2:3 gegen SV Wehen: Rückschlag für die Eintracht

Braunschweig  Eintracht Braunschweig verliert vor 17.015 Zuschauern gegen den starken SV Wehen Wiesbaden.

Eintrachts Stephan Fürstner und Wiesbadens Florian Hansch kämpfen um den Ball.

Eintrachts Stephan Fürstner und Wiesbadens Florian Hansch kämpfen um den Ball.

Foto: Cathrin Mueller / Bongarts/Getty Images

Nach vier Spielen ohne Niederlage hat es die Braunschweiger Eintracht mal wieder erwischt. Gegen den SV Wehen Wiesbaden verloren die Löwen am Sontag mit 2:3 (1:2) und bleiben in der 3. Fußball-Liga auf dem vorletzten Tabellenplatz mit vier Punkten Abstand auf das rettende Ufer.

Sascha Mockenhaupt (17.), Agyemang Diawusie (31.) und Niklas Schmidt per Foulelfmeter (60.) trafen für die starken Gäste, Eintracht profitierte von einem Eigentor des Wiesbadeners Daniel Kofi Kyereh (23.), zudem sorgte das Tor des gerade erst eingewechselten Yari Otto (68.) für Hoffnung auf ein Happy-End, das dann vor 17.015 Zuschauern aber ausblieb. „Wir haben bis zur letzten Sekunde alles versucht, haben uns allerdings ein paar individuelle Fehler zu viel geleistet“, bilanzierte Eintracht-Trainer Andre Schubert – vor allem in der ersten Halbzeit. „Heute haben Kleinigkeiten den Ausschlag gegeben.“

Kyereh schoss ein Eigentor

Nach einer Viertelstunde des Abtastens und der Risiko-Minimierung auf beiden Seiten entwickelte sich doch noch eine erste Halbzeit mit Tempo, Kampf und vielen Torabschlüssen. Konnte Eintrachts Torhüter Jasmin Fejzic in der 17. Minute einen Schuss des Wiesbadeners Daniel Kofi Kyereh noch aus dem Winkel fischen, so war er bei der anschließenden Ecke dann geschlagen. Der Ball von Niklas Schmidt flog vom Tor weg an die hintere Ecke des Fünfmeterraums, von wo Wiesbadens Innenverteidiger Sascha Mockenhaupt mutterseelenallein einköpfte. Eintrachts Robin Becker, Marcel Bär und Steffen Nkansah waren viel zu weit eingerückt.

„Wir hatten eine klare Zuteilung, in der ersten Halbzeit hat mir das Zweikampfverhalten das eine oder andere Mal nicht gefallen“, kritisierte Schubert.

Nur wenige Minuten später gelang der glückliche Ausgleich. Ein Freistoß von Leandro Putaro segelte in den Strafraum der Gäste, Löwen-Außenverteidiger Benjamin Kessel war beim Kopfballversuch schon vorbeigesegelt, da schob Kyereh hinter ihm den Ball noch ins eigene Tor.

Erste Halbzeit ging an die Gäste

Doch die umschaltstarken, technisch versierten Gäste blieben im Vorwärtsgang. Florian Hansch (25.) schoss den Ball nach einer scharfen Hereingabe noch am Braunschweiger Tor vorbei, doch Agyemang Diawusie machte es wenig später besser, rutschte mit dem Ball zwischen den Beinen die letzten Zentimeter über die Linie. Kessel hatte zuvor die Flanke von Maximilian Dittgen nicht unterbunden, Löwen-Linksverteidiger Niko Kijewski stand hinter dem Torschützen.

Eintrachts Kapitän Stephan Fürstner (33.) hatte zwar noch eine gute Chance auszugleichen, die ersten Halbzeit ging aber an die Gäste, die zeigten, warum sie jetzt auf dem vierten Tabellenplatz stehen. „Wir wussten, dass wir in Braunschweig alles investieren müssen, dass wir den Kampf annehmen müssen“, sagte SV-Coach Rüdiger Rehm, „vor allem in der zweiten Halbzeit, die sehr intensiv geführt wurde von beiden Seiten, haben wir alles aus uns herausgeholt.“

Schubert reagierte und brachte zur zweiten Halbzeit Mittelstürmer Philipp Hofmann für den farblosen Julius Düker, und Christoph Menz für Innenverteidiger Steffen Nkansah – mehr Durchschlagskraft vorn, mehr Sicherheit hinten.

Yari Otto traf fünf Minuten nach seiner Einwechslung

Doch die nächste Chance hatten wieder die Gäste. Kyereh (53.) traf, völlig alleingelassen, nur die Latte. Großes Glück für die Löwen, die von ihren Fans nach vorn gepeitscht wurden.

Doch nach einer Stunde machten Wehen-Wiesbaden vermeintlich den Sack zu. Aus einer Ecke der Braunschweiger heraus fuhren die Gäste einen Konter, der mit einem Foul von Stephan Fürstner an Diawusie endete. Elfmeter. Niklas Schmidt verwandelte sicher zum 3:1.

Der K.o.? Von wegen. Yari Otto markierte fünf Minuten nach seiner Einwechslung mit einem Solo das 2:3 (73.). Das Stadion kochte, die 17.015 Zuschauer hofften in der dramatischen Schlussphase zumindest noch auf ein Unentschieden. Doch das Happy-End blieb aus.

Der Artikel wurde aktualisiert.

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