Co-Trainerin Sychta rettet Barmke einen Punkt

Barmke.  Fußball-Oberliga: Die TSV-Frauen lassen etliche Großchancen liegen und spiele nur 1:1-Remis in Bemerode.

Was sie auch versuchten, die Barmkerinnen (re. Johanna Bartel, hier im Spiel gegen Bröckel) konnten aus dem Spiel heraus Bemerodes Torhüterin nicht überwinden.

Was sie auch versuchten, die Barmkerinnen (re. Johanna Bartel, hier im Spiel gegen Bröckel) konnten aus dem Spiel heraus Bemerodes Torhüterin nicht überwinden.

Foto: Jens Semmer / regios24

„In solchen Fällen akzeptiere ich es, wenn eine meiner Spielerinnen meine Anweisung ignoriert“ – so kommentierte Marcel Kirchhoff, Trainer der Oberliga-Fußballerinnen des TSV Barmke, schmunzelnd die Szene, die seinem Team beim 1:1 (0:1)-Remis in Bemerode einen Punkt bescherte.

Es lief die 69. Minute, die Barmkerinnen bekamen einen Freistoß aus dem rechten Halbfeld zugesprochen. Kirchhoff hatte drei Minuten zuvor Olivia Sychta eingewechselt – seine Co-Trainerin, die eigentlich gar nicht mehr aktiv ist. „Wegen ihrer Erfahrung“ griff der Coach aber doch auf seine Notfall-Lösung zurück. „Ich habe ihr zugerufen, dass sie den Ball Richtung Fünfmeterraum schlagen soll, aber sie hat mir gar nicht zugehört“, erzählte Kirchhoff lachend. Linksfuß Sychta legte sich den Ball zurecht – und zirkelte ihn direkt in den Giebel. Hinterher habe Sychta ihm gesagt, „dass sie mich schon gehört hatte, sie aber überzeugt war, dass sie das Ding oben reinhauen würde“, so Barmkes Coach.

So sehr sich die Barmkerinnen über diesen Treffer freuten, wussten sie am Ende doch, dass das Remis eigentlich trotzdem zu wenig war. „Abgesehen vom Führungstreffer hatte Bemerode im gesamten Spiel nur noch einen weiteren gefährlichen Abschluss. Wir dagegen hatten Chancen für fünf Spiele“, fasste Kirchhoff zusammen. Schon eine Minute nachdem sie in Rückstand geraten war, hätte seine Mannschaft den Ausgleich machen müssen, doch Jannika Pribyl und Johanna Bartel konnten ihre Doppelchance nicht nutzen.

Zwar habe Bemerodes Torhüterin Sarah Nicotra in etlichen Szenen überragend reagiert, „aber wir hatten in jeder Halbzeit etwa fünf Hundertprozentige. Das Spiel hätte gut und gerne 7:1 für uns ausgehen können“, meinte Barmkes Coach. Dass es nur zur Punkteteilung reichte, sei einerseits ärgerlich, „andererseits hat es uns wieder gezeigt, wo wir uns noch weiterentwickeln müssen. Das liefert uns Ansätze für das Training“, sagte Kirchhoff.

Tore: 1:0 Ohm (14.), 1:1 Sychta (69.).

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