DFL-Taskforce mit Fans und Spielern ist eine gute Basis

Essen.  Die Taskforce Zukunft Profifußball der DFL hat ihre Arbeit aufgenommen. Viele Experten mit vielen Interessen: Das macht Hoffnung. Ein Kommentar.

Der Initiator: Christian Seifert, Geschäftsführer der Deutschen Fußball-Liga.

Der Initiator: Christian Seifert, Geschäftsführer der Deutschen Fußball-Liga.

Foto: Arne Dedert / dpa

Sie reden miteinander, nicht übereinander. Das allein ist schon mal eine richtig gute Basis. Der deutsche Profifußball war vor allem zu Beginn der Corona-Krise heftig in die Kritik geraten, er sah sich massiv mit den Vorwürfen konfrontiert, abgehoben zu sein und ausschließlich gewinnorientiert zu denken. Aber Christian Seifert, Geschäftsführer der Deutschen Fußball-Liga, erwies sich gerade in jenen Wochen als umsichtiger Manager.

Der Profifußball wird neu verhandelt - mit Spielern und FansEr erklärte, dass auch seine Branche keine leichten Lösungen für die vielen Probleme haben konnte, die sich plötzlich durch die Pandemie ergaben. Und die Frage, ob sich der Profifußball verändern werde durch Corona und nach Corona, griff er auf, ohne sie vorschnell zu beantworten. Die DFL rief stattdessen als Dachverband der 36 Bundesligaklubs eine Taskforce Zukunft ins Leben.

Die wichtigste Frage: Wohin steuert der Profifußball?

In dieser Taskforce kommen viele Köpfe mit unterschiedlichen Denkansätzen zusammen. Bundesliga-Manager, Fußball-Funktionäre, Marketing-Experten, Fan-Vertreter, Spieler, Politiker, Journalisten – sie alle werden viele Punkte zusammentragen und sicher auch viele Streitgespräche führen.

Die wichtigste Frage, die geklärt werden muss: Wohin steuert der Profifußball in Deutschland? Muss er sich an den reichen Klubs in England orientieren, an deren ungehemmtem Umgang mit Geld? Oder werden mehr Werte berücksichtigt, die vielen Fans wichtig sind? Niemand sollte so naiv sein zu glauben, dass das Rad des Kommerzes zurückgedreht wird. Aber es muss ja vielleicht nicht immer schneller und schneller rollen.

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