Handball-Vereine sprechen sich für Einfachrunde aus

Helmstedt.  Handball: Der Termin, wann es weitergeht, bleibt offen. Wie es in der Ober- und Verbandsliga weitergehen soll, darüber herrscht indes Einigkeit.

Die Pause für die HF Helmstedt-Büddenstedt wird noch bis mindestens Februar dauern. Dann geht es mit einer Einfachrunde weiter – bei der die ersten drei Saisonniederlagen zählen, was die Aufgabe für die HF dann kompliziert macht. 

Die Pause für die HF Helmstedt-Büddenstedt wird noch bis mindestens Februar dauern. Dann geht es mit einer Einfachrunde weiter – bei der die ersten drei Saisonniederlagen zählen, was die Aufgabe für die HF dann kompliziert macht. 

Foto: Sebastian Priebe / regios24

Das Wann muss noch geklärt werden – über das Wie herrscht nun aber in einem wesentlichen Punkt Einigkeit: Die angebrochene Saison der Handballer in Ober- und Verbandsliga soll als Einfachrunde beendet werden. Das ist das Ergebnis einer Vereinsbefragung des Verbandes. Wann allerdings wieder gespielt werden kann – das ist noch offen.

Ergebnis nach Dialog mit Vereinen

Mitglieder des Spielausschusses des Handball-Verbandes Niedersachsen (HVN) diskutierten mit Vertretern der Vereine aus den Oberligen der Frauen und der Männer sowie der Verbandsliga der Männer über eine Fortsetzung der Saison im Frühjahr des Jahres 2021. Das Gros der Vertreter der Ober- und Verbandsligisten favorisiert die Saisonfortsetzung in der Form einer Einfachspielrunde unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Begegnungen, die vor der Aussetzung des Spielbetriebes auf Verbandsebene bereits ausgetragen worden waren, ehe die Spielzeit Corona-bedingt unterbrochen wurde.

Vizepräsident Spieltechnik Jens Schoof, der die drei Online-Konferenzen im Beisein des HVN-Präsidenten Stefan Hüdepohl moderierte, spricht in einer Verbands-Mitteilung von einem „offenen und ehrlichen Meinungsaustausch“, den die Vereinsvertreter geführt hätten. Der Spielausschuss werde die Gesprächsergebnisse jetzt bewerten und Umsetzungsmodelle erarbeiten.

Weitere Online-Zusammenkünfte mit den Vereinen sind für Beginn des kommenden Jahres vereinbart worden. „Frühestens danach wird der Spielausschuss dem Präsidium konkrete Empfehlungen zur Beschlussfassung an die Hand geben“, erklärte Jens Schoof.

Neustart noch ohne Termin

Der Ursprungsgedanke der vom Präsidium eingesetzten „Task Force Spielbetrieb“ war, die ersten Spiele bereits für Mitte Januar anzusetzen. Diese Pläne sind nun aber aufgrund der aktuellen politischen Entwicklungen vom Tisch. Die HVN-Verantwortlichen gehen aktuell davon aus, dass öffentliche Sportstätten frühestens ab dem 11. Januar wieder für den Trainingsbetrieb zur Verfügung stehen. „Wenn überhaupt“, sagt Jens Schoof mit Blick auf die nach wie vor hohen Sieben-Tage-Inzidenzen in den einzelnen Kreisen.

Der Dialog mit den Vereinen habe auch ergeben, dass vor der Aufnahme des Spielbetriebes mindestens für die Dauer von drei Wochen Hallentraining möglich sein sollte. Schoof: „Rein rechnerisch könnten wir demnach den Spielbetrieb frühestens am Wochenende 6. und 7. Februar wiederaufnehmen; vorausgesetzt, wir kommen mit Ende der Schulferien wieder in die Hallen.“ Daher ist ein – vielleicht sogar deutlich – späterer Termin wohl die wahrscheinlichere Variante.

Wann gespielt werden kann, bestimmt auch ein Stück weit, wie konkret gespielt werden soll. Daher ist die konkrete Ausgestaltung der Einfach-Runde eben noch offen. Denkbar seien laut Verband auch Play-off-Spiele, die über Auf- und Abstieg entscheiden. Schoof: „Fakt ist, dass die Saison mit Ablauf des Monats Juni enden muss. Keiner weiß heute, ab wann wir wieder spielen dürfen. Ob es Play-off-Spiele geben könnte, hängt davon ab, wie viele Spieltage uns am Ende zur Verfügung stehen.“ Eine Absage der Saison sei jedenfalls nicht das Ziel, der Verband strebe ein sportliches Ergebnis an, um die Voraussetzungen für „eine eine möglichst normale Saison 2021/2022 zu schaffen“.

Folgen für Helmstedter Teams

Für den Oberligisten HF Helmstedt-Büddenstedt und die beiden Verbandsligisten HG Elm und HSV Warberg/Lelm heißt das erst mal, dass die Zeit des Wartens verlängert wird – aber nun gibt es immerhin ein konkretes Ziel mit der Einfachrunde und eine Ausgangslage, auf die man sich entsprechend vorbereiten kann.

Für die HF gewinnt die Tabellen-Situation indes an Brisanz , weil die bisherigen Partien weiterhin gewertet werden sollen. Die Kreisstädter legten aber einen Fehlstart mit drei Niederlagen in drei Spielen hin, die sie nun als Hypothek mit in die Einfachrunde nehmen werden. Durch die geringe Anzahl an Restspielen wird es eine schwierige Aufgabe, sich bis zum Saisonende aus dem Tabellenkeller zu befreien. Die beiden Verbandsligisten haben derweil bereits gepunktet und können dem Neustart entspannter entgegen blicken.

Für die in niedrigeren Klassen spielenden Teams gibt es derweil noch keine Aussage über den Fortgang der Saison. Der HVN führt eine Online-Befragung der Vertreter der Herren-Landesliga durch, Planungen für die Bereiche der Landesligen der Frauen, der Landesklassen und des Jugendbereiches sind in Vorbereitung.

Die Handball-Region Süd-Ost Niedersachsen (HRSON), in deren Ligen die Helmstedter Teams auf Regionsebene starten, will derweil am 2. Dezember tagen, um über einen Fortgang des Spielbetriebs in ihren Ligen zu diskutieren. In den meisten Spielklassen der HRSON hatte noch kein Spiel stattgefunden, ehe es aufgrund der Corona-Pandemie in die Zwangspause ging.

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