HVN diskutiert über Modelle zur Fortsetzung der Saison

Helmstedt.  Handball: Wie und wann geht es weiter mit der Saison? Diese Frage beschäftigt zurzeit den Verband und seine Vereine.

Für die HF Helmstedt-Büddenstedt (am Ball Torben Wanzek) könnte es womöglich einen Neustart der Saison in einer neu eingeteilten Oberliga-Staffel geben.

Für die HF Helmstedt-Büddenstedt (am Ball Torben Wanzek) könnte es womöglich einen Neustart der Saison in einer neu eingeteilten Oberliga-Staffel geben.

Foto: Sebastian Priebe / regios24

In diesem Jahr werden die Helmstedter Handballteams, die in der Oberliga, Verbandsliga und Landesliga vertreten sind, keine Punktspiele mehr bestreiten, das ist sicher. Aber wann genau und in welcher Form wird der Spielbetrieb im neuen Jahr wieder aufgenommen? Um diese Frage zu klären, will sich der Handball-Verband Niedersachsen (HVN) nun mit den Vereinsvertretern austauschen.

Die vom HVN-Präsidium installierte „Task Force Spielbetrieb“ legt erste Modelle zur möglichen Wiederaufnahme des Spielbetriebes im Januar beziehungsweise Februar vor. Mit den Vertretern der Oberligisten und Verbandsligisten sollen diese in einer Video-Konferenz an diesem Samstag diskutiert werden. Das Meinungsbild der Vertreter der Herren-Landesligen ermittelt die Gruppe mit Hilfe einer Online-Umfrage, die der HVN bereits am Freitag auf den Weg brachte.

Jens Schoof, Vizepräsident Spieltechnik des HVN, erklärt: „Uns ist es wichtig, in den direkten Dialog mit den Vereinen zu treten, um so den Entscheidungsprozess im Präsidium zu unterstützen. Wenn absehbar ist, dass die derzeitig gültigen Allgemeinverordnungen zur Eindämmung der Pandemie einen geordneten Spielbetrieb zulassen, werden wir kurzfristig eine Entscheidung herbeiführen.“ Ziel sei es, den Spielbetrieb der Frauen und Männer in Zuständigkeit des HVN bis spätestens Mitte Juli zu beenden.

Für den Jugendbereich favorisiere der Spielausschusses einen Restart zum ersten Februar-Wochenende. „Lediglich im Bereich der B-Jugend-Oberliga könnten schon die Termine ab 16. Januar mitberücksichtigt werden, da in dieser Altersklasse ab Mai noch die deutschen Meisterschaften ausgetragen werden sollen.“ Dies könnte die weibliche
B-Jugend des HSV Warberg/Lelm betreffen, die sich für die Oberliga-Vorrunde qualifiziert hatte.

Modelle zur Fortführung des Spielbetriebs in der Oberliga und Verbandsliga der Herren:

Vorschlag 1: Spielbeginn wäre am 16. und 17. Januar; Neuaufteilung der 29 Oberligisten in drei Staffeln mit neun bzw. zehn Mannschaften; die jeweiligen Erstplatzierten spielen die Aufsteiger ab Mitte Juni in einer Hin- und Rückrunde aus; die Letztplatzierten steigen ab; die jeweiligen Vorletzten gehen gegebenenfalls in die Abstiegsrelegation.

Vorschlag 2: Spielbeginn entweder am 16. und 17. Januar oder am 6. und 7. Februar; die Staffelstärken bleiben unverändert; fortgesetzt wird der Spielbetrieb in einer Einfachrunde bis Mitte Mai, die Ergebnisse der bisher ausgetragenen Begegnungen werden berücksichtigt; Auf- und Absteiger werden in einer Meister- und einer Abstiegsrunde festgelegt, wobei die Punkte aus der Vorrunde gegen die direkten Gegner mitgenommen werden. „Sollte es die Pandemie nicht zulassen, kann auf die Meister- und Abstiegsrunde verzichtet werden und eine Wertung der Einfachrunde per Quotientenregelung vorgenommen werden“, heißt es in dem Arbeitspapier der „Task Force“.

Für die Fortführung des Spielbetriebs in den Landesligen der Männer sieht der Verband folgendes Modell vor: Spielbeginn wäre am 6. und 7. Februar; Einteilung der Landesligisten in zehn oder elf Staffeln mit sieben oder acht Teams; Hin- und Rückrunde bis Anfang Juni; die jeweiligen Erstplatzierten qualifizieren sich für die Aufstiegsrunde, in der ab Mitte Juni vier Aufsteiger ausgespielt werden; die Letztplatzierten der Staffeln steigen ab.

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