Eintracht-Hools zeigen Spruchband - Verein distanziert sich

Braunschweig  Mit einem Spruchband haben Zuschauer des Spiels zwischen Eintracht Braunschweig und Meppen eines Neonazis gedacht. Der Verein distanziert sich.

Das Eintracht-Logo. Der Verein distanziert sich von einem im Fanblock gezeigten Spruchband. Das Bild stammt vom Twitter-Account "@ultrapeinlich" und wurde dort anonym zugesendet. 

Das Eintracht-Logo. Der Verein distanziert sich von einem im Fanblock gezeigten Spruchband. Das Bild stammt vom Twitter-Account "@ultrapeinlich" und wurde dort anonym zugesendet. 

Foto: Privat / @Ultrapeinlich (Twitter)

Eintracht-Anhänger haben beim Spiel zwischen Eintracht Braunschweig und SV Meppen am Sonntag ein Spruchband gezeigt, auf dem "Ruhe in Frieden, Tommy. BS Hools" zu lesen war. Das Spruchband bezog sich offenbar auf den Chemnitzer Hooligan und bekennenden Neonazi Thomas Haller. Ein wortgleiches Transparent im Fanblock hatte beim Chemnitzer FC zuvor für einen Eklat gesorgt.

Eintracht Braunschweig distanziert sich deutlich von der Aktion. In einer Mitteilung heißt es:

"In der zweiten Halbzeit unseres Heimspiels gegen den SV Meppen wurde im Stadion ein Spruchband mit dem Text „Ruhe in Frieden, Tommy. BS Hools“ gezeigt. Eintracht Braunschweig ist ein toleranter Verein, der mit seinen Mannschaften, Mitgliedern, Mitarbeitern und seiner Fanszene für Vielfalt und Respekt steht und demokratische Grundwerte vertritt! Das ist so auch in unserem Leitbild verankert.

Da der verstorbene Chemnitzer Tommy Haller, dem das Banner offensichtlich gewidmet war, nach unserem Kenntnisstand nicht für diese Grundwerte stand, distanzieren wir uns hiermit ausdrücklich von diesem Gedankengut, dem Spruchband und allen, die damit sympathisieren, genauso wie der überwältigende Teil unserer Fans."

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