Wie viel Risiko verträgt das Spiel der Eintracht?

Braunschweig.  Eintracht Braunschweig braucht für den Klassenerhalt Siege. Trotzdem will man in Kaiserslautern nicht alles auf eine Karte setzen.

Braunschweigs Torwart Jasmin Fejzic ist zunächst auf Sicherheit bedacht.

Braunschweigs Torwart Jasmin Fejzic ist zunächst auf Sicherheit bedacht.

Foto: Florian Kleinschmidt/BestPixels.de

Die Serie, auf die Eintracht Braunschweig zurückblicken kann, ist gar nicht schlecht. Seit vier Spielen ist der Fußball-Drittligist ungeschlagen, die letzte Niederlage gab es im Heimspiel gegen Wehen Wiesbaden (2:3). Kleines Problem: Die Serie des 1. FC Kaiserslautern, bei dem die Löwen am Mittwoch (19 Uhr) antreten müssen, ist noch einen kleinen Tick besser. Die roten Teufel haben nämlich seit fünf Spielen nicht mehr verloren und damit auch schon ein paar Punkte zwischen sich und den Abstiegsrängen gebracht.

Im Lauterer Fritz-Walter-Stadion treffen also zwei Mannschaften aufeinander, die zuletzt Selbstvertrauen tanken konnten. Aber während die Gastgeber aufgrund ihres Platzes im Mittelfeld der Tabelle etwas befreiter agieren können, stehen die Blau-Gelben doch weiterhin unter Druck. Die positive Entwicklung in der Rückrunde hat sie in Schlagdistanz zu den Nichtabstiegsplätzen gebracht – mehr aber auch nicht. Deshalb verbietet es sich für Eintracht-Trainer André Schubert trotz einiger personeller Fragezeichen und Ausfällen bereits im Vorfeld mit einem Punkt zufrieden zu sein. Trotzdem wollen er und seine Mannschaft sich nicht von dem Weg der vergangenen Wochen abbringen lassen. „Ich gehe grundsätzlich nicht in ein Spiel, um mit einem Unentschieden zufrieden zu sein. Man hat immer einen Plan, das Spiel zu gewinnen. Die Frage ist aber, wie viel Risiko man in den einzelnen Momenten geht, ob es sinnvoll ist, völlig aufzumachen oder ob man wie in Jena lieber einen Punkt mitnimmt“, erklärt Schubert.

Diese Abwägungen müssten seine Spieler auf dem Feld treffen. Der Coach wird ihnen in der Pfalz aber sicherlich nicht die Parole „Volle Offensive“ mit auf dem Weg geben. Dafür ist der Respekt vor dem Gegner, bei dem mit Hendrick Zuck und Julius Biada zwei ehemalige Braunschweiger im Aufgebot stehen, zu groß. „Kaiserlautern hat in den vergangenen fünf Spielen gute Leistungen gezeigt und auch gute Ergebnisse erzielt. In der Rückrunde ist die Mannschaft sehr stabil, lässt wenige Chancen zu und ist nach vorne auch sehr effektiv“, sagt Schubert.

Deshalb wäre es auch ein Erfolg, wenn Eintrachts Serie ohne Niederlage mit einem Unentschieden Bestand haben würde. Das würde zwar bedeutet, dass die Löwen mindestens einen weiteren Spieltag auf einem Abstiegsplatz verbringen würden, ihnen ist aber bewusst, dass sie im Kampf um den Klassenerhalt einen langen Atem brauchen.

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