur Pflege der Kriegsgräber eingesetzt. Die Spenden sollen aber auch für Jugendbegegnungen und Workcamps verwendet werden. „Ihr habt auch für die Bildungsarbeit gesammelt“, sagt Rainer Bendick, Bildungsreferent des Volksbundes im Bezirk Braunschweig, denn der Volksbund arbeitet gemeinsam mit der IGS Salzgitter und dem Gymnasium in Salzgitter-Bad an Gedenktafeln für gefallene Soldaten.

Und auch außerschulische Aktivitäten bietet der Volksbund. „Die Workshops finden in 36 Ländern statt“, sagt Bendick. In den Camps könnten Jugendliche gemeinsam „Geschichte anwenden und verstehen“. Mit Arbeitseinsätzen auf Kriegsgräberstätten, wie der Pflege von Grabsteinen, können Schüler eine Erinnerungskultur aufrecht erhalten und Gedenkstätten als Lernorte verstehen. Im Mittelpunkt steht dabei auch unterschiedliche Länder kennen zu lernen.

„Junge Menschen treffen in bi-, tri- oder internationalen Begegnungen aufeinander“, so Bendick. „Und das europäische Gefühl wird entwickelt“, ergänzt Lehrerin Elisabeth Hadamitzky.

Wir haben viele gute Erfahrungen bei der Sammlung für den Volksbund gemacht
Lenny,
Wir haben mit vielen älteren Menschen an den Haustüren über den Krieg gesprochen.
Svenja,

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