Eintracht muss wohl auf Kessel verzichten

Braunschweig.  Benjamin Kessel ist einer von fünf Profis, auf die Eintracht Braunschweig wohl am Mittwoch in Kaiserslautern verzichten muss.

Benjamin Kessel (links) fehlt Eintracht wohl in Kaiserslautern.

Benjamin Kessel (links) fehlt Eintracht wohl in Kaiserslautern.

Foto: Florian Kleinschmidt

So ganz ist die Erkältungswelle bei Eintracht Braunschweig noch nicht abgeebbt. Nicht nur Trainer André Schubert ist nach wie vor etwas verschnupft, auch etliche seiner Drittliga-Fußballer sind noch nicht wieder völlig gesund und werden deshalb wohl auch im nächsten Auswärtsspiel am Mittwoch (19 Uhr) beim 1. FC Kaiserslautern fehlen.

Vor allem der erneute Ausfall von Eintracht-Kapitän Stephan Fürstner schmerzt. Der Mittelfeldspieler hatte bereits das 2:2 am Samstag gegen Würzburg wegen eines grippalen Infekts verpasst. „Er ist auf dem Weg der Besserung, Stand heute wird es aber nicht gehen“, sagte Schubert am Montag zu den Einsatzchancen seines Spielführers in der Pfalz. Auch Benjamin Kessel hat es erwischt. „Bei ihm wird es sehr wahrscheinlich nicht reichen“, hat Schubert beim Rechtsverteidiger ebenfalls wenig Hoffnung auf einen Einsatz gegen dessen Ex-Klub.

Dazu stehen zwei dicke Fragezeichen hinter Felix Burmeister (Beschwerden am Becken) und Niko Kijewski (Prellung). Für die Abwehrspieler könnte ein Einsatz ebenfalls zu früh kommen. Die Eintracht geht also durchaus etwas angeschlagen in die englische Woche. Auch die Nachricht, dass Leandro Putaro wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen ist, sorgt da für wenig Entspannung. „Er hat 14 Tagen nicht trainiert, ist zuletzt mit einer Mittelohrentzündung ausgefallen“, erinnert Schubert. Der Coach würde den Offensivspieler gerne bereits wieder gegen Kaiserslautern einsetzen, will dieses Risiko aber nicht unbedingt eingehen.

Dass so vieles bei seiner Startelf offen ist, lässt Schubert aber nicht verzweifeln. „Wie wir Spieler ersetzen oder wie wir auf weitere Ausfälle reagieren, sind immer Gedankengänge, die uns Trainer beschäftigen. Da geht man im Kopf schon die verschiedenen Optionen durch“, erklärt der Coach, ohne ins Detail zu gehen. Denn so ärgerlich es ist, dass den Braunschweigern in Kaiserslautern wohl einige Akteure fehlen werden, die vielen offenen Positionen erzeugen auch beim Gegner Fragezeichen. Und die will Schubert nicht weniger werden lassen, indem er seine Pläne offenlegt.

Außerdem besteht bis Mittwoch ja noch etwas Hoffnung, dass der eine oder andere Spieler doch noch fit wird. Zumindest in der Defensive wäre das nicht schlecht. Da drohen mit Kessel und Kijewski die Ausfälle von zwei Außenverteidigern. Sollte es für dieses Duo wirklich nicht reichen, könnte Schubert auch taktisch reagieren. Bereits zuletzt hatte Mittelfeldspieler Bernd Nehrig eigentlich mehr die zentrale Rolle in einer Dreier-Abwehrkette als eine der Sechser-Positionen bei den Braunschweigern übernommen.

Aber auch die Gastgeber sind nicht frei von Sorgen. Lautern muss vor allem das Fehlen von Christian Kühlwetter verkraften. Der torgefährlichste FCK-Spieler dieser Saison (8 Treffer) sah am Sonntag beim 4:1-Erfolg gegen Jena seine fünfte Gelbe Karte und ist gesperrt. Doch mit Timmy Thiele sieht Schubert bei den Hausherren einen gleichwertigen Ersatz in den Startlöchern stehen. Deshalb ist für ihn klar: „Wir müssen von Anfang an hellwach sein.“ In den vergangenen fünf Spielen hatte sein Team dreimal das 0:1 kassiert., Gegen Würzburg gelang danach noch ein Remis in Köln sogar ein Sieg. Aber solche Aufholjagden kosten viel Kraft. Und damit müssen die Löwen in der englischen Woche sparsam umgehen.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder