Neffati drastisch: „Ein Schlag ins Gesicht“

Helmstedt.  Fußball-Bezirksliga 1: Schunters Kai Pingel schockt mit seinem späten Ausgleichstreffer den FC Türk Gücü.

Der FC Schunter (blaue Trikots) um Kapitän Niklaas Osumek (rechts) und Türk Gücüs (in Rot) trennten sich im Kellerduell 1:1.

Der FC Schunter (blaue Trikots) um Kapitän Niklaas Osumek (rechts) und Türk Gücüs (in Rot) trennten sich im Kellerduell 1:1.

Foto: Michael Uhmeyer / regios24

Auf der einen Seite Riesenerleichterung, auf der anderen Frust pur: Mit seinem Treffer zum 1:1 hat Kai Pingel dem Fußball-Bezirksligisten FC Schunter spät einen Punktgewinn beschert und dem FC Türk Gücü Helmstedt auf eigenem Platz einen schweren Schlag im Abstiegskampf verpasst.

Türk Gücüs Trainer Nabil Neffati war restlos bedient und fand drastische Worte für den Auftritt seiner Elf: „Das war ein Schlag ins Gesicht. Wir waren spielerisch die bessere Mannschaft, haben es aber taktisch unklug gemacht. Unsere Dummheit wurde bestraft.“

Der Coach der Gastgeber regte sich vor allem darüber auf, dass seine Akteure die Überzahlsituationen richtig schlecht ausspielten: „Zwar sind wir oft hinter die Viererkette gekommen, haben unserem Mitspieler den Ball dann aber entweder in den Rücken gespielt oder den Pass über zwei Meter nicht zum Mann gebracht.“

Dabei hatte der Tabellen-14., bei dem Regionalliga-Neuzugang Maurice Friehe sein Pflichtspieldebüt feierte, den Gegner über weite Phasen beherrscht und war durch den Kopfballtreffer von Angreifer Pa Modou Sillah nach einer Ecke in Führung gegangen. „Da waren wir nicht nah genug an ihm dran“, bemängelte FC-Trainer Bert König.

Auch wenn das Unentschieden für das abgeschlagene Schlusslicht eigentlich zu wenig ist, freute sich der Gästecoach über das Erfolgserlebnis: „In unserer Situation fühlt sich der Punktgewinn wie ein Sieg an. Die Mannschaft ist kämpferisch und von der Moral her super intakt, hat gut verteidigt und schnell nach vorne gespielt.“

Zwar sei Türk Gücü mit seinen starken Einzelspielern fußballerisch gut unterwegs gewesen, „sie hatten aber nur ein bis drei Halbchancen, die Christian Timmerhoff gut gehalten hat“, sagte König.

Wenngleich es in der Schlussphase noch gelbe Karten hagelte, verlief die Partie laut König nicht so emotional wie erwartet. Seine Jungs suchten nach dem 0:1 ihre Chance, trafen durch Pingel zweimal den Pfosten und belohnten sich in der 90. Minute – Felix Sandmann leitete einen Einwurf auf den Torschützen weiter, der präzise ins kurze Eck traf.

Türk Gücü:

Schunter:

Tore:

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