TSG Königslutter erhält Verstärkung aus der Oberliga

Königslutter.  Basketball: Mit Jannik Stump kehrt der zweite „verlorene Sohn“ zur TSG Königslutter zurück.

Nach zwei Spielzeiten in der Oberliga kehrt Jannik Stump (gr. Foto) zur TSG Königslutter zurück.

Nach zwei Spielzeiten in der Oberliga kehrt Jannik Stump (gr. Foto) zur TSG Königslutter zurück.

Foto: Joachim Mottl / regios24

„Für uns gibt’s jetzt keine Pause mehr“, sagt Christian Schöndube, Spielertrainer des Basketball-Bezirksligisten TSG Königslutter. Trotz der Sommerferien trainiert das Team durchweg in der heimischen Jürgen-Gerke-Halle. Nach der langen Corona-Zwangspause setzen die Lutteraner nun alles daran, um zum Saisonauftakt am 12. September auf den Punkt bereit zu sein, denn: „Wir wollen wieder oben angreifen“, unterstreicht Schöndube.

Nachdem sie zuvor zweimal knapp im Aufstiegsrennen den Kürzeren gezogen hatte, konnte die TSG in den beiden letzten Spielzeiten nicht mehr ganz vorne mitmischen. Das lag insbesondere daran, dass 2018 mit Mathieu Collignon und Jannik Stump zwei Leistungsträger den Verein verließen. Collignon kehrte zu Beginn der letzten Saison aber wieder zurück, und die Lutteraner zeigten in der Rückrunde, dass sie wieder auf einem guten Weg sind. Unter anderem bezwangen sie mit dem späteren Aufsteiger MTV Gifhorn und dem BSC Acosta zwei der Topteams der Bezirksliga.

Und nun ist auch der andere „verlorene Sohn“ wieder für die TSG am Ball. Stump sammelte zwei Jahre lang mit den Schapen Sharks reichlich Erfahrung in der Oberliga, war zuletzt mit durchschnittlich knapp 13 Punkten pro Partie immerhin drittbester Scorer seiner Mannschafte. „Aber er wollte jetzt wieder zu seinem Heimatverein, in sein altes Umfeld, zurückkehren“, erzählt Schöndube. Die TSG wird nun also von den Erfahrungen Stumps profitieren, der schon vor seinem Wechsel nach Schapen zu den besten Centern der Liga gezählt hatte. „Ich freue mich wirklich sehr darüber, dass sich Jannik unserem Team wieder anschließt. Ich weiß, dass es ihn reizt, mit uns noch mal um den Aufstieg mitzuspielen.“

Es sei durchaus möglich, dass die Domstädter noch einen weiteren Neuzugang dazubekommen, der über Erfahrung in höheren Spielklassen verfügt, sagt der Spielertrainer. „In jedem Fall werden wir mit einem noch stärkeren, vollen Kader mit voraussichtlich zwölf Spielern in die Saison gehen können.“ Vorerst nicht mehr dabei sein wird allerdings Arne Pehlemann, der studienbedingt ohnehin nur noch selten zur Verfügung gestanden hatte. Da auch er beruflich sehr eingespannt ist, wird außerdem Nils Lemke wieder in die zweite Mannschaft der TSG wechseln. Im Gegenzug rückt Jens Roßmann wieder aus der Reserve ins Bezirksliga-Team auf.

Angesichts der hinzugewonnenen Qualität fiebert die Mannschaft verständlicherweise dem Saisonstart entgegen – der steigt ausgerechnet in Schapen, allerdings bei der „Zweiten“ der Sharks. Schöndube ist jedoch nicht nur beim Gedanken an die Leistung seines Teams gespannt. „Ich weiß ehrlich gesagt auch noch nicht, wie es bis dahin mit den Corona-Maßnahmen aussieht.“ Die vereinseigene Halle können die Basketballer zwar auch in den Ferien nutzen, die Umkleiden seien aber noch nicht wieder geöffnet.

Und bei den Spielen ergibt sich ein weiteres Problem: „Unsere Halle ist ja sehr klein und wir haben sonst immer 40 bis 60 Zuschauer. Je nachdem, was dann erlaubt ist, müssen wir uns etwas einfallen lassen – zur Not zeichne ich oben auf der Tribüne aber auch selbst Stehplatzflächen mit entsprechenden Abständen auf den Boden“, fügt er grinsend hinzu. Auch aufgrund dieser Umstände hat die TSG bis dato noch kein Testspiel geplant.

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