Handball-Landesliga Süd

HG Elm ist im Derby die „abgeklärtere Mannschaft“

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Jan-Hendrik Vahldiek (links) und die HG Elm ließen im Derby gegen Warberg/Lelm II (rote Trikots) kaum Zweifel an ihrem Erfolg aufkommen. Lediglich die Anfangsphase gestalteten die Gäste ausgeglichen.

Jan-Hendrik Vahldiek (links) und die HG Elm ließen im Derby gegen Warberg/Lelm II (rote Trikots) kaum Zweifel an ihrem Erfolg aufkommen. Lediglich die Anfangsphase gestalteten die Gäste ausgeglichen.

Foto: Darius Simka / regios24

Schöningen.  Die Gastgeber setzen sich gegen den HSV Warberg/Lelm mit 33:27 durch. Der Sieg der HG gerät zu keinem Zeitpunkt ernsthaft in Gefahr.

Die sehr gut gefüllte Tribüne in der Halle an der Schöninger Schützenbahn bildete einen würdigen Rahmen für das Derby in der Handball-Landesliga Süd. Und auch die Leistung der gastgebenden HG Elm war eines Derbys würdig: Die Spielgemeinschaft aus Schöningen und Schöppenstedt setzte sich souverän mit 33:27 (18:12) gegen den HSV Warberg/Lelm II durch.

HG-Trainer Andreas Simon sprach von einem „verdienten Sieg, der durchaus noch hätte deutlicher ausfallen können“. Damit schnitt er einen der wenigen Kritikpunkte im HG-Spiel an: „Wir haben insbesondere ab Mitte der zweiten Halbzeit viele gute Chancen, auch einige nach Tempogegenstößen, liegen gelassen.“ Und doch geriet der fünfte Heimsieg im fünften Spiel – den kampflosen Erfolg gegen Spanbeck/Billingshausen mitgerechnet – nie ernsthaft in Gefahr.

HSV gestaltet die Anfangsphase noch ausgeglichen

„Wir hatten einfach zu viele Phasen, in denen wir nicht genug investiert haben. Wir haben taktisch wie personell viel versucht, waren insgesamt aber nicht konstant genug“, urteilte Gäste-Coach Heiko Böhm. Nur in der Anfangsphase gestaltete seine Mannschaft das Duell ausgeglichen (4:4, 9. Minute). „Der HSV hat versucht, mit einer 5-1-Deckung unseren Rückraum und damit unsere Abläufe im Angriff zu stören“, schilderte HG-Trainer Simon. Dass die Gäste hinten etwas rausrückten, nutzte sein Team aber clever aus, um über den Kreis zu spielen und sich erstmals leicht abzusetzen (8:4).

Bis zur 22. Minute hielten die Warberger, besonders dank des starken Erik Gronde (insgesamt 10 Tore), aber noch Schritt (12:10). Danach setzten sich die im Angriff variabler agierenden Gastgeber jedoch zügig bis auf sieben Tore ab.

Mit dem 30:22 ist die Vorentscheidung zugunsten der HG Elm gefallen

Nachdem der HSV die zweite Halbzeit mit einem kleinen Lauf eröffnet hatte (18:14), läutete eine Zwei-Minuten-Strafe gegen Gronde die vorentscheidende Phase ein. Während die HG Elm von allen Positionen Gefahr ausstrahlte, leisteten sich die Warberger „einige haarsträubende individuelle Fehler“, so Böhm. „Ich habe vorher gesagt, dass wir Fehler machen dürfen, aber aktiv und mutig agieren müssen. Das hat uns aber gefehlt. Man hatte irgendwie immer das Gefühl, dass wir einen Rucksack mit uns herumschleppen.“

Spätestens mit Jan-Hendrik Vahldieks achtem Treffer der Partie zum 30:22 war die Vorentscheidung gefallen. Dass die Elm-Handballer anschließend etwas fahrlässig im Abschluss agierten und der HSV noch Ergebniskosmetik betreiben konnte, war dann nur noch eine Randnotiz. „Wir waren letztlich die abgeklärtere Mannschaft“, sagte Simon, dessen Team insgesamt sehr sicher mit dem Ball umging „und Warberg damit kaum Gelegenheiten bot, ins Tempospiel zu kommen“.

HG: Rokitta, Meyer – Duderstadt, Gerloff 2, Kaufmann, Scheller 1, Liebelt 5, Kai Vahldiek 8, Jan-Hendrik Vahldiek 9/2, Walburg, Jordan Maack, Albrecht 4, Schoel 4, Shawn Maack.

HSV: Schenke, Kroll – Rustenbach 1, Erik Gronde 10/4, Rosenblatt 2, Leonard Rosigkeit, Matschulla 1, Pissarczyk 4, Boese 2, Wawryk 2, Feiler 1, Müller 1, Karwacki 2, Niklas Rosigkeit 1.

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