Timo Keul hält, Marcel Schreyer verschießt

Braunschweig.  Beim 1:1 von Fußball-Oberligist Freie Turner gegen Bersenbrück trifft kein Team vom Punkt.

Fünf Spieler der Freien Turner bilden bei einem Freistoß des Gegners eine Mauer.

Fünf Spieler der Freien Turner bilden bei einem Freistoß des Gegners eine Mauer.

Foto: Peter Sierigk

Ganz nah dran an einem Sieg war Fußball-Oberligist Freie Turner im letzten Heimspiel des Jahres. Doch ausgerechnet Kapitän Marcel Schreyer versagten kurz vor Ende der Partie gegen den TuS Bersenbrück die Nerven. Beim Stand von 1:1 scheiterte er per Elfmeter am Gästekeeper. Durch die Punkteteilung rangieren die Freien Turner einen Spieltag vor der Winterpause nur knapp vor der Abstiegszone auf Platz 12.

„Natürlich hätte ich mir gewünscht, dass der Elfer reingeht. Dann gewinnst du das Spiel auch. Aber kein Vorwurf an Matze Schreyer“, meinte Turner-Coach Kosta Rodrigues nach der Partie. Mit dem einen Punkt müsse sein Team leben. Bersenbrück habe viele erfahrene Spieler im Kader. Der Gegner habe das Tempo vor allem nach der Pause enorm hochgefahren, meinte Rodrigues.

Den besseren Start hatte seine Mannschaft erwischt. Niklas Neudorf brachte die Gastgeber nach Vorarbeit von Rick Kaupert in Führung. Zwei weitere Gelegenheiten ließen die Hausherren ungenutzt, nicht lange vor der Pause scheiterte Kaupert am Pfosten. Allerdings: Bersenbrück traf Mitte der ersten Hälfte ebenfalls nur den Pfosten. Und auch in Sachen Elfmeter hielten die Gäste mit: Gegen Ende der ersten Hälfte leistete sich Turner-Abwehrmann Marvin Fricke einen kapitalen Fehlpass, als dessen Folge ein Bersenbrücker frei durch war. Turner-Keeper Timo Keul konnte ihn in der 1:1-Situation nur per Foul stoppen – hielt dann aber den resultierenden Elfmeter.

„Er war nicht überragend geschossen“, sagte der Keeper später bescheiden. Aber auch in einigen anderen Situationen hatte der Torwart gut pariert. Denn Bersenbrück spielte zeitweise ansehnlichen Fußball. Auf dem kleinen Kunstrasenplatz ging es schnell hin und her. Beide Teams kamen zu Chancen, die Turner vor allem wieder in der Schlussviertelstunde – mit dem Elfmeter als Höhepunkt.

„Wir haben in der zweiten Hälfte zu viele einfache Fehler gemacht. Am Ende fangen wir uns wieder und hätten gewinnen können“, fasste Keul zusammen. Ziel müsse sein, auf einem Nichtabstiegsplatz zu überwintern. Die letzte Partie des Jahres ist für die Turner am kommenden Wochenende in Spelle angesetzt. Weil der Gegner einen Kunstrasenplatz zur Verfügung hat, dürfte das Spiel stattfinden.

Für das neue Jahr hofft Kosta Rodrigues dann auch wieder auf mehr personelle Alternativen. Gegen Bersenbrück waren neben Damir Vrancic kurzfristig der erneut verletzte Hendrik Neumann und der erkrankte Kevin Hintersdorf ausgefallen. Nur drei Feldspieler saßen auf der Bank, darunter ein U19-Spieler.

Tore: Freie Turner:

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