Eintrachts Marcel Bär: Das wirft uns nicht um

Braunschweig.  Eintrachts Drittliga-Fußballer wollen sich von der 2:3-Niederlage gegen Wiesbaden nicht aus der Ruhe bringen lassen.

Braunschweigs Marcel Bär im Zweikampf mit Wiesbadens Niklas Dams.

Braunschweigs Marcel Bär im Zweikampf mit Wiesbadens Niklas Dams.

Foto: Florian Kleinschmidt / µBestPixels.de

Glücklich sahen die Drittliga-Fußballer von Eintracht Braunschweig nach der 2:3-Niederlage gegen Wehen Wiesbaden verständlicherweise nicht aus. Allerdings wollte nach der ersten Pleite nach vier Partien auch niemand lange Trübsal blasen. Dass der Rückstand auf den ersten Nicht-Abstiegsplatz wieder um einen Punkt gewachsen ist? Zu diesem Zeitpunkt noch nicht so wichtig, findet Kapitän Stephan Fürstner. „Es ist egal, wie die anderen spielen. Der Fokus soll und muss auf unserer eigenen Leistung liegen“, sagt der Spielführer mit Blick auf die direkten Konkurrenten, die am Wochenende Punkte sammelten.

Vier Zähler hat Sonnenhof Großaspach nun als Tabellensechszehnter Vorsprung auf die Eintracht, die Braunschweiger werden also zunächst einen Sieg brauchen, bevor sie überhaupt wieder die Chance haben, die Abstiegsränge zu verlassen. Deshalb ist es bitter, dass die Niederlage gegen Wehen die Aufholjagd vorläufig gestoppt hat. Solche Moment hatten die Blau-Gelben aber eingeplant. „Es ist klar, dass wir auf unserem Weg auch Rückschläge hinnehmen müssen. Die Frage ist immer wie, und ich denke, dass wir gegen Wiesbaden bis zum Schluss gekämpft haben. Der Wille ist da“, meint Fürstner.

Auch Trainer André Schubert wusste, das 2:3 „gegen eine sehr starke Mannschaft“ einzuordnen. Er hatte vor der Partie bewusst auf die Euphoriebremse getreten. Auf die Erkenntnis, mit seinen Warnungen Recht behalten zu haben, hätte der Coach aber gut verzichten können. „Für mich ging es nicht darum, Bestätigung zu haben, sondern darum, die Sinne zu schärfen und zu wissen, dass wir jetzt nicht alle 18 Spiele nach der Winterpause gewinnen werden“, erklärt Schubert.

Dennoch werden die Löwen die erste Pleite in diesem Jahr auch nicht als unumgänglich deklarieren. Dass es gegen Wiesbaden nicht zumindest für einen Punkt reichte, müssen sich die Braunschweiger aufgrund einer schwachen ersten Hälfte selbst ankreiden. In Zwickau waren die Löwen vor der Pause mit einem ähnlichen Auftritt noch mit einem blauen Auge davongekommen und konnten die Partie aufgrund einer Steigerung in der zweiten Hälfte gewinnen. Doch Wiesbaden bestrafte die Fehler der Löwen eiskalt. „In der ersten Hälfte haben wir nicht das auf die Wiese gebracht, was wir können“, gibt Fürstner zu. Der Kapitän und seine Mitspieler geloben deshalb Besserung für das nächste Spiel am Samstag bei Fortuna Köln.

Die zweite Hälfte gegen Wiesbaden dürfte Mut machen, dass den Löwen dieses Vorhaben gelingt. Immerhin lieferte die Schubert-Elf dem Gegner nach der Pause ein Duell auf Augenhöhe. Deshalb glauben im Eintracht-Lager alle daran, dass sie am nächsten Spieltag in die Erfolgsspur zurückkehren. „Die Niederlage gegen Wiesbaden ist ärgerlich, aber sie wirft uns nicht um. Wir haben in der zweiten Hälfte gezeigt, was wir können, jeder hat noch einmal eine Schippe draufgelegt. Darauf können wir aufbauen“, sagt Stürmer Marcel Bär.

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