Salzgitteraner geben Tipps gegen den Lockdown

Salzgitter.  Kein Essen im Lieblingsrestaurant, kein Kneipenbummel: Was tun im Lockdown? Bekannte Salzgitteraner geben Tipps.

Pfarrer Uwe Teichmann nutzt den Lockdown für Nordic Walking.. 

Pfarrer Uwe Teichmann nutzt den Lockdown für Nordic Walking.. 

Foto: Jürgen Stricker

Keine kulturellen Veranstaltungen, keine Kino- oder Restaurantbesuche, kein Training im Fitnessstudio – was tun gegen Corona-Blues in der Freizeit? Über ihre Rezepte für Freizeitaktivitäten in Corona-Zeiten berichten Frauen und Männer des öffentlichen Lebens in Salzgitter.

Karin Esser geht mit Yanosch spazieren

Natürlich ist Karin Esser, Leiterin der Kita „Hand in Hand“ in Hallendorf, auch vor der Pandemie mit ihrem Hund Yanosch spazieren gegangen. „Doch jetzt sind die Touren zu Fuß oder mit dem Rad in die Felder länger – ich entdecke neue Strecken oder arbeite intensiv mit dem Hund“, sagt sie. Yanosch findet das Covid-19-Virus wahrscheinlich richtig prima. Für sein Frauchen ist Gassigehen ein guter Ausgleich nach dem Arbeitstag. „Zurzeit sind wir in den Kitas ziemlich gefordert. Um den Kopf frei zu kriegen schnappe ich mir den Hund und gehe raus.“ Mit der erwachsenen, noch im Haushalt lebenden Tochter hat Esser gemeinsames Kochen (wieder) entdeckt. Die Knta-Leiterin fotografiert auch gerne. „Jetzt habe ich die Zeit, die Fotos mal zu sortieren.“

Matthias Wilhelm hat mehr Zeit für die Familie

„In vertrauter Zweisamkeit mache ich mit meiner Frau lange Spaziergänge“, berichtet Matthias Wilhelm, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Salzgitter-Peine. Für ihn ist die Familie „der Rückzugsort der Kraft, Halt und Energie gibt.“

Wolfgang Pozzato schmökert gern

Wolfgang Pozzato, Kopf der Kleinkunstbühne Salzgitter-Bad und Gemeinsam-Preisträger, ist ebenfalls viel in der Natur unterwegs. Es sei auch die Zeit für Bücher, „für solche, da geht man dran, wenn man Zeit hat“. Für ihn ist es derzeit „Die Hauptstadt“ von Robert Menasse. „Der Garten sah noch nie so aus wie dieses Jahr“, nennt Pozzato ein weiteres Betätigungsfeld. Er hat festgestellt: „Die Leute telefonieren wieder mehr.“

Susanne Steinert-Bode backt Kekse

Langeweile gibt es auch bei Susanne Steinert-Bode nicht. Die Vorsitzende des Landfrauenvereins Lesse zählt auf: „Viel lesen, aufräumen, Haus- und Gartenpflege, Kekse backen.“ In den Wintermonaten frönt sie einer weiteren Leidenschaft: alte Häuser in aller Ruhe renovieren, um die alte Bausubstanz zu erhalten. „Das dauert dann auch schon mal zwei, drei Winter“, sagt sie.

Matthias Pintak improvisiert

In dieser Zeit müsse man einfach improvisieren, meint Polizeisprecher Matthias Pintak. „Man kann sich das Essen aus seinem Lieblingsrestaurant auch nach Hause holen oder mal bewusst woanders in der Umgebung hinfahren – nicht einfach nur zu Hause sein.“

Uwe Teichmann macht Nordic Walking

Propst Uwe Teichmann vermisst die Besuche im Fitnessstudio. Kompensation: Übungen zu Hause und Nordic Walking um den Salzgittersee. „Schön, dass die Wege jetzt morgens und abends beleuchtet sind.“ Verzichten muss er auf seine Besuche in einer Lebenstedter Fußballkneipe, um seine Lieblingsmannschaft spielen zu sehen. „Aber die Einschränkungen sind richtig und wichtig. Sehr dankbar sind wir, dass wir immer noch rauskönnen. Mit meiner Frau bin ich viel in den Salzgitter Höhenzügen unterwegs. Wichtig ist auch, dass die Gottesdienste stattfinden können.“

Frank Klingebiel hat kaum Freizeit

Mangelware ist Freizeit in diesen Tagen für Oberbürgermeister Frank Klingebiel. Zusätzlich zu seinen anderen Aufgaben lasse ihm das Krisenmanagement der 2. Welle der Corona-Pandemie kaum Freizeit, stellt er fest. „Am Wochenende gehe ich gern mit meiner Familie und unserem Hund Diego spazieren und schaue Fußball-Bundesliga“, sagt Klingebiel.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder