Eintracht veranstaltet virtuelles Heimspiel

Braunschweig.  Eintracht richtet E-Football-Heimspiel aus und gibt Fans die Chance, ihren Klub zu unterstützen.

Die Südkurve und ihre Fans

Die Südkurve und ihre Fans

Foto: Florian Kleinschmidt / Florian Kleinschmidt/BestPixels.de

Für mehr als 12.000 Menschen ist es ein festes Ritual an jedem zweiten Wochenende zu den Drittliga-Spielen der Fußballer von Eintracht Braunschweig zu pilgern – so viele Dauerkarteninhaber halten den Löwen auch ein Jahr nach dem Fast-Abstieg in die Bedeutungslosigkeit die Treue. Gemeinsam mit anderen Schlachtenbummlern sorgen sie dafür, dass die Blau-Gelben den besten Zuschauerschnitt der Liga aufweisen.

Doch derzeit herrscht für all diese Fans angesichts der Corona-Pandemie kalter Fußball-Entzug. Dem will die Eintracht mit einem virtuellen Heimspieltag entgegenwirken. Am morgigen Samstag, dem 4. April tritt Profi Marcel Bär im E-Football gegen Panagiotis Vlachodimos von der SG Sonnenhof Großaspach an. Zu sehen ist die Begegnung von 14 Uhr an auf den Social Media-Kanälen der Löwen.

Die Partie wird in eine blau-gelbe Webshow eingebettet, die kostenlos auf dem Youtube-, Twitch- und Facebook-Kanal der Löwen zu sehen sein wird. Gespielt wird zweimal acht Minuten.

„Der Fußball rückt momentan völlig zu Recht in den Hintergrund. Aber wir spüren, dass viele Menschen die Eintracht, das damit verbundene Gemeinschaftsgefühl und die vielen Erlebnisse rund um den Fußball schmerzlich vermissen“, erklärt Wolfram Benz, Geschäftsführer der Kapitalgesellschaft der Eintracht, der jedoch darauf hinweist, dass das virtuelle Heimspiel kein Appell ist, zum Stadion zu kommen. „Bleibt zu Hause und erlebt das blau-gelbe Wir-Gefühl vom Sofa aus“, empfiehlt Benz.

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Doch die besondere Aktion ist nicht nur mit der Leidenschaft für den Fußball und die Eintracht zu erklären. Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronakrise sind für Eintracht Braunschweig immens. Aufgrund des ruhenden Spielbetriebs fehlen erhebliche Einnahmen, Trainer-Team, Mannschaft und Mitarbeiter befinden sich seit zwei Wochen in Kurzarbeit.

„Eine große Stärke der Eintracht-Familie in schweren Zeiten ist der Zusammenhalt. Darauf setzen wir auch jetzt und möchten unseren Fans die Möglichkeit geben, ihre Eintracht in dieser schwierigen Zeit zu unterstützen. Allen, die uns zur Seite stehen, schon jetzt ein großes Dankeschön“, sagt Geschäftsführer Benz.

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Eintracht-Fans, die ihren Verein in dieser Situation unterstützen möchten, können ab sofort virtuelle Eintrittskarten über den Online-Ticketshop erwerben. Vom Stehplatz für 6,70 Euro bis zum VIP-Sitz für 67 Euro ist alles dabei. Sogar Bier und Bratwurst können die Anhänger der Löwen dort ordern – die virtuellen Speisen und Getränke löschen zwar keinen Durst und beseitigen auch kein Magengrummeln, aber helfen der Eintracht.

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