Bernd Nehrig schießt Eintracht Braunschweig zum Sieg

Zwickau.   Die Löwen fahren am Montagabend in Zwickau den nächsten wichtigen Erfolg im Abstiegskampf ein.

Philipp Hofmann (Eintracht Braunschweig) Mitte, Toni Wachsmuth (FSV Zwickau) rechts und Anthony Barylla (FSV Zwickau) links.

Philipp Hofmann (Eintracht Braunschweig) Mitte, Toni Wachsmuth (FSV Zwickau) rechts und Anthony Barylla (FSV Zwickau) links.

So hatten sich alle Eintracht-Fans den Start ins Jahr 2019 vorgestellt. Nach dem Auftaktsieg im Heimspiel gegen Hansa Rostock haben Braunschweigs Drittliga-Fußballer nachgelegt und auswärts in Zwickau. Vor 4125 Zuschauern gewannen die Blau-Gelben durch ein Tor von Bernd Nehrig mit 1:0 (0:0) und machten einen weiteren Schritt in Richtung Nichtabstiegsplätze.

Eintracht-Trainer André Schubert hatte für zwei kleine Überraschungen in der Startaufstellung gesorgt. Marc Pfitzner, der wegen einer Knieprellung fast schon zu den sicheren Ausfällen gezählt hatte, war doch fit geworden und übernahm wieder die Position zentral vor der Abwehr. Außerdem feierte Mike Feigenspan, am letzten Spieltag Torschütze zum 2:0 gegen Rostock, seine Startelfpremiere in der 3. Liga. Für ihn musste Leandro Putaro auf die Ersatzbank.

Mit dieser einen personellen Veränderung im Vergleich zum Sieg gegen Hansa starteten die Braunschweiger zunächst gut in die Partie. Die Abwehr stand sicher und im Mittelfeld sorgten die Routiniers Pfitzner, Stephan Fürstner und Nehrig für Kompaktheit, auch wenn nach vorne wenig ging. Aber durch eine fünfminütige Unterbrechung – Eintracht-Fans hatten aus Protest gegen das Montagsspiel Apfelsinen auf das Spielfeld geworfen – verloren die Blau-Gelben auch defensiv etwas den Faden. Zwickau war tonangebend und hatte durch Julius Reinhardt die große Chance zur Führung. Der Ex-Braunschweiger wurde bei einem Freistoß am zweiten Pfosten sträflich alleingelassen, köpfte den Ball aber übers Tor (17.).

Da den Löwen im Spiel nach vorne wenig bis gar nichts einfiel, waren sie mit dem 0:0 Mitte der ersten Hälfte gut bedient. Zwickau war die wachere Mannschaft und ließ den Ball gut laufen. Die Eintracht präsentierte sich dagegen handlungslahm und ungenau im Passspiel. Ein Kombinationsfluss, um gefährlich in Tornähe zu gelangen, kam so nicht zustande. Es musste also eine Standardsituation für die erste ernsthafte Möglichkeit der Blau-Gelben her. Eine Ecke von Nehrig köpfte Feigenspan weiter zu Marcel Bär, der das Tor ebenfalls per Kopfball verfehlte (40.). Doch das war es dann auch schon mit guten Chancen für die Gäste.

In der zweiten Hälfte konnte es offensiv nur besser werden. Dafür brachte Schubert Putaro für den mit einer Gelben Karte vorbelasteten Feigenspan. Aber erneut waren es die Eintracht-Fans, die auf unrühmliche Weise für Aufmerksamkeit sorgten. Praktisch mit Wiederanpfiff brannten sie in ihrem Block Feuerwerk und Raketen ab , der Schiedsrichter bat beide Teams für wenige Minuten zurück in den Kabinengang. Als es weiterging, waren die Löwen endlich im Spiel. Sie gingen konsequenter in die Zweikämpfe und entwickelten nun auch Zug zum Tor. Und das wurde schnell belohnt. Nehrig hielt bei einer scharfen Hereingabe flach vor das Zwickauer Tor den Fuß hin – 1:0 für Blau-Gelb (56.). Nach der ersten Hälfte etwas schmeichelhaft für die Braunschweiger, aber extrem wichtig. Denn Zwickau blieb dran. Nur wenige Minuten nach der Gästeführung, musste sich Eintracht-Keeper Jasmin Fejzic strecken, um bei einer missglückten Flanke nicht den Ausgleich zu kassieren.

Aber auch die Löwen hatte eine dicke Chance, um auf 2:0 zu erhöhen. Stürmer Philipp Hofmann schaffte es aber nicht, Zwickaus Torwart aus wenigen Metern Entfernung zu überwinden. Insgesamt war in der zweiten Hälfte in beiden Strafräumen deutlich mehr los als vor der Pause. Eintracht hatte gerade in der Schlussphase einige brenzlige Situationen zu überstehen und klärte einmal im Kollektiv in höchster Not, blieb bei Kontern aber ebenfalls gefährlich. Dass nicht mit einem zweiten Tor für mehr Sicherheit gesorgt wurde, konnte nach dem Schlusspfiff aber jeder Braunschweiger verschmerzen.

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