Synode Lebenstedt setzt neue Impulse beim Thema Flüchtling

Lebenstedt.  Die Herbstsynode der Propstei Lebenstedt hat das Thema „Flüchtlinge in Salzgitter“ behandelt. Propst Teichmann fordert einen besonnenen Umgang.

Neben der Wahl gab es bei der Herbstsynode drei Impulsreferate zum Thema „Flüchtlinge in Salzgitter“.

Neben der Wahl gab es bei der Herbstsynode drei Impulsreferate zum Thema „Flüchtlinge in Salzgitter“.

Foto: Susanne Diestelmann

Die Herbstsynode der Propstei Lebenstedt hat Propst Uwe Teichmann, Thomas Kempe und Dr. Uwe Klotz in die landeskirchliche Synode gewählt. In zwei Wahlgängen fand die geheime Wahl der Landessynodalen statt. Insgesamt sechs Kandidaten hatten sich zur Wahl gestellt, davon zwei ordinierte Pfarrer (Pfarrer Claus-Dieter Sonnenberg und Propst Uwe Teichmann) und vier nichtordinierte Synodale (Thomas, Kempe, Dr. Uwe Klotz, Heimfried Kriegel und Dr. Karin Ritter), heißt es in der Mitteilung der Propstei.

Nach der Eröffnungsandacht von Pfarrerin Rebecca Schönfelder über die Tageslosung Psalm 86,9 eröffnete der Vorsitzende der Synode Dr. Uwe Klotz die Sitzung und gab Propst Ralph Ohainski, Salzgitter-Bad, die Gelegenheit ein Grußwort zu sprechen.

Der Vorsitzende Dr. Klotz leitete dann mit Worten aus dem 3. Buch Mose („Wenn ein Fremdling bei euch wohnt in eurem Lande, den sollt ihr nicht bedrücken. Er soll bei euch wohnen wie ein Einheimischer unter euch, und du sollst ihn lieben wie dich selbst; denn ihr seid auch Fremdlinge gewesen in Ägyptenland.“) das Synodenthema „Flüchtlinge in Salzgitter“ ein, zu dem es drei Impulsreferate gab.

Petra Behrens-Schröter, Beauftragte für Diakonie Salzgitter, erläuterte die Arbeit in der Diakonie in Kooperation mit der Stadt seit 2014. Dabei stellte sie heraus, wie wichtig es sei, Begegnungsräume zu schaffen, in denen Brücken zwischen Einheimischen und Migranten geschlagen werden. Durch Angebote, wie zum Beispiel Schachspielen, könnten Gespräche entstehen, in denen die jeweils andere Kultur verständlich gemacht werde.

Kriminaldirektor a.D Ulf Küch setzte ein bewusstes Statement gegen die Instrumentalisierung der Flüchtlingskrise durch die Politik. Arm werde gegen ärmer ausgespielt. Bei den Flüchtlingen, die seit 2014 nach Deutschland eingereist sind, sei der Anteil von Kriminellen prozentual nicht höher als der Anteil von Kriminellen in der deutschen Bevölkerung. Viel eher müsse gegen Ghettobildung und schlechte Integration gehandelt werden. Hierfür sei der Schlüssel die Sprache.

Jomaa Mohamad, tätig in der Migrationsberatung in Salzgitter, erläuterte die Aufgaben der Migrationsberatung. Die Arbeit bestehe aus der Hilfe beim Kontakt zu Botschaften, Behörden oder dem Auswärtigem Amt, über das Erstellen der Visumsanträge und der Integration in den Arbeitsmarkt sowie der „allgemeinen“ Sozialberatung.

Nach einer kurzen Frage- und Ausspracherunde fasste Propst Teichmann das Thema zusammen. Es sei wichtig, Besonnenheit zu wahren und Ängste auszusprechen. Außerdem müsse das Thema in den Kirchengemeinden thematisiert und mitgestaltet werden.

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