Die Topteams liegen auf dem virtuellen Rasen vorn

Helmstedt.  eFootball: Die erste Kreismeisterschaft läuft – und die Topteams liegen auch auf dem virtuellen Rasen an der Spitze.

Er gehört zwar zum Dreierteam des TSV Bahrdorf, lässt aber seinen Mannschaftskollegen den Vortritt: Mark Ranwig, eFootball-Referent des NFV-Kreises Helmstedt.

Er gehört zwar zum Dreierteam des TSV Bahrdorf, lässt aber seinen Mannschaftskollegen den Vortritt: Mark Ranwig, eFootball-Referent des NFV-Kreises Helmstedt.

Foto: Privat / TSV Bahrdorf

Sie ist in vollem Gange, die erste eFootball-Kreismeisterschaft des NFV-Kreises Helmstedt. Seit Montag, 16. Dezember, spielen zehn Teams, verteilt auf zwei Fünfergruppen, um den virtuellen Titel auf der Konsole. Dabei sieht es nach der Hälfte der absolvierten Partien so aus, als würden sich diejenigen Vertreter in ihren Gruppen durchsetzen, die mit ihren Mannschaften auch auf dem echten Grün derzeit am erfolgreichsten sind…

Ursprünglich hatte Mark Ranwig, eFootball-Beauftragter des NFV-Kreises, mit zwölf Mannschaften geplant, es meldeten sich aber nur zehn Teams an: FC Türk Gücü Helmstedt, FC Heeseberg II, TSV Grasleben II, FC Nordkreis, TSV Germania Helmstedt (Gruppe A) sowie FC Heeseberg, TSV Grasleben, SpVg Süpplingen, VfL Rottorf und TSV Bahrdorf (Gruppe B).

Ein Spieltag findet immer in der Zeit von Montag bis Donnerstag sowie von Freitag bis Sonntag statt. Den Zeitraum hat der eFootball-Beauftragte bewusst so gewählt, „damit die Jungs aufgrund von Spät- und Nachtschichten sowie normaler Arbeitszeit so flexibel wie möglich sein können“. In dieser Zeit müssen die jeweils zwei Spieler pro Team ihre Einzelbegegnungen gegen die des Gegners bestreiten und Ranwig bis spätestens am Folgetag um 23.59 Uhr ein Foto mit dem Endspielstand schicken, was bislang gut funktioniert habe.

Da der gebürtige Helmstedter das Turnier als Probensaison bezeichnet, sei klar, „dass noch nicht alles ausgereift ist“. Deshalb wünscht sich der in Bahrdorf wohnende Ranwig, dass die jeweiligen Akteure nach Abschluss des Wettbewerbs mit Ideen an ihn herantreten, was in Zukunft verbessert werden kann.

Noch befinden wir uns aber in der Gegenwart, und die besagt, dass der FC Türk Gücü und FC Heeseberg offenbar nicht nur mit richtigem Ball, sondern auch mit dem Con-troller sehr gut umgehen können. Die beiden einzigen Fußball-Bezirksligisten im Teilnehmerfeld haben bislang alle ihre Spiele souverän gewonnen und sind somit auf dem besten Weg, sich Platz 1 in ihren Gruppen und damit das Ticket für die Landesmeisterschaft des Niedersächsischen Fußballverbands (NFV) zu sichern.

Wobei das mit den erwähnten Fußball-Bezirksligisten so eine Sache ist: Während bei Türk Gücü Eren Kocak, Masirullah Omarkhiel, Adil Eser sowie Volkan und Berkan Öztürk allesamt in der ersten Mannschaft kicken und sich an der Konsole von Spiel zu Spiel abwechseln, steht bei Heeseberg nur Fabian Romeike im Kader des Bezirksligisten. Sein Partner Jan-Luca Tholl aus Jerxheim ist derweil gar nicht als Fußballer aktiv.

Wie sich ein Erfolg auf dem virtuellen Rasen anfühlt, weiß das FCH-Duo bereits durch seinen Sieg beim eFootball-Kreispokal, der im Dezember vor einem Jahr in Bahrdorf stattfand. Nun möchten Romeike und sein Kumpel auch bei der Kreismeisterpremiere den Titel abräumen, wenn am 22. Dezember das Finale gegen den Sieger der Gruppe A steigt. Kocak & Co. werden allerdings etwas dagegen haben.

Für die Bahrdorfer läuft es als Letzter in Gruppe B mit null Punkten und 6:52 Toren hingegen alles andere als gut. Ranwig selbst gehört als Teammanager zwar zum Dreierteam des TSV, er lässt seinem Bruder und einem Kumpel aber den Vortritt. „Unsere Altseniorentruppe ist den Jungen gnadenlos unterlegen, weil die den ganzen Tag zocken und ganz andere Reflexe haben als wir“, räumt der 45-Jährige ein. Auch er verlor in einem Testspiel gegen Romeike zuletzt mit 0:16. Dass sein Kontrahent aber auch über viel Qualität verfügt, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben.

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