Düker kann seine Chance nicht nutzen, dafür trifft Otto

Braunschweig.  Die Offensive von Eintracht Braunschweig enttäuscht in den ersten 45 Minuten. Erst die Einwechselspieler bringen frischen Wind.

Wiesbadens Daniel Kofi Kyereh (links) im Zweikampf mit dem Braunschweiger Torschützen Yari Otto.

Wiesbadens Daniel Kofi Kyereh (links) im Zweikampf mit dem Braunschweiger Torschützen Yari Otto.

Foto: µµFlorian Kleinschmidt/BestPixels.de

Es war einen Versuch wert. „Julius hat sich im Training angeboten und seine Chance verdient. Es ist schwierig, wenn man einer Mannschaft sagt, wir haben einen ausgeglichenen Kader, lässt aber immer dieselben elf Spieler spielen“, erklärt Eintrachts Trainer André Schubert, warum er zum ersten Mal Julius Düker den Vorzug vor Philipp Hofmann in der Startelf von Braunschweigs Fußball-Drittligist gab.

Doch der Mittelstürmer, der im Januar von Zweitligist Paderborn zu den Löwen zurückkehrte, konnte seine Chance gegen Wehen Wiesbaden nicht nutzen. Nicht nur wegen der 2:3-Heimniederlage der Blau-Gelben war es ein gebrauchter Tag für den 23-Jährigen, der in Braunschweig geboren wurde und bereits von 2013 bis 2016 für die Eintracht spielte. In einer schwachen Mannschaft fand Düker in den ersten 45 Minuten nicht ins Spiel, hatte kaum gute Aktionen und blieb wie fast die komplette Eintracht-Offensive vor dem Seitenwechsel blass. „Er ist nicht so ins Spiel reingekommen, wie ich mir das gewünscht hätte“, meinte Schubert zum unglücklichen Auftritt des Stürmers, der damit in seinem Team aber nicht allein war.

Da Schubert in der Pause reagierte, konnte Düker den schwachen Eindruck in den zweiten 45 Minuten nicht mehr wettmachen. Er musste für Hofmann weichen. Der Mittelstürmer Nummer 1 hatte nicht nur deshalb zunächst auf der Ersatzbank Platz nehmen müssen, weil ihm in letzter Zeit das Glück im Abschluss fehlte, sondern auch weil sein Spielstil sehr kraftintensiv ist. „Hoffi zeigt immer eine hohe Laufbereitschaft und ist in vielen Zweikämpfen mit einer hohen Intensität drin. Um das beizubehalten, müssen wir auch immer mal wieder einen Wechsel im Team vornehmen“, erklärt Schubert, warum er eine Pause für den Angreifer als eine richtige Maßnahme erachtete.

Hofmanns Qualitäten fehlten der Eintracht vor der Pause gegen Wiesbaden dann aber doch ziemlich. Düker ist der etwas elegantere und vielleicht auch spielstärkere Spieler als der Ex-Schalker, konnte sich gegen Wehens Innenverteidigung aber zu selten behaupten. Erst mit Hofmanns Einwechslung gelang es den Braunschweigern bei langen Pässen in die Spitze die Bälle festzumachen. Auch wenn der Stürmer erneut ohne eigenen Treffer blieb, half er mit seiner Präsenz im Zentrum weiter und war ein Grund dafür, dass die Eintracht im zweiten Spielabschnitt wieder Morgenluft schnupperte.

Ein anderer Grund war Yari Otto. Nachdem Schubert mit Hofmann für Düker und Christoph Menz für Steffen Nkansah schon zweimal gewechselt hatte, brachte er mit dem 19-Jährigen den dritten Spieler, der für frischen Wind sorgte. Und Otto gelang das, was sowohl Düker als auch Hofmann verwehrt blieb: das Anschlusstor zum 2:3. „Yari hat das Tor klasse gemacht und sich insgesamt super entwickelt“, freute sich Schubert für das Talent. Zugunsten eines Punkts gegen Wiesbaden hätte der Trainer aber gerne auf Ottos Treffers verzichtet.

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