Startschuss für den etwas anderen Halbmarathon

Lelm.  Am Freitag wird um 13 Uhr der Elm-Advents-Halbmarathon eröffnet – mit einem der Corona-Verordnung angepassten Konzept.

Die berüchtigte „Hölle“ werden sich die Athletinnen und Athleten auch diesmal hochquälen müssen – allerdings in Kleingruppen oder alleine.

Die berüchtigte „Hölle“ werden sich die Athletinnen und Athleten auch diesmal hochquälen müssen – allerdings in Kleingruppen oder alleine.

Foto: Hans-Jürgen Trommler / regios24

„Einmal werden wir noch wach, heißa dann…“ ist zwar noch nicht Weihnachtstag, für viele Laufsportler aus der Region dürfte es sich aber trotzdem schon wie ein kleines Stück Bescherung anfühlen. Am Freitag fällt nämlich um 13 Uhr der Startschuss für den 8. Elm-Advents-Halbmarathon, der in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie anders als geplant stattfinden wird (wir berichteten).

Da das Land Niedersachsen derartige Laufveranstaltungen bis mindestens Ende November untersagt hatte, stand für Organisator Torsten Dill vom TSV Lelm und seine Mitstreiter fest, dass es in diesem Jahr nicht möglich sein würde, die 150 Starter am Nikolaustag gemeinsam auf die rund 21 Kilometer lange Strecke zu schicken.

Stattdessen werden die Sportler von Freitag an bis zum 6. Dezember (10 Uhr) maximal zu zweit beziehungsweise mit Personen des eigenen Haushalts am Sportpark Lutterspring in Königslutter an den Start gehen – und sich dabei auch wieder den berüchtigten Anstieg, die sogenannte „Hölle“, hochquälen. Helfer entlang der Strecke wird es diesmal nicht geben, dafür aber in regelmäßigen Abständen Holzpflöcke, die den Teilnehmern den richtigen Weg weisen.

Da im Gegensatz zu den Vorjahren niemand vor Ort sein wird, um die Zeiten der Aktiven zu messen, es aber auch bei der ersten virtuellen Ausgabe des Elm-Advents-Halbmarathons um Laufzeiten und Platzierungen gehen wird, stoppen die Läufer ihre Zeiten selbst. „Unser Zeitmessdienstleister runtiming sendet per Mail jedem Teilnehmer einen Link zu, über welchen das Laufergebnis direkt online erfasst werden kann“, erklärt Dill. Zwar können er und sein Team die erbrachten Leistungen somit nicht wirksam kontrollieren, der Organisator vertraut aber „auf die Ehrlichkeit unserer Läufer“.

Sollte jedoch jemand Streckenrekorde, die prämiert werden, angreifen wollen, müsse die geplante Startzeit unbedingt mitgeteilt werden, „damit wir einen Kontrollradfahrer mitschicken können“, erläutert Dill. Da er zudem gerne Fotos von Athleten mit einem besonderen Outfit oder von Mitfavoriten machen würde, bittet der Organisator auch in diesem Fall um die rechtzeitige Mitteilung der Startzeit.

Trotz der speziellen Situation empfindet Dill – genau wie „seine“ Athleten, von denen er positive Rückmeldungen erhalten habe – Freude darüber, dass der Lauf bei diesen Rahmenbedingungen trotzdem stattfinden kann.

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